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Mainboard mit passiver Kühlung für LC-Gehäuse

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Themenstarter #1
Hallo!
Eine sehr gute Freundin schwärmt schon länger für ihren alten Apple LC II, der natürlich längst nicht mehr existiert. Ich möchte der Lady jetzt ein Geschenk machen, und zwar einen halbwegs aktuellen Rechner im LC II Gehäuse. Das Gehäuse hab ich schon besorgt und ein externes Netzteil und eine PSU dazu ebenfalls.

Jetzt fehlt noch das Mainboard, und da komm ich nicht recht weiter. Aufgrund der geringen Bauhöhe des LC-Gehäuses kommt nur ein Board mit passiver Kühlung in Frage, das ganze darf nur 30...35 mm hoch bauen.

Ich hatte schon daran gedacht, das Board eines älteren Thinpads mit i3 oder I5 zu nehmen. Das hat zwar einen Lüfter, baut aber dennoch nur sehr niedrig. Nur mit der Peripherie könnte das ein ziemliches Gefrickel werden, weil quasi keine Standardanschlüsse vorhanden sind.

Vielleicht kann mir jemand ein geeignetes Board empfehlen. Muss auch kein Powerteil sein, die schlanken Open- oder NetBSD laufen ja auch mit einem Celeron oder einem A4 ganz gut.
Hints are welcome.

Berni
 

serie300

Well-Known Member
#3
Raspi sollte gehen (wenn einem die Rechenleistung reicht). V.a. sollte der im Vergleich zu i64 Arch keine Kühlprobleme aufwerfen. Frage doch mal G**gle unter "Lüfterloser PC". Im Industriebereich gibt's was, das heßt Pokini. Aber wenn du 15W entwärmen mußt, mußt du 15 Watt am entsprechenden Kühlkörper abführen.
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Themenstarter #4
Ein Raspberry wäre meine letzte Möglichkeit, das Board passt natürlich locker ins angedachte Gehäuse. Wenn ich kein geeignetes Intel/AMD Board finde, wirds wohl der Raspi. Aber ein bisschen such ich noch ....
Ein Bild des LC II setz ich morgen rein.
 

Esjott

Kellerkind
#5
Vielleicht passt ein z83 mini-pc (ohne Gehäuse) rein? Dürfte etwas schneller sein, als ein raspi. Und hat auch emmc speicher.
 

xbit

Well-Known Member
#6
Habe -allerdings als Server- ein Gigabyte GA-J3455N-D3H SoC mit OpenBSD laufen. Hat 2 Netzwerkkarten, 16 GB RAM, ist passiv gekuehlt und hat laut Website 4 SATA Ports. Nutze derzeit nur 1 Platte. Ich hab noch einen kleinen 40mm PWM Luefter eingebaut, um die Temperatur niedrig zu halten, vor allem im Sommer. Ist aber mehr persoenliche Spielerei als notwendig - Ausfaelle hatte ich wegen der Temperatur noch nicht.

Zur Grafikperformance kann ich nichts sagen, hat aber D-SUB und HDMI Ausgaenge.

Mit PicoPSU, externem 35W Netzteil und runtergetaktet laeuft der mit ca. 12W und ist praktisch lautlos.

Einen Pokini (aka FitPC2) hatte ich vor einigen Jahren mal laufen. Sind praktisch und klein, aber das Metallgehaeuse wird im Sommer dann doch gut warm. Und da die Platte direkt unter dem Board eingebaut ist, war die auch immer gut warm. In heissen Sommern waren da locker 55 Grad fuer die CPU und knapp 50 Grad fuer die Platte drin. Fand ich persoenlich nicht so toll.
 

mark05

Well-Known Member
#7
mal als idee , wie sieht es mit einem notebook mainboard aus ?

man bekommt jedemenge , zum teil komplett bestückt , fuer lau bei der bucht.

holger
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#9
Man sollte allerdings im Hinterkopf behalten, dass man bei mehr als Pi mal Daumen 8 bis 10 Watt auch bei vollständig passiver Kühlung einen Weg braucht, um die Abwärme aus dem Gehäuse zu bekommen. Ansonsten staut die Wärme und das System überhitzt nach und nach. Der LC hat zwar den Bildern nach Lüftungsschlitze oben, aber für eine reine Konvektionskühlung werden die nicht reichen. Denn sie sind eher klein, auf den Bilder ist nicht erkennbar ob es unten im Gehäuse eine Möglichkeit zum Nachströmen von Luft gibt und wenn müssten sie idealerweise direkt über der CPU sein. Aber selbst wenn das alles klappt, ist es für die Lebensdauer der Komponenten nicht gut, wenn sie im eigenen Saft schmoren.

