Mainboard mit passiver Kühlung für LC-Gehäuse

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Danke für eure Unterstützung. Der Andy hat mir ja auch schon den drm-fbsd dringend angeraten, also bin ichs mal angegangen.
Hab trotz eurer Warnungen erst mal das Binary package installiert - mit dem Ergebnis, dass ich das Modul zwar laden konnte, nur hat es nichts, also überhaupt nichts gemacht: Der Bildschirm blieb genauso mies wie vorher.
Also doch, seufz: An den Selberbau.

Zuerst den ports tree mit portsnap geholt und im drm-fbsd Verzeichnis den Compiler angeworfen. Nach wenigen Sekunden die Meldung, dass die Kernel Sources benötigt werden. Nagut, auch die noch per svnlite geholt. Hab mir quasi den ganzen Rechner mit Soureces vollgemüllt, jede Menge GB.

Dann den Compiler angeworfen. Der legt auch prima los, aber nach ein paar Minuten - ich schau gerade nicht hin - wurde das System abgeschaltet. Das ganze nochmal, und dann sehe ich, dass nach einigen Minuten des Kompilierens die Meldung erscheint, dass die Prozessortemperatur über 125°C gestiegen sei und jetzt die Maschine abgeschaltet werde. Da war 100%ig reproduzierbar, also hab ich erstmal aufgehört, das Board wieder ausgebaut und den CPU-Lüfter mit frischer Wärmeleitpaste auf den Prozessor gesetzt.

Jetzt lief der Compiler brav durch, das drm-fbsd Modul wurde gebaut und installiert - und beim ersten manuellen Laden hatte ich tatsächlich einen wunderbaren Bildschirm mit klaren Zeichen und sehr schöner Auflösung.

Also alles gut am Ende und so kam ich zum Bau meines ersten Paketes unter FreeBSD.

Ich bedanke mich bei allen, die mich mit fantastischen Tipps unterstützt haben.
Das war's, was ich euch noch mitteilen wollte.

Berni, zufrieden.

Ach ja, @pit234a: Tatsächlich hat auch dieses Lenovo Board Probleme mit UEFI und eigentlich kann es überhaupt kein UEFI booten. Ich musste FreeBSD legacy einrichten.
 

devland

Active Member
Gratulation zum Projekt, toll hinbekommen! Im Nachhinein wäre es so oder so irrelevant gewesen, aber spontan hätte ich bei der Frage lüfterlose Notebookboards mit Intel Core M oder ITX empfohlen - im Moment sind günstige ARM Boards leider von der Leistung her nicht so überzeugend. Persönlich habe ich aber etwas gegen Intel, insofern möchte ich auch keine Produkte mit Intel CPUs empfehlen. Ich hoffe, ich werde alle Intel-Maschinen, die ich noch habe, bald ersetzen können.

Ein Board suche ich übrigens auch, und zwar für ein Router-Projekt mit OpenBSD. In einer Anleitung wurde mal ASRock genommen und die ASRock J Serie empfohlen (J005-ITX oder J3335M) - leider alle mit Intel. Für mich wären diese Boards für den Zweck aus meiner Sicht sowieso zu leistungsstark.
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Ich hab hier eine Kiste mit nen ASrock QC5000M Board, das hat den AMD A4 Kabini und läuft sehr, sehr schön. Wenn ich so ein Board nochmal bekommen hätte, wäre das jetzt im LCII-Gehäuse. Lüfterlos, alles onboard, microATX - hab nur keines mehr gefunden.
 

devland

Active Member
Kann man bei dem QC5000M Board amd PSP abschalten? So ein Board hätte in der Tat gut zu dem Apple Gehäuse gepasst. Es wäre eine leistungsfähige moderne Retro-Maschine geworden. Das Thinkpad Board ist aber auch ganz gut.
 

