RAM Probleme die 2.

ath0

Well-Known Member
Hallo board

ich habe vor einer weile meinen Ram von 4 auf 16 GB aufgerüstet, siehe. Seit dem ich das gemacht habe läuft mein Rechner sehr instabiel. Die Probleme reichen von X startet nicht oder nur teilweise über bestimmte Anwendungen lassen sich nicht starten (z.b. firefox) bis der Rechner neugestartet wird bis hin zu mittlerweile dauerhaften "internal compilere error segfault" messages von gcc und ähnlicher meldung von clang.

Ich habe seit dem versucht das Problem einzugrenzen, so habe ich alles aus den configs entfernt was ich nicht dringend brauche. Virtualbox Zeug oder powerd alles Unwichtige eben. Als auch das nicht geholfen hatte, habe ich auf 8.3 geupdatet. Aber auch das hat nichts verbessert. Über Nacht habe ich mir den Spaß gegönnt mein System neu aufzusetzen, jetzt habe ich das System gleich, wie eigentlich für später geplant, als ZFS Root aufgesetzt und nutze dafür 9.0. 9.0 werkelt in meinem Server jetzt schon seit ca 3 Monaten ohne Zicken somit bin ich mir sehr sicher das das System und mein Setup stabiel sind. Aber auch das hat anscheinend keinen erfolg gebracht, denn den internal compiler error habe ich nun auch auf dem neuen System schon wieder bekommen.

Als letzte Aktion habe ich meine alten RAM Riegel wieder in den Rechner gesteckt und siehe da, der internal compiler error ist erstmal nicht mehr zu sehen.
Ich baue gerade die Welt, hierbei ist der Fehler seit dem Update auf 8.3 immer aufgetreten, diesmal aber nicht.

Kann mir jemand sagen, wie ich den Fehler noch weiter eingrenzen kann? Der RAM wird voll erkannt und wenn der Rechner läuft, läuft er. Ab und an kommt es aber zu Freezes oder Abstürzen (quasi als hätte ich einen Rest gemacht) oder eben zu den oben erwähnten Problemen mit dem Rest meiner Anwendungen.
 
Probiere die neuen Riegel mal einzeln durch. Jeweils einen rein, etwas testen. Idealerweise wird er bei exakt einem Riegel instabil, sodass du den als defekt aussortieren und an den Händler zurückgeben kannst. Interessanter wird die Sache, wenn alle Riegel einzeln funktionieren und nur zusammen nicht. Aber das kommt zum Glück sehr selten vor. Das braucht ein wenig Zeit und Muße, aber wenn es zu Compiler-Fehlern kommt, hilft es eventuell große Dinge zu bauen. Zum Beispiel das gute alte und schon erwähnte "make -j6 buildworld".
 
Jeden RAM-Riegel einzeln mit Memtest testen. Und für jeden Riegel 12 Stunden einplanen.

Ich hatte *richtig lange* fiese Probleme, weil ein Gesamt-Memtest 3 mal durchgelaufen war. Und erst nach dem einezelnen Tests und auch da erst nach Stunen trat bei einem Riegel ein Fehler auf.
 
Hmm, ich kam meinen Problemen recht schnell hinterher als ich eine memtest Instanz pro Core gestartet habe.
 
Da es nicht ganz hervorgeht: Hast du eine Mischbestückung drin? Wenn ja, kann das die Ursache sein. Ich tausche daher i.d.R. komplette Riegelsätze.
Hast du desweiteren geschaut, ob es ggf. ein Firmwareupdate für dein Board gibt?
 
Danke nochmal für eure Hilfe!
Ich denke ich habe den Schlingel gefunden, als Test hält buildworld her, da ich da bis jetzt immer einen fehler bekommen habe. memtest werde ich wohl übernacht laufen lassen, bzw. wenn meine GUI mit allen angenehmen Tools wieder da ist.

Wielange dauert son memtest idr? Und wie lasse ich das Ding auf mehreren Cores laufen?
 
Wielange dauert son memtest idr?

Im Normalfall mehrere Stunden, bei Vollausbau gerne auch die ganze Nacht.
Verwende auf jeden Fall die ISO/USB-Images und boote direkt davon. Starte memtest nicht aus FreeBSD heraus.

