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Webblog no DB, kein Overhead

Themenstarter #1
Hallo,
ich wollte mir einen günstigen Webblog erstellen und mir ist dieses Angebot ins Auge gefallen:
https://www.vultr.com/apps/wordpress

Das Angebot wirkt super, leider hab ich keine Lust auf eine vorkonfigurierte Anwendung die ich im Großen und Ganzen nicht verstehe.

Nun zur eigentlichen Frage:
Ich suche eine simple Weboberfläche für einen Webblog, Read-Only auf einem httpd Webserver, keine DB und kein Overhead. Einpflegen neuer Inhalte nehme ich gerne über ssh vor. Gibts hierfür eine simple und einfache Lösung?

Falls ich merke, dass das ganze zuviel Verwaltung benötigt kann ich mich so langsam an die Zusatztools (sprich DB) rantasten und falls ich keine DB brauche, um so besser :).

Optisch stelle ich es mir so vor:
https://blog.fefe.de/
Mir ist bekannt, dass sein System OpenSource ist, aber gibt sicher Gründe warum man sowas nicht in C baut :ugly:
 
Themenstarter #3
Trifft meinen Geschmack ganz gut, auch wenn ich Python nicht wirklich mag.

Zum Verständnis: Das Verwaltungstool ist in Python geschrieben und dient lediglich der Verwaltung und Ausgabe von html? Vorsichtig gesagt werden wohl fehlende Patches auf längere Dauer eher geringfügig die Sicherheit meines Servers beschränken, da nur der html Part von außen erreichbar ist?
 

foxit

Well-Known Member
#4
Das Verwaltungstool ist in Python geschrieben und dient lediglich der Verwaltung und Ausgabe von html?
Richtig. pelican generiert HTML Dateien in den Ordner output. Von dort kannst du diese dann per ssh oder rsync auf deinen Webspace kopieren. Mehr wird nicht benötigt. Auf dem Webspace benötigst du nichts spezielles. Einen Webserver kannst du auch einfach mit python erstellen:
Code:
python2.7 -m SimpleHTTPServer 8080
Und schon wird die Seite auf Port 8080 ausgeliefert.

Gruss
 
Themenstarter #7
Habe mal reingeschaut, alle Projekte haben für mich einen Haken, da sie auf Github seit Jahren inaktiv sind oder wie im Fall des letzten Links als Anfängerprojekt gebaut wurden, ansonsten wäre pft für mich der Oberhammer :)

Ich werd heute bzw. nächste Woche mal anständig in einer VM testen, aber nach dem jetzigen Stand ist pelican noch die sinnvollste und einfachste Lösung. Wenn ichs richtig verstanden habe muss ich den Server dafür nicht mit python belasten, somit kann ich das Erstellen getrost in eine offline-VM meines Notebooks verbannen.

Jekyll in Verbindung mit github Pages?
pelican liest sich für meine Anwendung finde ich schöner
 

gadean

Well-Known Member
#12
Ich benutzt ebenfalls seit einiger Zeit hugo und bin zufrieden, den integrierten Webserver würde ich jetzt nicht produktiv einsetzten, aber fürs erstellen von Seiten ist er schon sehr angenehm.
 
C

CrimsonKing

Guest
#14
gibt sicher Gründe warum man sowas nicht in C baut :ugly:
Eigentlich ja nur den, dass man kein C kann. Prinzipiell ist C ganz gut dafür geeignet, gerade auf einem OpenBSD-Server.
Kennst du blogc?

Was dein eigentliches Problem angeht:

Ich suche eine simple Weboberfläche für einen Webblog, Read-Only auf einem httpd Webserver, keine DB und kein Overhead.
Wenn du aus irgendeinem Grund :D auf C (und damit auf blogc) verzichten willst: Ich habe in den letzten Monaten einige dieser statischen Blogsysteme (siehe auch) ausprobiert, weil ich für eines meiner Projekte auch gern ein möglichst leichtes Blogsystem mit keinem bis sehr wenig Overhead brauchte. Ich bin bei blogc hängen geblieben. :)

Ansonsten kamen folgende in die engere Auswahl:
  • Pelican (Python):

    Pro:
    - Kann eine Menge, hat eine riesige Community und Plugins für jeden Scheiß, außerdem recht viele sogar halbwegs ansehnliche Themes.

