Ich sprach ausdrücklich von systematischen Fehlern. Gemeint sind also Fehler die auf Grund der Bau- oder Arbeitsweise von Festplatten oder wegen Man-Weiß-Nicht-So-Genau gehäuft an bestimmten Stellen respektive in bestimmten Zusammenhängen auftreten
Dafür müsste man bei einer entsprechend großen Menge an Festplatten die defekten LBA-Sektoren mit der physikalischen Lage derselbigen in Verbindung bringen, was in Anbetracht der großen Menge an Modellen mit unterschiedlichen Konfigurationen (Datendichte, Anzahl Platten, Reservesektoren etc.) einen enormen Aufwand darstellen dürfte, wenn es denn überhaupt machbar ist.
In Anbetracht eines so geringwertigen Guts treibt wohl niemand den Aufwand, höchstens der Hersteller - der wird die Daten aber nicht veröffentlichen.
Vernachlässigt diese Pauschale Antwort nicht die Frage nach der Wichtigkeit der Daten? Ich kann mir jedenfalls nur schwer vorstellen, daß ein Bankunternehmen bei der Sicherung der Kontodaten mal eben so sagt: "ach da machen wir nen RAID XY, dann ist das sicher".
Man legt einfach alles redundant aus - Festplatten, Rechner, SANs, Rechenzentren.
Wenn in so einem Umfeld eine Platte Ärger macht, wird sie vollautomatisch offline genommen, eine Spare-Platte nimmt ihren Platz ein und die alte Platte wird bei Gelegenheit ausgetauscht und vernichtet. Warum die Platte ausgefallen ist, wird allenfalls bei statistisch auffällig erhöhten Fehlerraten untersucht, ansonsten sind Festplatten Verschleissteile und werden als solche behandelt.
Das Risiko, durch eine ungewöhnliche Partitionierung Probleme zu bekommen, dürfte einen vermeintlichen Nutzen erheblich übersteigen.
Andersherum müssen die Daten (von Privatleuten) nicht so wichtig sein, alsdaß es gleich ein RAID sein muß. Ich denke Du solltest mir zustimmen, wenn ich sage, daß es sich um eine Kosten-Nutzen-Frage handelt.
Stimmt, es ist immer eine Kosten/Nutzen-Frage.
Bei Privatleuten - bei denen "downtime" keine große Rolle spielt - würde ich eher die wichtigen Sachen automatisch via tar auf einen USB-Stick sichern.
Wenn die Daten nicht wichtig genug sind, um 15 EUR für einen USB-Stick auszugeben, ist jede Diskussion zum Thema Datensicherheit müßig.
In jeden Falle sollte aber der erste Schritt nicht falsch sein, sich zu fragen, ob man durch eine überlegte Einteilung der Datenstruktur etwaige Vorteile heraus holen kann, zumal sich die Zusatzkosten auf Null belaufen.
Es ist eine Optimierung - wenn sie denn überhaupt was bringen würde - an der völlig falschen Stelle.
Wenn man die Zeit und Energie stattdessen in ein vernünftiges Backup-Konzept investiert, ist viel mehr gewonnen.