Und wie lasse ich das Ding auf mehreren Cores laufen?

Phenom 2 mit 4 Speicherriegeln und Speicherfehler sind ein bekanntes Problem, wie Yamagi hier schon angedeutet hat.
Ursache ist die unzureichende Spannungsversorgung bei 4 Modulen, die bevorzugt unter Last auftritt.

Abhilfe schafft i.d.R. das Hochsetzen der Spannung der Northbridge im BIOS um 0,1 Volt (auf eigene Gefahr, versteht sich) und Heruntertaktung der Speicherriegel (1066 oder 1333 MHz statt 1600 MHz).

Wenn memtest über Nacht dann fehlerfrei durchgelaufen ist, kannst du das Verhalten nochmal unter Last testen.
Falls trotzdem noch Fehler auftreten, wiederhole die Prozedur für jeden einzelnen Speicherriegel einzeln und schau, welcher bzw. ob einer Fehler produziert.

In Einzelfällen muss zusätzlich die Spannung der Speicherriegel angehoben werden; das würde ich nur machen, wenn alle anderen Hilfsmittel fehlschlagen - und dann würde ich es mir noch dreimal überlegen.
 
es ist doch wirklich traurig dass man dermassen viel geld investiert und dann funktioniert der mist nicht richtig. :grumble:
dass diese boards auch immer dermassen auf kante genaeht sein muessen?

ansonsten kann ich auch nur zu speicherkits raten. :belehren:
 
Hoi,
bei Desktop Boards zuerst mal neuste Bios Version updaten. Danach das technische Datenblatt der Speicher prüfen, da die meisten nicht unbedingt mit der normalen Spannung allein zufrieden sans. Dann erstmal Riegel in die Kiste stopfen und Spannung auf den korrekten Wert lt. Datenblatt einstellen. Danach oi mal neu booten und im Bios die Speicher Timings korrekt einstellen. Danach im Bios schauen was er für Spannungswerte dort als IST Wert anzeigt. Ggf. nachjustieren bis der IST-WERT dem Soll-Wert lt. Datenblatt entspricht. Unter Last kann es gut möglich sein das einfach zu wenig Spannung anliegt. Also darauf genau achten. Bärig au im Mainboard Manual guggen zwecks korrekter Bestückung. Möglichst verschiedene Module NICHT mischen, da dies meistens zu Problemen führt. Wenn Du das hast schau mal obs bärig rennt oder immer noch wo Probleme macht.

Gruß Bummibär
 
Danke nochmal an euch alle! Ich habe gestern ca. 9h memtest laufen lassen und keine Fehler bekommen. Das und die Tatsache, dass mein Rechner mit dem Austausch Ram wieder gewohnt stabil läuft zeigen wohl das der Ram jetzt in Ordnung ist.

Danke!
ath0
 
Danke nochmal an euch alle! Ich habe gestern ca. 9h memtest laufen lassen und keine Fehler bekommen. Das und die Tatsache, dass mein Rechner mit dem Austausch Ram wieder gewohnt stabil läuft zeigen wohl das der Ram jetzt in Ordnung ist.
Keine Fehler zu finden heißt nicht, dass keine da sind. Aber natürlich hast du insofern recht, dass du bei einem zuverlässig reproduzierbaren Problem die Nichtreproduzierbarkeit stark mit einer Lösung des Problems korreliert.</klugscheiß>:huth:
 
Häng mich mal fix min ran: weiß jemand wo man die Spannung der Riegel unter FreeBSD auslesen kann? Mein BIOS verrät mir das leider nicht. Wüßte gerne mit welcher Spannung der RAM läuft, wenn ich ihn auf Auto gestellt habe.
 
Häng mich mal fix min ran: weiß jemand wo man die Spannung der Riegel unter FreeBSD auslesen kann?
Mit dmidecode kann man recht viel rausfinden. Aber die Betriebsspannung liefert es bei mir auch nicht.
 
