Wärmeleitpaste und PC-Kühlung im Zeitenwandel (aus "Suche etwas ältere Radeon Graka")

medV2

Well-Known Member
Ich würde allerdings nicht versuchen die Wärmepaste selbst zu tauschen, das ist ganz anders als bei CPUs mega aufwändig - kaufen und hoffen wäre da meine devise.

Ich finde das jetzt nicht so tragisch, irgendwo zwischen Ikea-Schrank und Revell Model. Wenn man an ersterem schon scheitert sollte mans vielleicht lasesn, ja.

Gerade bei alten Karten hab ich sehr gute Erfahrungen gemacht, meine alte Geforce in meinem Server - sicher schon um die 15 Jahre - hatte nach nem WLP Tausch um die 10°C weniger, meine 5700XT hab ich, bevor ich sie letztes Jahr verkauft hatte, ebenfalls neu bepastet und gut 5 Grad gewonnen. Man darf nicht vergessen, dass aktuelle WLP wie die Arctic 7 mit Top WLPs von vor 15 Jahren den Boden aufwischen (was bei WLP nen Temp. Unterschied von 3-4 Grad, beide frisch, bedeutet).

Die Pads am VRAM kann man gut mit Dingen wie Thermal Putty ersetzten, wenn nötig. War bei mir tatsächlich nicht der Fall.

Und ja bei neuen Karten muss man aufpassen, da kann sowas wie das schon angesprochene Honeywell PTM drauf sein, das sollte man eher lassen oder halt durch ein anderes ersetzen. Aber das trifft hier ja nicht zu. Die Graphene-Pads von Grizzly sollen auch nahe an die Leistung von guter WLP herankommen, falls man unbedingt ein Pad will, aber sind halt sehr teuer.


Was die Tests von Igor betrifft, würde ich da Vorsicht walten lassen. Zum einen hat sich schon gezeigt, dass da nicht alles sauber läuft (zB
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auch wenn das jetzt nicht auf WLP bezogen ist), auch sind seine Tests halt keine Praxistests, und dass seine Methode über Reallife Anwendung aussagekräftig ist, belegt er halt auch nicht.
 
Bin ich der einzige der noch eine dünne Schicht Silikonpaste verwendet? Als ich meinen Ryzen 7700X neu gepastet habe ging er bei genau dem gleichen Takt ins Temperaturlimit. Vorher war so ein graues Zeug auf dem Kühlkörper.
 
Bin ich der einzige der noch eine dünne Schicht Silikonpaste verwendet? Als ich meinen Ryzen 7700X neu gepastet habe ging er bei genau dem gleichen Takt ins Temperaturlimit. Vorher war so ein graues Zeug auf dem Kühlkörper.
Was genau meinst du mit Silikonpaste? Silikonöl ist ja ein Bestandteil der meisten WLPs, aber dazu kommen eben diverse mikroskopisch kleine Feststoffe für die Wäremübertragung. Ich verwende derzeit eigentlich nur die Arctic MX 7, die ist günstig zu bekommen und schließt in so ziemlich allen Tests in den Top 3 ab, oft Top 1. Flüssigmetal jetzt mal ausen vor gelassen.
 
Bin ich der einzige der noch eine dünne Schicht Silikonpaste verwendet?
und auf meiner steht ausdrücklich drauf, dass sie kein Silikon enthält.
Uralt ist sie allerdings auch und ich habe auch immer wieder das bekannte schlechte Gewissen. So von wegen Haltbarkeit und so...
Damals hieß das "Wärmeleitpaste WPS" und kam von austerlitz aus Nürnberg, die Firma gibt es immer noch und sie bietet auch noch immer Wärmeleitpaste an. Meine Tube hat 60g und ich benutzte das früher in Zeiten des Elektronik-Bastelns und als es dann beim PC so weit war, hatte ich noch immer ausreichend davon und auch jetzt wird der Rest für Jahrzehnte genügen. Falls ich nicht doch mal was neu kaufe.

