NAS auf FreeBSD Basis

PascalTurbo

New Member
Hi Leute,

ich will mal testen, ob ich ein FreeBSD-NAS mit meinen Ansprüchen zum laufen bringe.

Da ich bisher nur Erfahrung mit Linux und Solaris sammeln konnte vorab ein paar Fragen:

  1. Als Hardware dient ein Gigabyte Atom-Board GA-D525TUD - sind damit irgendwelche Probleme bekannt?
  2. Ist es mit dem PowerManagement von FreeBSD möglich, den Stromverbrauch ziemlich gut unter Kontrolle zu halten? Hatte bisher (Solaris) das Problem, dass sich die Platten trotz inaktivität so gut wie nie in den Ruhemodus versetzt haben.
  3. Wie groß sollte die Platte für's System sein? Ich setze da auf nen IDE -> CF Adapter, also sprechen wir nicht von TB ;-)
  4. Welche FreeBSD Version ist aktuell zu empfehlen?

FreeNAS möchte ich nicht einsetzen, das ist für meine zwecke schon wieder zu überladen und deren Update-Politik (zerstört viele eigenen Anpassungen) gefällt mir garnicht.

Danke schonmal für eure Hilfe
Pascal
 
1. Ja Atoms sind lahme Krücken und sie können nicht mit mehr als 4GiB RAM umgehen.
2. Ich wollte bis jetzt eigentlich immer das Gegenteil erreichen.
3. Kommt drauf an. 1GiB kann schon locker reichen es können aber auch 20GiB nötig werden, wenn du alles selbst compilen willst.
4. Der aktuellste Release + Updates (9.0-RELEASE-p4) oder derzeit vllt. schon 9.1-RC1.
 
hi

ich habe mein nas mit einem amd350 cpu von asus laufen.
zum booten ne kleine ssd die auch als cache lw fuers zfs genutzt wird ( 10G )

strom verbrauch liegt im mittel so bei 25-28 W

holger
 
Hi,
ein schönes kleines Board mit nem sparsamen neuen Xeon wäre da sinnvoll. Dazu packt man mind. 8 oder besser 16 GB ECC Speicher der aktuell recht preiswert für`s Geld ist. In einen freien PCIe Slot stopft mer dann bärig fein nen schönen SAS Controllbär und hängt die Platten für das Storage dran. Als Cache bietet sich z.B. ne kleine Intel SSD an, da diese sehr fix rennt und zuverlässig seit Jahren vor sich hinbrummt. Als OS würde ich hierfür FreeBSD 9 oder 9.1 nehmen. Sofern die onboard NIC mit 1 Gbit ned reicht bietet sich ne schöne Intel Server NIC auf Basis von PCIe bärig fein an, welche man oifach in den nächst besten freien PCIe x16 steckt, da die meisten gerne 8 Lanebärlis ham wollen um volle Leistung zu entfalten. Darauf ein schön aufgesetztes ZFS only mit korrekter Anlage und Datasets inkl. sämtlicher notwendiger Optionen und Parameter runden das Ganze dann bärig fein ab.

Um langfristig Strom zu sparen bietet sich der Einsatz eines energieeffizienten Netzteils an, welches mögichst einen sehr hohen Wirkungsgrad in dem benötigten Leistungsbereich aufweist.

Als Plattensatz kann, sofern der Durchsatz nicht so wichtig ist, natürlich auch SATA zum Einsatz kommen. Falls Du viel Durchsatz brauchst würde ich jedoch zu SSDs bei geringem Platzbedarf oder SAS Platten bei hohem Platzbedarf raten.

Fertig käufen kann man sowas natürlich auch, wenn man ein paar Euro mehr investieren kann. Einen Atom würde ich nur verwenden wenn das Gerät für 1-2 User verwendet wird. Für mehr ist der einfach zu lahm und zieht ned genug Wurst vom Brot auf Dauer.

Beste Grüße
Bummibär

PS: die 27 gebauten Kisten mit der Methode laufen bis heute immer noch im 24/7 Betrieb. Die Methode kann also so schlecht nicht sein.
 
