Man sollte auf jeden Fall wissen was man tut und warum.
wofür es wiederum keine goldene Regel gibt.
Leider halten viele Pakete (&Ports) sehr eng an ihren Abhängigkeiten und wollen unbedingt bestimmte SW-Versionen sehen, auch, wenn das rein technisch vollkommen egal wäre, wenn hier ein Unterschied besteht. Mein Standard-Beispiel hierzu ist irgendein Icon-Satz, der da als Abhängigkeit auftreten kann. Und zwar womöglich zu einem Paket, das selbst nur eine Abhängigkeit ist. Vielleicht wird nie jemand diese Icons nutzen, aber die Abhängigkeit ist beschrieben und will erfüllt werden. Es wäre vollkommen egal, wenn in diesem Fall eine ältere Version der Icons installiert wäre oder sogar keine Icons. Nur das Erfüllen der Abhängigkeit macht die Installation nötig, aber eben nicht sinnvoll.
Eine für mich sehr ärgerliche Abhängigkeit ist die neumodische Funktion der "GEO-Locations", die bei einigen Programmen nun etabliert ist. Ein einfacher Bildbetrachter kann so vollkommen unsinnig aufgeblasen werden und sogar ungewollte Funktionen mitbringen, die ihm leider dann gar nicht so einfach abgewöhnt werden können.
Weil ich solches Verhalten einfach nicht mag, habe ich da früher sehr viele Stunden damit verbracht, mein System aus den Ports zu bauen und nach meinem Willen konsistent zu halten, was unter Umständen auch eine Manipulation des INDEX-Files bedeutete. Manuell eine immer wieder schwierige Herausforderung: das File wird ja laufend wieder überschrieben.
Seit ich entschied, einfach darauf zu pfeifen alles nach meinen Ideen zu wollen und stattdessen zu akzeptieren, dass mein PC nicht mehr das macht, was ich eigentlich will, sondern nur noch so ungefähr in der Spur läuft, lebe ich sehr glücklich und einfach mit Paketen.
OH, btw: Glück kommt von Gelingen und vielleicht ist es sogar einfacher, mit Paketen glücklich zu werden, als man gemeinhin so annimmt, denn das dauernde Herumfummeln in den Ports brachte mir ja im Laufe der Zeit zahlreiche Probleme und schließlich auch Misserfolge, weil ich nicht sauber dokumentierte sondern jeweils die Probleme bei Bedarf anging und dabei dann leicht den Überblick verlor.
Nun habe ich ganze zwei Ports gebaut und die haben quasi keine Abhängigkeiten. So lebe ich mit Paketen aus quarterly durchaus glücklich und brauche auch nicht jedes mal die latest Version, so oft mache ich eh keine Updates. Sowas kann man im Grunde gar nicht Mischen von Paketen und Ports nennen. Die Anzahl von Ports liegt etwa in der Größenordnung von einem Promille, das ist bestenfalls eine unmerkliche Verschmutzung, keine echte Mischung.
Soweit mein Plädoyer für Pakete an dieser Stelle und die Empfehlung, es ebenso zu machen. Damit gelingt einfach alles viel besser und einfacher.
Man sollte schon gute Gründe für die Ports haben, erst Recht aber für eine echte Mischung. "ich will es so" ist kein guter, aber doch ein hinreichender und akzeptabler Grund, wie ich denke. Nur liegt dabei das Gelingen auch ausschließlich in den eigenen Händen und verbraucht die eigene Lebenszeit.