Wichtig ist mir immer gewesen, dass sie nicht elektrisch leitet und auch, dass sie nicht so dünn fließt (auch unter Wärme), dass der Überschuss raus-gequetscht wird und weg läuft. Dass was raus-gequetscht wird, ist allerdings für mich normal, weil ich nicht so ganz exakt damit arbeite und so ungefähr den aufgetragenen Klecks platt drücke und ein wenig verreibe, statt vorher schön gleichmäßig zu verspachteln.

Naja, Tests habe ich allerdings bisher vermieden und vermutlich wären die auch nicht besser ausgeführt, als die oben zitierten Lüfter-Tests. Ich meine, wenn ich die Paste erneuere, ist das Teil alt und wenn es nachher noch geht, ist die Welt für mich in Ordnung.
Bisher habe ich noch nie versucht, ein Problem damit zu lösen, sondern immer nur vorbeugend erneuert, beim gleichzeitigen Reinigen der Lüftung.
 
Dass was raus-gequetscht wird, ist allerdings für mich normal, weil ich nicht so ganz exakt damit arbeite
Es ist auch normal. Das soll sogar so sein, damit das Material mit Puffer/Headroom arbeiten kann bez. der Scherkräfte, wenn beide Richtungen (heiß/kalt) wirken. Daher lieber einen Klecks mehr als zu wenig.
 
Ich meine Gamers Nexus hat da mal einen Vergleichstest gemacht. Dicker Klecks in der Mitte, ein X, gleichmäßig verteilt. Bringt am Ende alles die gleiche Kühlleistung wenn der Anpressdruck stimmt und sich das Zeug dann verteilt.
 
Wobei es auch stark drauf ankommt, was man kühlen will. Für eine 65 Watt CPU braucht man kein Flüssigmetall. Die Vega ist allerdings ein ziemliches Biest mit notorischen Hitzeproblemen, vor allem durch den berüchtigten Hotspot. Zusammen mit der ziemlichen Fummelei des Zerlegens des Kühlers ist dort das wirkliche gute Material schon die sinnvolle Wahl.
 
Bin ich der einzige der noch eine dünne Schicht Silikonpaste verwendet?
NEIN!
Denn ich hatte im letzten Jahrtausend - als "Energieelektroniker Fachr. Betriebstechnik" noch gelernt, Paste SO DÜNN WIE MÖGLICH aufzutragen; es hiess immer: mehr ist schlecht, wir verputzen schließlich keine Wände!
Es sollte nur die Unebenheiten an der Oberfläche ausgleichen.
Das hab ich bis zum Arctic Silver heutzutage beibehalten und bin immer gut damit gefahren.

Wenn ich heutzutage in YT Videos sehe, wie die die CPUs etc zukleistern (bzw auch was von Firmen fertig geliefert wird), dann hat sich entweder was in der Pasten-Technik getan, was ich nicht mitbekommen habe, oder das Dogma ist heutzutage wirklich "mehr ist mehr"!

EDIT: man sollte auch nach 30+ Jahren seine damalige Fachrichtung noch korrekt wissen!
 
Denn ich hatte im letzten Jahrtausend - als "Energieelektroniker Fachr. Betriebstechnik" noch gelernt, Paste SO DÜNN WIE MÖGLICH aufzutragen; es hiess immer: mehr ist schlecht, wir verputzen schließlich keine Wände!
beigebracht hat man uns das auch so. Doch damals ging es fast immer um Transistoren und den Wärmekontakt zu den Kühlkörpern und du erinnerst dich sicher noch an diese komischen Scheiben, Glimmer-Scheiben oder so ähnlich. Kurz gesagt: die Ansprüche waren anders, weil die Oberflächen tatsächlich nicht zueinander passten und deshalb keine ausreichende Kontaktfläche vorhanden war.
Wenn ich mir die gefrästen Flächen bei den heute benutzten Bauteilen und Kühlkörpern ansehe, dann sind die beinahe Spiegelglatt und man kann sich schon fragen, ob es überhaupt noch eine Paste dazwischen braucht. (Braucht es natürlich! Nicht, dass jemand daraus eine Empfehlung ableiten möchte).
Wenn ich da nun einen wohlgemessenen Klecks auftrage, Gegenfläche aufsetze und ein wenig hin und her schiebe und dann nach Vorgabe anziehe (also Druck ausübe), verteilt sich das zwischen den beiden fraglichen Flächen ausgezeichnet, ohne dass man vorher schön gleichmäßig und sparsam aufträgt. Ist jedenfalls meine Erfahrung nach Prüfung durch wieder Zerlegen und hin sehen. Und da ist dann der etwas größere Klecks sicherer, als ein zu klein geratener Klecks.
Das nur zur Verteidigung meiner eigenen Faulheit.

