Hallo, liebe Forengemeinde,
ich habe mir vor kurzem FreeBSD installiert und an sich finde ich das ja ein nettes System, es war ratzfatz installiert und auch das sehr gute und ausführliche Handbuch dazu hat es mir angetan. Nicht zuletzt der gute Ruf des Port-Systems haben mich dazu bewegt, dieses System mal auszuprobieren.
Aber da bin ich auch schon bei meinem Problem: Ich hätte gern ein stabiles System, aber hin- und wieder möchte ich dann doch mal ein aktuelles Programm installieren. In meinem (Test-)Fall ist dies der Firefox 1.0. Aber irgendwie mag das nicht so recht klappen.
Bevor jetzt alles schreit: "Lies dies, lies das!" -- das habe ich mit größter Wahrscheinlichkeit schon getan. Das Handbuch, die entspr. Howtos dieses Portals, Posts in diesem Forum (wo u.a. auch schon Firefox Thema war), google. Ich weiß auch, was RELEASE, STABLE, CURRENT, ... bedeutet, ich kenne den Unterschied zwischen Ports und Packages. Ich habe dennoch einige Probleme, die ich nicht verstehe und die auch nicht durch o.g. Quellen wirklich geklärt werden konnten. Im Gegenteil, manchmal haben sie einfach nur zu meiner Verwirrung beigetragen. Ich hoffe, dass mir hier der ein oder andere, der sich schon länger mit diesem System beschäftigt, manches verständlicher machen kann:
1. Ich will eigentlich die 5.3-RELEASE-Fassung installieren. Soweit ich mitbekommen habe, gibt es schöne Programme, die mir helfen, nur die Sicherheitsupdates einzuspielen und trotzdem den RELEASE-Zweig nicht zu verlassen. Ich will auch nicht immer nur das Neueste, laufen soll es und zwar stabil.
Dann bleibe ich aber auch auf Firefox-0.9.3 sitzen, da der nicht zum System gehört und damit von freebsd-update nicht erfasst wird, oder? Kann mir das jemand bestätigen? Oder oute ich mich schon als tiefergelegter gentoo-User, der einen Fuchsschwanz an seinem Rechner hängen hat, nur weil er "immer die neueste FF-Version haben will"? Zumindest ist das der Tenor eines Ports-Howtos aus diesem Portal.
Mir stellt sich aber die Frage, was für einen Sinn es machen soll, die stabile (und sichere?) RELEASE-Fassung einzusetzen, wenn ich dann an einen Browser gebunden bin, der mir als Startseite eine Warnung anzeigt, dass diese Browserversion unsicher sei und ich doch bitte updaten möge...
2. Eine Möglichkeit an FF-1.0 zu kommen ist, PACKAGEDIR etc. so umzubiegen, dass es auf ein FTP-Verzeichnis der Art ".../packages-5-stable/Latest/" zeigt. Dann krieg ich Firefox-1.0 mit dem Befehl:
portupgrade -RP firefox
...theoretisch. Zwei Probleme dabei:
a) Das Ganze spuckt mir Fehlermeldungen während der etwa einstündigen Kompilierzeit aus, weil mehrere Pakete, auf die FF angewiesen ist, zicken. FF startet dann auch nicht. (Die Probleme im einzelnen sollen hier erst mal nicht interessieren, mit ein wenig Aufwand krieg ich das wohl schon hin. Mir geht's hier um den Überblick.)
b) Ich verlasse damit den RELEASE-Zweig und betrete den STABLE-Zweig, was ich eigentlich verhindern wollte. Oder ist das doch nicht so schlimm, wie das in o.g. Ports-Howto dargestellt wird? Ausserdem hätte ich weiterhin gerne freebsd-update (was bei mir aber genau genommen auch wieder nicht funktioniert, weil es von mir einen Schlüssel (-k) möchte. Hierzu finde ich keine Infos, auch die Ports-Howtos verschweigen das Problem oder ich habe inzwischen den Überblick komplett verloren.)
Muss ich also, um den Kompilierproblemen aus dem Weg zu gehen, den kompletten Portage-Tree auf STABLE umstellen? Wie lautet denn der politisch korrekte Weg, um mit einer RELEASE-Installation den FF-1.0 zu installieren? Oder muss ich mir das aus dem Kopf schlagen?
