projekt fuer alte hardware?

juan_

Well-Known Member
hallo zusammen,

wie bereits irgendwo mal niedergeschrieben, komme ich aus der debianecke, bin aber schon laenger freebsd-fan, kam aber bisher nie wirklich dazu, mich ein zu arbeiten.

nun habe ich nen alten p2 266 mit 64mb ram rausgekramt und wuerde ihn gerne irgendwie verwenden. so als desktop ist er zu schlecht ... server brauch ich im moment kein 2.. dachte da evtl an nen kleinen router/firewall, den ich so zum nichtproduktiven einsatz aufsetzte.

da ich hauptsaechlich das system kennen lernen moechte, fallen fertigloesungen a la m0n0wall flach.

also stell ich die frage einfach mal hier in die runde.
bei welchem projekt habt ihr verhaeltnissmaeßig "viel" gelernt - was wuerdet ihr empfehlen, um das system naeher kennen zu lernen? (wie stehts mit nem router?)


bin auf eure beitraege gespannt!

ciao
j.
 

soul_rebel

ist immer auf der flucht
ich würde mal versuchen einen router/firewall mit pf aufzusetzen. vielleicht noch einige jails mit dns, dhcp oder ähnlichen diensten (vielleicht tor) um diese fähigkeiten von freebsd kennzulernen...
 

MrFixit

aka uqs
Erstmal pf und NAT auf der Kiste einrichten. Dann Timeserver drauf, Caching DNS server, DHCP, NFS oder Samba. Cups als naechstes. Dann gehts mit nem kleinen Webserver weiter, evtl. willst du ein wenig Monitoring mit SNMP und RRD auf dem Ding machen.

Hast du ein Latop, baust du dir ne WLAN-Karte ein und versuchst dass ins normale Netz zu bridgen oder routen.

Sendmail oder Postfix so einrichten, dass man damit "normal" mailen kann ist sicherlich auch ne Herrausforderung.

Bis auf pf ist da nix FreeBSD-spezifisches dabei, aber die updates, buildworlds und port updates machen einen dann recht schnell fit in der Materie.
 

zuglufttier

Well-Known Member
Du könntest natürlich auch einen Desktop einrichten und dabei auf Gnome, KDE und sowas großes verzichten.

Interessant wäre da z.B. fluxbox oder dwm, mein momentaner Liebling, obwohl sehr spartanisch, als Window Manager, die sind sehr sparsam was Ressourcen angeht. Und dann installierst du halt ein paar Anwendungen, die auf älteren Systemen laufen. Dabei lernst du auch recht flott wie du Programme installierst und auch wieder los wirst. Ist recht egal, was du machst, hauptsache du hast das Verlangen etwas bestimmtes zu erreichen, denn sonst setzt man sich nicht dahinter.

Dann könntest du auch Musik in deinem Netzwerk streamen oder sonstwas machen...

Ich habe übrigens am meisten gelernt als ich versucht habe, mir ein ganz normales Desktop-System einzurichten...
 

juedan

FreeBSDler
Moin juan_

also stell ich die frage einfach mal hier in die runde.
bei welchem projekt habt ihr verhaeltnissmaeßig "viel" gelernt - was wuerdet ihr empfehlen, um das system naeher kennen zu lernen? (wie stehts mit nem router?)

Am meisten gelernt habe ich, als ich ein Heimnetzwerk eingerichtet habe:
FreeBSD 5.5 als Server
4 NetPCs als Clients mit remote-boot Funktion
2 Postscript-Drucker mit Netzwerkkarte (Tinte farbig und Laser normal)
Switch und DSL-Modem

Auf dem Server laufen Paketfilter, Mail-Dienste (Postfix, Courier-IMAP, Amavis, ClamAV), Apache und DNS in Jails, NTP, LDAP, PostgreSQL-Datenbank für unsere Digitalbilder, diverse Applikationen.

Das Wissen ist mit dem Umfang der Konfiguration gewachsen. Ganz wichtig ist halt, dass Du die Konfigurationsdateien immer selber dokumentierst. Schreibe zu jedem veränderten Parameter immer dazu, warum Du den geändert hast. Dokumentiere Dein System. Schreibe Dir auf, welche Applikationen Du wie installiert und konfiguriert hast. Drucke Konfigurationsdateien aus und mache Dir Notizen dahinein.
Ein sehr empfehlenswertes Buch dazu:
Handbuch zur UNIX-Systemverwaltung
Evi Nemeth et al.
Markt und Technik Verlag
ISBN 3-8272-6787-0

Viele Grüße

Jürgen
 

FreeBSDuser

Well-Known Member
MrFixit hat da schon gute Vorschläge.

DHCP, DNS, ntpd, Printserver, NAT, Firewall.

Vielleicht hast du ja spaß am Basteln, dann kann man auch noch vllt temeratursensoren verteilen, vllt einen drinnen und einen draußen, mit den Werten dann mit nem Perlscript die daten schön darstellen über thttpd.

Selbes gilt für Traffic stats, concurrent connctions, etc.

PS: einen fluzzbox Desktop damit zu machen ist bis zu dem Punkt erfolgreich an dem man versucht Firefox, Thunderbird zu starten, und nein, Dillo ist nicht wirklich eine Alternative.

:D greetz
 

juan_

Well-Known Member
Hallo,

Vielen Dank fuer die vielen Tipps!
Ich denke, dass ich die firewall "nehmen" werde, da ich mich damit auch unter linux nicht wirklich intensiv beschaeftigt habe, und ich mich dann auch gleichzeitig in dieses thema einarbeite.

habt ihr vllt dahingehend irgendwelche literaturempfehlungen? (netzwerk, netzwerksicherheit)


vielen dank!

ciao
 

dettus

Bicycle User
x-server!

noch eine moeglichkeit:

du verwendest ihn als x-server!
die programme startest du dann von deinem "desktop" aus, aber laesst sie dir auf der kiste anzeigen.

vielleicht sogar noch den prozie noch ein wenig untertakten, den kuehler rausnehmen und alles nur von diskette booten? das duerfte dann ein richtig schoen leiser rechner sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

juan_

Well-Known Member
Hallo,

noch eine moeglichkeit:

du verwendest ihn als x-server!
die programme startest du dann von deinem "desktop" aus, aber laesst sie dir auf der kiste anzeigen.

vielleicht sogar noch den prozie noch ein wenig untertakten, den kuehler rausnehmen und alles nur von diskette booten? das duerfte dann ein richtig schoen leiser rechner sein.

hoert sich interessant an, aber im moment seh ich den sinn noch nicht ganz. vllt steh ich ja grade aufm schlauch ;) ;)


oeone: naja, ich will mich ja wirklich nur einarbeiten. das system wird schon keine 24/7 laufen.

daemon: danke fuer das buch, werd mal reinschnuppern!


ciao
 
Oben