EDIT: man sollte auch nach 30+ Jahren seine damalige Fachrichtung noch korrekt wissen!
bei mir war das Informationselektroniker der Fachrichtung Kommunikationselektronik und das gibt es gar nicht mehr, wozu also merken? Weil es bei meinem Rentenantrag vor kurzem abgefragt wurde. ;)
 
NEIN!
Denn ich hatte im letzten Jahrtausend - als "Energieelektroniker Fachr. Betriebstechnik" noch gelernt, Paste SO DÜNN WIE MÖGLICH aufzutragen; es hiess immer: mehr ist schlecht, wir verputzen schließlich keine Wände!
Es sollte nur die Unebenheiten an der Oberfläche ausgleichen.
Das hab ich bis zum Arctic Silver heutzutage beibehalten und bin immer gut damit gefahren.

Wenn ich heutzutage in YT Videos sehe, wie die die CPUs etc zukleistern (bzw auch was von Firmen fertig geliefert wird), dann hat sich entweder was in der Pasten-Technik getan, was ich nicht mitbekommen habe, oder das Dogma ist heutzutage wirklich "mehr ist mehr"!

EDIT: man sollte auch nach 30+ Jahren seine damalige Fachrichtung noch korrekt wissen!

Tut mir leid, aber da muss ich widersprechen. Schon alleine, dass du die über 15 Jahre alte Arctic Silver nutzt zeigt, dass du schon lange nicht mehr am Puls der Zeit bist. Die schneidet deutllich schlechter als aktuelle Pasten ab (wenn sie mal mitgetestet wird). Dazu ist sie kapazitiv.

Auch zeigen alle Tests, über Landesgrenzen und Technikyoutuber hinweg, dass es absolut egal ist, wie man die Paste aufträgt, solange nicht zu wenig, und nicht extrem übertrieben viel. Auf aktuellen CPUs ist vorallem auch der Anpressdruck deutlich höher als bei alten Boards wo die Arctic Silver noch aktuell war.
 
tja, wenns die Youtuber und das Internetz sagt, dann muss es wohl so sein... und ich nicht mehr am Puls der Zeit!!
Aber: ich brauch das Zeug noch auf - wie sagen die Alten in der Firma immer "bis zur Rente reichts hoffentlich noch!!" :D
 
Wenn ich heutzutage in YT Videos sehe, wie die die CPUs etc zukleistern (bzw auch was von Firmen fertig geliefert wird), dann hat sich entweder was in der Pasten-Technik getan, was ich nicht mitbekommen habe, oder das Dogma ist heutzutage wirklich "mehr ist mehr"!
Die modernen Pasten enthalten halt Partikel mit höherer Wärmeleitfähigkeit. Die sind aber auch größer als die Silikonpartikel. Die Silikonpaste trage ich so dünn auf, dass die Beschriftung auf dem Chip noch lesbar ist. Das geht mit so einer Paste mit Silberpartikeln überhaupt nicht.

