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plasma5 und Mounten von ntfs-Devices - per plasma5-Bordmitteln

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #1
Hallo,

es gibt offenbar doch Schwierigkeiten, wenn man k3b in Zusammenhang mit dsbmd / dsbmc nutzen möchte.

Ich habe daher für meine plasma5 Installation auf meinerm Notebook dsbmd deaktiviert und nun wieder hald aktiviert (sonst finden z.B. k3b und auch dolphin keine eingelegten Audio-CDs).

Eine USB-Platte mit ntfs lässt sich nun leider nicht per Mausklick über KDEs Devicemanager einbinden, weil Berechtigungen fehlen.

Hmm, welche und wo werden die konfiguriert?
In /etc/sysctl.conf ist usermount aktiviert.
In /etc/devfs.conf und /etc/devfs.rules sind nach Cooltrainer Howto die Berechtigungen für diversen Kram gesetzt.

fuse und fuse-ntfs sind installiert, fuse ist als Modul geladen.

Es gibt ja nun in /usr/local/etc ein PolicyKit und ein polkit-1 Verzeichnis. Welches ist nun für plasma5 relevant?
Und wie werden da dann Sachen konfiguriert? Das Arch-Wiki zu diesem Thema ist ellenlang.

Hat hier jemand plasma5 laufen und es hinbekommen, externe ntfs-formatierte USB-Devices bequem mounten zu können? Aber bitte nicht über Automount oder ähnliches, das geht wieder an KDE und dessen eigenen Mountmechanismen vorbei, dann kann ich auch dsbmd nutzen (damit kann k3b aber nun gar nicht).

Für Hinweise wäre ich dankbar, mit diesen Sachen habe ich schon Stunden verbracht ohne zufriedenstellende Lösung.

Viele Grüße
Holger
 

ralli

BSD Fanboy
#2
Hallo Holger,

es gibt offenbar doch Schwierigkeiten, wenn man k3b in Zusammenhang mit dsbmd / dsbmc nutzen möchte.
Ich dachte, das diese Schwierigkeiten bekannt wären. Hat sich nicht @marcel mal dazu geäußert, das das nicht funktioniert? Ich meine, mich daran zu erinnern, kann mich aber auch irren. Wenn überhaupt jemand helfen kann, dann ja wohl @marcel. Vielleicht nimmt er noch ein mal Stellung dazu oder kann Dir einen Tipp geben.

Das mounten ist nach wie vor ein leidvolles Thema und funktioniert unter den verschiedenen Dateimanager auch nur halbherzig gut unter FreeBSD. Das ist mir alles zu anstrengend, deshalb habe ich mich auch von KDE verabschiedet. Mounten ist eine elementare Funktion, die, zumindest wenn die Rechte richtig gesetzt sind, ausnahmslos und einwandfrei funktionieren sollte. Meine mir verbliebene Lebenszeit ist mir zu kostbar, als mich stundenlang mit solchen Sachen zu beschäftigen.

Ich habe für mich eine andere Lösung gefunden, unter dem Mate Desktop und FreeBSD funktioniert das Mounten und das Aushängen im Dateinmanager Caja einwandfrei und prolemlos. Auch wenn ich eine Musik CD oder eine Video DVD ins Laufwerk einlege, wird automatisch richtig gemountet und der VLC dazu aufgerufen, um Musik oder Videos abzuspielen. So sollte es immer sein, auch unter KDE. Allerdings habe ich in Erinnerung, das k3b unter KDE4 reibungslos funktionierte. Also muß noch woanders der Hund begraben sein.... Ich benutze unter Mate im übrigen xfburn, das funktioniert auch problemlos. Und zum Rippen nehme ich schon immer Asunder, das funktioniert auch gut. Was kann KDE eigentlich noch mehr, als wie Mate? Fehlt Dir da was an benötigten Programmen oder sagt Dir das Design von KDE 5 mehr zu? Ich jedenfalls bin sehr zufrieden mit dem Mate Desktop, der läuft unter FreeBSD hervorragend und ist daher meine 1. Wahl geworden.

Im übrigen möchte ich noch anmerken, das ich unter dem Mate Desktop kein dsbmc benötige. HAL wird natürlich benötigt und die benötigten Recht müssen auch hier gesetzt sein, aber das versteht sich ja von selbst.

