Merkwürdige Probleme mit memstick-Images bzw. USB-Stick

PhysChemist

Well-Known Member
Hallo,

ich verstehe gerade nicht, was schief gelaufen sein könnte.

Ich wollte auf einem alten Rechner etwas ausprobieren und dazu FreeBSD installieren.

Also das memstick-Image von 13.0 via
Bash:
dd if=FreeBSD-13.0-RELEASE-amd64-memstick.img of=/dev/da0 bs=1M conv=sync
auf den Stick geschrieben und booten. Klappt nicht (kein OS gefunden).
Nochmal auf einem neueren Rechner probiert -- selbes Ergebnis. Auf dem neueren Rechner habe ich im BIOS UEFI, LEGACY und AUTO probiert -- alles das selbe.

Also noch mal andere Images gesaugt (mini-memstick von 13.0 und 12.3) aber auch da genau das selbe Problem.


Soweit so gut.
Ich habe das Image jetzt auf eine alte Platte geschrieben, die ich über USB an die Rechner anschließe. Und siehe da, das funktioniert prima (auf beiden Rechnern).
Was ich nicht verstehe ist folgendes. Ich habe kleine (ca. 16MB) Images von virtuellen Festplatten mit Boot-Loader von FreeBSD. Die sind ganz normal mit MBR und einer UFS-Partition erstellt. Wenn ich so ein Image auf den Stick schiebe, kann ich von dem Stick booten.

Kann mich jemand erleuchten, warum ich von diesem USB-Stick ein Image booten kann und ein anderes nicht?

Vielen Dank
PhysChemist
 

CommanderZed

OpenBSD User
Teammitglied
Ist evtl. ganz banal der usb-stick defekt?

Hatte ich auf der arbeit neulich, image draufgeschrieben, grml ging erst, dann son dell update dings und danach wollte ich den Debian-Installer und letzterer geht nicht ... nochmal grml (Ohne Fehlermeldung) draufgeschrieben -> ging dann auch nicht mehr.
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
1. Manches BIOS hat intern eine "Logik". Wenn USB-Gerät als thumbdrive erkannt wird, erlaube boot bis x-MB (desöfteren als Wert 128MB gesehen) oder auch als 'behandle USB als 3,5"-Disk' versteckt. Oder auch gut: alles bis 128MB ist ein Stick, darüber muss Platte sein. :ugly: Dann gibt es noch Spezialfälle, dass nur Windowszeug bootet (erst ab Schema/Block sowienoch oder der Krams mit den Signaturen, den ich bis heute nicht verstehen mag).
2. Die Logik lässt sich ggf. ausschalten oder passend forcieren. Es gab auch Fälle, dass der Hersteller die gut gemeinte Logik als bug akzeptierte und ein BIOS-Update bereitstellte.
3. Oft klappts auch schon mit einem abschließenden gpart set -a active da0
4. Manchmal muss der Stick vorher erst komplett durchgenullt werden, bevor das klappt.
 

PhysChemist

Well-Known Member
Vielen Dank für die Antwort.


Die Varianten 3 und 4 ändern nicht wirklich was am Problem.

Wenn ich die EFI-Partition als 'aktiv' markiere, ändert sich die Fehlermeldung von 'Missing operation system' zu 'Non-system disk'. Also der MBR scheint gelesen und ausgeführt zu werden.

Die Idee, dass das BIOS einen Stick anders als eine Festplatte behandelt (wozu auch immmer!) könnte das Verhalten noch erklären.
Vielleicht wollen die Rechner von USB-Sticks nichts booten, was oberhalb von 16MB liegt. Die FreeBSD-partition beginnt erst bei etwas über 33MB -- da bin ich aber zu Faul das zu testen.
 

pit234a

Well-Known Member
du könntest Spaßeshalber mal ein Nomad-BSD vom gleichen Stick probieren.
Das bringt dir nun nichts, klar, wäre aber womöglich ein weiterer Hinweis darauf, dass es nicht am memstick-img liegt.
Oder, da du nun ja von einer Platte booten kannst: mal flux ein Basis-System auf einen Stick in EFI eingerichtet und hingesehen, was passiert.

Mit neuen PCs habe ich ja nur selten zu tun, aber mein neuer Laptop kann scheinbar auch nur noch EFI (oder ist so eingestellt -ist nicht wirklich mein PC sondern gehört meiner Firma und die haben das BIOS PW-gesichert, Arschl....er). Andere Laptops bevorzugen EFI, wenn beides möglich ist.
Beides sollte vom memstick-Image möglich sein, oder von Nomad-BSD oder eben von einem schnell hingeworfenen System auf einem Stick.

Mein Favorit zum Auslesen neuer HW ist ja nach wie vor Knoppix. Das ist ein Live-GNU/Linux, das am Besten auch auf einen Stick gebracht wird und ebenfalls Legacy und EFI booten kann. Der Boot-Bildschirm sieht dabei bereits anders aus, je nach Methode. So kann ich am Startbildschirm direkt schon sehen, wie gebootet wird und zwar deutlich lesbar in großen Lettern.
Ob das bei FreeBSD heute auch so ist, weiß ich nicht, weil ich nur noch EFI-BSD habe.
Aber man kann es jedenfalls sehen, wenn man die Bootmeldungen sehr schnell mitlesen kann und nicht erst noch die Brille suchen muss. Ziemlich am Anfang kommt eine Meldung
Code:
VT(efifb): resolution 1024x768
oder in der Art und sagt einem, dass man EFI ist, oder eben nicht.

Aber so weit kommt es bei dir ja gar nicht erst.
 
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