Das kann's aber wirklich nicht sein! Ein simples Programm und schon stößt das Ports-System an seine Grenzen? FF ist ja nun echt nicht besonders exotisch. Unter gentoo macht's ein simples "emerge firefox", meinetwegen auch ein 'emerge "<firefox-1.0"', wenn man meint, das wäre sicherer, besserer, gediegener, oder was weiß ich.. :/. Selbst unter Windows (*igitt*) krieg ich das mit ein paar Klicks hin. Und unter FreeBSD soll das nicht gehen?
3. Wenn ich mein PACKAGEDIR auf o.g. Stable-Verzeichnis verbiege, bekomme ich mit pkg_add/portsupdate -P (theoretisch) Firefox-1.0. Mache ich mit cvsup und "RELENG_5" einen Portage-Upgrade auf den STABLE-Tree, steht unter firefox/distfiles immer noch 0.9.3. Wieso diese Inkonsistenz? Was ist denn jetzt die Stable-Version, 0.9.3 oder 1.0?! (Wenn ich die 1.0-Fassung im Portage-Tree will, muss ich mir einen CURRENT-Tree ziehen und das will ich überhaupt nicht.)
Dazu noch ein paar Fragen, bei denen sich einfach mein Gehirn weigert, sie zu akzeptieren:
4. In den supfiles zum cvsup muss ich "RELENG_5" für Stable und "." für Current eintragen. Wieso nicht gleich "Hänsel" für ersteres und "Gretel" für letzteres. Oder haben diese Begriffe eine tiefere Bedeutung, die sich mir einfach entzieht?
Bedeutet "RELENG" sowas wie "RELEase Not Greater", das würde in meinen Augen zumindest Sinn machen. Was soll dann aber der Punkt bedeuten? Sind das Verzeichnisse auf den entspr. CVS-Servern? (Nein, ich habe das CVS-System nicht bis ins Letzte studiert, ich wollte nur schnell mal FF-1.0 installieren...
Ich würde ja auch "Hugo" hinschreiben, wenn mir nur jemand bestätigen könnte, dass das alles gar keinen Sinn macht und nur hinzuschreiben ist, damit was dasteht. Ich hätte halt erwartet, dass ich etwa "5-STABLE" oder "5-CURRENT" eintragen müßte. So macht es aber für mich überhaupt keinen Sinn und solange ich es nicht verstehe, stellt sich bei mir alles quer.
5. Es gibt Packages, es gibt Ports. Packages werden mit pkg_add installiert, Ports mit make install oder portsinstall. Sauber getrennt. Wieso um alles in der Welt kann man dann aber mit portinstall -P dann doch wieder Packages installieren? Warum diese Vermischung?! Hat das historische Gründe? Ist das einfach nur ein Hack, der sich aber inzwischen festgesetzt hat? Oder macht das auch wieder auf eine mir wunderliche Art Sinn?
6. Ein Voraussetzung für freebsd-update ist ein GENERIC-Kernel. Nun hab ich aber meinen eigenen bauen müssen und ich denke, dass das vielen so geht. Gibt es eine Chance, dass das updaten dann trotzdem noch geht? Wenn nicht, dann mindert das den Sinn dieses Tools doch erheblich, oder?
7. Das portaudit ist ja auch ganz nett. Aber was mache ich, sobald er mir die Liste mit den unsicheren Programmen ausgegeben hat? Ein freebsd-update (das bei mir leider nicht funktioniert, s.o., deswegen konnte ich es nicht austesten)? Kann mir jemand bestätigen, dass ich mein System auch sicher halten kann, indem ich einen RELEASE-Portage-Tree mit "RELENG_5_3" aktuell halte und gegebenenfalls ein "buildworld" mache?
Also, das hochgelobte Ports-System von FreeBSD hat für mich etwas an Glanz verloren. Verworren, undurchsichitg, anfällig, so richtig geklappt hat bei mir bisher noch nichts. Oder mache ich einfach nur alles falsch?
Inzwischen bin ich ganz konfus und es wäre schön, wenn mich der ein oder andere ein wenig erhellen könnte!
