@Rakor: Mit schnell meinte ich allen voran schnell genug, dass es nicht dazu führt, dass Leute das außerhalb des TrueOS-Projekts bauen.
Und ja ich meinte jetzt nicht den MacOS Desktop. Ich vergleiche auch generell eher mit "Expertendistributionen" auf Linux. FreeBSD so einzurichten wie ich will geht jedenfalls deutlich schneller und mit weniger Problemen, als Arch, Gentoo und andere. Sonst wäre ich nicht darauf umgestiegen auf meinem Laptop, der alles andere als Linux oder BSD-freundlich ist.
Aber klar, ein fertig eingerichtetes System hat man nach ein paar mal im Installer next klicken nicht, nur ist es jetzt auch nicht so extrem, wie manche Leute manchmal tun. Wie gesagt, wer ein Arch installiert, wird auch keine Probleme mit FreeBSD haben. Ist halt auch ein wenig eine Frage der Hardwareunterstützung. Es ist kein Windows, und kein OS X, aber das Hauptprobleme die User zu scheinen haben gehen wirklich mehr in die Richtung, dass die Releases ein wenig selten sind und deshalb gern mal ein neues Grafikkartenmodel lange Zeit von keinem Release unterstützt wird.
Da finde ich das was TrueOS gemacht hat und auf CURRENT basiert übrigens sinnvoll. Ich hoffe aber auch, dass das geänderte Release-Modell zu Verbesserungen führt, damit nicht guter, für viele User nützlicher Code ewig lang nur in einem Dev-Branch herum liegt. Das kann dann schon extreme Formen annehmen.
Aber nochmal zu dem was ich meinte. Es gibt großartige Tutorials, aus denen man die für sich selbst relevanten Teile rauspicken kann. Hier ist eines:
https://cooltrainer.org/a-freebsd-desktop-howto/
Damit kommt man doch recht zügig zu dem was man will, auch für nicht-Techniker-Desktops. Und ja, das ist viel a in dem Tutorial, aber das deckt auch alles ab und man hat eher einen Desktop und ich glaube es gibt relativ wenig Leute, die mehr als die Hälfte aus dem Extra-Abschnitt wollen.
Jedenfalls ist so ein Setup wohl kleiner als ein Wochenendprojekt und dann läuft's auch. Und das ist jetzt sehr subjektiv, aber gefühlt bleibt es unter den BSDs dann auch so, dass es funktioniert.
Und das ist der Grund warum ich auf meinem Laptop FreeBSD fahre. Ich habe halt keine Zeit und Lust da ständig rumfrickeln zu müssen, damit Dinge wieder funktionieren und eben kein OS, das ein Hindernis ist. Klar, ich würd's niemanden aufzwingen oder so, oder so tun, als wäre es perfekt oder so, aber es ist halt bei mir der Weg mit dem geringsten Widerstand, wo am meisten funktioniert (sowohl nach Konfiguration, als auch Out of the Box), von den Anwendungen die ich habe und dann wundert's mich halt etwas, wenn Leute dann so tun, als wären da so Welten dazwischen, wenn ich meine tatsächlichen Desktop-Use-Cases (im Sinne, was ich mit meinem Laptop machen will) unter Windows, Ubuntu, Arch und Co. deutlich schwieriger zu erreichen sind.
Klar, bin kein Standardanwender, aber das sind die Wenigsten, die BSD am Desktop probieren wollen. Deshalb halte ich es manchmal übertrieben, wenn so getan wird als würden jahrelange Kernelentwickler immer noch extreme Widrigkeiten bei der Nutzung von FreeBSD am Desktop haben. Denke nicht, das da meine Anwendungsfälle so krass auseinander gehen von Anderen. Ich verwende BSD schon ein Weilchen, aber das selbe Spiel hat man ja mit jedem OS, dass man erstmal garnicht zu recht kommt.
Sorry, jetzt bin ich ziemlich abgeschweift, aber wollte mal erklären, was ich meine wenn ich sage, dass man FreeBSD durchaus als Desktop für natürlich eher Technikinteressierte einrichten kann. Nur sehe ich halt auch ständig professionelle Sysadmins, die deutlich mehr mit ihrer Ubuntu-Installation kämpfen, als ich mit meinem schnell mal hingefrickelten FreeBSD-Desktop.
Kommt aber natürlich auf den Laptop und den Anwendungsfall an. Will nur nicht immer als erstes Annehmen, dass jemand eher Linux oder sonst was verwenden sollte. Kann gut der Fall sein, aber das sehe ich nicht hier erst mal nicht zwingend.