Vermutlich erklären die Antworten oben schon alles dazu. Ergänzend möchte ich eine weitere Aussage von Joe zitieren:
The Fuse change looks to be non-trivial, and I did not want to break
existing (working) NTFS support. I would be happy to implement NTFS
read-write through fuse, but I need some basis for getting this working
in FreeBSD given the way our mount works. That's why I was hoping some
fuse users would contribute.
Joe
Diese Gespräche fanden zu einer FreeBSD-7er Zeit statt, sind also schon eine Weile her und vielleicht wird sich da dann demnächst tatsächlich etwas ändern. Vielleicht.
Andererseits fand ich es persönlich schon immer einen unerhörten Aufwand, all dieses HAL zu installieren, nur um Datenträger automatisch zu mounten (ich weiß natürlich, das HAL und Kosorten mehr können oder könnten). Die Geschichte mit automatischem Mount ist ja grundsätzlich schon eine merkwürdige Konstruktion. Da sitzt man vor seinem Unix und mir_nix dir_nix erscheint plötzlich ein neuer Datenträger, weil irgendjemand zufällig mal einen Stick in einen PC gesteckt hat? Das ist jedenfalls gewöhnungsbedürftig, besonders, wenn man bedenkt, dass irgendein User diesen Stick auch wieder auswerfen kann oder eben dieses verhindert, weil er noch etwas damit arbeitet, während der Besitzer des Sticks verzweifelt vorm PC sitzt und sich fragt, wieso sein umount nicht geht.
Man stellt sich solche Konzepte eben am Besten in einem Ein-Benutzer-allein-vorm-PC Umfeld vor, ansonsten können die durchaus ziemlich verwirrende Ergebnisse liefern.
Trotzdem habe ich früher auch den entsprechenden KDE-Dienst gerne genutzt und war ganz entzückt, wenn nicht nur ein Icon eingeblendet wurde, das einen neuen Stick anzeigte, sondern, wenn sich dieses Icon abhängig davon ob gemountet war oder nicht auch noch veränderte.
NTFS ist ein Problem. Zumindest offiziell noch immer, aber mit FUSE und ntfs-3g habe ich persönlich seit Jahren nicht einen Fehler erlebt, weder bei FreeBSD, noch auf GNU/Linux. Allerdings gibt es nicht DAS NTFS. Davon sind mehrere Versionen im Umlauf und ich weiß nicht, wie kompatibel die jeweils sind. Meine Erfahrung beschränkt sich auf Versionen, die mit Windows XP und früheren zu machen waren. Ganz einfach: weil ich kein Windows habe und nutze.
Ob überhaupt ein Datenträger mit NTFS unter FreeBSD formatiert werden kann, weiß ich gar nicht. Es gibt Methoden einen FAT, also MSDOS formatierten Datenträger zu erstellen. Aber NTFS, das weiß ich nicht. Ebensowenig weiß ich das für EXT3 und EXT4.
Das hängt damit zusammen, dass ich Dateisysteme, die nicht nativ vom System unterstützt werden, nicht versuche, auf diesem System zu erstellen.
Sie zu benutzen, vor allem -ro, macht mich nicht kribbelig.
Aber erstellen und dann mit anderen Systemen benutzen, das fühlt sich nicht gut an für mich. Reine Gefühlssache, keine Erfahrung, keine logische Begründung.
NTFS kann man nativ überhaupt nur mit Windows benutzen (afaik). Es ist wirklich nicht so abwegig, dass jemand so etwas nicht braucht und deshalb keine Datenträger mit diesem Dateisystem hat. Bei mir sind die auch nur deshalb beliebt geworden, weil meine Firma auf Microsoft setzt und wir außer GNU/Linux und FreeBSD auch einige Mac-OS-X im Haus haben. NTFS zeigte sich als geeignetes Austausch-Dateisystem für Sticks oder externe Platten. Ohne Microsoft wäre die Wahl aber auf EXT2 gefallen. Wer das nun so liest, dass ich den Ansprüchen von Microsoft nachgegeben habe, hat nicht Unrecht. Das schwächste Glied in der Kette bestimmte diese Entscheidung. Wie gesagt, ohne M$ hätte ich gar kein NTFS in Gebrauch (obwohl ich es wirklich gut finde, vor allem für externe Medien).
Natürlich kann aber das Argument, keine Platte zur Verfügung zu haben und deshalb nicht testen zu können, einfach nur meinen, dass man keine Lust darauf hat. Auch das muss man verstehen. Warum sich da ins Zeug legen, um anderen etwas zu basteln, das man selbst gar nicht mag oder braucht? Wir sind bei OpenSource, da gehört das mit dazu. Wenn man es selbst nicht kann, muss man mit dem leben, was andere einem anbieten.