Probleme mit Ports/Packages/RELEASE/...

fliege

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Hallo, liebe Forengemeinde,

ich habe mir vor kurzem FreeBSD installiert und an sich finde ich das ja ein nettes System, es war ratzfatz installiert und auch das sehr gute und ausführliche Handbuch dazu hat es mir angetan. Nicht zuletzt der gute Ruf des Port-Systems haben mich dazu bewegt, dieses System mal auszuprobieren.

Aber da bin ich auch schon bei meinem Problem: Ich hätte gern ein stabiles System, aber hin- und wieder möchte ich dann doch mal ein aktuelles Programm installieren. In meinem (Test-)Fall ist dies der Firefox 1.0. Aber irgendwie mag das nicht so recht klappen.

Bevor jetzt alles schreit: "Lies dies, lies das!" -- das habe ich mit größter Wahrscheinlichkeit schon getan. Das Handbuch, die entspr. Howtos dieses Portals, Posts in diesem Forum (wo u.a. auch schon Firefox Thema war), google. Ich weiß auch, was RELEASE, STABLE, CURRENT, ... bedeutet, ich kenne den Unterschied zwischen Ports und Packages. Ich habe dennoch einige Probleme, die ich nicht verstehe und die auch nicht durch o.g. Quellen wirklich geklärt werden konnten. Im Gegenteil, manchmal haben sie einfach nur zu meiner Verwirrung beigetragen. Ich hoffe, dass mir hier der ein oder andere, der sich schon länger mit diesem System beschäftigt, manches verständlicher machen kann:

1. Ich will eigentlich die 5.3-RELEASE-Fassung installieren. Soweit ich mitbekommen habe, gibt es schöne Programme, die mir helfen, nur die Sicherheitsupdates einzuspielen und trotzdem den RELEASE-Zweig nicht zu verlassen. Ich will auch nicht immer nur das Neueste, laufen soll es und zwar stabil.

Dann bleibe ich aber auch auf Firefox-0.9.3 sitzen, da der nicht zum System gehört und damit von freebsd-update nicht erfasst wird, oder? Kann mir das jemand bestätigen? Oder oute ich mich schon als tiefergelegter gentoo-User, der einen Fuchsschwanz an seinem Rechner hängen hat, nur weil er "immer die neueste FF-Version haben will"? Zumindest ist das der Tenor eines Ports-Howtos aus diesem Portal. :(

Mir stellt sich aber die Frage, was für einen Sinn es machen soll, die stabile (und sichere?) RELEASE-Fassung einzusetzen, wenn ich dann an einen Browser gebunden bin, der mir als Startseite eine Warnung anzeigt, dass diese Browserversion unsicher sei und ich doch bitte updaten möge...

2. Eine Möglichkeit an FF-1.0 zu kommen ist, PACKAGEDIR etc. so umzubiegen, dass es auf ein FTP-Verzeichnis der Art ".../packages-5-stable/Latest/" zeigt. Dann krieg ich Firefox-1.0 mit dem Befehl:

portupgrade -RP firefox

...theoretisch. Zwei Probleme dabei:

a) Das Ganze spuckt mir Fehlermeldungen während der etwa einstündigen Kompilierzeit aus, weil mehrere Pakete, auf die FF angewiesen ist, zicken. FF startet dann auch nicht. (Die Probleme im einzelnen sollen hier erst mal nicht interessieren, mit ein wenig Aufwand krieg ich das wohl schon hin. Mir geht's hier um den Überblick.)

b) Ich verlasse damit den RELEASE-Zweig und betrete den STABLE-Zweig, was ich eigentlich verhindern wollte. Oder ist das doch nicht so schlimm, wie das in o.g. Ports-Howto dargestellt wird? Ausserdem hätte ich weiterhin gerne freebsd-update (was bei mir aber genau genommen auch wieder nicht funktioniert, weil es von mir einen Schlüssel (-k) möchte. Hierzu finde ich keine Infos, auch die Ports-Howtos verschweigen das Problem oder ich habe inzwischen den Überblick komplett verloren.)

Muss ich also, um den Kompilierproblemen aus dem Weg zu gehen, den kompletten Portage-Tree auf STABLE umstellen? Wie lautet denn der politisch korrekte Weg, um mit einer RELEASE-Installation den FF-1.0 zu installieren? Oder muss ich mir das aus dem Kopf schlagen?