    Kontra:
    - Python ist eine lahme, fette und (subjektiv gesehen) potthässliche Sprache. (YMMV.)
    n.b.: Ich schreibe aktuell mal wieder ein kleines Webprojekt in Python und ich verabscheue jede Zeile davon.
    - Die Entwicklung scheint seit dem Siegeszug von Hugo deutlich langsamer vonstatten zu gehen.


  • Statocles (Perl):

    Pro:
    - Der Entwickler leistet offenbar rund um die Uhr Livesupport im IRC und lässt sich erfreulicherweise für jede wirre Featureidee begeistern. (Ein paar OpenBSD-bezogene Bugs hat er letztes Jahr schon ausgebügelt.)
    - Inzwischen durchaus gut dokumentiert.

    Kontra:
    - Vergleichsweise kleine Community.
    - Keine mir bekannten Themes außer den beiden mitgelieferten.


  • Coleslaw (Common Lisp):

    Pro:
    - Geschrieben in Common Lisp. (Das ist ein Pro-Argument!)
    - (Wieder) aktive, wenn auch eher kleine Entwicklercommunity.
    - Nicht ganz unspannende Plugins für (u.a.) Kommentare und YouTube-Einbindung.

    Kontra:
    - Das leidige Problem mit den Themes ist auch hier gegeben: Es gibt nur zwei.


  • Hugo (Go):

    Pro:
    - Ist aktuell (wie früher Jekyll) der Shooting-Star: Hochaktive Entwicklung, Dutzende Tutorials zur Installation, Umstieg von WordPress/Pelican/Jekyll, unzählige Themes.
    - Offenbar ziemlich schnelle Seitenerstellung, portable Binärdatei für die meisten Betriebssysteme.
    - Kann von Haus aus eine Menge; ich finde besonders die frei definierbaren Taxonomien nicht uninteressant.

    Kontra:
    - Kann keine Plugins: Was nicht im Code drin ist, existiert nicht.
    - Die Taxonomien beherrschen zzt. (noch?) keine Verschachtelungen wie zum Beispiel Unterkategorien.


  • Hakyll (Haskell):

    Pro:
    - Gereiftes, durchaus etabliertes System (bei Haskellianern).

    Kontra:
    - Haskell ist möglicherweise nicht unbedingt die beste Sprache für ein Blogsystem.
    - Unterstützt anscheinend (?) auch keine Plugins, bietet aber auch nicht gerade überragend viele Features.
    - Die Themes, die Themes... :)

Für ein aufgeblasenes WordPress-ähnliches Blog mit YouTube, Mediengedöns und so weiter würde ich heute vermutlich auswürfeln, ob ich Pelican oder Hugo (oder WordPress - ich würde eigentlich schon gern ein Kommentarsystem nutzen, das beim Besucher kein JavaScript erzwingt...) einsetzen möchte. "Simpler" als Fefes blog.c (dessen Code ja schon sehr speziell ist und in den meisten Umgebungen gar nicht OOTB funktionieren dürfte) oder eben blogc wirst du es aber nicht hinbekommen.

Möge es dir eine Hilfe sein.
 
Themenstarter #18
Eigentlich ja nur den, dass man kein C kann. Prinzipiell ist C ganz gut dafür geeignet, gerade auf einem OpenBSD-Server.
Kennst du blogc?
Würds nutzen, kann aber (noch) kein C. Mit meiner jetzigen Planung wird das wohl auch nichts in diesem Jahr.

