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Muß manchmal das Netzwerkkabel für DSL von einer auf die andere Netzwerkschnittstelle stecken

rMarkus

Chuck The Plant
#26
Ich habe zwei Fälle in der jüngeren Vergangenheit erlebt, die solche Probleme erzeugten:

1.) EEE (Energy Efficient Ethernet)
Eingeschaltetes EEE bringt den Datenstrom auf der Netzwerkschnittstelle zum Erliegen, wenn der Switch das nur unkorrekt unterstuetzt
Bei Intel kann man das z.B. mit dev.igb.0.eee_disabled abschalten.
Übrigens mögen einige moderne Netzwerkchips wie der Intel i210 nicht stabil auf 100 MBit laufen mit gewissen Gegenstellen.

2.) IPv6-Subnetzwechsel durch den Provider
Leider bekommt man z.B. bei der Telekom ab und zu ein neues IPv6 Subnetz, was dann per IPv6 Prefix Delegation in das interne Netz weitergegeben wird. Das fuehrt zu verschiedenen PRoblemen aber auch dazu, dass FreeBSD die Namensauflösung primär per IPv6 dann macht gegen deinen Router und der DNS-Server des Router bekommt dann auf einmal eine neue IPv6. FreeBSD bekommt das nicht mit.
Danach ist das Internet auch scheinbar "tot" für den Rechner.
Bisher kenne ich nur die Krücke, dass man FreeBSD zwingt per IPv4 aufzulösen, weil sich das Subnetz da nicht ändert im Normalfall.
Das schaltet man so ab:

vi /etc/resolvconf.conf
Code:
# disable resolvconf from running any subscribers:
resolvconf="NO"
# IPv4-DNS mit statischer Adresse eintragen
vi /etc/resolv.conf
Code:
search local
nameserver 192.168.1.1
 

ralli

BSD Fanboy
Themenstarter #27

pit234a

Well-Known Member
#28
Die Log-Ausgabe oben kommt ja von einem Linux.
Und ich dachte schon: die machen das bei OpenBSD nun genauso, wie bei Linux, tststs.

erkennt nur beim booten automatisch ob da ein Kabel dran steckt
Nur dann, wenn das Kabel auch auf der anderen Seite angesteckt ist (was natürlich auch Sinn macht, ich will hier einfach ein wenig Korinthenkackerei betreiben), weil nämlich nicht erkannt wird, ob ein Kabel überhaupt gesteckt ist, sondern nur, ob eine aktive Gegenstelle vorhanden ist, die mit dem Kabel angeschlossen wird.

Meine Kenntnisse sind ja auch nur rudimentär und im Laufe der Jahrzehnte erworben, so Stück für Stück.
Gibt es denn nicht eine einfache Lektüre, aus der man diese Grundlagen schnell und übersichtlich ablesen kann? Ich glaube, damit wäre @rali am besten geholfen.
 

ralli

BSD Fanboy
Themenstarter #30
Gibt es denn nicht eine einfache Lektüre, aus der man diese Grundlagen schnell und übersichtlich ablesen kann? Ich glaube, damit wäre @rali am besten geholfen.
Ja, da werde ich wohl mal recherchieren. Mir geht es hier aber nur um Grundlagenwissen. Mein letzter und einziger Workshop über Novell Netzwerktechnologie liegt über 30 Jahre zurück, vom Arbeitgeber bezahlt. Ich habe nicht die Absicht oder den Anspruch, auf diesem Gebiet ein Experte zu werden. Bisher hat mir mein weniges Wissen gereicht, da bei Linux alles automatisch konfiguriert wurde und auch sehr lange einwandfrei funktionerte. Deshalb bestand einfach kein Bedarf. Der Sinn und Zweck eines Netzwerkes ist mir schon bekannt, aber einfache Grundlagen sollten reichen. Was hat mir geholfen? Eure Unterstützung und einfach mal ins Handbuch schauen, da bin ich auf ifconfig gestoßen und das reichte.:D Danke!
 

ralli

BSD Fanboy
Themenstarter #32
Streitet Euch nicht!:belehren: Tatsächlich habe ich versäumt, meine Signatur zu ändern. Da OpenBSD ja meine Laufwerke nicht mehr erkennt, mußte ich Abschied nehmen und bin daher wieder mit FreeBSD 12 an Bord. Die Signatur habe ich angepaßt.
 

SierraX

Well-Known Member
#33
@ralli hat in seinem Dingsda, wie nennt man das, "Text unter den Nachrichten" OpenBSD 6.3 stehen und deshalb glaubte ich eine Meldung von OpenBSD zu sehen, die aussieht, wie bei Linux.

Bob Smith? sagt mir nichts und ich verstehe diesen Hinweis nicht.
Wollte halt auch Kugsch heissen... Eine passive Terminierung mit 75 Ohm Widerständen nach Bob Smith müsste ebenfalls als angeschlossenes Kabel erkannt werden. Konnte es bisher aber nicht ausprobieren.
 

pit234a

Well-Known Member
#34
nie und nimmer!

Eine passive Terminierung mit 75 Ohm Widerständen nach Bob Smith müsste ebenfalls als angeschlossenes Kabel erkannt werden.
Na gutt. Unnötige Klugscheißerei ein: gegenüber einem einfach eingsteckten Kabel ist ein Kabel mit 75Ohm Abschlusswiderstand ja geradezu "aktiv".

Ich glaube, dass wir einig sind und schon gar nicht streiten: es gibt keinen Sensor (innerhalb der Spezifikation), der erkennt, ob denn nun ein Stecker im Port steckt. Es gibt ja zB sogenannte Blindstecker, die den Anschluss gegenüber Staub oder anderen Verunreinigungen schützen und genau, wie bei einem puren Kabel, wird das eben nicht erkannt.
Das ist nicht bei allen Schnittstellen so!

Es gibt tatsächlich auch den Fall, dass erkannt wird, ob ein Stecker gesteckt wird (was ich kenne, ist sehr einfach und sehr mechanisch ausgeführt, indem da ein Schalter betätigt wird, wenn ein Stecker in der Buchse steckt). Das ist aber bei LAN-Anschlüssen nicht vorgesehen.
 

Vril

Well-Known Member
#35
Dann will ich mich auch ’mal am Klugschwätzen beteiligen:

1. Die Bob Smith Terminierung hat den Zweck EMV Störungen zu reduzieren.
2. die Bob Smith Terminierung besteht nicht nur aus 75Ohm Widerständen - sondern auch aus einem oder mehreren ( je nach Schaltung ) ca. 1nF Kondensatoren. Die Kapazität(en) müssen zwischen Signal und Ground geschaltet werden, wobei es im Cat.5 Kabel selbst eigentlich gar keinen ground gibt.
Jedoch kann der ( hoffentlich einseitig aufgelegte Schirm ) als Ground im weitesten Sinne betrachtet werden.
( wie können die Signale auf den Adernpaaren im Netzkabel ohne ground einen Pegel haben, wenn es keinen ground - also keinen Bezugspunkt für eine Potentialdifferenz - gibt?
Stellt euch das Signal als HF vor - also wie eine elektromagnetische Welle. )

3. die Bob Smith Terminierung ist für CAT.5 gerechnet - bei cat.6 stimmt es schon nicht mehr - über cat.7 müssen wir hier erst gar nicht diskutieren

https://www.google.de/search?q=bob+...8&hl=de-de&client=safari#imgrc=ZlV5zcTeJVn_HM: