neuer rechner - neuer kernel, blicke es noch nicht

pit234a

Well-Known Member
Hi.

"versehentlch" bekam ich einen neuen Rechner und muss erfahren, dass sich seit meinem PIII doch was getan hat. Erstaunt lese ich die Daten vom Bestellschein und suche danach im WEB, was denn das nun eigentlich ist, was ich da habe.
Intel vPro Technologie: uninteressant, oder?
Intel Active Management Technology ?
Intell Core2 Duo E6320: eine CPU mit zwei Kernen und 64 Bit ?
8GB RAM !
Ah ja, die Grafikkarte Intel GMA 3000 onboard hat immerhin schon reagiert und zeigt mir Bilder mit X, den Intel High Definition Audio on Board fand ich noch nicht.

"Egal", denkt wer forsch ist und so habe ich ein vorhandenes i386 Free-BSD genommen und mal aufgespielt und es geht soweit (ist aber noch nicht viel drauf). Die 8GB werden nur mit 4GB erkannt, die Option SMP ist aber geladen worden.
Meine Suche, wie ich nun den neuen Kernel configurieren soll, brachte Worte wie PAE und AMD64 und dann geht aber kein USB mehr und vielleicht noch mehr nicht, was mich verunsichert und was ich nicht so ganz verstehe. Es fällt mir auf, dass es für GNU/Linux da eine andere Richtung mit 64Bit-Kerneln für diese Art CPU gibt, bei Free-BSD wohl nur die IA64 und die passen doch sicher nicht.
Vielleicht kann mir jemand bei meiner Aufklärung helfen? Ist es überhaupt gut eine 64 Bit Version zu nehmen? Sind 32 Bit nicht noch schneller? Gibt es einen Workarround für die 8GB RAM?

Und dann wäre ich noch dankbar, für andere Tips bei den möglichen Kernel-Optionen: so weiß ich, dass ich keine Floppy mehr an dem PC haben werde, also kann ich das rauslassen. Ich will aber sicher die USB-Anschlüsse mit USB2 nutzen, was aber beim letzten Male schon default eingestellt war. Ich weiß auch, dass ich keine IPv6 nehmen werde, doch es schadet sicher auch nicht. Wie sieht es mit Dateisystemen aus? Letztens merkte ich erst nach einiger Zeit, dass ich
options MSDOSFS_LARGE
brauchte und musste dann mitten im Betrieb den Kernel neu bauen. Wenn ich nun schon am Anfang dank einiger Tips solche Dinge erschlagen kann, ist das doch besser. So will ich auch die Unterstützung für ReiserFS und Ext-FS nun schon mit reinnehmen und sehe, es gibt auch eine für NTFS.
 
Die 8GB werden nur mit 4GB erkannt, die Option SMP ist aber geladen worden.
Mehr werden von 32Bit eben nicht unterstützt. Für mehr musst du den AMD64-Branch von FreeBSD nehmen, auch bei einem Intel-Prozessor. Damit bist du dann mit 64Bit unterwegs und kannst deinen ganzen RAM ansprechen.
Grundsätzlich ist zu bedenken, dass es immer noch einige Programme gibt, die auf 64Bit-Systemen Probleme verursachen.:zitter:
Aber bei dieser Menge RAM würde ich wohl trotzdem 64Bit nehmen.

den Intel High Definition Audio on Board fand ich noch nicht
Welche Version FreeBSD hast du installiert, 6.2?
Ich weiss nicht ab welcher Version der Treiber dabei ist, aber geben tuts ihn:
http://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-mobile/2006-June/008495.html

mousaka
 
Unter den Umständen würde ich dir dringend zu FreeBSD 7.0-Beta2 empfehlen, und zwar in der amd64 Variante. Amd64 ist der 64 Bit Befehlssatz der von AMD eingeführt wurde. Die Intel CPUs sind kompatibel dazu.

Das USB nicht geht ist Blödsinn und an Software geht inzwischen auch fast alles (die NVidia Blobs zum Beispiel nicht, aber das betrifft dich ja nicht).
 
Ich nutze seit längerer Zeit FreeBSD/amd64 und bis jetzt habe ich noch nicht gefunden, was ich vermissen würde. Software geht faktisch alles, außer halt der Kram, der nur geBLOBt ist. Und dafür kann man sich ein 32-Bit Chroot bauen...

Eine andere Alternative wäre PAE. Allerdings hat PAE mindestens 2 entscheidende Nachteile:
- Es ist langsam
- Ein einzelner Prozess kann trotzdem nicht mehr als 2 Gigabyte RAM haben.
Außerdem neigt PAE dazu große Probleme mit vielen Treibern und einer ganzen Reihe Hardware zu machen. Also lass es besser...

