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Tester gesucht: Linux-Base CentOS 6.7 32- und 64-Bit

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
Themenstarter #1
Hallo,
Miwi ist nach fast einem Jahr Pause wieder zurück und bringt ein großes Update der CentOS 6 Linux-Base Ports mit. emulators/linux_base-c6 wird auf Version 6.7 aktualisiert, was eine Reihe neuerer Bibliotheken und Bugfixes mit sich bringt. Unter anderem funktioniert der Skype-Port wieder. Außerdem kann nun optional eine 64 Bit Version installiert werden. Die 32 Bit Version sollte auf FreeBSD 10.2 und neuer funktionieren, die 64 Bit Version benötigt ein 11-CURRENT. Denn nur da gibt es den neuen 64 Bit Linuxulator.

Es wäre hilfreich, wenn alle am Linuxlator interessierten Nutzer das Update einmal testen könnten. Eine kurze Anleitung zur Installation und einige weitere Tipps finden sich hier: http://miwi.cc/2016/01/cftcentos-6-7-userland-update/
 

Rakor

Administrator
Mitarbeiter
#2
Oh das klingt sehr gut.. :) Vielen Dank miwi!

Da muss ich mal sehen, dass ich die Tage etwas Zeit finde ein Current aufzusetzen.
 

h^2

hat ne Keule +1
#3
Sehr schön! Das bringt aber noch keine neue glibc, oder? Das heißt binaries (vor allem Spiele), die wegen der GLIBC Version nicht gingen, gehen immernoch nicht, oder?
 

cabriofahrer

Well-Known Member
#4
Ich würde eventuell gerne testen, doch mal vorab gefragt: Hier wird ein Package für Centos angeboten, doch wie installiere ich das? "Yum-config-manager" gibt es als Kommando nicht, auch wenn man den Centos-Linuxulator installiert hat:

http://negativo17.org/steam/

Und wenn hier von Version 6.7 die Rede ist, kann man es gleich vergessen, wenn die Bezeichnung des Pakets "CentOS/RHEL 7 – x86_64" ist?
 

pit234a

Well-Known Member
#5
Ich würde eventuell gerne testen, doch mal vorab gefragt: Hier wird ein Package für Centos angeboten, doch wie installiere ich das? "Yum-config-manager" gibt es als Kommando nicht, auch wenn man den Centos-Linuxulator installiert hat:

http://negativo17.org/steam/

Und wenn hier von Version 6.7 die Rede ist, kann man es gleich vergessen, wenn die Bezeichnung des Pakets "CentOS/RHEL 7 – x86_64" ist?
Da sehe ich etwas anderes, oder verstehe nicht ganz, was du meinst.
Es geht darum, dass es einen neuen PORT gibt, kein PAKET. Dieser Port ist nun auch nicht als Standard einfach zu bauen, sondern es müssen vorher noch einige Kommandos durchgeführt werden. Die sind da auf der Seite von miwi ganz klar beschrieben. Danach kann dann der Port mit dem "neuen Linux" gebaut werden. Der richtet ein komplettes "Linux" unter FreeBSD ein, zusätzlich müssen noch einige Rahmenbedingungen erfüllt sein, die im Handbuch zu finden sind und immer galten (afaik). Dazu gehört etwa, dass "Linux" geladen wird, ein /proc eingesetzt wird und ähnliches mehr. Dann kann aus den Ports irgendeiner der vorhandenen "Linux-Ports" gebaut werden und wird unter dem neuen Linux auf FreeBSD laufen.
Ein gewöhnliches "Linux-Paket" aus deren Paketbaum kannst du zunächst nicht aus FreeBSD heraus installieren. FreeBSD selbst kennt ja nicht die "Linux-Kommandos". Dazu musst du dich "nach Linux" begeben und es von dort aus versuchen. Details kann ich persönlich nun nicht mehr erinnern, sie sind aber sicher im Netz zu finden.
Bedenke, dass sich ja das "FreeBSD-Linux" an einem vollkommen anderen Platz im System befindet, als es dies normalerweise bei einer eigenständigen Installation wäre. Der Umstand muss natürlich berücksichtigt werden.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
#6
Es geht darum, dass es einen neuen PORT gibt, kein PAKET.
Mit dem "Paket" meinte ich das Linux-Paket für Centos für den Linux-Steam-Client, wie es auf der angegebenen Seite angeboten wird. Das Freebsd Handbook erklärt lediglich, wie man rpm-Pakete installieren kann.

Ein gewöhnliches "Linux-Paket" aus deren Paketbaum kannst du zunächst nicht aus FreeBSD heraus installieren. FreeBSD selbst kennt ja nicht die "Linux-Kommandos". Dazu musst du dich "nach Linux" begeben und es von dort aus versuchen.
Wie begebe ich mich "nach Linux", in diesem Fall "sind wir" ja Centos?
 

pit234a

Well-Known Member
#8
es könnte sein, dass du noch nicht mal chrooten musst. Wenn ich das im Handbuch so lese, erkennt FreeBSD die Binarys evtl und legt sie automatisch "dem Linux" vor.

