Notebook & Online im Urlaub?

pit234a

Well-Known Member
Ich würde es als Sicherheitsfeature abhaken und nen Hotspot am Mobiltelefon aufmachen :P
metoo!

Ich bin mit dem Laptop im Urlaub.
vielleicht mal Urlaub machen? Ohne Laptop...

Alle hier wissen, dass ich gerne labere und oft wenig zu sagen habe. Ich kann mir das auch diesmal nicht verkneifen.
Wenn ich mich erinnere, wie viele Deutsche (ich habe das halt als Deutscher bei denen so erfahren) irgendwo hin in Urlaub fahren und sich dann später beschweren, dass es dort doch nicht so wie zu Hause gewesen ist, dass es kein vernünftiges Bier gegeben hat und die Schnitzel eine Katastrophe waren, dann habe ich dabei immer schon gefragt, wieso denn überhaupt Urlaub?
Für mich habe ich einfach entschieden: Urlaub ist Käse.
Zu Hause arbeite ich das ganze Jahr, um es mir gemütlich zu machen um dann, wenn ich mal die Zeit hätte das auch zu genießen, zu verreisen.

Also, ich weiß wirklich nicht, wieso ich im Urlaub irgendwo hin fahren soll, wo ich niemanden kenne und alles mir fremd ist und bleibe deshalb lieber zu Hause, wo ich ein schnelles und stabiles Internet habe und so weiter.
Aber, wenn ich denn schon mal wirklich irgendwo hin fahre, dann nehme ich doch nicht meinen Hausstand mit?
Wenn ich Metzger bin, lasse ich doch meine Messer zu Hause und wenn ich Schreiner bin, verzichte ich doch auf meine Sägen und Hobel. Eben für diese Ausnahmezeit die man Urlaub nennt.
Wenn ich recht entsinne verdienst du dein Geld mit IT und nimmst IT mit in den Urlaub?
 
metoo!




Also, ich weiß wirklich nicht, wieso ich im Urlaub irgendwo hin fahren soll, wo ich niemanden kenne und alles mir fremd ist und bleibe deshalb lieber zu Hause, wo ich ein schnelles und stabiles Internet habe und so weiter.
Aber, wenn ich denn schon mal wirklich irgendwo hin fahre, dann nehme ich doch nicht meinen Hausstand mit?
Wenn ich Metzger bin, lasse ich doch meine Messer zu Hause und wenn ich Schreiner bin, verzichte ich doch auf meine Sägen und Hobel. Eben für diese Ausnahmezeit die man Urlaub nennt.
Wenn ich recht entsinne verdienst du dein Geld mit IT und nimmst IT mit in den Urlaub?


Ich kann hier nicht für dettus antworten, aber als jemand der auch sein Notebook mit in den Urlaub nimmt, und auch durchaus für Chef und Kollegen erreichbar ist, antworte ich mal: Ich mach meinen Job in der IT gerne. Hätte ich 10 Mio auf dem Konto würde ich nicht kündigen, ich würde vermutlich Stunden auf 15 die Woche reduzieren, ev. meine selbstständige Nebentätigkeit priorisien oder so. Aber nicht damit aufhören. Und ja auch im Urlaub bleib ich gern auf dem Laufenden, hab NULL Probleme damit, wenn ich mal ne Stunde was berufliches mache, und mit den Kollegen bin ich auch gerne in Kontakt (mit den meisten). Aber ja, natürlich gibt es auch Kunden auf die ich im Urlaub keinen Bock habe, weil ich weiß, dass sie mich runter ziehen, für die bin ich dann nicht erreichbar :)

Ganz davon abgesehen, dass man das Notebook ja auch verwendet, um mit Freundes/Familienkreis in Kontakt zu blieben, Nachrichten zu lesen, oder einfach ein Game zu zocken. Der Metzger benutzt im Urlaub ja sicher auch mal ein Messer, nur halt nicht um ein Schwein zu zerteilen, aber vielleicht schneidet er die Steaks für den Grillabend.