Leider kann ich Dein Problem nicht lösen, allerdings wünsche ich Dir, das sich mal einer unserer kompetenten Experten "einmischt".:)

Viele Grüße

Ralph
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #3
Hallo Ralph,

ich kenne sowohl Mate als auch plasma5 (daneben auch einen Desktop Marke Eigenzusammenstellung mit openbox und tint2).

Jede Umsetzung hat auf ihre Weise ihren Charme, allerdings ziehe ich bei der Wahl zwischen Mate (gtk3) und plasma5 (Qt) dann doch plasma5 vor, weil ich einige Basis-Komponenten von "KDE5" einfach lieber mag, das beginnt schon mit dolphin. Weitere KDE-nahe Anwendungen bei mir sind digikam, okular, k3b, sounkonverter (übrigens nun portiert und ohne alten KDE4-Balast).

Auf meinem Notebook habe ich mal interessehalber ein aktuelles Leap 15 aufgesetzt (ext4) mit plasma5 und ohne Zusatzrepo für aktuellere KDE-Sachen und daneben ein FreeBSD (zfs) mit plasma5-Binaries aus dem latest-Repo. Bis auf fehlende Transparenz des Compositors ist die Performance bei beiden Systemen annähernd gleich ordentlich flott.

Auf forums.freebsd.org habe ich was gefunden zu PolicyKit und KDE, das werde ich mal ausprobieren und hier dann berichten.
 

Lance

Well-Known Member
#4
@holgerw
nach /usr/local/share/PolicyKit/policy und dort die Datei
org.freedesktop.hal.storage.policy editieren (die beiden Zeilen mit allow), die dann in etwa so
aussehen sollte.
Code:
<action id="org.freedesktop.hal.storage.mount-removable">
    <description>Mount file systems from removable drives.</description>
    <message>System policy prevents mounting removable media</message>
    <defaults>
       <allow_inactive>yes</allow_inactive>
       <allow_active>no</allow_active>
    </defaults>
</action>
So wars zumindest bei Kde4
 

ralli

BSD Fanboy
#6
Auf forums.freebsd.org habe ich was gefunden zu PolicyKit und KDE, das werde ich mal ausprobieren und hier dann berichten.
Danke für Dein Feedback Holger, so ähnlich dachte ich es mir schon. Jeder hat halt seine Präferenzen und Vorlieben. Und das ist auch gut so, sonst wäre es ja irgendwann langweilig.;) Hab hier auch noch ein Enterprise Linux (CentOS 7) laufen, das kann aber von Haus aus auch kein ntfs Filesystem mounten. Wenn FreeBSD 12 kommt, werde ich mir KDE5 noch mal anschauen, denn ich fand es früher auch sehr gut. Allerdings sollten die grundlegenden Dinge funktionieren.
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #7
Hallo,

der Tipp von @Lance funktioniert offenbar mit plasma5 nicht mehr, nach wie vor:

Sie haben keine Berechtigung ...

Wo kann ich da weiter ansetzen? Es beginnt schon mit der Frage, ob PolicyKit oder polkit-1. Es ist allmählich nervig, vor allem, weil ntfs-Mount externer USB-Devices keine exotischen Dinge sind.
 

pit234a

Well-Known Member
#8
Für mich extrem frustrierend an der Stelle ist immer gewesen, dass die Dokumentation sehr akademisch bleibt, wenn man sie denn überhaupt findet. hald mountet ja nicht. Das ist ein zusätzlicher Systemdienst, der HW erkennt und benennt. Dann leitet er Policities zu den entsprechenden Ereignissen an einen Mount-Dämon weiter (oder auch nicht), der jeweils wieder DE-eigen ist.
Der Mount-Dämon muss passende Rechte haben. Wenn man gar nicht weiß, wie der heißt und welche Optionen er braucht (die er dann von hald übermittelt bekommt), dann ist das schwierig.
Wenn man dann noch sieht, dass genau das in GNU/Linux-Distributionen funktioniert und deshalb ja bekannt ist und gelöst wurde, versteht man wirklich nicht so ganz, wo es bei FreeBSD immer hapert. Eigentlich müssten die einmal gefundenen Lösungen ja allen helfen können.
Aber, natürlich ist FreeBSD ganz anders. Es hat weder udevd noch systemd und einige andere Dinge laufen ebenfalls anders.
Da kann ich mir eben vorstellen, dass es nicht so trivial ist, eine Lösung aus GNU/Linux nach FreeBSD zu übertragen.
Ja, und damit scheitert das dann eben. 95% der OS-Nutzer sind im Linux-Land angesiedelt (gefühlter Wert).