Nun fällt mir nicht sehr viel sinnvolles auf Anhieb ein, wie man das zeigen kann. Zu chroot(8;2) empfielt sich die Lektüre der man-page, das sollte eigentlich genügen. Vielleicht ein doofes Beispiel, wie gesagt, es fällt mir nicht sehr viel ein:
#chroot /usr/compat/linux /bin/bash
öffnet eine bash unter Linux und setzt das neue root-Verzeichnis auf den passenden Platz dazu.
Bei mir sieht das so aus:
bash-4.1#
was anders ist, als unter FreeBSD, wo ich die bash immerhin mit einem persönlichen Prompt eingerichtet habe. Den Unterschied kann man deutlicher machen:

Linux:
Code:
bash-4.1# bash --version
GNU bash, Version 4.1.2(1)-release (i386-redhat-linux-gnu)
Copyright (C) 2009 Free Software Foundation, Inc.
Lizenz GPLv3+: GNU GPL Version 3 oder jünger <http://gnu.org/licenses/gpl.html>

Dies ist freie Software.  Sie darf verändert und verteilt werden.
Für dieses Programm besteht keinerlei Garantie.
FreeBSD:
Code:
senyo# bash
[root@senyo /usr/home/o-box]# bash --version
GNU bash, Version 4.3.33(0)-release (amd64-portbld-freebsd8.4)
Copyright (C) 2013 Free Software Foundation, Inc.
Lizenz GPLv3+: GNU GPL Version 3 oder jünger <http://gnu.org/licenses/gpl.html>

Dies ist freie Software.  Sie darf verändert und verteilt werden.
Für den größtmöglichen gesetzlich zulässigen Umfang wird jede Haftung ausgeschlossen.
Aber! Auch FreeBSD:
Code:
senyo# pwd
/usr/compat/linux
senyo# bin/bash --version
GNU bash, Version 4.1.2(1)-release (i386-redhat-linux-gnu)
Copyright (C) 2009 Free Software Foundation, Inc.
Lizenz GPLv3+: GNU GPL Version 3 oder jünger <http://gnu.org/licenses/gpl.html>

Dies ist freie Software.  Sie darf verändert und verteilt werden.
Für dieses Programm besteht keinerlei Garantie.
Es gibt natürlich unter Umständen dort sinnvollere Sachen zu finden und zu tun, die ebenfalls Unterschiede zeigen. Kommandos, wie date oder cal fallen mir gerade ein, die jeweils etwas anders unter dem Linux ausfallen.
Mein Linux ist natürlich veraltet und es gibt für mich dort "eigentlich" nichts zu tun. Früher gab es einige meiner Lieblingsprogramme nicht nativ für FreeBSD, etwa Opera und dann habe ich es dafür genutzt. Inzwischen schleppe ich es mehr oder weniger unnütz einfach noch mit. Weil es für mich dort nichts zu tun gibt, habe ich auch nichts darin konfiguriert. Das bedeutet, im Grunde kann ich auch nicht viel sinnvolles damit anfangen, es nur mal kurz vorführen.

Ob das der Bringer fürs Spielen ist? Nun, ich gehöre der aussterbenden Rasse derer an, die keine Spiele am PC spielen. Sonst auch nicht, wenn ich genau nachdenke, aber besonders lästig finde ich diese Video-Spiele die man an den bunten Bildschirmen immerzu antrifft. Einfach fürchterlich, so etwas würde ich mir nicht antun wollen und verstehe nicht, welchen Reiz das auf so viele Menschen ausübt. Nun, damit will ich sagen: dabei kann ich nicht mit reden. Jene Anwendungen, die ich seinerzeit nutzte, liefen mehr oder weniger zufriedenstellend. Ganz rund liefen bei weitem nicht alle und deshalb habe ich da so meine Zweifel, ob das mit Spielen wirklich gut geht.
 

pit234a

Well-Known Member
#9
Mal wieder zu spät, folgendes schönes Beispiel eingefallen:

Linux:
Code:
bash-4.1# uname -orp
2.6.18 i686 GNU/Linux
FreeBSD:
Code:
senyo# uname -orp
FreeBSD 8.4-RELEASE-p24 amd64
auch FreeBSD:
Code:
senyo# pwd
/usr/compat/linux
senyo# bin/uname -orp
2.6.18 i686 GNU/Linux
Genug.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
#10
Vielen Dank für die Ausführungen. Es war durchaus interessant, "nach Linux" zu wechseln, jedoch hat es nichts gebracht. Es kam sogar eine Meldung, dass "xterm" gar nicht vorhanden sei. Letztendlich scheint es aber wirklich nicht nötig zu sein, "nach Linux" zu wechseln, da:

es könnte sein, dass du noch nicht mal chrooten musst. Wenn ich das im Handbuch so lese, erkennt FreeBSD die Binarys evtl und legt sie automatisch "dem Linux" vor.
Ein Patekmanagement war aber letztendlich auch nicht nötig, da auch eine reine Quelldatei für den Steam-Client angeboten wird, die man mit "make install" installieren kann. Allerdings kommt man da im Moment nicht weiter, denn ein Ausführen von "steam" klappt dann nicht. Wenn man "./steam.sh" in dem Verzeichnis macht, in der das Skript liegt, heißt es sogar "unknown operating system". Ich werde mein Glück vielleicht mal demnächst wieder versuchen, wenn ich auf einem anderen PC 10-stable mit den neuen Linux-Ports installieren kann, ansonsten warte ich bis März, wenn 10.3 draußen ist und ich mein System mit freebsd-update upgraden kann.

Ob das der Bringer fürs Spielen ist?
Und ob! Die Performance von Linux-Spielen auf einem FreeBSD-System ist klasse! Sogar besser als unter Linux selbst. Man muss berücksichtigen, dass beim Spielen mit wine wahrscheinlich eine Menge Prozessorleistung zur Umwandlung von Direct3D auf OpenGL draufgeht. Wahrscheinlich wird auch mehr Spiecher verbraucht. Da Steam als Vertriebsplattform immer wichtiger wird und die jetzt auch auf Linux setzen, wollen sie sogar Herstellern von Spielen bei der Implementierung von Linux helfen.