Mit was man mich jagen kann: Urlaub am Strand. Ja 1 Tag oder auch mal 2, aber mehr bitte nicht, da langweile ich mich zu tode. Jeder hat eben so seine Vorlieben :)
 
Also, ich weiß wirklich nicht, wieso ich im Urlaub irgendwo hin fahren soll, wo ich niemanden kenne und alles mir fremd ist und bleibe deshalb lieber zu Hause, wo ich ein schnelles und stabiles Internet habe und so weiter.
Aber, wenn ich denn schon mal wirklich irgendwo hin fahre, dann nehme ich doch nicht meinen Hausstand mit?
Wenn ich Metzger bin, lasse ich doch meine Messer zu Hause und wenn ich Schreiner bin, verzichte ich doch auf meine Sägen und Hobel. Eben für diese Ausnahmezeit die man Urlaub nennt.
Wenn ich recht entsinne verdienst du dein Geld mit IT und nimmst IT mit in den Urlaub?

Sorry das finde ich alles wahnsinnig übergriffig und vorschreibeind wie leute zu Leben und Urlaub zu machen haben.

Ich nehme mein Notebook auch gerne mit - z.B. letztes mal im Schwedenurlaub, mehrere Wochen Camping - das war sehr schön und ich hab vor allem die Natur genossen z.B. beim Wandern.

Aber mir ist es wichtig in meinen Urlaub auch Zeit zu haben für Hobbys die ich im Arbeitsalltag nur begrenzt habe, dazu kann auch Computerzeugs basteln und PC-Spielen gehören genauso wie filme /serien zu schauen. Alles sachen die "Online" bei mir sind.

Schon allein weil es Regentage gibt, weil ich auch z.B. nicht jeden Tag "wandern" erfüllend finde - wenn das bei dir anders ist - okay - aber so vorschreibend & abertend finde ich das mehr als daneben.
Ich möchte das auch nicht gleichgesetzt sehen mit einem Ballermannurlaub wo man nur Deutsches Schnitzel Bier, Strand und Party sieht - das ist wenn das jemanden freude bereitet auch okay, aber meins wäre das so garnicht. Aber wie erwähnt, das ist etwas anderes.

Außerdem: Du hast ja schon gerade festgestellt das es hier mal wieder sehr OT wird - deshalb ziehe ich das nach diesem Post auch als neues Thema raus, und ich denke meine mit-mods (ich bin ja nun beteiligter) werden auch ein Auge auf diesen Thread dann haben.
 
Außerdem: Du hast ja schon gerade festgestellt das es hier mal wieder sehr OT wird - deshalb ziehe ich das nach diesem Post auch als neues Thema raus, und ich denke meine mit-mods (ich bin ja nun beteiligter) werden auch ein Auge auf diesen Thread dann haben.
voll in Ordnung und auch nicht von mir gewollt, so wenig, wie dies:
Sorry das finde ich alles wahnsinnig übergriffig und vorschreibeind wie leute zu Leben und Urlaub zu machen haben.
Alles, was mir in den Sinn kommt, ist ein wenig nachdenklich zu machen.
Weil nämlich mir selbst das sehr geholfen hat, ein erfülltes Leben zu haben und mich nun auch im "Dauerurlaub" wohl zu fühlen.
 
Ganz davon abgesehen, dass man das Notebook ja auch verwendet, um mit Freundes/Familienkreis in Kontakt zu blieben, Nachrichten zu lesen, oder einfach ein Game zu zocken. Der Metzger benutzt im Urlaub ja sicher auch mal ein Messer, nur halt nicht um ein Schwein zu zerteilen, aber vielleicht schneidet er die Steaks für den Grillabend.
Ja, das ist auch nen Punkt den ich eigentlich noch schreiben wollte.
Ich lebe ja allein* und bei mir läuft viel Freundschaft / Socialising auch Online ab. Auch weil heutzutage viele wegziehen, umziehen etc. - oft sieht man sich dann persönlich nur einmal im Jahr und auch das nur wenn alles gut läuft.

*(Naja fast ich hab einen Hund :D )

voll in Ordnung und auch nicht von mir gewollt, so wenig, wie dies:

Okay von mir!

Alles, was mir in den Sinn kommt, ist ein wenig nachdenklich zu machen.
Weil nämlich mir selbst das sehr geholfen hat, ein erfülltes Leben zu haben und mich nun auch im "Dauerurlaub" wohl zu fühlen.

