vorhandes lokales Netzwerk mit zwei zusätzlichen kabellosen Zugangspunkten erweitern, funktioniert wie ?

kongstrong

Well-Known Member
Hallo Forumgemeinde,

Wie funktioniert das, wenn man sein vorhandes lokales Netzwerk (LAN) mit 2 Kabellosen Zugangspunkten erweitern möchte mit einer SSID für beide kabellosen Zugangspunkte?

Vorhanden ist das lokale Netzwerk (LAN=192.168.1.1/24), dieses möchte ich mit (Zugangspunkt 1) einer Fritzbox 7230 und einem (Zugangspunkt 2) WRT54G Router erweitern.

Vorgestellt hatte ich mir das von der Verkabellung wie folgt:
Diagramm1.jpeg

Wichtig dabei ist, dass die kabellosen Zugangspunkte jeweils per seperates LAN Kabel mit dem lokalen Netzwerk verbunden werden, was von dem HUB aus möglicht ist, und nicht, dass sich die kabellosen Zugangspunkte per Wireless LAN untereinander bzw. mit einander verbinden (glaube nennt man brigde Mode?).

Was muss man alles beachten, dass man ein möglichst reibungsloses wieder verbinden, wenn ein Klient mit Zugangspunkt 1 kabellos verbunden ist und eventuell den Raum wechselt/geht, bzw die Verbindung zu dem kabellosen Zugangspunkt 1 verliert, sich dann automatisch und nach Möglichkeit dann mit dem kabellosen Zugangspunkt 2 verbindet, natürlich wenn in Reichweite?

Vielen Dank!
 

Andy_m4

Well-Known Member
Klingt stark nach Mesh-Networking. Oder wie Du sagen würdest: Vermaschtes Netz :-)
Ich würde aber vermuten, das Du mit Ersterem bei der Suche im Internet erfolgreicher bist.
Am besten Du suchst direkt nach: Mesh WLAN

Eine Alternative dazu wäre ein Repeater (ist einfacher aufzubauen, hat aber Nachteile in Hinblick auf den Datendurchsatz).
 

medV2

Well-Known Member
Um hier nicht ein ein XY Problem zu laufen - Was hast du eigentlich vor? Müssen die WLANs ein eigenes Subnet haben? Wieso ein HUB?
Kannst du - was immer du auch erreichen willst - nicht mit 2 dummen APs im 1er Netz erledigen?
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Teammitglied
Jau, einfach zwei dumme APs mit der gleichen SSID und gleichem Passwort funktioniert für den Heimgebrauch im Großen und Ganzen gut genug. Die allermeisten Geräte sind schlau genug, dass sie sie sich in den jeweils stärksten AP einwählen und bei Bedarf wechseln. Für größere Umgebungen ist so eine Bastellösung natürlich suboptimal, da ist man dann aber auch ganz schnell beim doch etwas komplexeren Thema Campus-Netzwerk.
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
Exakt so wie du die Grafik hast, würde ich das machen. Vllt. statts Hub einen Switch bzw. brauchst du den gar nicht, du kannst auch z.B. den AP1 in AP2 stecken oder andersrum. Nur würde ich immer LAN-Port 2 für 'weiteres Gerät' hernehmen. Oder beide direkt in den Quellrouter, aber ich kenn ja nicht deine Umgebung/Hausverkabelung.

LAN-Port 1 hat bei Fritzboxen eine Sonderfunktion, je nachdem wie man sie konfiguriert. Siehe Bild Anhang, so brauchst du das.
Ich kann mir vorstellen, dass es beim WRT54G ähnlich ist. Zur Not flasht man den um auf ddwrt/openwrt. Jedenfalls würde ich die APs so konfigurieren, dass sie nicht nochmal NAT machen.
Achte auch darauf, dass die APs ausschließlich per Kabel am Quellrouter hängen, sonst kriegt man ggf. einen Flaschenhals bei der Bandbreite.

