@soul_rebel
pkgsrc ist irgendwann mal aus den FreeBSD-ports entstanden. Das Prinzip und der Aufbau sind daher sehr, sehr ähnlich (ohne daß ich jetzt ports-Spezi wäre).
pkgsrc ist gemäß der NetBSD-Philosophie auf Portabilität und Qualität optimiert:
1.
Es läuft unter nahezu allen POSIX-Systemen.
2.
Die pkgsrc-Macher nehmen für sich in Anspruch, daß unter pkgsrc mehr der verfügbaren Pakete tatsächlich auch erfolgreich durchbauen (da gab es kürzlich mal in Ansätzen einen kleinen Flame in Richtung FreeBSD). Das relativiert dann auch die Anzahl der nominal verfügbaren Pakete.
3.
In meinem NetBSD-Buch wird irgendwo behauptet, daß pkgsrc auch dann noch versucht weiterzubauen, wenn zwischendurch mal etwas bei einem Package schiefgegangen ist, anstatt gleich alles komplett abzubrechen (Stichwort bulk-builds).
4.
Die Verwaltungstools sind etwas andere und daher ist es z.B. für mich durchaus sinnvoll pkgsrc zu nutzen, damit ich mich auf anderen Systemen nicht wieder umorientieren muß. Überall die gleiche Umgebung. Einmal lernen, überall anwenden.
Mich überzeugt das und ich benutze es gerne. Und über 5000 Pakete reichen mir dicke (ich installiere nur einen Bruchteil davon).
Übrigens es gibt in pkgsrc auch ein Tool, welches aus einem FreeBSD-port ein pkgsrc-Package machen kann. Funktioniert aber nur bei ports, die nicht direkt ans System - sprich den Kernel - gebunden sind (ltmdm funzt z.B. nicht).