Ich reflektiere da sehr viel drüber tatsächlich, "dauerurlaub" ist aus job-und-anderen-gründen mein Leben aber leider nicht und so richtig nen Weg da groß was drann zu ändern da es viele externe Faktoren gibt seh ich da gerade auch nicht - aber das ist auch okay so da vieles doch auch sehr schön ist und ich mich auch nicht unbedingt beschweren möchte.

Mit was man mich jagen kann: Urlaub am Strand. Ja 1 Tag oder auch mal 2, aber mehr bitte nicht, da langweile ich mich zu tode. Jeder hat eben so seine Vorlieben :)

Urlaub am Meer (oder noch besser: auf dem Meer): Ja - dauerhaft am Strand: Nein
Ein Idealerurlaub für mich hat zumindest viele dieser Punkte:
-> Meer. Viel Meer!
-> Zeit
-> Ruhe auch mal für mich
-> Zeit zum Lesen / PC-Basteln / PC-Spielen / Serien / Filme
-> Wenn mit freunden: Spieleabende
-> Ein paar Strandtage (ggf. ja auch mit "Lesen" gut kombinierbar. Oder mit Lesen und ein paar kühlen Bierchen.
-> Vieles schönes zum anschauen (Landschaften, Meer etc)
-> Auch etwas kulturelles - Museumsnachmittage oder so
-> Etwas Wandern oder Radfahren ist eigentlich immer nett, aber jetzt nicht so Hardcore. So ein paar Stunden am Meer lang meine ich eher ;) - meine Hundemaus kann auch nicht mehr so lange laufen.
-> Es kann auch spaßmachen mal mit dem Auto etwas rumzufahren oder sich in einen Bus rumkutschieren zu lassen.
-> Die Option mal nicht selbst kochen zu müssen ist auch mal nett.

Die letzten Jahre hab ich das entweder mit meinen schon fast historischen Wohnwagen auf schönen Plätzen oder auf Kreuzfahrten gefunden

Kleine ergänzung: Ich weiß nicht ob ich so der "Leute / Alltagskultur" kennenlern typ bin. Ich hatte da noch nicht so viel Gelegenheit zu und da wo ichs hatte fand ich es auf der einen Seite sehr schön aber auch manchmal überfordernd, aber ich finde mich auch in "unserer" Gesellschaft nicht immer zu 100% zurecht / wohl, am ehesten noch auf nem Metalfestival, so das es evtl. einfach auch Allgemein daran liegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Idealerurlaub für mich hat zumindest viele dieser Punkte:
-> Meer. Viel Meer!
-> Zeit
-> Ruhe auch mal für mich
-> Zeit zum Lesen / PC-Basteln / PC-Spielen / Serien / Filme
-> Wenn mit freunden: Spieleabende
-> Ein paar Strandtage (ggf. ja auch mit "Lesen" gut kombinierbar. Oder mit Lesen und ein paar kühlen Bierchen.
-> Vieles schönes zum anschauen (Landschaften, Meer etc)
-> Auch etwas kulturelles - Museumsnachmittage oder so
-> Etwas Wandern oder Radfahren ist eigentlich immer nett, aber jetzt nicht so Hardcore. So ein paar Stunden am Meer lang meine ich eher ;) - meine Hundemaus kann auch nicht mehr so lange laufen.
-> Es kann auch spaßmachen mal mit dem Auto etwas rumzufahren oder sich in einen Bus rumkutschieren zu lassen.
-> Die Option mal nicht selbst kochen zu müssen ist auch mal nett.
für wie viele dieser Gründe musst du verreisen?

Wenn es wirklich wichtig für dein Wohlbefinden ist, warum dann nicht das Leben so ausrichten, dass man genau das hat, was man sich wünscht?
Lassen wir uns nicht allzu gerne alle in irgendwelche Zwangsjacken stecken, die woher auch immer kommen?
Nicht die eigenen Prioritäten, sondern das, was einem die Gesellschaft so auferlegt, versucht man in erster Linie zu erfüllen?