Das ist übrigens mein zweitausendster Beitrag :)
 
Dank euch für die Antworten, dass die 32 bits nur 4GB können, verstehe ich, hatte mir aber erhofft, dass es dazu so eine Lösung wie beim MSDOSFS_LARGE gäbe. Es ist nicht so, dass ich grundsätzlich was gegen 64Bit hätte, im Gegenteil. Ich las einen Bericht, wo jemad auf einer Sparc Anwendungen ausprobiert hatte und durchwegs die 32Bit besser abschnitten, also schneller waren. nunja, ich denke, dass ich den Unterschied eher nicht merken werde. das meiste wird mir zur Startzeit geladen und ich schalte nur noch hin und her, so komme ich mit meinem dual PIII un 2GB Ram ausgezeichnet zurecht und frage ich mich auch, wieso mich der Teufel ritt und nach einem neuen Rechner fragte. Dass ich dann auch noch den falschen bestellte, für meine Verhältnisse ein Flagschiff mit viel zu viel Power, nun ja, es hat halt so sein sollen.

Gut, ich habe die 7.0-Beta2 als bootonly runtergeladen, bekomme damit aber schon kalte Füße, weil ich einige Anwendungen habe, wie OpenOffice, die ich mir immer von freundlichen Menschen für mein System fertig gepackt genommen hatte. Die finde ich derweil nur für 6.2. Nunja, nun habe ich ja endlich auch mehr resourcen, könntees ja mal selbst bauen, aber, von Beta2 ist es noch ein Weg bis RC1 und von dort bis Release. Ich bin nicht der Dauer-Updater. Wenn ich mal ein System am laufen habe, kann das meinetwegen eine Weile so bleiben, nur, nun kommts:
wenn ich meine Free-BSD Installationen ansehe, genügen mir etwa zwischen 400 und 700 installierte Ports, wenn ich meine GNU/Linux aus einem fertigen System ansehe, sehr abgespeckt, habe ich da 1500 drauf. Ich weiß ehrlich nicht so genau, wieso ich die da brauche und das ist nun der Einwand. Weil ich es nicht weiß, bedeutet das, ich habe es noch nicht gelernt, was ich alles vielleicht noch brauchen werde und sobald ich auf eine solche Sache stoße und etwa ein halbes oder ein ganzes Jahr nach Aufsetzen des Systems ein größeres Paket brauche, dann komme ich oft in die Situation, dass ich alles mögliche Updaten muss, bevor das nun geht. Bei einer Beta bin ich da vielleicht überfordert.

Deshalb nochmal nachgefragt, bevor ich damit starte. Ich bin in Sachen Free-BSD immer noch sehr neu (nicht dabei aber Wissensstand) und gestehe auch, dass ich es hauptsächlich nutzen möchte, nicht mit entwickeln (kann). Gibt es ernsthafte Gründe gegen die AMD64 Version des 6.2? Oder ist 7.0 nur einfach etwas besser, aber die 6.2 wird es auch tun und ich kann warten, etwa bis 7.2 gefestigt ist und dann wechseln?
Jedenfalls läuft auch der Download der 6.2 AMD&$ gerade und nochmals Dank an euch.
 
Gut, ich habe die 7.0-Beta2 als bootonly runtergeladen, bekomme damit aber schon kalte Füße, weil ich einige Anwendungen habe, wie OpenOffice, die ich mir immer von freundlichen Menschen für mein System fertig gepackt genommen hatte. Die finde ich derweil nur für 6.2. Nunja, nun habe ich ja endlich auch mehr resourcen, könntees ja mal selbst bauen, aber, von Beta2 ist es noch ein Weg bis RC1 und von dort bis Release. Ich bin nicht der Dauer-Updater.
So'n Quatsch, OpenOffice für RELENG_7 gibt's direkt hier im Wiki.
 
So'n Quatsch, OpenOffice für RELENG_7 gibt's direkt hier im Wiki.
wie ich dort lese:
Zur Zeit wird ein Arbeitsspeicher von 2 GB und ein freier Plattenspeicher von bis zu 35 GB empfohlen, je nach eingestellten Optionen.
Da mein alter bisher nur 20GB Platte hatte und aus mehreren Stunden bei mir dann leicht auch Tage werden, hatte ich das bisher halt nie selbst gebaut. Die Version mit passenden Optionen für mich fand ich dann hier: http://www.bsdbox.de/?page_id=39

Ja, das stimmt. Ich habe mich halt noch nicht daran gewöhnt, mit dem neuen Rechner auch andere Möglichkeiten zu haben.

Aber, welchen Grund hast du für die Empfehlung der unfertigen 7er gegenüber der fertigen 6.2.
Anders herum, die nutzer solcher AMD64 Kernel werden ja bisher auch mit 6.2 schon gelebt haben? Oder gibt es da dramatisches zu berichten?
 
wie ich dort lese:

Da mein alter bisher nur 20GB Platte hatte und aus mehreren Stunden bei mir dann leicht auch Tage werden, hatte ich das bisher halt nie selbst gebaut. Die Version mit passenden Optionen für mich fand ich dann hier: http://www.bsdbox.de/?page_id=39

Ja, das stimmt. Ich habe mich halt noch nicht daran gewöhnt, mit dem neuen Rechner auch andere Möglichkeiten zu haben.

Aber, welchen Grund hast du für die Empfehlung der unfertigen 7er gegenüber der fertigen 6.2.
Ich denke deine Soundkarte wird in RELENG_7 unterstützt und wenn du eine Kernel mit SCHED_ULE baust, solltest hast du auch deutlich besseren SMP support als in RELENG_6 (jedenfalls nach dem was man so liest).