Wie wäre sowas: Ein für Industrieanwendungen gedachtes Thin-MiniITX Board passt da auf jeden Fall rein und sollte keine Probleme in Sachen Höhe machen. Im Gegenteil, da bleibt sicher nach oben hin noch Platz. Die Frage ist nur, wie viel man am Innenleben des Gehäuses ändern muss. Je nach Geschmack kann man ein rein passives Board nehmen, dann wahrscheinlich mit irgendeiner Form von Atom-CPU. Oder man nimmt ein gesockeltes Board und einen kleinen Core-i3, den man eventuell noch ausbremst um seine maximale Abwärme zu senken. In dem Fall könnte man schauen, ob ein flacher Kühler wie der Noctua NH-L9i mit nur 23 Millimeter Höhe ohne Lüfter passt. Die Kühlung erreicht man indirekt durch (neue) Löcher im Boden und einem unter den Lüftungsschlitzen oben angebrachten flachen Lüfter, der Luft aus dem Gehäuse zieht. Damit die Luft auch wirklich über das Board strömt, kann man den Luftstrom leiten. Zum Beispiel mit zerschnittenen PET-Flaschen.
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Themenstarter #10
Schöne Anregungen, danke an alle.
Ein RaspBerry4 müsste auf jeden Fall per Lüfter gekühlt werden. Ohne Lüfter erreicht mein Pi 4 mit 8GB schon schnell die 70°C und mehr, mit Lüfter ist bei max. 40°C Schluss. Der kleine Lüfter stört aber nicht und ist quasi unhörbar, wenn der Pi im Gehäuse sitzt.

Hier mal 3 Fotos vom LC-Gehäuse, bereits komplett leer geräumt. Auf dem letzten Bild ist zu sehen, wie sich ein Mainboard aus einem Thinkpad T410i machen würde.

In der Fläche ist das Gehäuse mehr als aureichend groß, nur in der Höhe wirds eng: Maximale Höhe ist 35 mm. Wenn das Board mit etwas Abstand zum Abschirmblech montiert wird, passt beispielsweise ein ASROCK QC5000M mit passiv gekühltem A4 schon nicht mehr rein. Und den Deckel oben aufschneiden - das geht natürlich nicht. :rolleyes:
 

Anhänge

CommanderZed

OpenBSD User
Mitarbeiter
#11
Also wenns für die freundin ist, macht nen raspberry ja u.U. nur begrenzt sinn, je nach anspruch was man damit machen möchte.

Die idee mit dem Thinkpad (o.ä.) Board finde ich nicht schlecht, evtl. könnte man auch bei ebay und co nach nem neueren Consumer-Notebook mit defekten Gehäuse & Bildschirm oder so schauen.

Alternativ-Alternativ halt nach irgend nen Mainboard mit sehr schmalen Lüfter-lösungen oder sehr "breiten" aber nicht zu hohen Kühlkörpern, evtl. aus dem Serverbereich.
 

pit234a

Well-Known Member
#13
Die haben mir ja spontan supermicro gut gefallen, wobei ich mich dann aber fragte, ob mir meine Freundin das Wert gewesen wäre. Ihr versteht? Freundschaft kann man nicht bezahlen, diese MBs kosten aber trotzdem ganz schön viel.
Die asrock-Boards habe ich schon mehrfach auch im professionellen Umfeld Embedded im Einsatz gesehen, die scheinen echt was zu taugen. Den Preis habe ich aber nicht nachgeschlagen.

