Single User OK, Multiuser geht nicht

max93

Well-Known Member
Hallo!

Ich habe wieder mal ein sehr seltsames Phänomen. Hab mir erst kürzlich neue Hardware angeschafft, weil mein alter Server im Betrieb einfach irgendwann stehen geblieben ist. Jetzt hab ich ein Abit iL-90MV mit einem Intel Core 2 Duo T5500 mit 2GB RAM und einem 3ware 9650 am PCIe Bus.

Im Single User Mode kann ich eigentlich alles machen, ich hab damit auch schonmal das ganze System neu gebaut und installiert (6.3-p3). Ich kann auch em0 konfigurieren und den sshd starten, alles läuft.

Sobald ich aber mit exit den Single User Mode verlasse(n will) laufen noch alle Startmeldungen durch bis an die Stelle wo er nochmal das Datum ausgibt bevor dann der Login erscheinen sollte und da bleibt er einfach stehen. Ich kann keine Eingaben mehr machen und es gibt auch keinerlei Logeinträge mehr, das Datum ist das letzte was er ausgibt und auch im Log einträgt.

Ich glaube auch nicht, dass er mit dem Multi User Mode generell Probleme hat, weil ich die alte Installation mittels Frenzy (eine FreeBSD Live CD mit FreeBSD 6-STABLE vom Juli, quasi auch 6.3) auf die neuen Platten gebracht habe und das lief ja im Multi User Mode.

Was meint ihr (ich weiß, das hat jetzt viel mit Glaskugel zu tun) was das sein könnte?

Danke & Ciao.
Markus Mann
 
Erstmal Gratulation: Du hast recht!

Jetzt kommt ein großes ABER, weil diese Idee hatte ich auch schon, aber nach gründlicher Kontrolle konnte ich beim besten Willen keinen Fehler finden.

Aber nachdem das auch deine erste Idee war, hab ich die ttys aus /usr/src mal nach /etc kopiert, vorher die alte Version beiseite geschoben und dann die neue nach und nach wieder an die alte Version angepasst.

Und jetzt klappt es, obwohl ein diff keinen Unterschied mehr liefert.

Code:
mann@tyan:~$ cd /etc
mann@tyan:/etc$ diff ttys ttys.broken
mann@tyan:/etc$

Das muss ich jetzt nicht verstehen, oder? Nachdem der erste Boot mit der neuen ttys klappte hab ich cons25 mal auf cons25l1 geändert, auch damit klappte es immer noch. Dann hab ich noch kleine Änderungen gemacht, damit die neue ttys genau so ist, wie die alte war -- und es klappt immer noch. Solche Probleme liebe ich über alles!!

Mein Wochenende ist jedenfalls gerettet!

Danke & Ciao.
Markus Mann
];-)
 
Ne, alles komplett gleich:

Code:
mann@tyan:/etc$ ls -l ttys*
-rw-r--r--  1 root  wheel  13053 Nov 21 23:56 ttys
-rw-r--r--  1 root  wheel  13053 Nov 21 23:33 ttys.broken

Mit vim kann ich die alte Datei problemlos bearbeiten, cat/less zeigen die Datei komplett richtig an. Ich könnte mir nur vorstellen, dass durch die Abstürze im alten Server die Datei beschädigt wurde, aber warum bekomme ich sie dann komplett richtig angezeigt?

Das ist wieder mal sehr rätselhaft.

Danke & Ciao.
Markus
];-)
 
Mit der Kiste ist irgendwas faul, der würd ich nicht übern Weg trauen.
Festplattenchecks in kaltem und warmen Zustand?
 
Hallo!

Mit der Kiste ist irgendwas faul, der würd ich nicht übern Weg trauen.
Im Moment läuft alles (wieder) reibungslos. Ist nur mein privater Heimserver und da gehts mir hauptsächlich um den IMAP Server. Sonst ist vieles nur zum Testen drauf.

Festplattenchecks in kaltem und warmen Zustand?
Liefern keine Unanständigkeiten. Wenn ich meine alten Daten kopiert habe, dann mach ich nochmal dumps. Beschwert sich dump eigentlich, wenn mit dem FS was nicht ganz in Ordnung ist? Ich meine dump schaut ja so ziemlich am Tiefsten ins FS von den ganzen Backup-Programmen.

Ciao.
Markus Mann
];-)
 
IMHO kann man sogar versteckte rootkits mitdumpen :-(
Ach, das meinst du. Daran glaube ich jetzt nicht. Der Server war aus dem Internet nie gut genug erreichbar, dass ich daran glauben würde. Gibt es einen "Wurm" der vollautomatisch auch FreeBSD Maschinen übernimmt? Ich denke die automatischen Zombie-Farmer beschränken sich hauptsächlich auf Windows und Linux und da eher auf die mit SSHD und schwachen Passwörtern. Bei mir ist seit jeher nur Key-Auth aktiviert, der Apache ist nur per https erreichbar (alleine das hält viel Rauschen bereits draußen) und die wenigen Webanwendungen sind nur von ganz wenigen IP-Adressen (deren Nutzer ich gut kenne) aus erreichbar.

