pkg-which durchsucht nur bereits installierte Pakete.
eben und ich hatte das auch schon mal versucht, irgendwie zu erklären und will es nochmal probieren.
FreeBSD installiert (mal grob und einfach gesagt) die zusätzlich installierte SW (third party) unter /usr/local und entsprechend die ausführbaren Dateien in /usr/local/bin. Seit längerem schon nutzen wir dafür hauptsächlich pkgng, diese SW wird also aus Paketen genommen und mit einem pkg-Befehl installiert.
Wenn du zu irgendeinem der hier liegenden Binaries mittels pkg which fragst, woher das kommt, erhältst du die passende Antwort:
Code:
pit@Mifcom ~:- > pkg which /usr/local/bin/picom
/usr/local/bin/picom was installed by package picom-13
FreeBSD selbst, also das System, das eigentliche Unix, liegt in /bin bzw in /usr/bin. Wenn du klassisch installiert oder einen Update gemacht hast, ist das nicht mittels Paketen installiert worden, denn das ist erst neuerdings möglich, eben seit pkgbase. Demzufolge bekommst du keine passende Antwort, wenn du mittels pkg which wissen willst, welches Paket die Binarie installiert hatte.
Code:
pit@Mifcom ~:- > pkg which /usr/bin/vmstat
/usr/bin/vmstat was not found in the database
Erst dann, wenn du pkgbase benutzt hast und deshalb die Binaries in /usr/local/bin eben aus Paketen installiert wurden, würdest hier eine positive Antwort bekommen können.
Deshalb ist das ein Unterscheidungsmerkmal, mit dem man einem System ansehen kann, ob es klassisch oder mit pkgbase upgedatet wurde.
In diesem Fall klassisch, was heutzutage dann laut zitierter Anleitung bedeutet, dass freebsd-update benutzt wurde. Es könnte aber auch manuell aus den System-Sourcen gebaut werden, das wäre im vorliegenden Sinn ebenfalls klassisch, weil eben vor pkgbase.
Eigentlich sollte man denken, dass man doch weiß, wie man sein System aufgesetzt bzw geupdatet hat und man darf sich fragen, weshalb die Ersteller der Anleitung überhaupt Zeit darauf verwenden, die Unterscheidungsmöglichkeiten erst noch zu erwähnen. Falsch wird es dadurch aber jedenfalls nicht und es verleiht dem Nutzer womöglich mehr Sicherheit, den passenden Weg zu wählen. Also, einen, genau einen der Wege.
Das gilt ja in der erwähnten Anleitung analog für den Boot-Loader, wo auch zunächst erklärt wird, wie man denn herausfindet, ob UEFI oder Legacy: eigentlich sollte man das doch wissen und den passenden Weg für sein eigenes System zielsicher wählen. Im Zweifel (oder bei einem fremden System), hilft einem die Anleitung.