Die Konzepte sind einfach grundsätzlich unterschiedlich. Silikonpaste ist halt ein schlechter Wärmeleiter (aber immer noch besser als Lufteinschlüsse), dafür geht die richtig dünn, was gut ist da ja keine Paste so gut leitet wie ein Kühlkörper.
Moderne Pasten haben höhere Leitfähigkeit aber können nur dicker aufgetragen werden. Im Endeffekt gleichen sich die Vor- und Nachteile wahrscheinlich mehr oder weniger aus. Ich bevorzuge halt die Paste die ich dünn auftragen kann und die auf jeden Fall nicht elektrisch leitfähig ist.

Liquid Metal ist da halt ein Sonderfall. Sehr gute Leitfähigkeit, sehr dünn. Dafür aber leitfähig und flüssig, entsprechend muss man in der Regel einen Schutzumrandung um die zu kühlende Fläche bauen damit man keine Kurzschlüsse verursacht und die Flüssigkeit trocknet alle paar Jahre aus und muss getauscht werden. Das ist halt das non Plus Ultra für Overclocker. Will ich nicht haben.
 
tja, wenns die Youtuber und das Internetz sagt, dann muss es wohl so sein...:D

Alleine schon wie du hier formulierst... Ja, wenn große Technikportale solche Tests machen, beschreiben wie sie testen und das auch zeigen, ist das sehr aussagekräftig. Zumindest mehr als "ich hab vor nem halben Jahrhundert mal was gelernt + persönliche Evidenz".
 
Ja, wenn große Technikportale solche Tests machen, beschreiben wie sie testen und das auch zeigen, ist das sehr aussagekräftig.
wie wir oben zu den Lüfter-Tests gesehen haben, wird da offenbar auch Mist gemacht (ich kenne nur dieses Beispiel).
Ist ja schön und gut, wenn jemand seine Erfahrungen veröffentlicht, meinetwegen auch in Videos und das kann man dann sogar mit einem gewissen Recht auch Test nennen, aber es bleibt doch irgendwo nicht mehr, als eine ganz individuelle Erfahrung bei der ich dann abschätzen muss, wie weit sie für meine eigenen Zwecke dienlich ist.
Ganz allgemein vertraue ich immer noch eher den Angaben der Hersteller in ihren Datenblättern und das funktioniert dann gut, wenn diese Angaben genormt sind (ich meine nicht unbedingt, in eine echte Norm gepresst, aber eben sinnvoll und dadurch vergleichbar). Die Nerven für Lüfter-Test-Kriege wie oben, habe ich einfach nicht.

Mal ganz anders gefragt: Abseits dieses Forums und anderer Tech-Affiner Plattformen, was glaubt ihr denn, wie viele Anwender jemals auf die Idee kommen, Wärmeleitpaste auf zu tragen? Gibt es einen Hersteller von PCs, der so etwas empfiehlt oder sogar vorschreibt?
Vielleicht wird darum zu viel Bohey gemacht?

Aber: ich brauch das Zeug noch auf
so halte ich es deshalb auch.
Hätte ich etwas anderes gehabt, hätte ich das genutzt.
Hätte ich gar nichts gehabt, hätte ich mir wohl gar keine Paste, sondern Pads gekauft.
So habe ich aber diese Paste schon Jahrzehnte und sehe bislang keinen Grund, sie nicht mehr zu benutzen. Daraus leite ich keine Empfehlung ab, denn ich habe ja gar keine Tests gemacht. Man kann aber vielleicht sehen, dass es trotzdem klappt und vielleicht nicht gar so kritisch ist, wie manchmal getan wird.
 
wie wir oben zu den Lüfter-Tests gesehen haben, wird da offenbar auch Mist gemacht (ich kenne nur dieses Beispiel).
Ist ja schön und gut, wenn jemand seine Erfahrungen veröffentlicht, meinetwegen auch in Videos und das kann man dann sogar mit einem gewissen Recht auch Test nennen, aber es bleibt doch irgendwo nicht mehr, als eine ganz individuelle Erfahrung bei der ich dann abschätzen muss, wie weit sie für meine eigenen Zwecke dienlich ist.
Ganz allgemein vertraue ich immer noch eher den Angaben der Hersteller in ihren Datenblättern und das funktioniert dann gut, wenn diese Angaben genormt sind (ich meine nicht unbedingt, in eine echte Norm gepresst, aber eben sinnvoll und dadurch vergleichbar). Die Nerven für Lüfter-Test-Kriege wie oben, habe ich einfach nicht.

Natürlich werden immer Fehler gemacht, deshalb ist es keine gute Idee einem Test zu vertrauen. Wenn es aber 10 unabhängige gibt wie zB zum Thema "wie trägt man WLP auf", kann man da schon mit ner gewissen Wahrscheinlichkeit von einer tatsächlich existenten Tendenz ausgehen, die auf Jedenfall mehr zählt als persönliche Evidenz von Nutzer XY.

Mal ganz anders gefragt: Abseits dieses Forums und anderer Tech-Affiner Plattformen, was glaubt ihr denn, wie viele Anwender jemals auf die Idee kommen, Wärmeleitpaste auf zu tragen? Gibt es einen Hersteller von PCs, der so etwas empfiehlt oder sogar vorschreibt?
Vielleicht wird darum zu viel Bohey gemacht?

Klar. Das ist Optimierung auf höchste Niveau. Vorallem bei normalen PC Nutzungszyklen. Wenn man allerdings 15-20 Jahre alte gebraucht HW nimmt, könnte das Thema an Relevanz gewinnen.

so halte ich es deshalb auch.
Hätte ich etwas anderes gehabt, hätte ich das genutzt.
Hätte ich gar nichts gehabt, hätte ich mir wohl gar keine Paste, sondern Pads gekauft.
So habe ich aber diese Paste schon Jahrzehnte und sehe bislang keinen Grund, sie nicht mehr zu benutzen. Daraus leite ich keine Empfehlung ab, denn ich habe ja gar keine Tests gemacht. Man kann aber vielleicht sehen, dass es trotzdem klappt und vielleicht nicht gar so kritisch ist, wie manchmal getan wird.

Persönlich kann jeder machen was man möchte :) Nur ist WLP ein Produkt, welches sehr wenig kostet, und wo auch über die letzten Jahre viel Entwicklung reingeflossen ist. Wenn ich sie spontan brauche, und noch eine 15 Jahre alte Arctic Silver habe - naja gut, wieso nicht. Mehr wie 2-3 Grad wirds nicht ausmachen. Wenn ich jetzt die Idee habe, zwecks Optimierung extra alles zu repasten und mir diesen Aufwand zu machen, würde ich aber extra ein aktuelles Produkt kaufen.
 
Mal ganz anders gefragt: Abseits dieses Forums und anderer Tech-Affiner Plattformen, was glaubt ihr denn, wie viele Anwender jemals auf die Idee kommen, Wärmeleitpaste auf zu tragen?
Paste ersetzen/neu auftragen - eher nicht. Das fliegt dann auf den Müll oder "Defekt an Bastler abzugeben"-mäßig bei ebay raus, wenn da die ersten Mucken kommen. Normalerweise reicht das was ab Werk gemacht wurde auch aus für die 3-4 Jahre geplanten Produktlebenszyklus. Selbst wenn die Paste nach 5-6 Jahren soweit durchvergewaltigt ist, dass der jeweilige Chip (CPU, GPU egal) unter Vollast dann auf 70° statts wie am Anfang bei 55° werkelt, ist das nicht dramatisch, wenn noch innerhalb der specs. Ich weiß, als ob der Durchschnittsanwender Plan von Temperaturen innerhalb seines Systems hätte. ;)
Hier ging es aber um die Vega und die ist ein unglücklicher Sonderfall. Die Kühllösung ist bei den Referenzkarten trotz Gewaltlüfter mit Lautstärke unterdimensioniert, der hot spot ist ein gratwandernder Eiertanz direkt bei ~90° und schnelle spikes auf 105° mit anschließender Notabschaltung sind keine Seltenheit, der Anwender merkt also direkt, wenn das Bild weg ist :D . Es ist also nicht so, dass das langsam hochkriecht oder so. Ich hatte damals die Vega64 2018 neu gekauft und ich hab das Teil gehasst, von vorne bis hinten nur Probleme.
Will sagen, hier kommt es auf jedes Grad an das nicht erreicht wird, bei ner CPU ist mir das Wumpe ob die bei 70 oder 80 schwitzt und da braucht es wirklich nicht die neueste Zauberpaste.
 
