Mails in Datenbank?

Columbo0815

Kaffeemann
Staff member
Moin,

ich nutze derzeit einen IMAP Server für meine privaten Mails (dovecot). Hierbei kam mir die Idee, ob es nicht sinnvoll wäre, die Mails in eine Datenbank abzulegen. Was ich schon gesehen habe ist, dass die Authentifizierung über SQL läuft, die User also in eine Datenbank abgelegt werden. Zu den Mails selbst habe ich noch nichts gelesen.

Macht so etwas Sinn (egal ob es derzeit umsetzbar ist oder nicht)? Ist so etwas umsetzbar (mit Hausmitteln des jeweiligen IMAP-Servers? Aktuell kenne ich nur das Maildir- und mbox-Format (mit leichten Abwandlungen davon).

Gerade wenn es um sehr viele Mails geht hat Maildir ja den Nachteil, dass viele, viele, kleine Dateien angelegt werden. Liegen dann viele Dateien in einem einzigen IMAP-Ordner, könnte das mit der Zeit langsam werden. mbox ist iirc generell etwas langsamer insbesondere wenn es viele Mails sind.

Was meint ihr?
Gruß
 
Einen solchen Ansatz verfolgt der IMAP-Server dbmail. Er läuft mit postgresql und mysql, evtl. auch mit anderen Datenbanken.

Ich persönlich bevorzuge maildir, da man sehr einfach an die Mails kommt, falls es mal ein Problem gibt. Ein Datenbanksystem skaliert aber wesentlich besser.
 
Na ja definiere langsam! Ich z.B. habe z.B. einen Account mit ca. 130000 Mails. Der Server ist ein Debian mit Cyrus IMAP.
Das einzige was ich aktiviert habe ist "SQUATTER". Das indexiert mir meine Mails jede Nacht.

Mit "alpine" kann ich so diese 130000 Mails in ca. 5 Sekunden durchsuchen. (Betreff, Mailtext, FROM, TO, ect.)

Was will man mehr? Ich kann einzelne Mails restoren oder auch direkt lesen.
 
Ich fahre da zweigleisig, einerseits habe ganz klassisch die Mails im Maildir liegen (mehrere).
Zusätzlich gibt es aox auf dem Server, bei dem alle Mails aufschlagen die archiviert werden müssen (nicht rechtssicher!) und zusätzlich noch alle Anderen (Speicherplatz ist günstig...).

Als ich mich zwischen DBMail und AOX entschieden habe hat dbmail ziemliche Zicken gemacht, die sich nicht wirklich debuggen ließen. Deshalb hab ich jetzt aox.
Aber dbmail hab ich min. 1,5 Jahre nicht mehr angesehen...

AOX - Archiveopteryx
 
Nun.. Wenn ich in den Ordner mit 130000 Mails öffne und im Client keine Beschränkung auf wenige tausend Mails aktiviert habe, dann dauert es einige Zeit, bis er die Mails anzeigt. Oder nicht?

Einen weiteren Vorteil, den ich mir vorstellen könnte: Mail wird in verschiedene Ordner kopiert (vielleicht auch an verschiedene User verteilt). Die DB könnte das einfach mit einem Verweis auf die Originalmail machen. Ohne DB wird die Mail wohl einfach x-Fach abgelegt.

dbmail sieht interessant aus, danke. :) So abwegig scheint meine Idee also gar nicht zu sein.
 
Es gibt da noch das vom Autoren von Sylpheed geschriebene Mail-Datenbank-Tool "sylph-searcher". Setzte auf PostgreSQL auf. Schon recht praktisch, aber hat bisher niemand auf FreeBSD portiert. Und mir fehlt irgendwie der Bedarf, Sylpheed durchsucht meine Boxen mit Millionen Mails in wenigen Sekunden...
 
Ich fahre dbmail auf meinen Servern. Einfach gut zu händeln und leicht zu Backuppen. SQL-Dump erzeugen und das meiste ist schon getan :)
 
Ich fahre auch dbmail und bin damit sehr zufrieden. Das einzige was grade leider Zicken macht ist sieve. Da muss ich mal gucken. Sonst ist dbmail recht problemlos und einfach zu konfigurieren.
 
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