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Mein erster Eindruck von GhostBSD

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #1
Hey,

nachdem ich immer wieder aufgrund Ungeduld und Zeitmangel bei der Desktopkonfiguration von FreeBSD gescheitert bin, hab ich mir einfach mal GhostBSD angesehen bzw installiert und wollte meinen Eindruck mal schildern.

Mein Notebook wird, bis auf den CardReader, wohl voll unterstützt. Das alles unterstützt wird, ist bei mir leider echt Seltenheit. Diverse andere Notebooks liefen meist nicht zufriedenstellend (WLAN ist mir schon wichtig).

Zuerst startet man es vom Stick, wählt den passenden Grafiktreiber aus (ist er unpassend landet man wieder in der Auswahl, manchmal bekommt man dann aber auch mit dem passenden Treiber ne Fehlermeldung, dann neustarten und den richtigen Treiber anwählen).

Danach landet man auf dem Mate Desktop. (Live Modus). Von dort aus kann man bequem sehen ob, LAN/WLAN etc. läuft und auch gleich das System installieren.

Bei der Installation bzgl der auswahl der Tastatur (Hardware) nichts auswählen sofern man nicht tatsächlich eine Tastatur in der Liste hat.

Das System ist entgegen der Meinung eines Youtubers tatsächlich dann auch auf Deutsch installiert. Firefox und Thunderbird lassen sich jeweils über deren Einstellungen (Preferences) auf Deutsch umswitchen, die Wörterbücher müssen über AddONs nachinstalliert werden. Aber alles keine grosse Sache. Bei LibreOffice einfach das DE-libreoffice-X.Y.Z nachinstallieren, schon war dieses auch automatisch zauf deutsch.

Die Lautstärke kann ich über die Notebooktastatur (Fn) regeln, für den Bischirm hatte ich intel-backlight installiert (xbacklight ist nur softwarebasierend!)

NTFS-3g ist zwar installiert, beim AutoMounten eines Sticks kommt aber ne Fehlermeldung. Auch wird immer die EFI-Partition auf dem Desktop gezeigt. Wäre schön wenn die nicht automatisch eingebunden würde, kann man das ändern? (fstab?)

Der Mate Desktop (arbeite damit zum ersten Mal überhaupt!) ist sehr flott, stabil (bis jetzt) und gut anpassbar. (z.B. über Station Tweak). Das Ab- und Anmelden dauert aber manchmal etwas.

Was mir noch aufgefallen ist, starte ich das System und hänge erst beim Desktop das LAN Kabel ein, findet die grafische Paketverwaltung nix. (Internetsurfen geht aber mit dem Browser). Nach einem Neustart (Kabel blieb drin) funktionierte alles wieder. Der grafische Paketmanager ist vergleichbar mit denen diverser (wohl älterer) Linux-Distribution (etwa Debian) Eine kurze beschreibung des Pakets wäre allerdings oft sinnvoll bzw wünschenswert.

Alles in einem bin ich aber sehr positiv überrascht und behalte das System erstmal auf dem Notebook.

LG Lance
 

i18n

Well-Known Member
#2
NTFS-3g wird über FUSE eingebunden, das heißt, Du mußt FUSE natürlich erst mal laden. Wie folgt:
fuse_load="YES" in die /boot/loader.conf
vfs.usermount=1in die /etc/sysctl.conf

Zum graphischen Paketmanager: Den finde ich persönlich auch nicht so gelungen, auch wenn es schon eine kurze Erklärung der Pakete gibt. Er stürzt aber gerne mal ab oder friert ein, wenn man viele Pakete installiert, insbesondere dann, wenn man im zweiten Schwung noch etwas nachinstallieren will. Ich mach das lieber im Terminal, da bekomme ich auch die nötigen Rückmeldungen.

Was mir nicht so gut gefällt, ist, daß GhostBSD auf eigene Pakete und Ports setzt, das heißt, daß man portsnap oder portmaster nicht verwenden kann. Die Ports müssen mittels git aktualisiert werden.

Positiv fällt mir die wachsende Gemeinschaft auf, man kann zusehen, wie es immer mehr Nutzer gibt. Die stellen am Anfang natürlich entsprechende (dumme) Fragen, aber die Gemeinschaft ist freundlich und hilfsbereit (habe selbst schon dumme Fragen stellen dürfen).

Es gibt auch einen IRC, der aber recht still ist. Dafür ist der Austausch auf der Telegram-Gruppe sehr rege. Und das Wiki wird immer fleißiger gepflegt und aufgebaut. Man muß aber auch sehen, daß Eric Turgeon, der Mitgestalter von GhostBSD, sehr präsent ist und sich sowohl im Forum als auch in der Telegram-Gruppe beinahe sofort meldet. Schön, gut, aber leider auch gefährlich, wenn es von einer Person abhängt. Was ist, wenn diese mal krank wird oder einfach keine Lust hat? Wie gesagt, die Hoffnung setze ich auf die ständig wachsende Anzahl der Nutzer, es kristallisieren sich so langsam die Macher heraus.