Grüße
fliege
ich habe mir vor kurzem FreeBSD installiert und an sich finde ich das ja ein nettes System, es war ratzfatz installiert und auch das sehr gute und ausführliche Handbuch dazu hat es mir angetan. Nicht zuletzt der gute Ruf des Port-Systems haben mich dazu bewegt, dieses System mal auszuprobieren.
Aber da bin ich auch schon bei meinem Problem: Ich hätte gern ein stabiles System, aber hin- und wieder möchte ich dann doch mal ein aktuelles Programm installieren. In meinem (Test-)Fall ist dies der Firefox 1.0. Aber irgendwie mag das nicht so recht klappen.
Bevor jetzt alles schreit: "Lies dies, lies das!" -- das habe ich mit größter Wahrscheinlichkeit schon getan. Das Handbuch, die entspr. Howtos dieses Portals, Posts in diesem Forum (wo u.a. auch schon Firefox Thema war), google. Ich weiß auch, was RELEASE, STABLE, CURRENT, ... bedeutet, ich kenne den Unterschied zwischen Ports und Packages. Ich habe dennoch einige Probleme, die ich nicht verstehe und die auch nicht durch o.g. Quellen wirklich geklärt werden konnten. Im Gegenteil, manchmal haben sie einfach nur zu meiner Verwirrung beigetragen. Ich hoffe, dass mir hier der ein oder andere, der sich schon länger mit diesem System beschäftigt, manches verständlicher machen kann:
1. Ich will eigentlich die 5.3-RELEASE-Fassung installieren. Soweit ich mitbekommen habe, gibt es schöne Programme, die mir helfen, nur die Sicherheitsupdates einzuspielen und trotzdem den RELEASE-Zweig nicht zu verlassen. Ich will auch nicht immer nur das Neueste, laufen soll es und zwar stabil.
Dann bleibe ich aber auch auf Firefox-0.9.3 sitzen, da der nicht zum System gehört und damit von freebsd-update nicht erfasst wird, oder? Kann mir das jemand bestätigen? Oder oute ich mich schon als tiefergelegter gentoo-User, der einen Fuchsschwanz an seinem Rechner hängen hat, nur weil er "immer die neueste FF-Version haben will"? Zumindest ist das der Tenor eines Ports-Howtos aus diesem Portal.

Mir stellt sich aber die Frage, was für einen Sinn es machen soll, die stabile (und sichere?) RELEASE-Fassung einzusetzen, wenn ich dann an einen Browser gebunden bin, der mir als Startseite eine Warnung anzeigt, dass diese Browserversion unsicher sei und ich doch bitte updaten möge...
2. Eine Möglichkeit an FF-1.0 zu kommen ist, PACKAGEDIR etc. so umzubiegen, dass es auf ein FTP-Verzeichnis der Art ".../packages-5-stable/Latest/" zeigt. Dann krieg ich Firefox-1.0 mit dem Befehl:
portupgrade -RP firefox
...theoretisch. Zwei Probleme dabei:
a) Das Ganze spuckt mir Fehlermeldungen während der etwa einstündigen Kompilierzeit aus, weil mehrere Pakete, auf die FF angewiesen ist, zicken. FF startet dann auch nicht. (Die Probleme im einzelnen sollen hier erst mal nicht interessieren, mit ein wenig Aufwand krieg ich das wohl schon hin. Mir geht's hier um den Überblick.)
b) Ich verlasse damit den RELEASE-Zweig und betrete den STABLE-Zweig, was ich eigentlich verhindern wollte. Oder ist das doch nicht so schlimm, wie das in o.g. Ports-Howto dargestellt wird? Ausserdem hätte ich weiterhin gerne freebsd-update (was bei mir aber genau genommen auch wieder nicht funktioniert, weil es von mir einen Schlüssel (-k) möchte. Hierzu finde ich keine Infos, auch die Ports-Howtos verschweigen das Problem oder ich habe inzwischen den Überblick komplett verloren.)
Muss ich also, um den Kompilierproblemen aus dem Weg zu gehen, den kompletten Portage-Tree auf STABLE umstellen? Wie lautet denn der politisch korrekte Weg, um mit einer RELEASE-Installation den FF-1.0 zu installieren? Oder muss ich mir das aus dem Kopf schlagen?