Natürlich müssen wir alle unser Geld verdienen und müssen Kleider und Nahrung kaufen, um überhaupt zu leben. Das ist ja vollkommen klar.
Wir sind immer abhängig.
Leider.
Irgendwann kommt der Moment, wo es nicht mehr so weiter geht, ganz individuell betrachtet.
Irgendwann muss man aus dem Beruf, der einem vielleicht das ganze Leben Erfüllung gab, scheiden. Dann hat man womöglich keine großen Reserven und Mittel, um diesen Lebensabschnitt frei zu gestalten.

Ich selbst musste mir die Frage beantworten, was ich von meinem Leben will, wie ich es führen möchte und es war mir sehr schnell klar, dass mich dauerhafte Kreuzfahrten und Stunden langes Liegen am Strand nicht glücklich machen können. Auch, dass mit über 60, ich nicht mehr bei minus 20° in einer Hecke in Kanada auf bloßem Boden übernachten möchte. All dies kann man tun, wenn man jung und stark ist und man sollte das dann auch machen.

Meiner Ansicht nach hat man nur dann einen Erlebniswert, wenn man wirklich weg ist von zu Hause.
Wenn man alles mitnimmt, sich selbst, seine Firma und seine Familie, dann kann man doch auch zu Hause bleiben, denn was bringt es, irgendwo anders in der Welt alles gleich zu machen, was man zu Hause auch hat?

Gar nicht erst thematisieren will ich die Kosten, denn so ein "Urlaub", also die Reise an einen anderen Ort, kann einen großen Teil des Jahres-Verdienstes beanspruchen und ich lese sogar, dass manche Leute dafür einen Kredit aufnehmen.
Das gleiche Geld in den Erwerb eines Grundstückes im eigenen Lande investiert, könnte da unter Umständen sehr sehr viel sinnvoller sein, weil man da keine teuren Reisen buchen muss und das ganze Jahr über Vergnügen und Arbeit finden kann.
Muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden.
So habe ich in der Vergangenheit Land gekauft und bin nun alt, kann es nicht mehr selbst bewirtschaften und meine Kinder interessieren sich kein Stück dafür, also hätte ich vielleicht lieber in Gold investiert?
So habe ich eben auch einiges Geld ausgegeben, um Urlaub zu machen, wie ich mir das so vorstellte und ich konnte mir das auch leisten. Aber was bleibt denn davon?
Ich erinnere mich gerne an manche Dinge und ich habe persönlich auch viel gelernt, aber vor Allem auch deshalb, weil ich Alleine war, meine Familie zurück ließ und mich über Wochen im Land und mit Einheimischen bewegte und lebte. Ohne Laptop und Smartphone in die Heimat!

Ich selbst bin da nicht konsistent und geschweige denn, will ich anderen Leuten irgendwas vorschreiben.
Nur: mal nachdenken!
 
Boah! Soviel Text...
Um deine Eingangsfrage zu beantworten: Ich hab halt ne Freundin und brauche was um mich auch zu entspannen. ;)
 
Ich habe immer einen Laptop dabei - schlicht um den Urlaub zu organisieren.
Tagestrips oder aehnliches werden ad-hoc nach Wetterlage gesucht/gebucht; evtl. muss
man Fluege suchen/umbuchen uswusf.
Sowas wie "14-Tage all-incl Hotel" waere fuer MICH der Horror :-)

und "kann man ja mit dem Smartphone machen" - das ist halt ein unkomfortabel kleiner Laptop mit GSM..

Den email-account "von Arbeit" kann man ja zu lassen.
 
für wie viele dieser Gründe musst du verreisen?

Wenn es wirklich wichtig für dein Wohlbefinden ist, warum dann nicht das Leben so ausrichten, dass man genau das hat, was man sich wünscht?
Lassen wir uns nicht allzu gerne alle in irgendwelche Zwangsjacken stecken, die woher auch immer kommen?
Nicht die eigenen Prioritäten, sondern das, was einem die Gesellschaft so auferlegt, versucht man in erster Linie zu erfüllen?