Meine six Pence.
 
Zuletzt bearbeitet:

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #4
NTFS-3g wird über FUSE eingebunden, das heißt, Du mußt FUSE natürlich erst mal laden. Wie folgt:
fuse_load="YES" in die /boot/loader.conf
vfs.usermount=1in die /etc/sysctl.conf
zweiter Eintrag existierte bereits, ersteren hatte ich nachgetragen, trotzdem kommt nach wie vor folgende Meldung unter MATE:

mount: illegal option -- m usage: mount [-t fstype] [-o options] target_fs mount_point


Ach ja und wäre echt cool wenn man verhindern könnte, dass er die EFI Partition dauernd einhängt.

Sonst läuft es stabil, flott und sauber bis jetzt :)
 

cabriofahrer

Well-Known Member
#6
mount: illegal option -- m usage: mount [-t fstype] [-o options] target_fs mount_point
Das riecht nach Automounten mit HAL... Nimm lieber dsbmc.

nachdem ich immer wieder aufgrund Ungeduld und Zeitmangel bei der Desktopkonfiguration von FreeBSD gescheitert bin[...](WLAN ist mir schon wichtig)
Verstehe ich nicht, ist doch eigentlich ganz einfach. Jetzt, wo Du MATE kennengelernt hast und es Dir gefällt, könntest Du doch ganz einfach nach einer FreeBSD-Installation "pkg install xorg sddm mate" machen und dann bist Du schon fast fertig. In meinem anderen Thread von heute kannst Du sehen, wie schnell und einfach erfreulicherweise das WLAN ging.
 

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #7
Das riecht nach Automounten mit HAL... Nimm lieber dsbmc.



Verstehe ich nicht, ist doch eigentlich ganz einfach. Jetzt, wo Du MATE kennengelernt hast und es Dir gefällt, könntest Du doch ganz einfach nach einer FreeBSD-Installation "pkg install xorg sddm mate" machen und dann bist Du schon fast fertig. In meinem anderen Thread von heute kannst Du sehen, wie schnell und einfach erfreulicherweise das WLAN ging.
Hi,

oh, das mit dem WLAN war lediglich gemeint, dass bei meisten meiner getesteten Notebooks, das WLAN Modul hardwareseitig nicht unterstützt wurde. War ungünstig formuliert. Hab grad erst wieder heute ein HP getestet wo ebenfalls das WLAN nicht ging.

Bin mit GhostBSD bislang sehr zufrieden!! Tausend mal besser als TrueOS und deren eigener komischer Desktop!


Das riecht nach Automounten mit HAL... Nimm lieber dsbmc.
werde mir da nochmal die ganzen Einträge ansehen und ggfs auf NTFS verzichten da ich von diesem Laptop überwiegend übers Netzwerk auf bzw vom Server Daten übertrage und nicht über externe Speichermedien. (höchstens mal n Fat32 Stick, und Fat32 geht ohne Murren)

Wer?
Wer auch immer das tut, hat oft auch eine Konfiguration, interne Medien zu ignorieren. Das wäre dann wahrscheinlich in deinem Fall sinnvoll.
LoL, hi Pit :)

Ich meinte den MATE Desktop bzw halt auch die Konfig. dahinter.
 

pit234a

Well-Known Member
#8
Ich meinte den MATE Desktop bzw halt auch die Konfig. dahinter.
Ich kann da nur allgemein mitreden. Habe zwar MATE schon mal angesehen, bin aber nicht auf dem Laufenden.
MATE selbst macht sicher nichts mit Einhängen von Medien.
Mal angenommen, es nutzt einen Automounter XYZ und der wiederum nutzt vielleicht HAL, dann wird es für HAL eine Policity geben, in der man das Verhalten für interne Medien bestimmen kann.
Angenommen, es nutzt einen Automounter wie dsbmc/dsbmd, dann kann mittels rechter Maus in den Einstellungen des dsbmc ein "ignoriere mountpoint" gesetzt werden.
Was nun MATE tatsächlich benutzt, das müsstest du halt herausfinden und dann entsprechend konfigurieren. Dazu würde ich entweder versuchen, Dokumentation zu finden oder mir die Ausgabe von ps -aux und pstree genauer ansehen, um über gestartete Dienste dahinter zu kommen, was da benutzt wird oder vielleicht das Icon auf dem Desktop genauer ansehen, es wird vermutlich ja von dem Dienst erzeugt und den könnte man dann vielleicht herausfinden. Manchmal hilft auch ein Blick auf die /etc/groups umd Dienste zu sehen, die besondere Gruppenzugehörigkeiten haben. Und eventuell könnte auch eine autostart oder .xinitrc zeigen, welcher Dienst da noch gestartet wird und wie.

MATE selbst ist quasi nichts kompaktes, es ist eher ein Meta-Port, zu dem halt etliche weitere Dinge installiert werden, wie Bildbetrachter, Dateimanager, Panel und so weiter und schließlich auch ein Automounter.
Code:
This metaport installs MATE base (lite, a lean desktop) plus
extras applications such as text editor, archiver manager and
etc. If you do not want to have the bloats, please install
x11/mate-base.
Die Leute von Desktop-BSD können natürlich auch eigene Dinge zu einem MATE-Port hinzugefügt haben.