Ich weiß nicht.
Das Gehäuse ist nun wirklich nicht sooo klein und ob man ein Laptop-Mainboard einbaut oder einen RB_P-4, die haben offenbar beide ausreichend Platz und außerdem ein Netzteil und außerdem ein USB-Hub und außerdem auch noch ein optisches Laufwerk.
Da kann man sich echt austoben.
Allerdings muss man die Anschlüsse auch irgendwie sinnvoll nach außen kriegen.
Das bedeutet, dass man irgendwelche Verlängerungen benutzen muss und die dann auch wieder vernünftig befestigt werden müssen.
Ich weiß nicht, ob ich mir das antun würde.

Vor einiger Zeit habe ich etliche alte Gehäuse genau deshalb entsorgt.
Ich meine, letztlich kann man sich irgendeine Kiste nehmen und einen PC hineinbauen. Macht es mich irgendwie geil, wenn ich nun ein Gehäuse einer alten Sparc2 dafür benutze? Ich weiß es wirklich nicht, denn es macht mich selbst schon irgendwie auch geil. Aber trotzdem habe ich die Dinger entsorgt, denn wie viele PCs braucht ein Mann? (Mann, Frau oder was auch sonst. Mit Hinblick auf andere Diskussionen nur kurz erwähnt: das ist bei mir immer umfassend und nicht geschlechtsspezifisch gemeint und in diesem Fall eine Anspielung auf eine alte TV-Werbung, die erklärte "drei Dinge braucht der Mann...").
Nun, einen RB_P4 oder auch einen anderen RB hatte ich noch nicht und wollte aber immer mal einen Grund finden, einen zu probieren. Deshalb bleibe ich irgendwie daran hängen und suche geradezu nach einem sinnvollen Einsatz. ich würde das mit einem P4 versuchen.
Du hast aber schon einen und kennst die Dinger offenbar. Dass die so warm werden, hätte ich nicht gedacht, macht sie aber direkt unsympathisch.

Es gibt da auch eine ganze Reihe von Thin-Clients auf dem Markt. Meist fertig in Gehäuse verpackt und ohne Festplatten. Es käme dir aber nur auf die MBs an, die ja Grafik, Netzwerk, Audio... integriert haben. Vielleicht findet sich unter dem Suchbegriff auch günstige HW im Gebrauchtladen/Netz.

Mich interessiert der Fortgang dieses Projektes.
Wenn es nicht zu viel Arbeit macht, kannst du uns ja auf dem Laufenden halten.
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Themenstarter #15
Kann ich mit allen OS (bisher) messen: Unter Arch- und Debian-Linux mit den vnc-commands und unter OBSD mit sysctl hw.xxxx, ist irgendwas mit BNC***, musst mal unter /dev nachsehen. Ist jedenfalls der Prozessorkern. Mein raspi steuert gerade mit Arch-Linux, kann deshalb nicht nachsehen.
 

morromett

Well-Known Member
#16
... unter OBSD mit sysctl hw.xxxx, ist irgendwas mit BNC***, musst mal unter /dev nachsehen. Ist jedenfalls der Prozessorkern.
Also ich finde da nichts, auf meinem PI4 mit OpenBSD:
Code:
# sysctl hw
hw.machine=arm64
hw.model=ARM Cortex-A72 r0p3
hw.ncpu=4
hw.byteorder=1234
hw.pagesize=4096
hw.disknames=sd0:........
hw.diskcount=1
hw.vendor=Raspberry Pi Foundation
hw.product=Raspberry Pi 4 Model B
hw.version=D03114
hw.serialno=......
hw.uuid=......
hw.physmem=8374444032
hw.usermem=8374427648
hw.ncpufound=4
hw.allowpowerdown=1
hw.ncpuonline=4
Keine Ausgabe mit:
Code:
ls -la /dev | grep -i bnc
Muss da evtl. im UEFI-Menü, etwas aktiviert bzw. konfiguriert werden?