Das kann's aber wirklich nicht sein! Ein simples Programm und schon stößt das Ports-System an seine Grenzen? FF ist ja nun echt nicht besonders exotisch. Unter gentoo macht's ein simples "emerge firefox", meinetwegen auch ein 'emerge "<firefox-1.0"', wenn man meint, das wäre sicherer, besserer, gediegener, oder was weiß ich.. :/. Selbst unter Windows (*igitt*) krieg ich das mit ein paar Klicks hin. Und unter FreeBSD soll das nicht gehen?

3. Wenn ich mein PACKAGEDIR auf o.g. Stable-Verzeichnis verbiege, bekomme ich mit pkg_add/portsupdate -P (theoretisch) Firefox-1.0. Mache ich mit cvsup und "RELENG_5" einen Portage-Upgrade auf den STABLE-Tree, steht unter firefox/distfiles immer noch 0.9.3. Wieso diese Inkonsistenz? Was ist denn jetzt die Stable-Version, 0.9.3 oder 1.0?! (Wenn ich die 1.0-Fassung im Portage-Tree will, muss ich mir einen CURRENT-Tree ziehen und das will ich überhaupt nicht.)

Dazu noch ein paar Fragen, bei denen sich einfach mein Gehirn weigert, sie zu akzeptieren:

4. In den supfiles zum cvsup muss ich "RELENG_5" für Stable und "." für Current eintragen. Wieso nicht gleich "Hänsel" für ersteres und "Gretel" für letzteres. Oder haben diese Begriffe eine tiefere Bedeutung, die sich mir einfach entzieht? :)

Bedeutet "RELENG" sowas wie "RELEase Not Greater", das würde in meinen Augen zumindest Sinn machen. Was soll dann aber der Punkt bedeuten? Sind das Verzeichnisse auf den entspr. CVS-Servern? (Nein, ich habe das CVS-System nicht bis ins Letzte studiert, ich wollte nur schnell mal FF-1.0 installieren... :)

Ich würde ja auch "Hugo" hinschreiben, wenn mir nur jemand bestätigen könnte, dass das alles gar keinen Sinn macht und nur hinzuschreiben ist, damit was dasteht. Ich hätte halt erwartet, dass ich etwa "5-STABLE" oder "5-CURRENT" eintragen müßte. So macht es aber für mich überhaupt keinen Sinn und solange ich es nicht verstehe, stellt sich bei mir alles quer.

5. Es gibt Packages, es gibt Ports. Packages werden mit pkg_add installiert, Ports mit make install oder portsinstall. Sauber getrennt. Wieso um alles in der Welt kann man dann aber mit portinstall -P dann doch wieder Packages installieren? Warum diese Vermischung?! Hat das historische Gründe? Ist das einfach nur ein Hack, der sich aber inzwischen festgesetzt hat? Oder macht das auch wieder auf eine mir wunderliche Art Sinn?

6. Ein Voraussetzung für freebsd-update ist ein GENERIC-Kernel. Nun hab ich aber meinen eigenen bauen müssen und ich denke, dass das vielen so geht. Gibt es eine Chance, dass das updaten dann trotzdem noch geht? Wenn nicht, dann mindert das den Sinn dieses Tools doch erheblich, oder?

7. Das portaudit ist ja auch ganz nett. Aber was mache ich, sobald er mir die Liste mit den unsicheren Programmen ausgegeben hat? Ein freebsd-update (das bei mir leider nicht funktioniert, s.o., deswegen konnte ich es nicht austesten)? Kann mir jemand bestätigen, dass ich mein System auch sicher halten kann, indem ich einen RELEASE-Portage-Tree mit "RELENG_5_3" aktuell halte und gegebenenfalls ein "buildworld" mache?

Also, das hochgelobte Ports-System von FreeBSD hat für mich etwas an Glanz verloren. Verworren, undurchsichitg, anfällig, so richtig geklappt hat bei mir bisher noch nichts. Oder mache ich einfach nur alles falsch?

Inzwischen bin ich ganz konfus und es wäre schön, wenn mich der ein oder andere ein wenig erhellen könnte! :)

Grüße


fliege
 
Hi,

du bist anscheinend ein wenig ins schlingern geraten.

Erstmal: die Ports haben nichts, aber auch wirklich garnichts damit zu tun, ob du FreeBSD 4.x, 5.x, Release, Stable oder Current fährst.

