OpenBSD Bootproblem nach Install

rbrinkmo

Well-Known Member
Der Titel trifft es nicht so ganz. Wenn ich eine Installation von OpenBSD 3.7 mit "halt" abschliesse und anschliessend einen restart mit "shutdown -r" ausführe startet OpenBSD ganz normal. Wenn ich aber die Maschine runter fahre und am Netzgerät ausschalte und etwas später wieder einschalte um sie neu zu starten bootet sie nicht. Als wenn sie kein OS findet.
Den MBR habe ich bei einer Upgrade-Install explizit noch einmal anlegen lassen. Hat aber auch nichts gebracht.

Hat sonst noch jemand einmal diese Erfahrung gemacht und einen Tip wie ich das Problem beheben kann? Ich habe schon überlegt eine Bootdiskette zu erstellen und von dort nach dem Start auf die Platte zu wechseln. Aber das kann's ja auch nicht die Lösung sein.
 
Nee, Bootdiskette wäre auf die Dauer nervig :confused:

Was kommen denn für Fehlermeldungen bei „...als ob er das OS nicht findet“?

Gruss :cool:
 
Das ist es ja. Es kommt keine Fehlermeldung.
Lediglich der Hinweis: Drücken Sie H um von der Festplatte zu booten.
Und wenn ich dann H drücke passiert eine Weile garnichts und dann irgendwann kommt die Aufforderung eine Bootdiskette einzulegen und dann eine beliebige Taste zu drücken um neu zu starten.

Ich denke aber inzwischen, dass es nichts mit OpenBSD sonder mit der Hardware zu tun hat. Das eventuell die Daten im MBR verloren gehen wenn ich das Gerät ausschalte. Denn wenn ich eine Upgrade-Install mache kann ich anschliessend so oft rebooten wie ich will; ohne Problem.
Nur ausschalten darf ich die Kiste nicht. Dann geht das Spiel wieder von vorne los.
 
guck mal ob in deinem bios irgendwas mit "virus protection" eingeschaltet ist.
sonst probier nochmal gag.sf.net zu installieren.

wenn das alles nichts hilft, hier die anleitung, wie du dir eine bootdiskette bastelst:
in den kernel-configs steht irgendwo drinne, an welcher stelle er die root-partition finden kann. da traegst du deine festplatte ein.
nach dem kernelcompilieren hast du ja den neuen kernel, den du einfach mit "dd if=bsd of=/dev/rfd0c" auf eine bootdiskette bringst, sofern er nicht zu gross ist.
 
dettus said:
guck mal ob in deinem bios irgendwas mit "virus protection" eingeschaltet ist.
So etwas hat die alte Kiste nicht.
dettus said:
sonst probier nochmal gag.sf.net zu installieren.
Scheint mir ein sehr guter Tip zu sein.
@Dettus: Danke!
Ich habe es mir gleich mal herunter geladen und eine Bootdiskette erstellt. Ging alles prima von statten; auch nach einem Reboot und booten über den loader auf Diskette lief einwandfrei. Dann aber, nachdem ich mal wieder aus und wieder eingeschaltet habe, bekam ich beim booten von der Diskette die Meldung, dass der MBR defekt/korrupt sei (ich wusste garnicht, dass Disketten bestechlich sein können ... nunja).
Ich habe den starken Verdacht, dass ich als kostenlose Zugabe zu der Hardware einen MBR-Virus erhalten habe. Meine Installationsdiskette habe ich glücklicherweise nach der Erstellung Schreibgeschützt so, dass diese nicht betroffen ist und ich hiervon booten kann um damit dann z.B. zur Shell zu wechseln.

Gibt es eine Möglichkeit mit Boardmitteln einen MBR-Virus zu entfernen?
Meine erste Idee "fdisk -u wd0" half auch nicht. Ich werde es jetzt mal mit "fdisk -i wd0" versuchen.

