Wobei fehlende Hardware-Codecs hier nicht das Problem sein werden. Sie übertünchen vermutlich eher die Ursache. Selbst der nicht mehr taufrische i7-3632QM kann Full-HD Videos auf jeden Fall flüssig in Software abspielen, 4k aufgrund mangelnder Bandbreite des DDR3-RAM aber leider nur begrenzt. Wenn nur ein oder zwei Frames pro Sekunde rauffallen, würde ich eher auf Waylands Buffermechanismus tippen: Wayland ist wirklich extrem simpel gesagt so gebaut, dass der Kernel einen Buffer erstellt und den in den Client mappt. Der Client rendert seine Ausgabe per Vulkan oder OpenGL da rein und der Kernel liest es für die unteren Ebenen der Pipeline daraus. Dieser Mechanismus heißt GEM.
Klassisch war das ein Problem für Nvidia, den GEM ist GPL-lizensiert und war vor dem Wechsel auf die quelloffenen Module daher für den Nvidia-Blob nicht nutzbar. Das war der Hauptgrund stattdessen EGL-Streams als alternativen Mechanismus durchsetzen zu wollen. Aber auch wenn dieser Mechanimus aus welchen Gründen versagt, ist es ein Problem. Denn in dem Fall muss der Client (Firefox) jedes Bild in den Kernel umkopieren und das frisst sowohl Bandbreite als auch CPU-Leistung ohne Ende.
Die Frage wäre allerdings, wieso das nicht klappt. Fehlende Abhängigkeiten können eine Rolle spiele, bei Firefox und Thunderbird ist aber auch about:config in all seiner Schönheit gerne genommen. Denn wenn da nur einer der zigtausend Werte aus welchen Gründen auch immer nicht so gesetzt ist, wie die Konfigurationsmagie es erwartet, geht die Sache böse in die Hose. Das würde auch erklären warum ein jungfräuliches Profil funktioniert.
Wenn man sehr motiviert ist, könnte man zwischen dem kaputten und dem heilen Profil prefs.js einmal diffen. Ich habe das letzens gemacht um das neue Smart Window mit meinem >10 Jahre alten Profil zu verheiraten und schön war das wirklich nicht... Um dann festzustellen, dass das Smart Window im derzeitigen Zustand eher sinnlos, meine GPU zu klein und Qwen3.6-35B-A3B zu dumm ist.