Alleine schon wie du hier formulierst... Ja, wenn große Technikportale solche Tests machen, beschreiben wie sie testen und das auch zeigen, ist das sehr aussagekräftig. Zumindest mehr als "ich hab vor nem halben Jahrhundert mal was gelernt + persönliche Evidenz".
wie das manche gleich immer triggert...

du kannst dich gerne nach der neusten Technolgie richten ... hat ja keiner was dagegen

ich wurschtel halt so in meiner kleinen Bubble weiter...
 
Paste ersetzen/neu auftragen - eher nicht. Das fliegt dann auf den Müll oder "Defekt an Bastler abzugeben"-mäßig bei ebay raus, wenn da die ersten Mucken kommen. Normalerweise reicht das was ab Werk gemacht wurde auch aus für die 3-4 Jahre geplanten Produktlebenszyklus. Selbst wenn die Paste nach 5-6 Jahren soweit durchvergewaltigt ist, dass der jeweilige Chip (CPU, GPU egal) unter Vollast dann auf 70° statts wie am Anfang bei 55° werkelt, ist das nicht dramatisch, wenn noch innerhalb der specs. Ich weiß, als ob der Durchschnittsanwender Plan von Temperaturen innerhalb seines Systems hätte. ;)
Hier ging es aber um die Vega und die ist ein unglücklicher Sonderfall. Die Kühllösung ist bei den Referenzkarten trotz Gewaltlüfter mit Lautstärke unterdimensioniert, der hot spot ist ein gratwandernder Eiertanz direkt bei ~90° und schnelle spikes auf 105° mit anschließender Notabschaltung sind keine Seltenheit, der Anwender merkt also direkt, wenn das Bild weg ist :D . Es ist also nicht so, dass das langsam hochkriecht oder so. Ich hatte damals die Vega64 2018 neu gekauft und ich hab das Teil gehasst, von vorne bis hinten nur Probleme.
Will sagen, hier kommt es auf jedes Grad an das nicht erreicht wird, bei ner CPU ist mir das Wumpe ob die bei 70 oder 80 schwitzt und da braucht es wirklich nicht die neueste Zauberpaste.
wenn ich auf meinen "neuen" PC schaue, hat die CPU und die GPU fast immer < 40°C, was deutlich kühler ist, als Vorgänger und auch der Laptop, den ich noch benutze.
Kann man ableiten, dass da auch die Wärmeleitpaste länger hält?
In meiner Vorstellung bedeutet wärmer auch mehr Belastung, schnelleres Altern der Paste und demgemäß eher Bedarf für Nachbesserung.
 
Die Temperaturunterschiede sind das größte Gift. Wenn die CPU immer kühl bleibt, ists also definitiv besser. Wenn sie dennoch ab und an auf 80 dreht, ist es eventuell noch schlimmer, als würde sie durchgehend auf 80 laufen.
Aber wie schon gesagt, vorallem bei modernen Pasten* ist das selbst auf 5 Jahren nur im unteren einstelligem Gradbereich messbar.


*Die Kryonaut hatte damit wohl größere Probleme als der Durchscnitt.
 
wenn ich auf meinen "neuen" PC schaue, hat die CPU und die GPU fast immer < 40°C, was deutlich kühler ist, als Vorgänger und auch der Laptop, den ich noch benutze.
Kann man ableiten, dass da auch die Wärmeleitpaste länger hält?

Dazu müsste man wissen warum sie überhaupt altert. Denn normal ist das nicht.