Die Bezeichnungen "Stable, Release" usw stehen nur und ausschliesslich für das Basissystem. Um bei deinem Firefox-Problem zu bleiben, ist es also wurst, ob die Firefox 0.9 oder 1.x einsetzt. Firefox ändert überhaupt nichts daran, ob du Stable, Current oder sonstwas laufen hast.

Soll heissen, zur Zeit von FreeBSD 5.3 war bspw. Firefox 0.9 aktuell. Dieser liegt naturgemäß auch auf dem Server, wenn du per pkg_add installierst.

Willst du einen 1.x Firefox, bist du auf Portupgrade angewiesen.

Lies dazu bitte folgenden Wiki-Artikel:

http://wiki.bsdforen.de/index.php/FreeBSD_-_Ports_und_Programme_aktualisieren

Gruß
 
4. In den supfiles zum cvsup muss ich "RELENG_5" für Stable und "." für Current eintragen. Wieso nicht gleich "Hänsel" für ersteres und "Gretel" für letzteres. Oder haben diese Begriffe eine tiefere Bedeutung, die sich mir einfach entzieht?

Das kommt vom CVS (Concurrent Versions System).
Der Zweig RELENG_5 (iirc, ist das RELease ENGineering) und
dort wo aktiv im CVS entwickelt wird, der Stamm, im CVS-Jargon Head oder Trunk genannt, ist
das aktuelle "Verzeichnis", also Current, also ".".
 
6. Ein Voraussetzung für freebsd-update ist ein GENERIC-Kernel. Nun hab ich aber meinen eigenen bauen müssen und ich denke, dass das vielen so geht. Gibt es eine Chance, dass das updaten dann trotzdem noch geht? Wenn nicht, dann mindert das den Sinn dieses Tools doch erheblich, oder?

Jein, siehe dazu:
http://www.daemonology.net/freebsd-update/binup.html
Punkt 7, Caveats.
 
Last edited:
Wenn portaudit darauf hinweist, dass es Sicherheitslücken zur installierten Software gibt, liegt es an dir, die Sachen näher unter die Lupe zu nehmen. So macht es z.B. einen Unterschied, ob die Sicherheitslücke von außen ausgenutzt werden kann oder bereits einen registrierten User voraussetzt. Bei internem Betrieb ohne fremde Nutzer kann dann der Sicherheitshinweis ggf. ignoriert werden.

Es muss also immer individuell untersucht werden; portaudit kann hier nur Hinweise geben und nicht direkt Software deaktivieren.
 
Hallo

Auch ich muss mich mal outen und gestehen dass ich am Anfang relativ verwirrt darüber war dass man für das System Tags (aka Releng_5 etc.) angeben muss und für die (neusten) Ports immer ".". Stell Dir einfach eine "quasistrikte" Trennung zwischen Ports/Packages und dem Quellsystem vor (ich weiss nicht ganz korrekt, aber anschaulich genug ;)), dann klappts auch mit dem Verständnis ;)

Ich bezeichne mich immer noch als blutiger Anfänger in Sachen *BSD, aber ich empfehle Dir Probleme Schritt für Schritt anzugehen und nach erfolgreicher Lösung das nächste anzupacken ;)

Greets, s_e
 
Hallo saintjoe,

Danke für die prompte Antwort!

du bist anscheinend ein wenig ins schlingern geraten.

Das kann man wohl sagen... :rolleyes:

Erstmal: die Ports haben nichts, aber auch wirklich garnichts damit zu tun, ob du FreeBSD 4.x, 5.x, Release, Stable oder Current fährst.

Das verstehe ich in der Tat nicht. Wenn ich meine Ports mittels cvsup auf, sagen wir, Stable update und anschließend ein "make buildworld installworld" mache, dann ist da doch ein Zusammenhang. Dann hab ich doch mein FreeBSD auf die STABLE-Version gebracht, oder? Oder hab ich da grundsätzlich was falsch verstanden?

Und wenn ich jetzt aber Sicherheitsupdates meiner RELEASE-Version mittels "buildworld" machen möchte, weil freebsd-update nicht mag (funktioniert das wirklich so? Ich hab zumindest entspr. Posts hier im Forum gelesen) und ich mir gleichzeitig FF-1.0 aus den Ports installieren will, habe ich doch ein Problem, oder? Ich brauche dann die RELEASE-Ports für das System oder und die STABLE-Ports für Firefox (und evtl. andere Programme). Aber vielleicht stößt mein Gehirn dieses System ja auch einfach nur ab und ich werd's nie verstehen... :confused:

Die Bezeichnungen "Stable, Release" usw stehen nur und ausschliesslich für das Basissystem.