devland

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Ja, in der Tat etwas älter, soweit ich gesehen habe, aus 2013. Zu der Zeit fing es auch an - ganz still und leise - mit amd PSP und Trustzone. Inzwischen habe ich gelesen, dass amd Kabini A4-5050/5000 ungefähr (gerade noch) i3 Level erreichen soll, insofern dürfte das T410 Board am Ende die bessere Wahl gewesen sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Teammitglied
Zum Kabini: Die Jaguar-Kerne waren für ihre Zeit nicht schlecht, aber es ist halt die günstige Low-End Plattform gewesen. Technisch sind das die guten, alten K10 Kerne in leicht aufgemöbelter Form. Für kleine Heimserver und so sind die immer noch sehr okay, aber als Desktop will man die eher nicht mehr einsetzen. Zusammen mit dem oft wenig RAM macht es einfach keinen Spaß damit im Internet zu surfen und so weiter.

Zum PSP: Bei meinem Ryzen kann ich ihn im BIOS abschalten, wenn man wollte. Aber was das Wert ist, weiß man nicht.
 

devland

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Hier ist ein Board, was zur Zeit ein Abenteuer wäre, aber meine Sympathien hat. Weder amd noch Intel - RISC-V! Debian sollte darauf eigentlich schon laufen.
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Spannend! Ich liebe ja exotische Hardware und stöbere immer wieder mal auf chinesischen Seiten nach so etwas. Bisher ist mir das aber für "nur zum Spaß" zu teuer.
 

devland

Active Member
Ja, diese RISC-V Boards sind ganz neu und dementsprechend leider nicht gerade günstig. Schon mal eine exotische Perle gefunden? Etwas mit z.B. MIPS oder Loongson? Aus China kommen immer wieder beeindruckende Entwicklungen, die kaum jemand kennt, wie z.B. die x210 Boards. Oder die alten Lemote laptops mit Loongson CPU. Ich fand es echt Schade, dass sie die Entwicklung auf einmal eingestellt haben. Was arm betrifft, ist so ein board klasse, bin mir aber nicht sicher, dass es in das Gehäuse gepasst hätte.
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Mit Lüfter wäre das Board sicher zu hoch gewesen. Und dann die 750$ - so schön es auch ist - too much.
Ich bin lange virtuell um das Huawei ARM Booard herum geschlichen, liegt aber in ähnlichen Preisregionen.

Der Raspberry 4 mit 8GB kommt meinen Vorstellungen aber auch schon recht nahe und kostet quasi nix :cool:
 

berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Mittlerweile ist das Gehäuse komplett angepasst und bis auf eine winzige Kleinigkeit bin ich fertig. Warte nur noch auf 150mm Lichtwellenleiter, um die Aktivitätsanzeige auf der NGFF-SSD vom Board in die Frontplatte zu bekommen - Kleinigkeit.

An die Kühlung des Prozessors musste ich aber noch mal ran! Durch neue Wärmeleitpaste zwischen CPU und Heatsink wurde die Temperatur zwar gesenkt, aber nach 2 Stunden Compilerlauf wurde das System doch wieder abgeschaltet.

Jetzt habe ich ein für mich neues Produkt entdeckt und verbaut: Das IC Graphite Thermal Pad. Ist wie ein dünnes Tuch, das einfach zwischen CPU und Heatsink gelegt wird.
Jetzt läuft der Compiler schon über 5 Stunden nonstop, und die Temperatur erreicht maximal 81°C. Legt der Compiler mal eine kurze Pause ein, sinkt die Temperatur sehr schnell wieder auf ca. 40°C. Einwandfrei, mit 12 € zwar nicht ganz billig, soll aber ewig halten.

Damit wäre mein LCII-Projekt beendet und wird am 6.12. übergeben.
 

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berni51

OpenBSD user & NetBSD newbie
Einen hab ich noch: Als i-Tüpfelchen für die Reinkarnation des LCII gabs sogar noch ein altes Ballerburg. Ist zwar die Atari-Version, aber wer weiss das schon.
 

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