Mesh definieren die Hersteller z.T. unterschiedlich, kann man sich mal einlesen, ist für deinen Zweck aber overkill. Repeater sind Augenwischerei, er kann kein WLAN Signal verstärken.
 

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pit234a

Well-Known Member
Ich verstehe das mal wieder nicht, oder?
Ein WLan-AP ist ein Gerät, das wir früher einen Router genannt hatten. So ein Gerät hängt immer in zwei Netzen. Ein Wlan-AP hängt auf einer Seite im Wlan und auf der anderen im LAN.
Auf der Wlan-Seite kann man eine SSID vergeben, ein Passwort für die Übertragungssicherheit und auch diese selbst setzen, weglassen oder auf das heute übliche WPA-2 setzen. Ich will jetzt nicht sagen, dass man beliebig viele APs in einem Netzwerk haben kann, aber im privaten Umfeld ist es absolut kein Problem, mehrere zu haben. Und alle können, müssen aber nicht, unterschiedlich konfiguriert sein. Alle können gleiche SSID und gleiches Passwort und Sicherheit haben, müssen das aber nicht. Für mein Haus habe ich entschieden, dass jeder AP ein eigenes Passwort bekommt und eine eigene SSID hat. Der Nutzer muss das Passwort dann natürlich kennen und das bedeutet, jeder in meinem Haus braucht mehrere Passworte, um sich jeweils bei einem AP mit dem dazu passenden zu registrieren.
Alle APs besitzen auf der LAN-Seite ebenfalls eine Adresse, gehören also zu einem Netzwerk und sie routen alle Wlan-Anfragen in dieses Netzwerk. Also sagen wir mal, sie hängen alle in deinem Netz, gehören also zu deinem Heimnetz, weil du ihnen eine passende LAN-IP zugewiesen hast.
Dann können automatisch alle Wlan-Gäste ebenfalls Teilnehmer in diesem Netz sein und wenn dieses Netz wiederum einen Zugang zum Internet hat, meist über einen weiteren Router, dann haben auch alle Teilnehmer des Netzes die Möglichkeit, diesen Zugang zu nutzen und damit automatisch auch alle Wlan-Clients, die sich über solch einen Router (AP) mit deinem Netz verbinden.

Dazu muss aber jeder Client auch eine Adresse in deinem Netzwerk haben und wenn du die nicht statisch vergeben möchtest, brauchst du einen DHCP-Server, der das erledigt. Nun hat heute jeder Router auch einen solchen Server eingebaut. Du kannst die auch alle nutzen, musst sie aber so abstimmen, dass keine Verwirrung aufkommt. Jedem Server einen bestimmten Adressbereich zuweisen oder einfach nur einen zentralen Server nutzen.

Eine andere Frage ich das Bewegen zwischen den Netzwerken.
Meine Erfahrung ist alt und die sagt mir, dass dabei FreeBSD sehr schlecht abschneidet, während Windows und einige GNU/Linux-Systeme wirklich gut jeden Wechsel mitmachen.
FreeBSD ist einfach anders konstruiert.
Es macht Wechsel sehr gut mit, wenn man manuell aktiv wird und das Netzwerk neu startet. Eine grße Hilfe auf dem Desktop ist der Ghost-BSD networkmgr, der all die nötigen Aktionen auslösen kann und per Maus bedienbar ist.
Bei vielen Wechseln, wie sie zb dann vorkommen, wenn lange nicht mehr gebootet wurde, sondern zwischen einem Ort und einem anderen AP nur der Suspend-Modus aktiviert war, dann versagt FreeBSD deutlich häufiger, als etwa Mac-OS oder Windows.

Und was Fritzbox angeht, kenne ich nur den Namen und habe keine Ahnung, was die überhaupt macht und kann.
 

medV2

Well-Known Member
Es gibt keine Notwendigkeit, dass die APs eigene Netze haben und dann routen. Es macht das Setup komplizierter, erschwert die Fehlerfindung und erhöht (wenn wohl auch eher theoretisch) die Latenz.