Wieso kann ich mir dann unterschiedliche Ports (RELEASE, STABLE, CURRENT) mittels cvsup (und RELENG_5_3, RELENG_5, ".") ziehen und darin unter www/firefox den FF in verschiedenen Versionen finden, wenn sich die Bezeichnungen ausschließlich auf das Basissystem bezieht und der FF nicht dazugehört?

Um bei deinem Firefox-Problem zu bleiben, ist es also wurst, ob die Firefox 0.9 oder 1.x einsetzt. Firefox ändert überhaupt nichts daran, ob du Stable, Current oder sonstwas laufen hast.

Also sollte ich mir getrost die FF-1.0-Version aus dem FTP-Verzeichnis ".../packages-5-stable/Latest" mit Hilfe von "portupgrade -RP firefox" ziehen können und meine Kompilierprobleme liegen ganz woanders? Das wäre ja ein Anfang! :)

Soll heissen, zur Zeit von FreeBSD 5.3 war bspw. Firefox 0.9 aktuell. Dieser liegt naturgemäß auch auf dem Server, wenn du per pkg_add installierst.

Ja, soviel hab ich schon verstanden. Deswegen dachte ich ja auch, dass ich das ganze Basissystem updaten müßte, um an FF-1.0 zu kommen.


Wenn ich das nicht schon bis zum Erbrechen getan hätte! Aber mit Deinen Denkanstößen liest sich das vielleicht ganz anders... :)

Grüße


fliege
 
Hallo lars,

Danke auch Dir für die schnelle Antwort, den Link und die Informationen. Das macht es mir ein wenig verständlicher. :rolleyes:

Grüße


fliege
 
Hallo heesen,

hier geht's ja Schlag auf Schlag! Danke!

heesen said:
Wenn portaudit darauf hinweist, dass es Sicherheitslücken zur installierten Software gibt, liegt es an dir, die Sachen näher unter die Lupe zu nehmen. So macht es z.B. einen Unterschied, ob die Sicherheitslücke von außen ausgenutzt werden kann oder bereits einen registrierten User voraussetzt. Bei internem Betrieb ohne fremde Nutzer kann dann der Sicherheitshinweis ggf. ignoriert werden.

Es muss also immer individuell untersucht werden; portaudit kann hier nur Hinweise geben und nicht direkt Software deaktivieren.

Ja, so hab ich mir das gedacht. Aber wie reagiere ich denn jetzt praktisch darauf?

Geht das wirklich, indem ich mittels cvsup (und RELENG_5_3) den RELEASE-Ports-Tree auf dem neuesten Stand halte und ggf. ein "make buildworld installworld" (oder auch nur einzelne Teile davon) ausführe?

Grüße


fliege
 
Hallo sir_eidrien,

auch Dir vielen Dank für die Hilfe!

sir_eidrien said:
Hallo

Auch ich muss mich mal outen und gestehen dass ich am Anfang relativ verwirrt darüber war dass man für das System Tags (aka Releng_5 etc.) angeben muss und für die (neusten) Ports immer ".". Stell Dir einfach eine "quasistrikte" Trennung zwischen Ports/Packages und dem Quellsystem vor (ich weiss nicht ganz korrekt, aber anschaulich genug ;)), dann klappts auch mit dem Verständnis ;)

Darf ich fragen, was Du GENAU mit Quell-System meinst? Das Basissystem? Oder Quellcode (würde für mich keinen Sinn machen). (Zu diesem Thema muss man mir wohl alles GANZ GENAU erläutern... ;) )

Also muss ich den Punkt "." nehmen, um den FF-1.0 aus den Ports zu kompilieren (und in der Tat ist er ja unter ".../packages-5-stable/Latest" zu finden... *lichtaufgeh*). Dann verbietet sich aber ein evtl. "make buildworld", wenn ich das Basissystem auf RELEASE halten will, oder?