Nicht alles, was ich im Urlaub als wohltuend empflnde, möchte ich permanent für mein Leben. Vor ein paar Jahren war ich mit 3 Kumpels allein in einem Naturschutzgebiet bei nem kleinen See Campen/Fischen für 4 Tage. (Legal, Vater eines der beteiligten hatte hierfür einen Pachtvertrag). War wahnsinnig cool, würde ich gerne mal wieder machen, aber nach 4 Tagen bin ich auch gerne wieder zurück im "Land der Moderne".
Prinzipiell bin ich im Urlaub eher der aktive "Abendteuer" Typ. Das kann man nicht immer haben, dann würde es ja auch seinen Reiz verlieren.


Natürlich müssen wir alle unser Geld verdienen und müssen Kleider und Nahrung kaufen, um überhaupt zu leben. Das ist ja vollkommen klar.
Wir sind immer abhängig.
Leider.
Irgendwann kommt der Moment, wo es nicht mehr so weiter geht, ganz individuell betrachtet.
Irgendwann muss man aus dem Beruf, der einem vielleicht das ganze Leben Erfüllung gab, scheiden. Dann hat man womöglich keine großen Reserven und Mittel, um diesen Lebensabschnitt frei zu gestalten.

Naja, das liegt in der Verantwortung des Einzelnen. Ich könnte natürlich 100% oder gar 110% meines Jahreseinkommens jährlich verpulvern. Oder eben nur 80% und 20% in einem ETF parken. Dazu eventuell ne Immo finanzieren, anstatt zu mieten. Dann hat man auch ein gesundes Polster, wenn man aus dem Beruf ausscheidet, und kann sein Leben ohne Abstriche weiterführen.

Arbeit per se find eich auch nicht schlimm. Da Menschen berufstätig sind, werden wundervolle Dinge geschaffen, die ich dann auch gerne konsumiere.
Würden wir alle nur zu 100% unseren Wünschen nachgehen, wäre die Welt glaube ich als ganzes ein langweiligerer und weniger lebenswerter Ort.

Meiner Ansicht nach hat man nur dann einen Erlebniswert, wenn man wirklich weg ist von zu Hause.
Wenn man alles mitnimmt, sich selbst, seine Firma und seine Familie, dann kann man doch auch zu Hause bleiben, denn was bringt es, irgendwo anders in der Welt alles gleich zu machen, was man zu Hause auch hat?

Da bin ich persönlich bei dir, aber jeder soll machen was ihm Spass macht.

Gar nicht erst thematisieren will ich die Kosten, denn so ein "Urlaub", also die Reise an einen anderen Ort, kann einen großen Teil des Jahres-Verdienstes beanspruchen und ich lese sogar, dass manche Leute dafür einen Kredit aufnehmen.

Ja, leider, meine große Asienreise wird leider auch von finanziellen Dingen zurückgehalten :D
 
Ich habe immer einen Laptop dabei - schlicht um den Urlaub zu organisieren.
Tagestrips oder aehnliches werden ad-hoc nach Wetterlage gesucht/gebucht; evtl. muss
man Fluege suchen/umbuchen uswusf.
ja.
Diesen Aspekt habe ich in meinen Gedanken gar nicht drin gehabt.
Als ich meinen letzten Urlaub machte, musste ich den Flug über ein Reisebüro buchen, Smart-phones gab es noch gar nicht und Laptops zum Surfen im Internet waren rar, wenn überhaupt schon vorhanden. Das erinnere ich nicht mehr so genau.
Das allerwichtigste, was man damals brauchte, war eine gute Kreditkarte. Und je nach Bestimmungen, gültige Reisepapiere.
Ich denke gerade an den Vorfall, als mein amerikanischer Bekannter, bei dem ich einige Wochen unter gekommen war, mich zu einem Geschäftsausflug mit nach Kanada nahm. Auf der Rückfahrt wurden wir an der Grenze kontrolliert und man verweigerte mir die Wieder-Einreise in die USA, weil ich für Kanada keine gültigen Papiere hatte und kein Staatsbürger der USA war. Peinliche Situation und hat lange Zeit gekostet, den guten Grenzer zu überreden, dass wir alle weniger Ärger und weniger Arbeit haben, wenn er einfach mal kurz nicht so genau hinschaut.

