Soft-Update Journals funktionieren nicht

Kamikaze

Warrior of Sunlight
Staff member
Ich habe mich über die Einführung von SU+Journal ja sehr gefreut. Nur noch ein bis zwei Sekunden fsck für eine komplette Festplatte, statt langer Wartezeiten oder einem Background fsck, der auch mal eine Stunde dauern kann.

Nur was hat man davon, wenn nach dem Journal basierten fsck immer noch kaputte inodes im System sind, die eine Panic beim ersten Zugriff auslösen?

Ich würde das "die Festplatte lügt" Argument ja gelten lassen, wenn das System wegen Stromausfall gecrasht wäre. Aber es sind immer Software basierte Panics bei denen das Journal versagt. Da gibt es keine Versorgungslücke bei der es die Platte nicht mehr schafft die gecachten Daten zu schreiben.

Besonders schlimm ist es wenn man nicht mitbekommen hat, dass das System eine Panic hatte, weil die Panic beim Shutdown passiert ist. Einfach alles kann eine Panic auslösen. Russisches inode-Roulette.

Für mich ist SU+J erst mal gestorben. Auf allen Maschinen. Ich warte lieber auf ein fsck als ständig auf inkonsistenten Dateisystemen zu arbeiten.
 
Welche FreeBSD-Version hast du? Unter 9.1 kann man es schlicht vergessen. Wenn man mit lügender Hardware bestraft ist, sollte man sogar ein 9-STABLE nehmen. Kirk hatte einige Dinge committed, die er als "Notebook Support" bezeichnete, da erst mit denen der ganze Kram auf notorisch zickiger Notebook-Hardware lief.

Allerdings nutze ich auch kein SU+J. Einmal funktionieren damit nach wie vor die Snapshots nicht und werden sie vielleicht auch nie wieder. Dann brauche ich es nicht. Und zuletzt habe ich da ein latentes Misstrauen... Sobald TRIM für ZFS in 9-STABLE angekommen ist (wohl im April oder spätestens Mai), werde ich wahrscheinlich auch die letzten UFS-Systeme auf ZFS migrieren. Ausgenommen Embedded-Kram wie mein Wrap.
 
9-Stable. Sourcen von Heute. Heute gebaut.

Brachte das Fass einfach zum überlaufen. Mir Kirk echt sympathisch. Aber ich lasse von SU+J erst mal die Finger.
 
ZFS auf dem Laptop ...

Ich glaube es reicht erst mal auf SU+J zu verzichten.

Auf meinem Notebook ist das System gerade so zerschossen, dass nullfs Mounts nicht mehr funktionieren und ich aus dem Single User Modus nicht mehr raus komme. Deshalb sind /usr und /var jetzt Symlinks und ich baue das System neu.

Das war auch der Auslöser für meinen Rant.
 
Nun ich kenne mehr als einen die ZFS auf dem Notebook nutzen. Loben dabei das Ausbleiben von fsck und die snapshots.
 
Ist mir egal. Dateisysteme sollten einfach Funktionieren.

Ich habe echt keine Lust mich mit so einem Monster zu beschäftigen.
 
Kirk liest hier übrigens nicht mit und weder auf stable@ noch auf fs@ habe ich eine Mail von dir zu dem Thema gefunden oder einen PR. Wenn Bugs behoben werden sollen, müssen sie auch gemeldet werden.
 
Also das Problem, dass SU+J nicht mit Snapshots zusammen direkt in eine 100% reproduzierbare Panik führt ist als PR gemeldet worden. Nur ist mir dies auf FreeBSD 9.0-RELEASE aufgefallen d.h. keiner der Entwickler ist auch nur auf die Idee gekommen ein dump -L auf einem UFS SU+J Filesystem zu testen. Das fand ich doch enttäuschend. Die Notlösung ist in FreeBSD 9.1 sind Snapshots mit SU+J deaktiviert. Das gibt wenigstens keine Panics.
 
Da Kirk offensichtlich hart daran arbeitet Probleme zu lösen muss man ihn wohl kaum informieren. Wenn das Zeuge eine Weile nicht mehr angefasst wurde kann man sich das wieder ansehen.

Den prinzipiell ist es ja ziemlich attraktiv.
 
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