Ich bezeichne mich immer noch als blutiger Anfänger in Sachen *BSD, aber ich empfehle Dir Probleme Schritt für Schritt anzugehen und nach erfolgreicher Lösung das nächste anzupacken ;)

Greets, s_e

Das ist ja auch mein Ziel und ich bin nun wirklich nicht unbedingt unbedarft auf dem Gebiet der Computerei. Aber das Port-System schafft mich! :o

Grüße


fliege
 
fliege said:
Das verstehe ich in der Tat nicht. Wenn ich meine Ports mittels cvsup auf, sagen wir, Stable update und anschließend ein "make buildworld installworld" mache, dann ist da doch ein Zusammenhang. Dann hab ich doch mein FreeBSD auf die STABLE-Version gebracht, oder? Oder hab ich da grundsätzlich was falsch verstanden?
Neeeee. Ein "make buildworld" ändert an den Ports garnichts. Guck mal ins Verzeichnis "/usr". Dort siehst ein Verzeichnis "src" und ein Verzeichnis "ports" (und noch ein paar andere für die Erklärung unbedeutende). Wenn du nun cvsup bemühst, dann werden dadurch entweder die in "src" liegenden Quelldateien oder die in "ports" liegenden Quelldateien auf den neuesten Stand gebracht. Das hat soweit erstmal auch noch keine Auswirkung auf das laufende System.
Ein "make buildworld" baut jetzt ein neues Grundsystem aus den Quelldateien, die in "src" liegen. Dabei wird "ports" vollkommen außer acht gelassen. Du kannst auf diesem Weg 1000 mal versuchen upzudaten, an FF wird dabei garnichts geändert.

Und wenn ich jetzt aber Sicherheitsupdates meiner RELEASE-Version mittels "buildworld" machen möchte, weil freebsd-update nicht mag (funktioniert das wirklich so? Ich hab zumindest entspr. Posts hier im Forum gelesen) und ich mir gleichzeitig FF-1.0 aus den Ports installieren will, habe ich doch ein Problem, oder? Ich brauche dann die RELEASE-Ports für das System oder und die STABLE-Ports für Firefox (und evtl. andere Programme).
Es gibt keine "RELEASE-Ports" oder so. Es gibt nur eine Version (einfacherweise könnte man sagen Ports sind immer "STABLE"). Wenn du also in "/usr/ports/www/firefox" ein "make install clean" machst kommt (so du vorher natürlich die Quellen mit cvsup auf den neuesten Stand gebracht hast) immer die aktuellste Version von FF dabei raus. Es ist dabei egal welche Version von FreeBSD du verwendest.

Also sollte ich mir getrost die FF-1.0-Version aus dem FTP-Verzeichnis ".../packages-5-stable/Latest" mit Hilfe von "portupgrade -RP firefox" ziehen können und meine Kompilierprobleme liegen ganz woanders? Das wäre ja ein Anfang! :)
Nein. Du solltest sicherstellen, das dein supfile korrekt ist, die Ports per cvsup auf den neuesten Stand bringen und dann entweder per portinstall oder durch "make install clean" firefox installieren.

Gruß, matze
 
.mp said:
Neeeee. Ein "make buildworld" ändert an den Ports garnichts.

Das ist klar. Ich meinte ja auch anders herum. Wenn ich die Ports auf den Stand Stable bringe und ich DANACH ein buildworld ausführe, sollte ein Zusammenhang vorhanden sein.

Guck mal ins Verzeichnis "/usr". Dort siehst ein Verzeichnis "src" und ein Verzeichnis "ports" (und noch ein paar andere für die Erklärung unbedeutende). Wenn du nun cvsup bemühst, dann werden dadurch entweder die in "src" liegenden Quelldateien oder die in "ports" liegenden Quelldateien auf den neuesten Stand gebracht. Das hat soweit erstmal auch noch keine Auswirkung auf das laufende System.

Ich denke, jetzt hat's bei mir geschnackelt! Danke! :)

Ich habe mich immer auf den tag festgebissen und das weiter unten stehende nicht beachtet. Wenn ich aktuelle Ports will, nehme ich tag=. und ports-all. Wenn ich gleichzeitig eine RELEASE-Version von FreeBSD will, hole ich mir mit tag=RELENG_5_3 und src-all entspr. Quellen. Sag, dass das stimmt! ;)

Ein "make buildworld" baut jetzt ein neues Grundsystem aus den Quelldateien, die in "src" liegen. Dabei wird "ports" vollkommen außer acht gelassen. Du kannst auf diesem Weg 1000 mal versuchen upzudaten, an FF wird dabei garnichts geändert.