Ich hab hier noch von der Paste, die ich vor 45 Jahren gekauft hab, und die ist immer noch wie neu.
Damals hat man die verwendet für UHF-Sendestufen oder Stage-Amps, und das war jedenfalls für Militär und Industrie gut genug.
Der offensichtliche Unterschied: das alte Zeug ist tatsächlich Paste (warum wohl heißt es "Paste"?), also gleichmäßig und sorgfältig mit einem Spachtel aufzutragen, so wie Fliesenkleber.
Das heutige Zeug ist keine Paste sondern Sabber, Sauerei weitgehend garantiert.

Freilich: Fliesen kleben braucht ein bischen Skill.
Und auch: Stage-Amps laufen zwanzig Jahre, unter rugged/outdoor Bedingungen.
 
Kann man ableiten, dass da auch die Wärmeleitpaste länger hält?
Die Spanne zwischen den Extremen machts. Aber andererseits würde ich mir da keinen Kopp machen bzw. mich danach ausrichten (wie bei Platten oder SSDs, einfach benutzen und nicht drüber nachdenken wie man das möglichst schonend nutzt, es ist und bleibt Verschleißmaterial). Paste kostet fast nichts und ich bezweifle, dass die innerhalb von zehn Jahren so degradiert, dass du bei gleicher CPU-Last auf 80° kommst. Selbst das wäre noch nicht schädlich, die Dinger haben auch ne Notabschaltung. Eher kaufst du dir eine neue Kiste. Aber da du die Temperaturen ja im Blick hast (jährlicher Vergleich reicht völlig!), bist du auch für den unwahrscheinlichen Fall abgesichert, solltest du wirklich fiese miese Paste abbekommen haben. Wenn du den Stock-Kühler drauf hast, passt das Geschmier halb Pad/halb Paste schon, das ist ja zeitgemäß.
 
Dazu müsste man wissen warum sie überhaupt altert. Denn normal ist das nicht.

Ich hab hier noch von der Paste, die ich vor 45 Jahren gekauft hab, und die ist immer noch wie neu.
Damals hat man die verwendet für UHF-Sendestufen oder Stage-Amps, und das war jedenfalls für Militär und Industrie gut genug.
Der offensichtliche Unterschied: das alte Zeug ist tatsächlich Paste (warum wohl heißt es "Paste"?), also gleichmäßig und sorgfältig mit einem Spachtel aufzutragen, so wie Fliesenkleber.
Das heutige Zeug ist keine Paste sondern Sabber, Sauerei weitgehend garantiert.

Freilich: Fliesen kleben braucht ein bischen Skill.
Und auch: Stage-Amps laufen zwanzig Jahre, unter rugged/outdoor Bedingungen.

Ich weiß nicht wo du deine Infos her hast, aber ich hab 3 Generationen WLP in meiner Schublade und keins davon ist wässriger als Zahnpaste, die neueren Generationen sind eher wie Haarwachs von der Konsistenz. Und natürlich ist die Rede von Pasten auf aktiven Komponenten, nicht davon, dass sie in der Schublade liegt.
 
Ich weiß nicht wo du deine Infos her hast
Von dem was aus der Einwegspritze rauskommt.
Immerhin hat es für die CPU gut funktioniert - über die ersten 1 oder 2 Jahre. Jetzt wird wieder bei der Nennfrequenz abgeregelt, kein TurboBoost mehr. Kann natürlich auch daran liegen dass das Kühlergitter voll ist. Oder an der Außentemperatur.
 
Welches Produkt hast du da verwendet? Eventuell hattest du eine schlechte Charge erwischt oder auch irgenwie (bei dir oder beim Händler/Distributor) falsch gelagerte Ware. Wie gesagt ich paste sicherlich 3-4 mal Pro Jahr im Büro und nochmal 2-3 mal Privat irgendwas, nutzte da auch diverse Produkte und sowas wäre mir noch nie untergekommen. Schlatziges dünnflüssiges Zeug erinnerte mich eher an die Tage meiner Schulzeit, als ich im örtlichen PC Shop gearbeitet habe und wir mit den dortigen Billigpasten arbeiten mussten. Und das ist jetzt schon etliche Jahre her :D
 
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