Scans, GIMP, Scribus, PDF, Druck -> Graustufen?

guru

Well-Known Member
Guten Morgen!

Ich habe eine Zeitung gemacht. Jedoch bekomme ich ein Graustufenproblem nicht gelöst.

Ich habe die Texte auf einer Schreibmaschine getippt und eingescannt. Einige grafische Elemente hab' ich ebenfalls gescannt. Wir verwenden einen Sharp-Netzwerkdrucker, der wahlweise farbig oder schwarzweiß einscannt und die gescannten Sachen automatisch als .pdf am Server hinterlegt. Diese habe ich anschließend in GIMP importiert, überall auf die Graustufen geachtet und dort fertige TIFFs (A4, Graustufen, 600dpi) exportiert. Diese TIFFs habe ich dann in Scribus ganz stupid eingefügt und nachher ein PDF exportiert. Am beigefügten Bild sieht man einen Ausschnitt. Da gehen allerdings die Probleme los ...

Am PDF sieht alles aus, wie es sollte. Wenn ich das fertige (aus Scribus exportierte) PDF zuhause mit macOS drucke, passt alles, die "Farben" sind satt. Nur wenn ich im Verein drucke, sind manche Bildelemente plötzlich sehr lasch-grau (Wie am beigefügten Bild die kleine Box mit dem "Alles Wahr"-Fernseher, der wurde etwa mit GIMP ins TIFF hinzugefügt), jedoch nicht alle. Es ist mir an dem Punkt auch nicht möglich, nachzuvollziehen, warum das bei manchen Scans, bei manchen eingefügten Bildelementen passiert und bei anderen nicht. Ich bin mit meinem Latein am Ende.

Scribus exportiert als Graustufe. Der Linux-Mint-Dokumentenbetrachter erkennt es als Graustufe. Soll ich beim Drucker ein Farbprofil hinzufügen? Das kann's aber auch nicht sein, oder? Warum wird auf macOS der Druck fehlerfrei? ... Benutze Linux Mint Debian Edition 5.

Danke für Eure Hilfe!

Cheers,
guru
 

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Die offensichtliche Frage ist, ob die TIFFs in das PDF eingebettet werden oder ob sie auf dem Weg in ein anderes Format konvertiert werden. Denn TIFF ist eigentlich nur ein Container, der nichts darüber aussagt, wie die darin gespeicherten Daten zu interpretieren sind. Das hat viel Raum schiefzugehen, gerade wenn keine Farbprofile im Spiel sind. Und es würde mich wundern, wenn der Scanner am Anfang der Kette ein Farbprofil einbettet und alle Komponenten es bis zum Schluss durchziehen.
 
Ich hatte mal einen Dokumentenscanner von HP. Von dem erzeugte .pdfs als Farbscans waren komisch, als ob jede Farbe als Einzellayer über die andere gelegt werden würde. Genauer untersucht hatte ich es nicht, ich musste da nachträglich nie was ändern und meist wurde nur s/w gescannt sowie gedruckt.

Farbscans als .jpg waren unauffällig. Eventuell kannst du nochmal einen Gegentest mit nem Scan als .jpg oder .png versuchen.
 
Kann der Sharp Scanner ein Langzeit-Archiv PDF/A erstellen? Da müsste (sollte) zumindest ein default-Farbprofil mit eingebettet sein.
Alternativ würde ich einen Scan nach TIFF anstatt PDF testen (sofern der Scanner das unterstützt) - und das TIFF weiterverarbeiten, ohne Umweg über PDF
 
In der Druckvorstufe verwenden Profis aus guten Gründen das PDF-Format PDF/X.

Wer kein solcher Profi ist, sollte beim Erstellen von PDF-Dateien mindestens nach Möglichkeit das Langzeitarchiv-Format PDF/A verwenden.

Beide genannten PDF-Formate arbeiten mit Farbprofilen. Wenn die Farbechtheit wichtig ist, so muss mit Farbmanagement gearbeitet werden und der Einsatz eines (regelmässig) farbkalibrierten Bildschirms ist Pflicht (z.B. EIZO ColorEdge). Farbmanagement-Anfänger:innen sollten im sRGB-Farbraum arbeiten. Ich habe ein farbkalibrierter Bildschirm EIZO CS2420 im sRGB-Farbraum mit einem Colorimeter X-Rite i1Display Pro Plus im Einsatz.


Auf Grund seiner Komplexität rate ich vom Dateiformat TIFF ab. Nach Möglichkeit das verlustbehaftete JPEG (Fotos) oder das verlustfreie PNG einsetzen (Grafiken, Screenshots).
 
Möglichkeit das verlustbehaftete JPEG (Fotos) oder das verlustfreie PNG einsetzen (Grafiken, Screenshots).
weil ich mit manchen jpeg-Dateien auch immer wieder Probleme hatte (nicht alle Programme konnten die sehen, bzw Drucken und ich musste dann erst über GIMP den Farbraum neu setzen oder so), benutze ich seit einiger Zeit nur noch png als Scan-Format. Weil ich gleichzeitig entschieden habe, auch die Auflösung zu erhöhen (300 dpi), ergibt das schon mal geradezu wahnwitzig große Dateien (ca 30MiB / A4 in Farbe sind schon mal drin).
Bisher habe ich damit noch keine Probleme in der Weiterverarbeitung gehabt und sie sind ja auch leicht zu jpeg zu wandeln (wenn etwa mal ein OCR das braucht oder zum Versenden per Mail).

Wenn ich in letzter Zeit PDFs bearbeiten oder erstellen wollte (was bei mir nur selten der Fall ist), habe ich nicht mehr scribus benutzt, sondern LibreOffice. So ganz gut komme ich mit dem Draw zwar nicht zu Recht, aber irgendwie ist es trotzdem eingängiger, finde ich.
Dieses Draw unterscheidet zwischen "direktem Export nach PDF" und "Export nach PDF". Bei direktem Export gelten wohl Voreinstellungen, die meist passen werden. Bei "nicht direktem" Export öffnet sich ein Dialog, in dem allerhand Einstellungen zum verwendeten PDF gemacht werden können. Da bleibt wohl kaum ein Wunsch offen.
 
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