Deshalb ist das sehr mager, was ich noch beisteuern kann. Dass nämlich hald einige Optionen bietet, Systemereignisse laufend darzustellen. Wie genau das war, weiß ich nicht mehr, aber, mann kann sehen, asl was ein neues Gerät erkannt wird, wie das Dateisystem aussieht und manche Dinge mehr. Das bietet dann einen veritablen Hintergrund für eine Fehlersuche. Alle Aktionen, auch die zugeordneten Policities, lassen sich so verfolgen. Ich habe etwas mit lshal im Kopf, aber das ist so lange her, dass ich das nicht beschwören möchte.
Schau mal, ob du lshal hast und lies mal die man dazu. Vielleicht bringt dich das irgendwie weiter.
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #9
Hallo Pit,

ja, das Übertragen von GNU/Linux auf FreeBSD ist hier schwierig.

lshal habe ich, dazu werde ich mal lesen. Wenn es denn gar nicht anders gehen sollte, werde ich eben per ntfs-3g meine externe USB-Platte mounten, das klappt ja ordentlich als root, und alle Nutzer in "wheel" haben dann Lese- und Schreibrechte auf die Platte.

Danke auch Dir für Deinen Beitrag.
 

ralli

BSD Fanboy
#10
Vorab,dies soll keine Kritik werden ..... allerdings verstehe ich manchmal die Welt nicht mehr. Wir haben hier Communitymitglieder mit einer geballten Ladung an technischer Kompetenz. Sie lösen die kompliziertesten Dinge und meistern die größten Herausforderungen. Bei trivialen Dingen allerdings gibt es eine gähnende Leere, ein technisches Vakuum. Gibt es hier wirklich im Forum niemanden, der dieses Rechteproblem zufriedenstellend lösen kann oder bereits umgesetzt und gelöst hat? Auch ein Workshop oder eine HowTo ist doch defizitär, wenn solche grundlegenden Dinge nicht thematisiert werden. Ich hoffe, hier nicht mißverstanden zu werden.
Es ist allmählich nervig, vor allem, weil ntfs-Mount externer USB-Devices keine exotischen Dinge sind.
Na ja exotisch nicht, wie ich aber schon schrieb, kann das Enterprise OS CentOS 7 das auch nicht von Haus aus.

Wenn hier Entwickler mitlesen ..... warum werden solche grundlegenden technischen Vorgänge im ansonsten hervorragenden Handbuch nicht ausreichend thematisiert?
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #11
Hallo,

als Ergänzung zu Ralphs Kommentar:
Mir geht es nicht darum, etwas manuell konfigurieren zu müssen - wie Pit mal sagte, rollt einem da FreeBSD nicht den roten Teppich aus :-)

Aber hier stehe ich einfach im Regen:
Keine Hinweise im Handbuch
Keine Info im Bereich FreeBSD-kde
Viele Tipps, die aber auf kde4 zielen, und damit veraltet sind

Das Arch Wiki ist hier exzellent, aber dummerweise nicht auf FreeBSD übertragbar, weil im polkit Kapitel dann auf Linux-spezifische Dinge eingegangen wird, die es unter FreeBSD gar nicht gibt.
Ich finde es bitter, dass wir nun einerseits auch unter FreeBSD mit aktuellem plasma5 einen weiteren modernen Desktop haben, und andererseits auf die Frage, wie denn eine USB-Platte mit ntfs gemountet wird, dann kommt .... Ähm ja .... melde Dich an Konsole als root an und tippe ntfs-3g /dev/da0p1 /media
Ähm ... und der KDE-Devicemanager, der da aufpoppt, den vergessen wir mal schnell wieder, echte Freaks mounten per Terminal ....