Mit RaspianOS und FreeBSD ist das kein Problem (auf dem PI):
Code:
:~# vcgencmd measure_temp
temp=52.0'C
Code:
:~ # sysctl dev.cpu.0.temperature
dev.cpu.0.temperature: 53.1C
 

morromett

Well-Known Member
#18
Drosselt die CPU nicht automatisch bei 80 Grad?
Ist das bei allen OSs auf dem PI, so?
Lt. Doku:
temp_limit

Overheat protection. This sets the clocks and voltages to default when the SoC reaches this value in Celsius. Values over 85 are clamped to 85.
With firmware from 12th September 2016 or later, when the core temperature is between 80'C and 85'C, a warning icon showing a red half-filled thermometer will be displayed, and the ARM cores will be throttled back. If the temperature exceeds 85'C, an icon showing a fully-filled thermometer will be displayed, and both the ARM cores and the GPU will be throttled back.
Quelle: https://www.raspberrypi.org/documentation/configuration/config-txt/overclocking.md
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Themenstarter #20
Genau den meinte ich. Klappt das bei dir nicht? Sonst mach doch einfach ein sysupgrade auf 6.8.
 

morromett

Well-Known Member
#21
Klappt das bei dir nicht? Sonst mach doch einfach ein sysupgrade auf 6.8.
Es klappt noch nicht, obwohl ich schon 6.8 habe und sensorsd gestartet ist.
Mit:
Code:
sysctl hw.sensors
bekomme ich keine Ausgabe. Evtl. ist der Eintrag in der /etc/sensorsd.conf-Datei noch nicht richtig:
Code:
# Chipset temperature (degrees Celsius)
hw.sensors.ipmi0.temp0:high=50C

# CPU temperature (degrees Celsius)
hw.sensors.ipmi0.temp1:high=65C
Code:
# ls -la /dev/ipmi*       
crw-------  1 root  wheel   96,   0 Sep  1 16:23 /dev/ipmi0
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Themenstarter #22
Hab jetzt mal nachgesehen: Ich hol mir die Temperatur mit sysctl hw.sensors oder sysctl hw.sensors.bcmtmon0. Einen sensorsd brauche ich dazu nicht zu starten.
 

morromett

Well-Known Member
#25
Die raspberry-firmware hast Du installiert?
Das weiß ich nicht. Es ist folgende firmware installiert:
Code:
# fw_update -i -v
Path to firmware: http://firmware.openbsd.org/firmware/6.8/
Installed, extra: rtwn-firmware-20180103 pgt-firmware-1.2p5 uath-firmware-2.0p1 ipw-firmware-1.3p2 vmm-firmware-1.11.0p3 iwn-firmware-5.11p1 upgt-firmware-1.1p5 iwm-firmware-20191022p1 iwx-firmware-20191022p2 athn-firmware-1.1p4 ogx-firmware-20171128 intel-firmware-20200616v0 inteldrm-firmware-20200421 wpi-firmware-3.2p1 rsu-firmware-1.2p1 malo-firmware-1.4p5 otus-firmware-1.0p1 radeondrm-firmware-20181218 uvideo-firmware-1.2p3 amdgpu-firmware-20200619 bwi-firmware-1.4p5 urtwn-firmware-20180103p0 iwi-firmware-3.1p2 bwfm-firmware-20200316.1.2 acx-firmware-1.4p6
EDIT:

Oder meinst Du diese Firmware:
Code:
# pkg_info raspberrypi-firmware
Information for http://cdn.openbsd.org/pub/OpenBSD/6.8/packages/aarch64/raspberrypi-firmware-1.20200811.tgz
Comment:
Raspberry Pi firmware
Description:
Firmware required to boot Raspberry Pi systems.
With u-boot rpi_3 target, config.txt should contain:
arm_64bit=1
enable_uart=1
kernel=u-boot.bin
Maintainer: The OpenBSD ports mailing-list <ports@openbsd.org>
WWW: https://github.com/raspberrypi/firmware
? Diese ist nicht installiert, denn mein PI4 mit OpenBSD bootet ja, ohne Probleme. Lt. Beschreibung wird diese ja nur zum booten des PI benötigt. Und was bewirkt die Zeile "kernel=u-boot.bin" in der config.txt? Ist diese Zeile, bei dir auch eingetragen in der config.txt?