Problem mit Textkonsole unter FreeBSD 15 auf Laptop

dev0

Rock Hopper
Ich habe FreeBSD 15 auf einem relativ aktuellen Thinkpad P14s installiert und bin erstaunt, wie gut es inzwischen auf einem Laptop läuft. Allerdings wundere ich mich über das Verhalten der Konsole während des Systemstarts. Man kann die Boot-Meldungen gut lesen, aber nur bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Danach wird die Konsole unbrauchbar, siehe Anhang. Ich vermute, es passiert in dem Moment, wo der DRM Treiber geladen wird, kann es aber nicht nachvollziehen. Ich habe dann KDE mit sddm als Login Manager konfiguriert und das funktioniert auch ohne Probleme. Allerdings kann ich bei Hängern in der graphischen Oberfläche nicht mehr auf die Textkonsole zurückschalten, da die Bildschirmausgabe nicht lesbar ist.

Was vielleicht jemand Rat, woran das liegen könnte?
 

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Ich vermute, es passiert in dem Moment, wo der DRM Treiber geladen wird
Denke ich auch.

Kannst du nachprüfen, ob die Displayrefreshrate bei 50 oder 60Hz läuft, wenn du auf KDE bist? Sollte dort bei Display usw. irgendwo ersichtlich sein.

Im BIOS müsste zudem noch einstellbar sein, ob die native Auflösung oder "Zwangsvollbild" gefahren wird. Mir sind gerade die exakten Betitelungen entfallen. Wenn keiner nen besseren Vorschlag hat, würde ich das mal durchprobieren.

Edit:
Bootest du UEFI oder legacy? Mit UEFI sollte das auch nicht mehr passieren. Dazu müsstest du aber nochmal frisch installieren, nachdem du es im BIOS umgestellt hast.
 
Die Refresh Rate unter KDE beträgt 60 Hz, aber das sollte ja nichts mit der Textkonsole zu tun haben, denn die ist ja schon kaputt, bevor KDE startet. Der Rechner startet per UEFI only, daher erstaunt mich das Verhalten. Unter Linux funktioniert die Konsole wunderbar, bis zum Start von KDE, nur unter FreeBSD nicht. Es muß also irgendetwas mit den DRM Treibern zu tun haben. Unter FreeBSD 14 war das übrigens nicht so, aber da waren die DRM Treiber auch nicht so aktuell, wie unter FreeBSD 15.
 
Nur um sicher zu sein, daß es nicht ein Problem mit dem Zeichensatz ist.
Mal in rc.conf z.B:
allscreens_flags="-f 8x16 terminus-b32"
setzen.
 
Die Refresh Rate unter KDE beträgt 60 Hz, aber das sollte ja nichts mit der Textkonsole zu tun haben, denn die ist ja schon kaputt, bevor KDE startet.
Mja, das war auch eher so als Rückversicherung gedacht, wieviel Hz denn ok laufen und ob die Konsole vielleicht mit 50 oder 75 festgesetzt ist - warum auch immer, sollte sich irgendwo so ein Eintrag finden lassen.
 
Da ich null Ahnung von FreeBSD habe, hat mich kurzes googeln zu diesem Forumseintrag gebracht:



Was steht denn bei dir in der /boot/loader.conf drinne?
 
Code:
kern.vty=vt
es gab diesen Schalter in der loader.conf vor 15, 15 habe ich noch nicht am Laufen.
Der beeinflusst irgendwie die Konsole, ohne das konnte ich gar nicht zu dieser und wieder zurück zu X schalten.
Beim Booten (UEFI) wird irgendwann die Grafik umgeschaltet, bzw überhaupt erst eingeschaltet. afaik wird dabei ein VESA-Modus benutzt, was ja auch nicht viel sagt. Der oben von @dettus verlinkte Thread erklärt ja dazu etliche Möglichkeiten, wie man die Konsole zusätzlich beeinflussen kann.