Klar, es wird auf das manuelle Mounten per Terminal hinaus laufen, wenn ich es nicht hinbekomme, wegen so etwas würde ich weder das Betriebssystem noch das Desktop Environment wechseln .... aber Schade fände ich es schon.
 

Andy_m4

Well-Known Member
#12
Gibt es hier wirklich im Forum niemanden, der dieses Rechteproblem zufriedenstellend lösen kann oder bereits umgesetzt und gelöst hat?
Offenbar nicht. :-)
Man muss aber dazu sagen, KDE Plasma 5 unter FreeBSD ist noch relativ frisch.

Auch ein Workshop oder eine HowTo ist doch defizitär, wenn solche grundlegenden Dinge nicht thematisiert werden.
Wenn hier Entwickler mitlesen ..... warum werden solche grundlegenden technischen Vorgänge im ansonsten hervorragenden Handbuch nicht ausreichend thematisiert?
Vermutlich, weil es im FreeBSD-Umfeld vergleichsweise wenig Leute gibt. Unter Linux sind es einfach so viele, dass sich immer mal einer findet, der da was zu schreiben kann.
Hinzu kommt das FreeBSD nicht nur weniger verbreitet ist, sondern wenn dann auch häufig als Server-System denn als Desktop-System eingesetzt wird.

Andererseits wird es auch kaum einer der Beteiligten ausschlagen, wenn jemand ein Kapitel dazu schreibt.
Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.
Wenn jeder seine Probleme und den Lösungsweg dazu dokumentiert, kommt sicher über die Zeit brauchbares Material zusammen.
Aber wem sag ich das.
 

pit234a

Well-Known Member
#14
Ich würde alternativ einfach irgendnen Automounter bemühen.
In dem Zusammenhang möchte ich mal den von @Kamikaze erwähnen, der damals auch nicht schlecht lief, wie ich mich so erinnere.

Eine weitere Möglichkeit, statt ganz automatisch oder ganz manuell, kann ein eigenes kleines Script sein, dass dann per Icon auf dem Desktop aufgerufen wird. Sowas hatte ich mal unter KDE4 probiert.

Was man sich ziemlich abschminken kann, ist der Gedanke, dass so etwas eine einfache Frage von falschen Rechten ist oder auch nur einen einfachen Eintrag innerhalb einer Datei erfordert. Die Abläufe sind echt komplex und nahezu unüberschauber und dann auch noch unterschiedlich von DE zu DE.
Ich habe mal eben hald gestartet und und eine externe Platte an-gestöpselt:
Code:
pit@Celsius ~:- > lshal -m

Start monitoring devicelist:
-------------------------------------------------
18:19:10.015: usb_device_bc2_ab05_NA737QA8 added
18:19:10.099: usb_device_bc2_ab05_NA737QA8_if0 added
18:19:10.105: usb_device_bc2_ab05_NA737QA8_if0_scsi_host added
18:19:21.302: usb_device_bc2_ab05_NA737QA8_if0_scsi_host_scsi_device_lun0 added
18:19:21.381: storage_serial_NA737QA8 added
18:19:21.460: storage_serial_NA737QA8 property storage.removable.media_available = true (new)
18:19:21.461: storage_serial_NA737QA8 property storage.removable.media_size = 500107861504 (0x7470c05e00) (new)
18:19:21.545: volume_part2_size_500106812928 added
18:19:21.710: volume_uuid_0A62596862595A11 added
Nun könnte man hierzu also einen Eintrag in einer Policity finden oder Anlegen, der alles das Mounten eines "storage.removable.media" erlaubt (was früher oft der Grund war, weshalb das automatische Mounten versagte (generell, also auch von FAT)), aber, wie man sieht, wird hier überhaupt kein Eintrag zum Dateisystem gemacht.
Wie die Dateisysteme im Einzelnen behandelt werden, steht wieder in einer anderen Policity und da könnte es sein, dass etwas drin steht, was für FreeBSD nicht passt. Ob aber ein einfaches Ändern eines solchen Eintrages schon genügt, ist sehr fraglich. Ich erinner eine Zeit, als FreeBSD doe Option -large bei FAT einführte und die war nicht implementiert. Ich hatte zwar die entsprechende Datei gefunden und versuchte eine Änderung, die aber wirkungslos blieb. Erst nachdem damals der Maintainer informiert war und weiteren Code änderte, funktionierte auch die zusätzliche Einstellung in dieser Datei.
All das, was hier festgelegt wird, muss ja zum Mount-Manager des DE übergeben werden. Der mountet ja schließlich und nicht hald.
Ob dieser Mountmanager nun überhaupt mit einem 3rd-Party Tool umgehen kann und ntfs-3g einbindet, ist ja die nächste Frage.
Und hier ist es leider so, wie @holgerw das sagt: man steht im Regen und zwar vollkommen. Meist sagt einem nicht mal jemand, wie denn dieser magische Mounter eines DE überhaupt heißt, geschweige denn, was er macht und kann und wo man da vielleicht was ändern könnte.
Dies selbst herauszufinden ist für mich unmöglich gewesen.