Seltsam nur, dass ein reboot (ohne das Gerät auszuschalten) problemlos funktioniert.
 
Einen MBR-Virus entfernt man normalerweise mit einer Windows-Startdiskette und dem Befehl
«fdisk /mbr». Allerdings ist dann nichts mehr mit booten - Du musst dann den OBSD-Bootloader neu installieren, gleich ob bei Neu- oder Upgradeinstall.

Gruss :cool:
 
woah!
das ist ganz schoen abwegig bei einem openbsd-problem an einen virus zu denken.... ;-)
auch wenns in diesem fall durchaus sinn macht...
 
Arjan said:
Einen MBR-Virus entfernt man normalerweise mit einer Windows-Startdiskette und dem Befehl
«fdisk /mbr». Allerdings ist dann nichts mehr mit booten - Du musst dann den OBSD-Bootloader neu installieren, gleich ob bei Neu- oder Upgradeinstall.

Gruss :cool:
*BSD und Linux überschreiben beim Installieren Ihres MBR einen evtl. im MBR befindlichen Virus. Es gibt MBR-Viren die sich von dem DOS/Win9x-Befehl "fdisk /mbr" nicht beeindrucken lassen wie z.B. "parity.b".
 
@rbrinkmo
Hast Du geprüft, ob die tatsächliche Festplattengeometrie mit den Einstellungen im BIOS übereinstimmt?
 
maus said:
Hast Du geprüft, ob die tatsächliche Festplattengeometrie mit den Einstellungen im BIOS übereinstimmt?

Vergiss das BIOS. So etwas wie dieses BIOS hier habe ich noch nie gesehen.
Wenn ich im BIOS "Product Information" auswähle zeigt es mir folgende Angaben:

Product Name ----------------------- SCOVERY
System S/N -------------------------- N/A
Main Board ID ----------------------- V66LT-2N
Main Board S/N ---------------------- N/A
System BIOS Version --------------- V3.2
SMBIOS Version ---------------------- 2.1

Hier noch ein paar Informationen zur Hardware:

Hersteller: Fujitsu Siemens
Modell: Scovery
Prozessor: Intel Pentium II 400 MHz 256K L2
RAM: 256 MB SD RAM PC 100 (2x128MB)
Motherboard Chipsatz: Elite MT V66LT 98103-N Board
Anschlüsse: 1x LAN, 2x USB, 1x seriell, 1x LPT1, 2x PS², 1x VGA, 2x PCI
Netzwerkkarte: onboard Intel 82558 10/100
Sound: onboard ESS Solo 1
Grafik: onboard ATI RAGE LT PRO 8MB
Laufwerke: 13 GB HDD IDE

Im BIOS lassen sich nur folgende Optionen Einstellen:
- Onboard Peripherals
- Power Management
- Boot Options
- Date and Time
- System Security

Wie gesagt. Irgendwie zweifel ich aber auch an meiner Virustheorie da das Problem beim Reboot mit "shutdown -r now" nicht besteht. Nur wenn ich den Rechner runter fahre und dann ausschalte kommt er nicht mehr hoch. Ein Virus müsste doch zumindest auch beim Reboot Probleme bereiten.
 
So, ich habe noch einmal mit der gag.sf.net-Diskette den Boot-Eintrag hergestellt. Anschliessend die Diskette schreibgeschützt. Reboot - funktioniert. Kiste runterfahren, ausschalten, warten, einschalten - gag.sf.net Eintrag OpenBSD auswahl bringt wieder die Fehlermeldung "bad sector" und/oder irgendwas von korrupt. (Die genau Meldung: "Bootsektor nicht gefunden/korrupt" + OK-Button)

http://www.openbsd.org/faq/de/faq14.html#Boot386

Diese Hinweise habe ich bereits zum 3. mal gelesen und nach meinem Verständnis scheint es wirklich so zu sein als ob das Gerät den MBR nicht mehr findet wenn für kurze Zeit die Stromzufuhr unterbrochen wurde (OpenBSD kündigt sich mit keinerlei Meldung an und bringt auch selbst keinen Fehler).