Damit sind wir aber gleich bei einem wichtigen Aspekt: der Sprache.
Also, ich rede gerne und viel und teile mich mit und höre auch gerne zu, aber weder in Finnland noch in Ungarn, sogar nicht mal in Schweden und so weiter verstehe ich die Leute, geschweige denn im Tibet oder China.
Wahrscheinlich kann ich nicht ausdrücken, was mir auf dem Herzen liegt. Sagen wir mal, wenn ich als Schüler bei Ausflügen Museen besuchen musste oder berühmte Bauwerke bestaunen sollte, fehlte es mir, nun, eben am Staunen. Auch, wenn ich die wirklich sehenswerten Flecken in einem amerikanischen Nationalpark dazu nehme, ist das doch für mich einfach nur Landschaft. Vielleicht eine andere Landschaft, als zu Hause, aber so ist das eben. Dabei glaube ich, dass mir sogar bedeutend mehr Unterschiede in Flora und Fauna auffallen, als den allermeisten anderen Besuchern, die nur darauf aus sind, ein Selfie mit Bison oder Grizzly zu schießen.
Richtig was erfahren kann man doch nur, wenn man mit den Leuten vor Ort auch auf Augenhöhe kommunizieren kann. Ohne dies, ist Reisen doch nur das mehr oder weniger stumpfsinnige Betrachten einer weiteren, unbekannten Umgebung.

Naja, das liegt in der Verantwortung des Einzelnen. Ich könnte natürlich 100% oder gar 110% meines Jahreseinkommens jährlich verpulvern. Oder eben nur 80% und 20% in einem ETF parken.
wie man das macht, hängt ja auch davon ab, was man machen kann, wofür man also die Mittel hat. Das ist ja ein bestehendes Paradoxon, dass man nur Geld anlegen kann, das man übrig hat, also nicht braucht. Man legt es also an, damit es sich vermehren soll, womit man dann ja noch mehr Geld bekommt, das man nicht braucht. Davon ausnehmen möchte ich die unbedingt notwendige Vorsorge für das Rentenalter. Die wenigsten Menschen machen sich in meinen Augen davon einen Begriff, wie schlecht sie als Rentner versorgt sind. Wozu auch, so lange man ja noch jung ist, ausreichen Kraft und Mut besitzt und alles noch erreichen kann. Dazu weiter unten noch mehr Details.
Nun, es ist ja gar nichts dagegen zu sagen, dass jemand sich etwas für sein Geld gönnt und zwar schon in der Jugendzeit, wo das noch sinnvoll ist. Auch große und anstrengende Reisen sollte man nicht ins Rentenalter verschieben, denn dann sind sie meist gar nicht mehr möglich.

Was ich möchte, ist einfach, dass man nicht so lala in Urlaub fährt, weil es ja so modern ist und Alle es tun, weil es dazu gehört. Einfach mal reflektieren, was einem denn wirklich gut tut, was man denn wirklich erleben möchte, was einem der Tag so bringen soll und dann ganz bewusst sein Geld ausgeben oder lieber anlegen, bzw sparen für ein womöglich besseres Ziel, als im Hotelzimmer mit dem Laptop abzuhängen (nicht, dass ich das jemandem hiermit unterstellen will).

Für mich war ein Urlaub am Strand des Mittelmeers der Türkei schrecklich. Niemand zu verstehen, außer den anderen Urlaubern, die Umgebung komplett auf den typischen Touristen-Nepp ausgelegt und am dritten Tag war ich tüchtig ausgeruht und es wahrlich satt, dem Meer beim Wellen-machen zu zu sehen, so dass ich mir einen kleinen Fiat mietete und mich todesmutig in den türkischen Verkehr begab, um die in Ferne sichtbaren Berge zu erreichen. Die Leute, die ich hier getroffen habe, konnte ich zwar immer noch nicht verstehen, aber mit Händen und Füßen... unglaublich aufgeschlossene und gastfreundliche Menschen, die unbedingt auch mit einem teilen wollten, was sie weniges zu essen dabei hatten. Aber ich hätte so viele Fragen gehabt...

