sylve - eine grafische Oberfläche für bhyve VMs und jails

turrican

Well-Known Member
Wer bislang ein GUI für die Verwaltung seiner bhyve VMs und auch jails haben wollte und daher in Ermangelung eines solchen immer leicht neidisch auf die proxmox-Nutzer unter Linux schielte, der kann jetzt aufatmen und mit sylve ein - optisch ans proxmox GUI angelehntes - Tool nutzen.

Es ist seit Ende März 2026 auch in den ports enthalten: sysutils/sylve; zusätzlich gibt es auch noch eine github Page
 
Das integriert sich wahrscheinlich nicht besonders gut in ein bestehendes Setup, d.h. man sollte, wenn dann, die Sachen frisch darüber aufsetzen, oder? Ich habe proxmox nie verwendet, aber habe bei so GUI-Lösungen immer die Angst, dass es da mal einen Bug gibt (oder gar eine Sicherheitsproblem), und man dann aufgeschmissen, weil abhängig davon...
 
Das integriert sich wahrscheinlich nicht besonders gut in ein bestehendes Setup, d.h. man sollte, wenn dann, die Sachen frisch darüber aufsetzen, oder?

Sylve verwendet auch nur Standard-Funktionalität von bhyve, ZFS, jails und Konsorten. Bei einem existierenden Setup kann man natürlich immer irgendeine Sonderlocke haben, die dort nicht vorgesehen ist - aber probieren geht über studieren. Produktionsreif ist es sowieso noch nicht und Backups hat man ja eh immer. :)

Proxmox ist eine eigene Debian-basierte Distribution, d.h. dort empfiehlt sich sowieso eine Neuinstallation. Man kann zwar auch eine existierende Debian-Installation umwandeln, davon wird aber explizit abgeraten.

Ich habe proxmox nie verwendet, aber habe bei so GUI-Lösungen immer die Angst, dass es da mal einen Bug gibt (oder gar eine Sicherheitsproblem), und man dann aufgeschmissen, weil abhängig davon...

Proxmox kann man auch komplett via Kommandozeile bedienen. Die GUI macht halt viele Aufgaben leichter, gerade wenn man nicht Vollzeit als Virtualisierungs-Admin arbeitet.

In der Vergangenheit hat sich Proxmox in Sachen Security auch keine Blöße gegeben. Etwaige Sicherheitslücken wurden schnell behoben, sowohl bei der Übernahme von Debian upstream als auch bei den selbstentwickelten Tools (sowohl bei Anzahl und Schwere als auch dem Zeitraum bis zur Behebung).

Im Hintergrund werkeln (von den Proxmox-Tools für fortgeschrittene Einsatzzwecke mal abgesehen) auch hauptsächlich nur bekannte Tools (QEMU, LXC, QCOW2 uvm.), die eine Migration im Zweifelsfalle überschaubar machen.

Proxmox ist inzwischen auch verbreitet genug und hat genug Community sowie zahlende Kunden (hier auch noch mal großen Dank an Broadcom und ihr VMware-Fiasko :D), dass man sich um dessen Zukunft in absehbarer Zukunft keine Sorgen machen muss. :cool:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein erster Kurztest zeigt für mich: Vielversprechend. In ein bestehendes System lässt sich sylve nach meinem Verständnis nicht integrieren, die bestehenden Maschinen müssen "migriert" werden, da bereits laufende Maschinen verhindern, dass slyve den Virtualisierer nutzen kann. Die Oberfläche ist aufgeräumt, ich habe keine von mir benötigte Funktion gefunden, die sylve nicht unterstützt.

Mein erster Eindruck: Geil!
 
Ich teste sylve jetzt seit ein paar Tagen. Sieht schon mal ganz gut aus und das was ich damit tun will tut es auch.
Nun ist mir allerdings heute in meine Firewalllog etwas eher beunruhigendes aufgefallen. Solange sylve läuft versucht es immer wieder verschiedene IP Adressen in Russland, China und weiteren Ländern von Port 7246 aus zu erreichen.
 
Kann es sein, dass du "btt dht" aktiviert hast? Ein Blick in die config.json zeigt, dass bei dht port 7246 eingetragen ist, per Default ist das aber wohl nicht aktiviert.
 
Auf jeden Fall ein spannendes Projekt. Was ich ein wenig Schade finde, ist das als Jail Verwaltung nicht Bastille, sondern wieder was eigenes genutzt wird. Das macht auch eine Migration etwas schwerer.
 
Auf jeden Fall ein spannendes Projekt. Was ich ein wenig Schade finde, ist das als Jail Verwaltung nicht Bastille, sondern wieder was eigenes genutzt wird. Das macht auch eine Migration etwas schwerer.

Um den Hauptentwickler von sylve zu zitieren:
You’re right that Bastille has an existing userbase, but for us it mostly comes down to team size and priorities.

We’re a very small team working on Sylve -- 2 people, one full-time (Me) and one part-time who used to work on frontend but not so much anymore since his work is mostly completed, so we have to be selective about what we spend time on. In practice, we build features that Alchemilla (my company) can use internally, and some of that work was also funded by the FreeBSD Foundation where it aligned with our use cases, like jail and bhyve management.

We’ve also continued adding things we find useful outside of that funded work, like Samba Shares, Downloader utility, WoL (Wake on LAN), and even upcoming features like PF and WireGuard into the GUI.

With Bastille, the issue is that we’ve never really used it ourselves, so supporting it properly would mean spending time learning Bastille, understanding its codebase and model, and then figuring out how to integrate it in a meaningful way. For a team our size, that’s a pretty big investment.

Especially when there are other areas like Podman and the broader container ecosystem; where we think the userbase is larger (think Docker) and the overlap with our goals is stronger.

So it’s not that we think Bastille is unimportant, just that it’s hard for us to justify prioritizing right now. If someone from the community wanted to work on that direction, we’d definitely be open to looking at it.
 
Zurück
Oben