Bei DDR3-RAM ist die Sache eigentlich ganz einfach: Standardkonformer DDR3-RAM (der normale Desktop-RAM, nicht Low-Voltage RAM) läuft bei 1,5V. Nicht mehr und nicht weniger. Bei Intel-CPUs sollte man auch tunlichst dort bleiben, da man sich sonst den Speichercontroller in kürzester Zeit buchstäblich verdampfen will. Was leider viele Nutzer nicht beachteten, da zu Beginn der DDR3-Ära viel standardinkonformer RAM mit 1,65V im Umlauf war. Die Speichercontroller vom AMD-CPUs können laut Datenblatt mit bis zu 1,65V betrieben werden, akzeptierten diese Riegel also ohne Folgeschäden.
 
Wieviel Betriebsspannung (V) brauchen die Riegel wo Du verbaut hast lt. Datenblatt nu eigentlich ?

Gruß Bummibär
 
Also in meinem Fall gehts um DDR2 RAM, welcher laut Hersteller 2,2 V benötigt. Dies kann ich auch im Mainboard einstellen, jedoch habe ich noch anderen RAM drin, der, mangels weiterer Spezifikation, die Standardspannung von 1,85 V haben möchte. Habe schon recherchiert und dieser soll sich ganz gut übertakten lassen und muckt auch kein Stück rum. Jedoch der 2,2-Volter läßt mein System gelegentlich nicht starten. Wenn ich es nun auf "Auto" stelle, wüßte ich gerne was er anlegt -- meine Vermutung: er richtet sich nach nach dem SPD von Bank 1A. Würde dies aber gerne nachprüfen.
 
Hoi,
das hört sich nach einer extremst ungünstigen Konstellation bärig an. Ich würde niemals Speicherriegel mischen die au noch unterschiedliche Spannung brauchen. Wenn Du Pecht oder Pech hast richtet er sich nach a oder b und zieht entweder a oder b natürlich dann in die Sch...... - weil es für ein Teil der Riegel dann ja nie stimmt. Die meisten Boards kommen ned mit verschiedene Spannungen für DDR2 klar und liefern alle Riegel die selbe. Würd ich mal guggen wieviel Spannungswandler / Spannungsregler die DDR Slots uf dem Board hams. Eventuell ist das schon die Ursache allen Übels.

Gruß Bummibär
 
Ja, ging schon alleine auf Grund der BIOS-Optionen nicht davon aus, daß jeder RAM separat versorgt wird; aber wäre natürlich kuhl wenn doch.

Bummibaer said:
Würd ich mal guggen wieviel Spannungswandler / Spannungsregler die DDR Slots uf dem Board hams. Eventuell ist das schon die Ursache allen Übels.
Also seh da nur zwei Spulen womit ich dann Maximal auf zwei Spannungswandler schließen würde. Allerdings nur zwei Spulen auf dem ganzen Brett, was ich dann schon etwas komisch finde...

Wie gesagt ist die Übertaktung der 1,85-V-Riegel einkalkuliert. Nach dem ich es nun doch wieder auf "Auto" habe, wüßte ich nun gerne, wie er die Riegel ansteuert.

Kamikaze said:
Mit dmidecode kann man recht viel rausfinden. Aber die Betriebsspannung liefert es bei mir auch nicht.
Könntest Du mal nach "Voltage" in der dmidecode Ausgabe suchen? Bei mir steht unter Memory Controller Information ein Punkt, der mir schon Gedanken macht:
Code:
	Memory Module Voltage: 2.9 V
.. obwohl ich im BIOS m.E. maximal 2,2 Volt einstellen kann.
 
In meinem Notebook gibt es keine Angabe. Die Workstation ist da gesprächiger und behauptet meine 4x2GB DDR2 1066 Module liefen mit 3.3V.

Das ist vollkommener Quatsch die Module sind auf 2.02V eingestellt (laut Datenblatt sollte die Spannung im Intervall [2.0; 2.1] liegen).

Übrigens betreibe ich die Riegel als DDR2 800, da sie bei Nengeschwindigkeit überhitzen. Dafür habe ich die Latenzen von 5-5-5-15 auf 4-4-4-15 reduziert. So habe ich dann zumindest ungefähr die gleichen Zugriffszeiten, wie im 1066er Betrieb. Das ganze ist natürlich gründlich memtest geprüft.
 
DDR2-1066 war auch eine eher "fiktionale" Angelegenheit. Standardisiert war der Kram nie, was sich dann auch gern in Problemen äußerte :)
 
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