Ganz ausschließen kann man das natürlich nicht, aber ich halte es für sehr *sehr* unwahrscheinlich.

Ciao.
Markus
];-)
 
Ich hätte ja jetzt auch auf Zugriffsrechte getippt. Das was du da schilderst ist durchaus strange!
Hast du mal einen fsck drüberrutschen lassen?
 
Hallo!

Hast du mal einen fsck drüberrutschen lassen?
Ja, klar. Vor allem weil er ja nach dem Mounten stehen geblieben ist. Dabei gabs im Root-FS absolut keine Beanstandungen seitens fsck.

Ich hab die Installation von der alten Hardware per dump/restore übernommen. Der alte Server startete damit noch, auch im Multiuser aber der blieb halt im Betrieb irgendwann einfach stehen. Ohne Panic, ohne automatischen Reboot, was am Schirm stand blieb auch so stehen bis man hart abschaltete. Das machte ich so ungefähr 8 mal mit, bis ich mir die neue Hardware angeschafft habe. Ich konnte aber auch auf der alten Hardware mit fsck nochmal einen konsistenten Zustand schaffen (wobei im lost+found von /usr doch einige Dateien gelandet sind, weshalb ich vor dem ersten mal Multiuser auf der neuen Hardware gleich mal Welt + Kern neu gebaut und installiert hab).

Das Abschalten per Power-Knopf bewirkte (auf der alten Hardware wohlgemerkt), dass der PC danach nicht mehr eingeschaltet werden konnte, ich musste wirklich per 0/1-Schalter für einigen Sekunden den Strom abstellen, dann erst lief die Kiste wieder an. Darum hab ich ja neue Hardware angeschafft. Jetzt läuft das auch. Ich hab ja schon im Single-User einmal die Welt und den Kernel neu gebaut und auch installiert. Und gerade eben nochmal im Multiuser. Das machte die Kiste jetzt ohne Murren mit (und nichtmal langsam, wie ich meine).

Aktuell werden per rsync noch ca. 100 GB Daten von einer IDE-Platte aufs RAID geschaufelt. Bis jetzt hat er ca. 74 GB problemlos bewegt. Danach kommt die IDE raus und an dessen Stelle tritt dann eine SATA-Platte im Wechselrahmen die Stelle als Backup-Medium an (also eigentlich zwei Platten im Wechsel).

Ciao.
Markus
];-)
 
darüber habe ich schon mal gelesen, daß dump_n_restore derartige Probleme schaffen kann. Dabei hatte deine alte HW sicher einen Schuß und was zu der Problematik beigetragen.
Ganz allgemein möchte ich aber hinterfragen, weshalb überhaupt einen dump_n_restore.
Ein System ist doch sehr schnell auch neu installiert. Wenn viele Anwendungen drauf kommen, könnte ein rsync die einspielen, vorausgesetzt, das Quell- und Ziel-System sind gleich, was aber die Verwendung von dump_n_restore ja schon erklärt.
Auch das Neubauen von Welt und Kernel geht ja im allgemeinen nicht schneller, als das Aufspielen eines neuen Systems.
Bleiben also die diversen Konfigurationen.
Mein Weg ist, daß ich ein Verzeichnis im Netzwerk habe, wo ich Kopien der erfolgreichen Konfigurationen lagere. Dazu gibt es zwei kleine Scripts, eines, um diese Kopien zu aktualisieren und das andere, um diese Kopien in einem System einzubauen (und natürlich jeweils die vorhandenen Versionen zu sichern). Dieses Verzeichnis im Netz kann ich mittels NFS so einbinden, daß ich es problemlos auf beliebigen Rechnern nutzen kann. Weil ich nicht wirklich weiß, was ich mit Scripten tue, gebe ich mir Zeilen aus, die darauf hinweisen, wenn auf einem individuellen Rechner etwas in der Konfiguration angepasst werden soll. Das erledige ich dann umgehend und in der Regel erhalte ich so sehr schnell einen voll konfigurierten Rechner, nachdem das Aufspielen des Grundsystems erledigt ist.
Statt im Netzwerk, könnte ich mir sowas auch auf einem USB-Stick vorstellen, evtl sogar zusammen mit der Installations-CD.
Weil so jedenfalls auf einem PC ein System neu gebaut werden kann und trotzdem sehr schnell seine Funktionallität wieder hergestellt ist, halte ich das für besser, als die dump_n_restore Methode.
 
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