Es könnte zwar sein, dass MATE trotzdem für alles mögliche eine einzige und zentrale Konfigurationsdatei eingeführt hat, aber das war bei meinem damaligen Blick darauf nicht so. Damals hatte ich MATE unter einem GNU/Linux bei dem ich sowieso gar nicht verstand, wie der Automounter dort funktionierte oder wie der hieß.
 

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #9
Habe mal auf einem anderen Notebook GhostBSD installiert und danach erstmal alles aktualisiert.

Nachdem ich aber einen neuen Nutzer angelegt hatte, ist dessen Desktop (auch nach einem Neustart) in Englisch! Die Tastatur ist auf DE eingestellt.
In der .login_conf des ersten Nutzters, wo der Desktop auf deutsch ist, sind die EInträge ausnummeriert (#), d.h. darin liegt die Ursache nicht. Wo dann? Leider lassen sich unter Mate keine Spracheinstellungen vornehmen.
 

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #10
Das Brennen einer AudioCD aus mp3 Dateien heraus klappte auch völlig reibungslos (ich war fast überrascht). Also ich finde, es ist das beste Desktop-BSD bzw. das einsteigerfreundlichste FreeBSD. Meine Empfehlung! Eine gelungene Arbeit des Teams.
 
#11
Hi,

werde mir da nochmal die ganzen Einträge ansehen und ggfs auf NTFS verzichten da ich von diesem Laptop überwiegend übers Netzwerk auf bzw vom Server Daten übertrage und nicht über externe Speichermedien. (höchstens mal n Fat32 Stick, und Fat32 geht ohne Murren)
Habe auch schon einiges ausprobiert, auch dsbmc/dsbmd.

Aber mit
Code:
#ntfs-3g /dev/da5s1 /mnt
klappt die Einbindung meiner externen Festplatte immer.
Mußt natürlich mit gpart vorher prüfen, wo Du Deine Festplatte oder Stick eingehängt hast.

Meinen Sick hänge ich mit
Code:
#mount -t msdosfs /dev/da5s1 /mnt
ein.

Ich erhalte zwar auch eine Fehlermeldung, aber unter /mnt finde ich dann mein externes Gerät und kann damit arbeiten.
 

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #12
Das mounten klappt bei mir nicht. Ich mache
Code:
$ gpart status
Name  Status  Components
                            ada0p1      OK  ada0
                            ada0p2      OK  ada0
                            ada0p3      OK  ada0
                             da0s1      OK  da0
diskid/DISK-20051737731395513D41s1      OK  diskid/DISK-20051737731395513D41
Danach
Code:
$ gpart show da0
=>       1  31266815  da0  MBR  (15G)
         1         1       - free -  (512B)
         2  31266814    1  ntfs  (15G)
anschliessend (als root)

Code:
ntfs-3g /dev/da0s1 /mnt
NTFS signature is missing.
Failed to mount '/dev/da0s1': Invalid argument
The device '/dev/da0s1' doesn't seem to have a valid NTFS.
Maybe the wrong device is used? Or the whole disk instead of a
partition (e.g. /dev/sda, not /dev/sda1)? Or the other way around?
Habe es mit zwei USB-Sticks probiert, immer das selbe!
 

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #14
Bitte mal die Ausgabe von gpart list da0 posten.

Rob
Code:
Geom name: da0
modified: false
state: OK
fwheads: 255
fwsectors: 63
last: 31266815
first: 1
entries: 4
scheme: MBR
Providers:
1. Name: da0s1
   Mediasize: 16008608768 (15G)
   Sectorsize: 512
   Stripesize: 0
   Stripeoffset: 1024
   Mode: r0w0e0
   efimedia: HD(1,MBR,0x30059ec3,0x2,0x1dd17fe)
   rawtype: 7
   length: 16008608768
   offset: 1024
   type: ntfs
   index: 1
   end: 31266815
   start: 2
Consumers:
1. Name: da0
   Mediasize: 16008609792 (15G)
   Sectorsize: 512
   Mode: r0w0e0
 

pit234a

Well-Known Member
#15
vielleicht ist die Fehlermeldung so eine, die einen in die Irre führt und deshalb mal ne Frage in ganz anderer Richtung: du hast fuse geladen?
Ohne fuse kein ntfs-3g.
 

Lance

Well-Known Member
Themenstarter #16
Wer?
Wer auch immer das tut, hat oft auch eine Konfiguration, interne Medien zu ignorieren. Das wäre dann wahrscheinlich in deinem Fall sinnvoll.
Ja hab mir das einfach mal vom swap Eintrag in der fstab abgeschaut und es somit gefixt. Das ist mir wichtiger als das NTFS Ding.

Aber ja, der fuse_load="YES" Eintrag existiert natürlich und fuse ist auch installiert. Und natürlich hab ich es als root versucht.