Dazu will ich nicht großartig spekulieren, aber anmerken, dass ich unterschiedlichste Erfahrungen gemacht habe, seit ich kein X mehr benutze und im WAYLAND herum stolpere. Die Unterschiede sind zwischen unterschiedlichen GPUs mit unterschiedlichen Treibern, aber auch adhoc mit neuen Versionen nach Updates. Mal funktioniert das Umschalten zur Konsole super und ich kann dann sogar eine weitere grafische Sitzung starten (was außerhalb meines Spieltriebes wenig sinnvoll erscheint: auf einer Konsole arbeite ich und auf einer anderen läuft ein Film. Ich kann zwar zwischen beiden hin und her schalten, aber - wo liegt hier der Vorteil gegenüber einer weiteren virtuellen Arbeitsfläche innerhalb der gleichen grafischen Sitzung?). Nun, ein anderes Mal hingegen funktioniert die Umschalterei aber gar nicht und killt mir die laufende Grafik unbarmherzig oder es passiert irgendwas dazwischen, was mich jedenfalls immer unglücklich gemacht hat.

Deshalb habe ich mir inzwischen das Umschalten zur Konsole einfach abgewöhnt und das geht auch.
Das ist der Sinn meiner Einrede: womöglich lohnt es sich gar nicht, großartig Zeit in die Verbesserung der Darstellung auf der Konsole zu investieren, wenn der grafische Modus (egal, ob Xorg oder Wayland) stabil und zuverlässig läuft. Lieber eine weitere virtuelle Arbeitsfläche zuschalten und dort ein Terminal-Programm laufen lassen. Dann braucht man gar nicht zurück zur Konsole zu wechseln.
Außer vielleicht, wenn nach einem Update die Grafik mal wieder nicht gehen sollte und Handarbeit nötig wird, was man in dem Falle aber auch von Remote aus machen könnte.
 
kern.vty=vt

es gab diesen Schalter in der loader.conf vor 15, 15 habe ich noch nicht am Laufen.
Der beeinflusst irgendwie die Konsole,
Konkret bestimmt es, welcher Konsolentreiber benutzt wird. Der klassische oder halt der Neue (der so neu jetzt auch nicht mehr ist :)).
Allerdings ist vt bereits der default, daher ist es sinnlos den zu setzen.
Und den legacy-Treiber sc zu nehmen wird bei UEFI eher nicht so gut funktionieren.

siehe dazu auch: syscons(4) und vt(4)
 
nun habe ich mich schon mal eingemischt, dann lasst mich auch mal ein paar Fragen stellen.

Und zwar.
Wenn ich gar kein X und gar kein drm installiert habe, also dann, wenn ich noch gar keine Grafik sehen will, weil ich nur FreeBSD (vielleicht als Server für irgendwas) installiert habe, sollte die Konsole doch funktionieren?

Ich glaube deshalb nicht daran, dass das Problem irgendwas mit einem Grafik-Treiber oder drm zu tun hat, denn, man braucht dieses Zubehör doch nicht, um FreeBSD zu benutzen! Oder?

Weiter: nutzt irgendjemand dieses "Zurückschalten" auf fie Konsole tatsächlich aktiv in einem aktuellen FreeBSD? Erfolgreich? Mit Xorg, mit Wayland, mit welcher GPU?

Aber nochmal zurück. Vor irgendeiner grafischen Instanz, sollte schon das Arbeiten auf der Konsole möglich sein und ebenso das Umschalten zwischen mehreren definierten Konsolen. Das Betreiben einer Desktop-Umgebung mit Grafik ist doch lediglich ein Add-On.

In diesem Fall scheint genau das aber nicht zu funktionieren und zwar Mangels Grafik-Kompatibilität des Default-Konsolen-Modus auf FreeBSD-15. Oder?
 
Ich würde im Bootmenü den loader prompt anwählen und dort versuchen, mit gop eine andere Auflösung hinzubekommen. Hat bei mir schon mehrmals geholfen, vor ein paar Tagen bei DragonflyBSD. So schlimm wie bei dir sah meine Schrift allerdings nicht aus.
 
Waere interessant zu wisssen, ob die Schrift direkt nach der frischen Installation des Systems und nach dem ersten Boot auch schon so aussah und wenn nein, dann muesste man nach dem Ausschlussverfahren alle nachtraeglichen Eintragungen aus der loader.conf, rc.conf und sysctl.conf wieder entfernen bzw. auskommentieren und dann nach und nach wieder eintragen und schauen, ab welchem Eintrag das Problem auftritt. Nur so kann man das Problem effektiv eingrenzen und ggf. beheben. Nach dem reboot dann den Grafiktreiber mit kldload laden. Falls das Problem dann dort auftritt, liegt es vermutlich nur am drm-Treiber und nicht an den sonstigen Einstellungen.
 
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