Das kann's aber wirklich nicht sein! Ein simples Programm und schon stößt das Ports-System an seine Grenzen? FF ist ja nun echt nicht besonders exotisch. Unter gentoo macht's ein simples "emerge firefox", meinetwegen auch ein 'emerge "<firefox-1.0"', wenn man meint, das wäre sicherer, besserer, gediegener, oder was weiß ich.. :/. Selbst unter Windows (*igitt*) krieg ich das mit ein paar Klicks hin. Und unter FreeBSD soll das nicht gehen?
3. Wenn ich mein PACKAGEDIR auf o.g. Stable-Verzeichnis verbiege, bekomme ich mit pkg_add/portsupdate -P (theoretisch) Firefox-1.0. Mache ich mit cvsup und "RELENG_5" einen Portage-Upgrade auf den STABLE-Tree, steht unter firefox/distfiles immer noch 0.9.3. Wieso diese Inkonsistenz? Was ist denn jetzt die Stable-Version, 0.9.3 oder 1.0?! (Wenn ich die 1.0-Fassung im Portage-Tree will, muss ich mir einen CURRENT-Tree ziehen und das will ich überhaupt nicht.)
Dazu noch ein paar Fragen, bei denen sich einfach mein Gehirn weigert, sie zu akzeptieren:
4. In den supfiles zum cvsup muss ich "RELENG_5" für Stable und "." für Current eintragen. Wieso nicht gleich "Hänsel" für ersteres und "Gretel" für letzteres. Oder haben diese Begriffe eine tiefere Bedeutung, die sich mir einfach entzieht?

Bedeutet "RELENG" sowas wie "RELEase Not Greater", das würde in meinen Augen zumindest Sinn machen. Was soll dann aber der Punkt bedeuten? Sind das Verzeichnisse auf den entspr. CVS-Servern? (Nein, ich habe das CVS-System nicht bis ins Letzte studiert, ich wollte nur schnell mal FF-1.0 installieren...

Ich würde ja auch "Hugo" hinschreiben, wenn mir nur jemand bestätigen könnte, dass das alles gar keinen Sinn macht und nur hinzuschreiben ist, damit was dasteht. Ich hätte halt erwartet, dass ich etwa "5-STABLE" oder "5-CURRENT" eintragen müßte. So macht es aber für mich überhaupt keinen Sinn und solange ich es nicht verstehe, stellt sich bei mir alles quer.
5. Es gibt Packages, es gibt Ports. Packages werden mit pkg_add installiert, Ports mit make install oder portsinstall. Sauber getrennt. Wieso um alles in der Welt kann man dann aber mit portinstall -P dann doch wieder Packages installieren? Warum diese Vermischung?! Hat das historische Gründe? Ist das einfach nur ein Hack, der sich aber inzwischen festgesetzt hat? Oder macht das auch wieder auf eine mir wunderliche Art Sinn?
6. Ein Voraussetzung für freebsd-update ist ein GENERIC-Kernel. Nun hab ich aber meinen eigenen bauen müssen und ich denke, dass das vielen so geht. Gibt es eine Chance, dass das updaten dann trotzdem noch geht? Wenn nicht, dann mindert das den Sinn dieses Tools doch erheblich, oder?
7. Das portaudit ist ja auch ganz nett. Aber was mache ich, sobald er mir die Liste mit den unsicheren Programmen ausgegeben hat? Ein freebsd-update (das bei mir leider nicht funktioniert, s.o., deswegen konnte ich es nicht austesten)? Kann mir jemand bestätigen, dass ich mein System auch sicher halten kann, indem ich einen RELEASE-Portage-Tree mit "RELENG_5_3" aktuell halte und gegebenenfalls ein "buildworld" mache?
Also, das hochgelobte Ports-System von FreeBSD hat für mich etwas an Glanz verloren. Verworren, undurchsichitg, anfällig, so richtig geklappt hat bei mir bisher noch nichts. Oder mache ich einfach nur alles falsch?
Inzwischen bin ich ganz konfus und es wäre schön, wenn mich der ein oder andere ein wenig erhellen könnte!

Grüße
fliege
), dann klappts auch mit dem Verständnis
