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TUXEDO InsanityBook 14

minimike

Berufsrevolutionär
Themenstarter #1
Hi

Ich beforzuge zwar Hardware von Apple als Desktop. Aber das was in letzter Zeit in den Handel gekommen ist, nehme ich nicht wirklich ernst. Ich möchte weniger als zwei Kilo schleppen. Höchstens 14 Zoll groß. Mindestens 32 GB Ram. Eine schnelle CPU mit vier Cores, Und im Akkubetrieb bei Office & Co sollten noch 9 Stunden oder mehr an Laufzeit rausspringen. Apples aktuelles Problem mit Tastaturen spreche jetzt mal nicht an. Mein MacMini mit Quadcore werkelt seit 2012 und hat einen nicht immer funktionierenden Temperatursensor Betreff dem Lüfter. Mein MacBook Pro von 2012 ächzt auch schon vor Alterschwäche. Seit schon einer Weile zögere ich den Kauf eines MBP raus weil mir die Ausstattung der 13er nicht zusagt. Geld ist mir da fast egal. Aber Scheisse wird halt nicht mal so eben zu Gold. Zur Zeit schiele ich TUXEDO InsanityBook 14. Ich komme auf ca 2000 € und müsste auf Thunderbolt und OSX verzichten. Also wenn da dieses Jahr nichts mehr kommt wird, es spätestetens gegen Ende des Jahres sowas in der Art geben. Tuxedo Rechner sollen ja recht gut mit Linux gehen. Hat jemand Erfahrung mit FreeBSD? Und würde davon Berichten?
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#2
Ich stand vor einigen Monaten vor der gleichen Frage. Mit dem Dell XPS 13 kam ich überhaupt nicht klar, ich hatte noch nie ein Gerät was unter Linux so zickig war und die Tastatur kann man bestenfalls als Katastrophe bezeichnen. Komplett flache Tasten mit sehr geringen Hub, darauf zu tippen brach mir die Finger ab. Und mein altes, treues Thinkpad T430s war zwar nicht kaputt, aber hätte Minimum 250€ an Investition gebraucht (neuer Akku, Lüfter und Tastatur) und wäre immer noch ein eher langsamer Low Voltage Ivy Bridge gewesen. Das war wirtschaftlich kaum zu rechtfertigen. Also musste etwas Neues her.

Ich habe mir diverse Geräte aller größeren Marken angeschaut. Auch einige Tuxedo, aber nicht das InsanityBook. Der Deal bei Tuxedo ist, dass man einen vergleichsweise günstigen Preis zu kosten einer etwas schlechteren Verarbeitung als bei den großen drei Dell, HP und Lenovo bekommt. Das meine ich gar nicht negativ, das ist halt das Geschäftsmodell. Und allzu relevant dürfte es auch nicht sein, da sich Verarbeitung sowieso innerhalb einiger Monate durch Gebrauchsspuren relativiert. Entscheidender ist die Frage der Haltbarkeit und da hatte ich bei den Tuxedos, die ich gesehen hatte, dann doch Bedenken. Die Scharniere und ihre Aufhängungen wirkten etwas "klöterig", das Material an den klassischen Bruchstellen wie unter der RJ45-Buchse etwas dünn. Das ist aber ein subjektiver Eindruck und keine Erfahrung über längere Zeit.

Bei mit ist es dann am Ende das Lenovo T480s in Vollausstattung geworden. Weil ich Thinkpad-Fan bin, weil es eines der besten matten Displays auf dem Markt hat und weil die Tastatur tauschbar ist. Es hat auch Thunderbold, Linux erkennt den Controller, wenn er im UEFI auf "Assisted" steht. Aber ausprobiert habe ich es mangels Hardware nicht.
Auch fast 3 Monate später würde ich es sofort wiederkaufen. Es ist leicht, die Tatstatur ist gut und der Linux-Support hervorragend. Deutlich besser als bei der XPS 13 Developer Edition, was mit Linux verkauft wurde. Unter Linux kommen ich auf etwa 10 bis 11 Stunden Akkulaufzeiten, wenn ich in Vim tippe, daneben Firefox läuft und ein paar Kleinigkeiten im Hintergrund.