Urlaub ist für mich irgendwie immer auch Arbeit gewesen, denn "working is living". Nur andere Arbeit, als die Arbeit, für die ich bezahlt worden bin. Wenn man viele Interessen hat, oder nennen wir es auch Hobbies, dann ist man doch froh, wenn man die Zeit des Urlaubs dafür nutzen kann. Nur, mir persönlich wäre es viel zu wenig gewesen, mich dafür nur auf die Zeit des Urlaubs zu konzentrieren. Ich nehme das Beispiel Jagd, was über viele Jahre mein größtes Hobby gewesen ist. Wenn ich nur mal zwei drei Wochen eine sogenannte Jagdreise absolviert hätte, dann hätte ich das doch nicht Hobby nennen können? Täglich oder doch mehrfach wöchentlich wird da eher ein Strick draus und dass man dann auch im Urlaub diesem Hobby nachgehen möchte, ist doch etwas ganz Anderes. Ich kenne Leute, die tauchen und wenn es ihnen möglich ist, fahren sie in spezielle Gebiete, wo sie das im Urlaub machen können, aber wenn sie keinen Urlaub haben, dann tauchen sie halt hier irgendwo in ihrer Freizeit.
Doch das muss letztlich jeder für sich entscheiden, nur, man sollte halt auch darüber ernsthaft nachdenken.

Also, ja, ich verstehe sehr gut, dass Menschen in Urlaub fahren und begrüße ausdrücklich, dass uns diese Möglichkeiten gegeben sind.
Wie immer im Leben, sollte man das aber nicht aus purer Gewohnheit machen, sondern schon hinterfragen.
Und, meine soziale Blase: leider erlebe ich ganz genau das Gegenteil sehr häufig und zu häufig auch bei Leuten, die sich das eigentlich nicht leisten können. Ich bin aber mit dem Schluss vorsichtig, dass weniger intelligente Menschen schlechter verdienen und gleichzeitig ihre Gewohnheiten und Überzeugungen weniger hinterfragen. (Solche Menschen gibt es in diesem Forum auch gar nicht).
Ein Bekannter verdient im Jahr weniger als man für einen Rentenpunkt braucht.
Junge Leute aufgepasst, das sind (aus meinem unzuverlässigen Gedächtnis gekramt) derzeit 50493€ im Jahr Brutto. Aus dem gleichen Gedächtnis: ein Rentenpunkt ist derzeit 40,79€ Wert. Mein Bekannter erhält also auf Grund seines Einkommens weniger, als 40€ pro Arbeitsjahr auf seine Rente und da ist auch keine Steigerung in Aussicht. Nur, um da mal einen Überblick zu geben: 40 Jahre mit einem Rentenpunkt ergeben derzeit eine Brutto-Rente von 1600€ (gerundet, 40 x 40 gerechnet). 12 x 1600 wären 19200€ Rente Brutto im Jahr, was ich nun nicht erst in Prozente zu 50493€ stellen will: man sieht den Absturz.
Wieder: mein Bekannter hat weniger und eine Frau, die nie gearbeitet hat und er fährt einmal im Jahr mit ihr auf eine Kreuzfahrt, für die er durchaus bereit ist, 10000€ zu blechen. Weil das Kapitäns-Diner so toll ist und man echt schöne Schlager dort spielt, oder so. Er ist, das nur nebenbei, Fan des FC-Bayern. Weiß grad auch nicht, was diese Bemerkung nun soll. Wahrscheinlich, weil das alles nun so gar nicht mein Ding ist und ich nicht verstehen kann, dass man sich auch noch teure und unsinnige Fan-Artikel von seinem Gehalt kauft.
Aber nochmals. Das ist Jedem sein eigenes Ding und ich möchte weder meinem Bekannten irgendwelche Vorschriften machen, noch und schon gar nicht den weitaus nachdenklicheren Mitgliedern dieses Forums.

Vielleicht ist aber so ein Hinterfragen von außen nicht schlecht.
Wenn man selbst mitten im Leben steht, ist man oft zu beschäftigt, sich über Sinn und Unsinn Gedanken zu machen. Da hat man andere Prioritäten und ich glaube, dass zu den Aufgaben der Alten gehört, mahnend, aber auch zartfühlend, ihre Stimme zu erheben.
 
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