Installationsanweisung:
Code:
curl -L https://cpanmin.us | perl - -M https://cpan.metacpan.org -n Statocles
Soviel Vertrauen hab ich leider nicht :)

Ich werd wohl vorerst
Schreib doch in mandoc - und dann -T html :-)
mal schauen, evtl. schreib ich mir dann selber, was ich noch brauch:)
 

Athaba

Libellenliebhaber
#20
Hallo,
ich wollte mir einen günstigen Webblog erstellen und mir ist dieses Angebot ins Auge gefallen:
https://www.vultr.com/apps/wordpress
Auch wenn du das nur am Rande geschrieben hast. Sei vorsichtig. Meines Wissens wird dir da lediglich ein Image auf eine VM gespielt. Dann bist du komplett selbst verantwortlich. Wordpress Updates, dich um Security kümmern, Datenbankadministration, PHP und OS aktuell halten.

Darauf vergessen leider immer mal wieder Leute.

Zu der eigentlichen Frage: Es gibt Jekyll, was der Klassiker ist (aber auch so richtig Dependency Hell), Hugo, was quasi der neue Liebling von vielen ist und viele Andere. Die Entscheidung ein statisches Blog zu machen ist durchaus sinnvoll. Es gibt mittlerweile für Leute die dann doch Kommentare haben wollen das auch zu bekommen. Das wird dann meist über JS eingebunden. Es gibt da ein paar große Cloudservices, aber mittlerweile relativ viele Projekte um das wartungsarm selbst zu hosten.

Die Größe der Projekte ist da alle sowieso nur statische Websites ausspucken lediglich in der Hinsicht interessant, dass du was im Internet findest. Securitythemen hast du rein von dem was die Files generiert keine. Bei bekannteren Projekten gibt's dann mehr so Plugins in Richtung Sitemap generieren, etc. aber wenn du die Syntax rudimentär kannst, dann ist es auch nichts arges sich das selbst zu stricken. Meist will man sowas dann ohnehin anpassen, weil die häufig stark auf ein spezielles Blog des Authors ausgerichtet sind.

Ich nehme an es geht dir darum das wartungsarm zu machen. Auch wenn ich selbst meist nginx verwende gibt's mit Caddy einen Webserver, der das alles sehr simpel macht und das ganze Zeug in Richtung Let's Encrypt Zertifikat aufsetzen und so selbst macht. Wie gesagt, ich mach das selbst auch mit nginx, aber wenn du einfach schnell zu was wartungsarmen kommen willst kann das Sinn machen. Nur leider gibt's da derzeit keinen Port, was ein wenig schade ist.

Hoffe du findest was für dich passt! :)
 
Themenstarter #21
@Athaba
Habe ein Port für pelican gefunden, wird wohl auch künftig drauf laufen. Auf der VM läuft gerade ein OpenBSD 6.0 auf Status aktuell. Den Installimages vertrau ich nicht, ist mir dann doch ein wenig zuviel Vorarbeit. Selbst das Installimage von OpenBSD war völlig unsinnig partitioniert...
 

foxit

Well-Known Member
#22
Habe ein Port für pelican gefunden, wird wohl auch künftig drauf laufen
Du brauchst keinen Port für Pelican. Das ist einer der Vorteile von Python. Ich würde mir mit virtualenv einfach eine Python Umgebung erstellen und dort pelican testen:
Code:
foxit@idefix ~ % virtualenv pelican
Aktivieren:
Code:
foxit@idefix ~ % source pelican/bin/activate
(pelican) foxit@idefix ~ %
Pelican installieren:
Code:
(pelican) foxit@idefix ~ % pip install pelican
Projekt anlegen:
Code:
(pelican) foxit@idefix ~ % mkdir pelican/projekt1
(pelican) foxit@idefix ~ % cd pelican/projekt1
(pelican) foxit@idefix ~/pelican/projekt1 % pelican-quickstart
Und schon hast du alles installiert. Wenns dir nicht gefällt, machst du einen ein rm -rf ~/pelican und alles ist wieder gelöscht. Absolut kein Aufwand.

Ich glaube für OpenBSD heisst der Port devel/py-virtualenv, genau wie unter FreeBSD.

Gruss