FreeBSD ist aber so eine Sache. Ich hatte nie vor darauf FreeBSD zu betreiben, zumindest nicht von Beginn an. Schauen wir in 2 Jahren noch mal. Daher hatte ich es nur kurz getestet. Die Hardware wird weitgehend erkannt. Die WLAN-Karte, die GPU mit drm-next, das Touchpad und der Maus-Pinökel auch. Sogar Suspend / Resume ging. Das Problem war wie immer, dass der Embedded Controller FreeBSD nicht kennt und daher das Powermanagement in irgendeinen sicheren Basismodus versetzt. Damit ist das Laptop (am Netzteil) nicht mal mehr halb so schnell wie unter Linux. Eventuell könnte man https://github.com/erpalma/lenovo-throttling-fix auf FreeBSD porten, aber dafür fehlte mit der Nerv. Sie Akkulaufzeit wären nach Angabe so um und bei 6 Stunden gewesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

kmh

Well-Known Member
#3
Ich habe mir am Anfang des Jahres das neuste Dell XPS 13 zugelegt. Ich hatte vorher ein x220. Beides mit Linux.

Die Tastatur des Dells ist solide, brauchte aber gleich einen Austausch direkt nach dem Kauf. Ich nutze das Notebook hauptsächlich an der Dockingstation. Über dass Gerät kann ich nicht klagen, super Verarbeitung, solides Gehäuse. Die Tastatur ist "OK". Negativ ist dass spiegelnde Displax, war für mich aber nicht ausschlaggebend. Mir fehlt die integrierte Netzwerk-Karte. Ansonsten ist die Akku-Ausdauer super (9-11 Stunden), die Lüfter sind sehr leise und haben ein angenehemes Geräusch. Was ich super finde ist die Möglichkeit auch unter Linux die Firmware bzw. dass Bios zu aktualisieren (https://fwupd.org/). Man kann sich ansonsten auch einfach die "*.exe" Datei für Windows herunterladen und die UEFI-Firmware holt sich dass Image dann selber aus dem ".exe"-Blob und flasht dass Bios. Dass ist im Vergleich zum Thinkpad ein wahrer Segen.

Das was nervt ist die Dockingstation "WD15" bzw. der Betrieb mit dieser per USB-C. Ich habe hier ein Dual-Monitor Setup. Teilweise wacht der Laptop auf und erkennt die externen Monitore nicht mehr. Ein anderes mal ist die im Dock befindliche Netzwerk-Karte nicht mehr da. Dann muss man dass Dock vom Strom-Netz trennen. Danach werden die Netzwerk-Karte und die Monitore wieder ordentlich erkannt. Unter Windows sind diese Probleme teilweise auch vorhanden wenn auch nicht so ausgeprägt wie unter Linux. Dass Dock ist einfach Murks (nutze dass gleiche Dock auch auf der Arbeit). Die Dockingstation meines Lenovos hat immer einwandfrei funktioniert.
 

minimike

Berufsrevolutionär
Themenstarter #5
@Yamagi wieder einmal vielen Dank für deinen wertvollen und ausführlichen Beitrag.
@foxit die 32GB Ram gehen nur mit den 15ern Ich bin aber mit sehr auf einen 13er fixiert. Ich reise von Montag bis Freitag. Da werden mit der Zeit größe und Gewicht sehr relevant ;)
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#6
Mit 32 Gigabyte RAM wäre das T480s aber auch raus, da ist bei 24 Gigabyte Schluss. Das T480 ohne s könnte 32 Gigabyte, aber das ist schon wieder schwerer und etwas klobiger...