Ein gut gemeinter Vorschlag, der ein nettes NAS ergibt. Vermutlich wird das jedoch seinen Preisrahmen sprengen.
 
1 sollte kein Problem sein, wenn du nicht selbst kompilieren willst und fertige Pakete nimmst (sofern du überhaupt welche brauchst). Es gibt ja unterschiedliche Atoms und ich habe nun deinen nicht nachgesehen, aber ich hatte einen Alix als Drucker-Ersatz und einigen kleinen Auswerte-Scripten gebaut und darauf ein FreeBSD 7er problemlos von CF-Card laufen.
Willst du aber ZFS, wird ein 32Bit Atom dich wohl eher nicht glücklich machen.
Mein EEE hat einen Atom und da funktioniert 9er FreeBSD ausgezeichnet von SSD mit UFS.

2 bin ich kein Experte, wie mit allem, sondern nur Enduser und vielleicht mache ich ja einiges einfach falsch, aber auch mit FreeBSD 9er finde ich das Powermanagement weit hinter dem, was ich bei Linux so sehe und wahrnehme. OpenBSD hatte mir ein wenig mehr Freude gemacht. Insbesondere konnte ich nicht die Platten eines Raids zum Schlafen schicken. Beim Aufwachen war regelmäßig das Raid zerstört. Dies habe ich mit ZFS nicht probiert, da lasse ich die Platten nun dauernd laufen.
ZFS ist für mich das modernste Dateisystem und ganz besonders für Raid-Lösungen (ob mit oder ohne Redundanz) interessant. Es wäre der Grund überhaupt, FreeBSD zu nehmen. Ansonsten würde ich aus dem Bauch heraus eher eine Lösung mit busybox/Linux probieren.

3 mit einem 32Bit System solltest du mit 250 MB genug haben, natürlich je nachdem, weiviele Anwendungen du noch dazu nehmen willst. Bei 64 Bit ist alleine der Kernel schon fast so groß. Mein eigener Fileserver verbraucht etwa 1.7 GB als AMD64 und mit einigen installierten Anwendungen, etwa VLC als Server, was gleich eine ziemliche Reihe an Abhängigkeiten mit installiert. Allerdings nahm ich auch einige in meinen unverzichtbare Tools dazu, die nicht im Basis-System sind. iftop, nmap, lsof, rsync, um nur einige kleine zu nennen, aber auch SAMBA und CUPS.
Wichtig: bei ausreichend RAM tempfs nehmen und einiges in den RAM verlagern, Log-Dateien und so auf den Datenbereich auslagern und so die Schreibzugriffe auf das Installationsmedium minimieren.

4 ALLE aktuellen.
Bei den letzten 9er gibt es einige neue Vorteile, neues und besseres ZFS und neue Behandlung der SATA-Platten und so weiter, so das es dadurch am ehesten interessant wird. Mein Fileserver funktioniert noch immer auf 7.4 und wird das auch bleiben, bis es einen Neun gibt. Dann werde ich mich an dem orientieren, was dann erhältlich ist und welche HW ich mir leisten kann. Es gibt keinen Grund, nicht ein aktuelles 9er zu nehmen.

Nochmal ein Augenmerk auf die beiden Alternativen, die ich da schon kurz angesprochen hatte. OpenBSD ist sehr einfach und schnell installiert und bringt ausreichend Grundausstattung mit, ist sehr gut aus Paketen aufrüstbar und vielleicht auch besser für langsamere HW geeignet, obwohl die Performance von meinem FreeBSD 9x auf dem Asus EEE deutlich besser ist. Die Stromsparfunktionen gelangen damit ziemlich gut, aber auch nicht umfassend zufrieden stellend.
Gerade letzteres ist immer noch eine Domäne von Linux.
Auf vielen kleinen Systemen bewährt sich damit busybox statt des großen GNU.
Es ist eine echte Alternative und bietet zwar nicht so viel Komfort, aber immerhin genug, dass es auch auf manchen Fertig-Geräten installiert wird (ich habe zB einen Thecus NAS, der damit läuft). Möglicherweise gibt es da auch im Netz vor gebackene Lösungen. Es wäre jedenfalls eine Suche wert.
 
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