Auch das war ein Grund, zunächst ohne DE und damit auch ohne Automount auszukommen. Inzwischen nutze ich DSBMC/D problemlos und es kollidiert auch nicht mit hald, wenn ich den mal starte (etwa für k3b). Sicher würden aber zwei Automounter eher Probleme machen, vor allem, wenn sie tatsächlich direkt automatisch einbinden (wie das bei GNU/Linux oft passiert). Wenn wir aber den Mounter eines DE nicht kennen, können wir den auch nicht einfach ausschalten (sofern das überhaupt möglich wäre).

Was ich auch in einem GNU/Linux beobachtet habe, ist der Gebrauch/Einsatz von GVFS und seinem Dämon.
Weil ich das nicht durchblicke, mag ich auch diese Magie nicht.
Was ich aber mal kurz darüber angelesen hatte, hörte sich nicht unvernünftig an und könnte vielleicht ein Systemübergreifendes Konzept werden. Was natürlich wiederum nicht von einem Endanwender umgesetzt werden kann.

Also, ja, ich fühle mit dir, lieber holgerw.
Aber ich habe das einfach hinter mir gelassen, indem ich mich gegen jedes DE entschieden habe und möchte nie wieder durch diese Hölle der Konfigurationen des Polkit usw gehen. Das ist echt nicht schön und ich kann es auch den Maintainern nicht verdenken, wenn die ihre Zeit anders nutzen wollen.
Deshalb beende ich nun den hald wieder, arbeite einfach weiter und wünsche dir viel Erfolg bei deinen Bemühungen.
 

ralli

BSD Fanboy
#15
Es ist ja nicht so, daß automounten überhaupt nicht funkioniert, bei mir unter FreeBSD und dem Mate Desktop zuverlässig, auch das unmounten von CD/DVD. Mehr brauche ich eigentlich nicht. Das fremde Dateisysteme nun nicht die Unterstützung erfahren und wahrscheinlich auch in der Entwicklung vernachlässigt werden, dürfte eher der Normalzustand sein. Windows unterstützt ja auch kein UFS oder ZFS, oder? Und wenn es eben nur über die Konsole geht, ist das ja auch kein wirklicher Beinbruch. Wer nicht immer wieder tippen möchte,schreibt sich halt ein Script und fertig. Manchmal ärge ich mich auch, wenn etwas nicht funktioniert, es kommt auf die Tagesform an.;) Allerdings überwiegt doch die Freude darüber, das in den allermeisten Fällen alles zuverlässig funktioniert. Aber uns stört das Haar in der Suppe .... da sollte auch ich meine Einstellung ändern und daran arbeiten. Außerdem gibt es gewiss auch Wichtigeres...
 

marcel

Well-Known Member
#16
es gibt offenbar doch Schwierigkeiten, wenn man k3b in Zusammenhang mit dsbmd / dsbmc nutzen möchte.
Hi Holger,

vorübergehend kannst Du das Polling, was wohl die Ursache für das Problem ist, an Deinem Brenner deaktivieren. Dazu holst Du Dir erst den Namen des Brenners per
Code:
camcontrol devlist
und trägst ihn dann in der /usr/local/etc/dsbmd.conf wie folgt ein:
Code:
poll_exceptions = "*Name Deines Brenners*"
Bei mir sieht das so aus:

Code:
# camcontrol devlist
<SanDisk SDSSDP128G 3.2.0>         at scbus1 target 0 lun 0 (ada0,pass0)
<WDC WD10EZEX-00KUWA0 15.01H15>    at scbus3 target 0 lun 0 (ada1,pass1)
<AHCI SGPIO Enclosure 1.00 0001>   at scbus4 target 0 lun 0 (ses0,pass2)
<SONY BD RW BDX-S500U 1.D1>        at scbus5 target 0 lun 0 (pass3,cd0)
Mein Brenner ist "SONY BD RW BDX-S500U 1.D1". Also schreibe ich in /usr/local/etc/dsbmd.conf:

Code:
poll_exceptions = "*SONY BD RW BDX-S500U 1.D1*"
Anschließend
Code:
# service dsbmd restart
Du kannst das Polling auch global abstellen, indem Du poll_interval = 0 in /usr/local/etc/dsbmd.conf setzt. In beiden Fällen hast Du allerdings den Nachteil, dass das Einlegen von Datenträgern in das Laufwerk nicht mehr von dsbmd erkannt wird.
 

pit234a

Well-Known Member
#17
In beiden Fällen hast Du allerdings den Nachteil, dass das Einlegen von Datenträgern in das Laufwerk nicht mehr von dsbmd erkannt wird.
und externe Datenträger? Müssen die auch gepollt werden, damit sie erkannt werden können?

Das Erkennen von CDs oder DVDs ist bei mir total unwichtig und eher unerwünscht, weshalb mir die Möglichkeit spontan gut gefällt, dieses einfach zu unterbinden. Wenn das denn keine anderen Nachteile hat.
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #19
Hallo,

danke für Eure bisherigen Beiträge.

Die grundlegende Frage ist ja: Funktioniert es momentan überhaupt unter FreeBSD 11.2 mit plasma5, die plasma-eigenen Bordmittel so zu konfigurieren, dass wie unter openSUSE 15 ein angestöpseltes USB-Device mit ntfs-Formatierung einfach per Mausklick auf den plasma5-Devicemanager als User einzubinden ist?

Dann ist die weitere Frage: Können die Committer des polkit-Krams überhaupt Anwendern die richtigen Tipps geben? Ich möchte keinesfalls die Arbeit der Committer schlecht reden, aber warum werden derart kompliziert einzurichtende Sachen nicht von denjenigen, die sie zur Verfügung stellen, wenigsten stichpunktartig beschrieben? Ich finde es witzlos, in Punkto Desktop etwas zur Verfügung zu stellen, was mangels Hinweisen dann zu einer System-Esoterik wird, womit kein - selbst ambitionierter - Anwender ansatzweise klar kommt.

Ein Positivbeispiel ist z.B. drm-kmod-next. Auf freshports steht in Stichpunkten, was in /loader.conf einzutragen ist, damit es überhaupt nutzbar ist. Wenn ich zu polikit etwas übersehen habe, bitte ich um Entschuldigung. Manchmal gibt es doch gute Hinweise, die man einfach übersehen hat und dann kann Kritik schnell ungerecht werden.

Was diesen Polkit-Kram angeht, kann ich mittlerweile sogar die Sichtweise von @Vril ein wenig nachvollziehen. Ich befürchte, das ist ein zeitfressendes undurchschauberes Monster, in der Zeit ist ein openbox mit tint2 und dsbmd von @marcel rascher eingerichtet - und vor allem: Es funktioniert, und es ist für mich als nicht-Freak sehr gut nachvollziehbar.

Aber ich bleibe trotzdem dran, vielleicht geht es ja doch. Und vielleicht ist es doch einfacher, als befürchtet.