Ich habe jetzt noch einmal den Befehl "./installboot /boot biosboot /dev/rwd0c" ausgeführt. Die Ausgabe lautete "using MBR partition 3: type 166 (0xa6) offset 63 (0x3f)".

Dann noch folgendes ausgeführt:
fdisk -u -f /usr/mdec/mbr wd0

0: 00 0 0 0 - 0 0 0 [ 0: 0 ] unused
1: 00 0 0 0 - 0 0 0 [ 0: 0 ] unused
2: 00 0 0 0 - 0 0 0 [ 0: 0 ] unused
*3: A6 0 1 1 - 1581 254 63 [ 63: 25414767 ] OpenBSD

-----------------------------------------------------
------ ATTENTION - UPDATING MASTER BOOT RECORD ------
-----------------------------------------------------

Do you wish to write new MBR? [n] y

Seltsam. Bei der Installation war das noch die Partition 0 statt 3... und in 0 hat er dann auch den MBR geschrieben???(Ich glaube ich hatte es selbst auf 0 gesetzt da in der OpenBSD-Anleitung dort die Windoof-Partition angegeben ist die es bei mir nicht gibt):
#: id C H S - C H S [ start: size ]
------------------------------------------------------------------------
*0: A6 0 1 1 - 1581 254 63 [ 63: 25414767 ] OpenBSD
1: 00 0 0 0 - 0 0 0 [ 0: 0 ] unused
2: 00 0 0 0 - 0 0 0 [ 0: 0 ] unused
3: 00 0 0 0 - 0 0 0 [ 0: 0 ] unused

Installing boot block...
boot: /mnt/boot
proto: /usr/mdec/biosboot
device: /dev/rwd0c
/usr/mdec/biosboot: entry point 0
proto bootblock size 512
/mnt/boot is 3 blocks x 16384 bytes
fs block shift 2; part offset 63; inode block 40; offset 1704
using MBR partition 0: type 166 (0xa6) offset 63 (0x3f)
done.

Ich glaube ich versuche noch einmal mit einer komplett neuen Installation unter Verwendung von "use entire disk" und/oder unter Verwendung der vorgegebenen Partition. Aber nicht mehr heute Nacht.

@ALL:
Danke für Eure Unterstützung.
 
Last edited:
tipp: wenn du soweiso die ganze platte loeschen willst, dann empfehle ich dir, vor der (i)nstallation nochmal in die (s)hell zu gehen, und dort mit hilfe von
Code:
% dd if=/dev/zero of=/dev/wd0c

zuerst nochmal die ersten paar bytes auf deiner platte zu ueberschreiben. lass das ganze fuer eine minute oder sowas laufen, dann brichst du einfach mit ctrl+c ab.
das kriegt sogar hartnaeckige festplattenprobleme klein!
 
Fehlanzeige. Neuinstallation hat nichts gebracht. Das Problem besteht weiterhin.
Um hoffentlich ein Hardwareproblem ausschließen zu können soll NetBSD jetzt mal versuchen seine Arbeit auf der Kiste zu verrichten. Mal schauen was dabei rauskommt.
 
Autsch. Leute, tut mir leid, daß ich Eure (und meine) grauen Zellen unnötig strapaziert habe.

Es lag wohl an der Festplatte. Irgendwo hatte ich noch eine alte 40GB-Platte ... und ratet mal ... genau ... OpenBSD installiert, Kiste runter gefahren, ausgeschaltet, warten, eingeschaltet, OpenBSD fährt hoch und erwartet mein Login: (3x erfolgreich getestet).

So, jetzt spring ich erst einmal 'ne Runde im Dreieck. :grumble:
Danach geht's weiter mit Installation und Konfiguration.

Noch einmal vielen Dank für Eure Mitarbeit.
 
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