Anders herum, die nutzer solcher AMD64 Kernel werden ja bisher auch mit 6.2 schon gelebt haben? Oder gibt es da dramatisches zu berichten?
Ich habe öfter mal gehört, dass die Performance trotz größerer Binaries (doppelte Wortlänge) besser ist. Aber leider habe ich nur 32-Bit CPUs. Fakt ist jedenfalls ist, dass du deine 8GB Ram in die Tonne kloppen kannst, wenn du nicht amd64 fährst.
 
Danke, ist angekommen und die 7er Beta gebrannt, bootonly wollte ich da nehmen aber damit bekomme ich laufend Probleme. Ein Signal 10 wird eingefangen, kurz nachdem der ports-tree eingespielt ist. Nun habe ich den fünften Versuch gestartet und nehme mal minimale Version, normalerweise hole ich gleich X-User. Mal sehen. Läuft derweil gerade.
Und bootet dann auch.
Mal sehen, wie das weiter geht. Werde heute nicht mehr viel weiter machen, aber soweit zurückmelden: 8GB sind erkannt und das Minimal-System läuft mit dem AMD64 schon mal.
 
möchte dies hier noch zurückmelden, sollte einen neuen thread aufmachen um weitere Fragen zu fragen, doch ich nenne es nun einfach mal hier und erkläre auch gleich, dass ich noch nicht nach Lösungen für die aufgetauchten Probleme gesucht habe.

Also.
die 7er Beta zwei installierte sich ausgezeichnet und es wurde meine Sound und Grafik erkannt und passend eingebunden. Der AMD64 Kernel läuft ausgezeichnet, bildet bei dem dual-core zwei Prozessoren ab und erkennt und nutzt die verfügbaren 8GB RAM. Alle USB-devices werden erkannt und der HALD sorgt für einen fliegenden Einbau neuer HW in meinem KDE.
KDE wurde zu großen Teilen aus den Ports gebaut, ebenso OOo und Java. Java machte einige Probleme, die mit Versionsunterschieden zwischen den von mir downgeladenen und den vom Installationsscript erwarteten Dateien zusammenhingen. Ob es auch daran liegt, dass eine meiner Lieblingsapplikationen nicht will, weiß ich nicht.
Jedenfalls kann ich ProjektX nicht starten und fand auch avidemux2 nicht lauffähig, auch xosview startet nicht. Den Sound unter KDE habe ich noch nicht im Griff, nicht KDE-Applikationen, wie etwa xmms, haben keine Probleme, KDE zerrt und holpert. Problematisch scheint es mir, dass ich den atapicam nicht erfolgreich einsetzen kann. So erhalte ich derzeit noch keinen Zugriff auf mein DVD-RW_Laufwerk. Das kann sein, dass es gar kein IDE-Gerät mehr ist? Die Festplatten sind SATA und vielleicht das DVD auch, wenn es sowas gibt und da muss ich jedenfalls noch nachsehen.

Was ihr mir vielleicht helfen könnt: Empfehlungen für Browser.
Derzeit habe ich nur KDEs konqueror und den firefox laufen. Opera und Mozilla gehen nicht, einer wird nicht als 64 Bit angeboten und der andere als Broken gemeldet. Opera ist normalerweise mein offener Browser, den ich in den Foren nutze und immer laufen lasse, mit recht unsicheren Einstellungen und Firlefanz eingebaut. Firefox ist mein dichter Browser, der nur meine https Seiten des Homebanking akzeptiert und auch nur mit festen Schlüsseln und nicht autorisieren lässt. Wegen dieser Taktik, unterschiedliche Aufgabenmit unterschiedlichen Browsern und jeweils passenden Einstellungen zu machen, suche ich nun nach Ersatz für Opera und Mozilla war mir immer schon sehr lieb, geht aber nun halt nicht mehr. Was gibt es denn da noch? Die Suche durch die Ports ist beschwerlich.

Zusammanfassend also die Rückmeldung, dass meine anfängliche Angst vor einer Beta unbegründet war. Ich fürchtete mich davor, weil es ein wenig den Eindruck machte, dass dies Versionen sind, mit denen nur Begabte und SW-Entwickler zu Recht kommen und als Unteschicht-User fühlte ich mich dazu nicht berufen.

Danke also nochmals für die Hilfe und Tips.
 
Ich nutze unter amd64 als Browser den linux-opera. Tut wunderbar und außerdem kann man das linux-flashplugin ohne fiese Hacks nutzen. Wirklich laufen tut es aber trotzdem nicht.
 
Ich nutze unter amd64 als Browser den linux-opera. Tut wunderbar und außerdem kann man das linux-flashplugin ohne fiese Hacks nutzen. Wirklich laufen tut es aber trotzdem nicht.

das ist ein sehr guter Tip gewesen, konnte direkt einfach alles vom alten Rechner rüberziehen und mit dem Linux-Opera weitermachen, als wenn nie was gewesen wäre. Anders gesagt: hier bin ich vom neuen Rechner mit linux-opera im Forum.
Danke.
 
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