@ralli Mate ist eigentlich gar nicht so schlecht, selbst wenn man dort digikam und okular benutzen möchte :-)
 

ralli

BSD Fanboy
#20
Das Erkennen von CDs oder DVDs ist bei mir total unwichtig und eher unerwünscht, weshalb mir die Möglichkeit spontan gut gefällt, dieses einfach zu unterbinden. Wenn das denn keine anderen Nachteile hat.
Ich befürchte, das ich mich zukünftig auch so verhalte. Datensicherung mache ich eh auf einer zweiten HD. Und Musik liegt immer gerippt in digitaler Form auf meiner Festplatte. Somit gesehen fallen viele Probleme weg....:rolleyes:
 

ralli

BSD Fanboy
#21
@ralli Mate ist eigentlich gar nicht so schlecht, selbst wenn man dort digikam und okular benutzen möchte :-)
Da kann ich nur zustimmen. Mate bringt alles mit, was ich für die tägliche Arbeit brauche und ist zudem noch resourcensparend.

Noch mal kurz zum Mounten ... Nur Probleme, so weit ich denke, DragonFly läßt sich per DVD installieren, erkennt aber nach der Grundinstallation das CD/DVD Laufwerk nicht mehr. DVD brennen unter OpenBSD, davon träumen viele .... Eine gekaufte DVD unter OpenBSD mit mpv oder VLC schauen, mpv geht garnicht, es stottert und der Datenstrom wird andauernd unterbrochen. Mit VLC geht es die ersten Minuten, dann der gleiche Mist. Nur Ärger und Frust. Aber genug, jeder wird seine eigenen Erfahrungen gemacht haben. Auch wenn ich Vergleiche selber nicht so mag, so ist es aber eine Tatsache, das solcherlei Probleme bei mir noch nie unter irgendeinem Linux auftraten, auch nicht vor 15 Jahren. Und nun werde ich mich nicht weiter zu diesem Thema äußern, ich bin dann mal weg. Unbequeme Wahrheiten sind nicht so beliebt und wenn am Ende alle Sachargumente ausgehen, dann wird einem bewußt, das sich BSD's doch nur eingeschränkt auf dem Desktop verwenden lassen.
 

Andy_m4

Well-Known Member
#22
Unbequeme Wahrheiten sind nicht so beliebt
Aber gerade die sind am Wichtigsten auszusprechen.
Wenn sich jemand daran stört hat das auch Vorteile. Man hat dann gleich diejenigen identifiziert, mit denen es keinen Sinn macht darüber zu diskutieren. :-)

wenn am Ende alle Sachargumente ausgehen, dann wird einem bewußt, das sich BSD's doch nur eingeschränkt auf dem Desktop verwenden lassen.
Kommt halt immer darauf an, was man erwartet. Ich bin mit FreeBSD auf dem Desktop zufrieden (und das als jemand, der Linux-Desktops gewohnt ist!).
Allerdings ist mir halt bewusst, dass sich das nicht unbedingt verallgemeinern lässt. Das heißt, ich würde es nicht jedem empfehlen.
Wobei ich eh kein Freund von Empfehlungen bin. Ich zähl dann halt lieber Punkte und Fakten auf und lass demjenigen dann die Wahl was er daraus macht.
 

holgerw

Well-Known Member
Themenstarter #23
Nun ja, was dieses ntfs-Mounten mit dem plasma5-device-Manager unter FreeBSD angeht, ist mir bisher nicht klar, ob es überhaupt einzurichten geht. Wenn es gehen sollte - was ich doch hoffe - ist die nächste Frage, wie es einzurichten ist.
Und da ist nun die Frage, ob es sachdienliche Hinweise gibt, die zu plasma5 passen, also aktuell sind, dass auch Nutzer in der Lage sind, es nach Anweisung einzurichten, oder aber, ob durch mühseliges Trial- und Error-Probierspielchen über Tage Nutzer eventuell das Glück haben, es dann irgendwie zum Laufen zu bringen.

Da sind mir Formulierungen wie "unbequeme Wahrheiten" etwas zu pathetisch (sorry @ralli, das meine ich nicht persönlich).

Und zum Thema "BSD und Einschränkungen auf dem Desktop" ist hier die Frage, ob es einschränkend ist,
a) weil man im Gegensatz zu vorkonfigurierten Linuxdistributionen selbst Hand anlegen muss oder
b) weil man es mangels Anleitung als Nutzer gar nicht zum Laufen bekommt (und man beim ntfs-Mounten dann als root über ein Terminal gehen muss und somit etwas das Konzept des ansonsten bequem bedienbaren Desktopenvironements verlässt)

Punkt a) finde ich gar nicht schlimm, im Gegenteil interessant, sonst wäre ich in Puncto FreeBSD nicht mit dem für mich passenden Betriebsystem unterwegs. Punkt b) finde ich etwas ärgerlich, und schade, auch wenn es keine große Hürde für mich ist.