Es gibt keine "RELEASE-Ports" oder so. Es gibt nur eine Version (einfacherweise könnte man sagen Ports sind immer "STABLE").

Aha! Jetzt kann ich folgen! :)

Wenn du also in "/usr/ports/www/firefox" ein "make install clean" machst kommt (so du vorher natürlich die Quellen mit cvsup auf den neuesten Stand gebracht hast) immer die aktuellste Version von FF dabei raus. Es ist dabei egal welche Version von FreeBSD du verwendest.

Aha. Und dazu nehme ich ein supfile her, indem tag=. steht. Und gut.

Danke .mp, das hat mir sehr geholfen, glaube ich! :)

Grüße


fliege
 
Mit RELENG_5_3 holst Du Dir FreeBSD 5.3 mit fixes, also das RELEASE
incl. fixes. Wenn Du RELENG_5 nimmst, dann holst Du Dir STABLE, das ist zur Zeit
dann, wenn du es gebaut hast, 5.4-PRERELEASE. Daraus wird dann 5.4.
Dann kannst Du mit RELENG_5_4 das RELEASE 5.4 holen.
Die Ports haben immer den tag "tag=." (wie CURRENT bei den sourcen
) da diese immer in "bearbeitung" sind, sprich sich immer etwas ändert.
 
fliege said:
Wenn ich aktuelle Ports will, nehme ich tag=. und ports-all. Wenn ich gleichzeitig eine RELEASE-Version von FreeBSD will, hole ich mir mit tag=RELENG_5_3 und src-all entspr. Quellen. Sag, dass das stimmt! ;)
Das stimmt. ;)

Gruß, matze
 
asg said:
Mit RELENG_5_3 holst Du Dir FreeBSD 5.3 mit fixes, also das RELEASE
incl. fixes. Wenn Du RELENG_5 nimmst, dann holst Du Dir STABLE, das ist zur Zeit
dann, wenn du es gebaut hast, 5.4-PRERELEASE. Daraus wird dann 5.4.
Dann kannst Du mit RELENG_5_4 das RELEASE 5.4 holen.
Die Ports haben immer den tag "tag=." (wie CURRENT bei den sourcen
) da diese immer in "bearbeitung" sind, sprich sich immer etwas ändert.

Oh, ja, an diesem Punkt war auch schon mal und das hatte nicht unbedingt zur Klärung der Lage beigetragen! ;)

.mp said:
Das stimmt. ;)

Na, Hallelujah! :rolleyes:

Dann kann ich ja mal weitergucken.

Dir und allen anderen erstmal vielen Dank für die ausgesprochen flotte Hilfe. Am Forum wird es sicher nicht scheitern, wenn FreeBSD und ich keine Freunde werden. Aber nachdem unser größtes Beziehungsproblem in diesem kleinen Stuhlkreis geklärt wurde, bin ich wieder guter Dinge! :)

Grüße


fliege
 
Guten Abend fliege

fliege said:
Darf ich fragen, was Du GENAU mit Quell-System meinst? Das Basissystem? Oder Quellcode (würde für mich keinen Sinn machen). (Zu diesem Thema muss man mir wohl alles GANZ GENAU erläutern... ;) )

Sorry, mein Fehler, ich meinte natürlich das Basissystem.


fliege said:
Das ist ja auch mein Ziel und ich bin nun wirklich nicht unbedingt unbedarft auf dem Gebiet der Computerei. Aber das Port-System schafft mich! :o

Nene, wie ich oben gesehen habe schafft Dich dieses Ports-System nicht so schnell ;) Manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht (so gehts mir immer und immer wieder) :D

Viele Grüsse und viel Spass mit FreeBSD (und natürlich auch den Ports ;))

s_e
 
praktisch machst du die Updates der Ports ja so, dass du zunächst die cvs-Files aktualisierst, portaudit akutalisierst und anschließend die installierten ports über portuprade neu bauen lässt. Wenn nun zu einem bestimmten Port Sicherheitslücken in der zu aktualisierenden Version vorlegen, wird die neue Version nicht gebaut. portupgrade weist am Ende in einer Zusammenfassung darauf hin, welche Ports wegen welchen Fehlers nicht gebaut wurden. Die müssten manuell nachgepflegt werden.

Also nicht make buildworld bei Ports durchführen, sondern portupgrade -ar
 
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