Ich würde allerdings nicht versuchen die Wärmepaste selbst zu tauschen, das ist ganz anders als bei CPUs mega aufwändig - kaufen und hoffen wäre da meine devise.
Ich finde das jetzt nicht so tragisch, irgendwo zwischen Ikea-Schrank und Revell Model. Wenn man an ersterem schon scheitert sollte mans vielleicht lasesn, ja.
Gerade bei alten Karten hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht, meine alte Geforce in meinem Server - sicher schon um die 15 Jahre - hatte nach nem WLP Tausch um die 10°C weniger, meine 5700XT hab ich, bevor ich sie letztes Jahr verkauft hatte, ebenfalls neu bepastet und gut 5 Grad gewonnen. Man darf nicht vergessen, dass aktuelle WLP wie die Arctic 7 mit Top WLPs von vor 15 Jahren den Boden aufwischen (was bei WLP nen Temp. Unterschied von 3-4 Grad, beide frisch, bedeutet).
Die Pads am VRAM kann man gut mit Dingen wie Thermal Putty ersetzten, wenn nötig. War bei mir tatsächlich nicht der Fall.
Und ja bei neuen Karten muss man aufpassen, da kann sowas wie das schon angesprochene Honeywell PTM drauf sein, das sollte man eher lassen oder halt durch ein anderes ersetzen. Aber das trifft hier ja nicht zu. Die Graphene-Pads von Grizzly sollen auch nahe an die Leistung von guter WLP herankommen, falls man unbedingt ein Pad will, aber sind halt sehr teuer.
Was die Tests von Igor betrifft, würde ich da Vorsicht walten lassen. Zum einen hat sich schon gezeigt, dass da nicht alles sauber läuft (zB auch wenn das jetzt nicht auf WLP bezogen ist), auch sind seine Tests halt keine Praxistests, und dass seine Methode über Reallife Anwendung aussagekräftig ist, belegt er halt auch nicht.


Nur ist WLP ein Produkt, welches sehr wenig kostet, und wo auch über die letzten Jahre viel Entwicklung reingeflossen ist. Wenn ich sie spontan brauche, und noch eine 15 Jahre alte Arctic Silver habe - naja gut, wieso nicht. Mehr wie 2-3 Grad wirds nicht ausmachen. Wenn ich jetzt die Idee habe, zwecks Optimierung extra alles zu repasten und mir diesen Aufwand zu machen, würde ich aber extra ein aktuelles Produkt kaufen.