Ich gehe mal davon aus, dass es möglich ist, auch unter FreeBSD das Devicemanagement von plasma5 für ntfs-Mounts zu bedienen, aber mir bisher passende Hinweise (und wenn es nur Ansätze sind) fehlen, es zum Laufen zu bekommen.
 

pit234a

Well-Known Member
#24
Ich gehe mal davon aus, dass es möglich ist, auch unter FreeBSD das Devicemanagement von plasma5 für ntfs-Mounts zu bedienen, aber mir bisher passende Hinweise (und wenn es nur Ansätze sind) fehlen, es zum Laufen zu bekommen.
Naja, ich erweitere das mal:
Geht das denn unter irgendeinem anderen DE auf FreeBSD? Ich frage das ernsthaft, weil mir die Erfahrungen fehlen. @ralli hatte zwar den Mate erwähnt, aber ich weiß nicht mehr, ob das unter FreeBSD oder OpenBSD war.
Mich würde halt so eine kleine Zusammenstellung interessieren, mit welchen DE es nativ (also ohne DSBMC/D) und mit den ausgelieferten Mechanismen funktioniert.
Vielleicht kommt man darüber der Sache irgendwie auf die Spur.

Dass man nicht als root mounten muss, zeigt zumindest DSBMC/D, das ja auch als User mountet, wenn ich recht erinnere. Das wäre dann ja wenigstens ein kleiner Schritt.
 

ralli

BSD Fanboy
#25
Geht das denn unter irgendeinem anderen DE auf FreeBSD? Ich frage das ernsthaft, weil mir die Erfahrungen fehlen. @ralli hatte zwar den Mate erwähnt, aber ich weiß nicht mehr, ob das unter FreeBSD oder OpenBSD war.
Ja, automatisches Mounten ohne DSBMC/D funktioniert unter FreeBSD 11.2 und dem Mate Desktop einwandfrei. Auch der Brenner wird erkannt und ist damit sofort einsatzbereit für CD/DVD. Unter OpenBSD und Mate habe ich es nie hinbekommen, ich mußte immer manuell aus der Konsole mounten. Linux lassen wir mal außen vor, da funktioniert es ja eh.

Ich habe mich strikt an dem Mate Guide von @dschmid gehalten, hier noch mal zusammengefaßt:

Ermöglichen Sie dem Benutzer, USB-Geräte, CD / DVD-Brenner zu verwenden

Beginnen Sie damit, dass Benutzer Geräte bereitstellen können:

Code:
sysrc -f /etc/sysctl.conf vfs.usermount=1

sysctl vfs.usermount=1
Und wenn Sie Ihren Benutzer nicht in die Gruppe „operator“ und „dialer“ (Zugang zu seriellen Ports) gesetzt haben, muss das jetzt getan werden:

Code:
pw group mod operator -m <username>

pw group mod dialer -m <username>
Jetzt müssen Sie der Operatorgruppe Schreibberechtigungen für USB-Geräte erteilen, indem Sie die Datei /etc/devfs.rules erstellen:

Code:
nano /etc/devfs.rules =>

[localrules=5]

add path 'da*'    mode 0660 group operator

add path 'cd*'    mode 0660 group operator

add path 'uscanner*'    mode 0660 group operator

add path 'xpt*' mode 660 group operator

add path 'pass*' mode 660 group operator

add path 'md*' mode 0660 group operator

add path 'msdosfs/*' mode 0660 group operator

add path 'ext2fs/*' mode 0660 group operator

add path 'ntfs/*' mode 0660 group operator

add path 'usb/*' mode 0660 group operator
Deklarieren Sie die neuen Regeln:

Code:
sysrc devfs_system_ruleset=localrules
Aktiviere die neuen Regeln:

Code:
service devfs restart
Ob das auch unter FreeBSD 11.2 und anderen DE wie KDE5, XFCE oder Gnome funktioniert, habe ich nicht getestet.

Hald muß natürlich aktiviert sein.