Warum ist das nicht aussagekräftig? Genau das suche ich doch eigentlich

NanoBSD ist aber im allgemeinen eine gute Idee, scheinbar wird da gar nicht so viel an der FreeBSD Installation verändert wie ich befürchtet habe
Du suchst eigentlich Stellen, die sich nicht mehr zuverlässig beschreiben lassen. Das sind Stellen, die nicht zwischen dem Zustand für "1" und "0" wechseln können oder schnell wieder zurück fallen. Wenn du einfach nur ausliest, kannst du vielleicht einen Zustand "1" oder "0" von einer defekten Stelle lesen und hältst die fälschlich für OK, weil das Ergebnis des Auslesens logisch war. Ob es auch logisch richtig war und ob es auch zuverlässig geändert werden kann, erfährst du nicht. Fehler bekommst du mit dd nur bei unlogischen Werten, also bei Werten zwischen "0" und "1" oder darüber hinaus oder wenn der HW-Controller sonst etwas zu meckern hat.
Einmal hatte ich die Aufgabe "einen Drucker nachzubauen". Es ging um ein Gerät in dem ein altes Unix lief und das vom Hersteller nur für einen bestimmten Drucker ausgelegt war, den es nicht mehr gab und wo wegen gesetzlicher Vorschriften auch nicht etwas am System selbst verändert werden durfte. Statt Drucker nahm ich einen Alix-PC und installierte ein kleines FreeBSD auf eine SD-Karte. Das FreeBSD nahm den Druck an und wandelte ihn in einen lesbaren Text, der auf gewisse Dinge ausgewertet wurde und dann in einem Verzeichnis landete, das im Netz veröffentlicht war, so dass man darauf zugreifen und dann auch auf beliebige Drucker drucken konnte. Nun, das ist eigentlich egal, wichtig ist, dass das sensibler und für die Produktion wichtiger Vorgang war. Deshalb sorgte mich die SD-Karte. Das ganze sollte nur bis zu einer Neuanschaffung funktionieren, die innerhalb von sechs Monaten erfolgen sollte. Es lief dann ca 18 Monate und aus Neugier betrieb ich das dann auch noch eine Weile weiter, bis ich eine bessere Aufgabe für diesen Alix mit seiner SD-Karte hatte und ihn aus der Hand gab.
Das ist nicht so kritisch, wie es immer wieder gerne gesehen wird.
Vor allem, wenn man einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet und wenig Zugriffe auf die Karte fährt.
Im Grunde wird sie nur beim Booten einmal lesend gebraucht und schreiben muss man eigentlich nie. Genau das macht NanoBSD auch, nur machen die das sogar ein wenig speziell und ausgefuchst, eben für embedded Systeme. Mit etwas Mühe bekommt man das auch in einem laufenden System recht gut hin. Es ist ja nicht nur bei SD-Karten sinnvoll, genauso bei USB-Sticks und ich wollte das auch auf Laptop und Notebooks immer so haben. Ich zeige mal einen Auszug aus einer solchen fstab:
Code:
/dev/ufs/FreeBSD / ufs rw,noatime 1 1
tmpfs /tmp tmpfs rw,mode=1777 2 0
tmpfs /var/run tmpfs rw,mode=1777 2 0
tmpfs /var/log tmpfs rw,mode=1777 2 0
Schon alleine damit hält sich die Platte recht ruhig. Ob weitere Sachen auf tmpfs gelegt werden können muss man sehen und wenn die logs umfangreich werden, muss man natürlich daran denken. Mittels tunefs kann dann noch soft update journaling disabled werden und für auto-fsck ein guter Rhythmus gefunden werden.