Einfachstes Setup: Alle APs im gleichen Netz und gleiche SSID+PW - die Geräte wechseln dann automatisch und im besten Fall so, dass man nichts davon merkt.

Wenn die verschiedenen APs nur genutzt werden, um ein räumliche möglichst großes Netz aufzuspannen, haben sowieso alle Geräte alle APs gespeichert. Somit ergibt sich auch kein Sicherheitsgewinn durch verschiedene PWs.

Daher mein Tip: Möglichst einfach halten, es sei denn du hast Anforderungen die etwas komplexeres benötigen (davon hab ich aber noch nichts gelesen).
 

CommanderZed

OpenBSD User
Teammitglied
Ich verstehe das mal wieder nicht, oder?
Ein WLan-AP ist ein Gerät, das wir früher einen Router genannt hatten. So ein Gerät hängt immer in zwei Netzen. Ein Wlan-AP hängt auf einer Seite im Wlan und auf der anderen im LAN.
Auf der Wlan-Seite kann man eine SSID vergeben, ein Passwort für die Übertragungssicherheit und auch diese selbst setzen, weglassen oder auf das heute übliche WPA-2 setzen. Ich will jetzt nicht sagen, dass man beliebig viele APs in einem Netzwerk haben kann, aber im privaten Umfeld ist es absolut kein Problem, mehrere zu haben. Und alle können, müssen aber nicht, unterschiedlich konfiguriert sein. Alle können gleiche SSID und gleiches Passwort und Sicherheit haben, müssen das aber nicht. Für mein Haus habe ich entschieden, dass jeder AP ein eigenes Passwort bekommt und eine eigene SSID hat. Der Nutzer muss das Passwort dann natürlich kennen und das bedeutet, jeder in meinem Haus braucht mehrere Passworte, um sich jeweils bei einem AP mit dem dazu passenden zu registrieren.
Alle APs besitzen auf der LAN-Seite ebenfalls eine Adresse, gehören also zu einem Netzwerk und sie routen alle Wlan-Anfragen in dieses Netzwerk. Also sagen wir mal, sie hängen alle in deinem Netz, gehören also zu deinem Heimnetz, weil du ihnen eine passende LAN-IP zugewiesen hast.
Dann können automatisch alle Wlan-Gäste ebenfalls Teilnehmer in diesem Netz sein und wenn dieses Netz wiederum einen Zugang zum Internet hat, meist über einen weiteren Router, dann haben auch alle Teilnehmer des Netzes die Möglichkeit, diesen Zugang zu nutzen und damit automatisch auch alle Wlan-Clients, die sich über solch einen Router (AP) mit deinem Netz verbinden.
Nein, es ist eher umgekehrt - die meisten SoHo* Router haben einen AP eingebaut.

Ein WLAN-AP ist ein Gerät das (meist) aus einem LAN ein WLAN macht (Layer2)**, aber das bleibt trotzdem das gleiche Netz dann mit der gleichen Broadcastdomäne e.t.c.

Manche können das auch trennen und noch auf Layer3 Routen, Firewallen oder auch NAT machen. Also dann wirklich sowohl auf layer 2 und 3 dann das WLAN als komplett eigenständig Netz separat vom "LAN" Netz betreiben / trennen.
Das würde ich hier aber aus der Beschreibung heraus eher nicht empfehlen.

*(Wenn man so will sind die meisten SoHo Router ala FritzBox Modem, Router inkl. NAT, Paketfilter, WLAN-AP, Switch, VoIP <-> Dect-Basis e.t.c. in einem Gerät)

/edit **(Es ist nicht ganz 100% genau Layer2 Ethernet / Layer 2 Wifi aber doch soweit kompatibel das die Pakete 1:1 ausgetauscht werden können so das es für alle beteiligten teilnehmer so aussieht, aber da in die tiefe zu gehen hat hier glaub ich nicht unbedingt einen Mehrwert)
 
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