In diesen sauren Apfel muss man leider beißen.
Ja genau. Und damit man das Problem eben nicht hat, wäre eine regulatorische Lösung durchaus überlegenswert.
Theoretisch ist zB GrapheneOS für jeden der halbwegs Technikinteressiert ist, ne gangbare Alternative.
Mag sein. Aber es scheitert ja auch schon oft allein daran, das man kein
offiziell supportetes Device hat.
Ab und an geht mal ne App nicht, das hat dann nix mit Nerd oder nicht Nerd zu tun, sondern damit muss man eben leben. Das ist der Preis der Freiheit.
Ja. Und ich bin ja auch froh, das es solche Möglichkeiten gibt und das die genutzt werden können.
Gleichzeitig hab ich aber halt auch immer den Blick darauf, wie praxistauglich das für den normalen Durchschnittsanwender ist.
Es wird ja nicht von Heute auf Morgen kommen, auch erachte ich die Zeitspanne zwischen "Appzugang ist mir zu kompliziert" und "Amtsweg ist mir allgmein zu kompliziert" vorallem bei älteren Menschen nicht so relevant lange.
Man kann auch zynischerweise sagen: Das Problem stirbt aus.
Wobei es auch jüngere Menschen gibt, die nicht unbedingt technik-affin sind.
Man sieht es ja an den Banken, man kann immer noch persönlich hin, aber halt nur noch zu 3Stunden an 3 Tagen die Woche.
Ich sag ja auch nicht, das es das nicht mehr gibt. Aber es wird halt spürbar weniger.
Und häufig findest Du gar keine persönlichen Ansprechpartner mehr oder es werden dafür Hürden in den Weg gelegt.
Und das nutzt auch fast niemand mehr, alle sind auf bequemere Alternativen umgestiegen.
Ja. Der Personalaufwand ist dramatisch geringer geworden. Und trotzdem gibts halt einen Trend hin, das man das gar nicht mehr anbietet.
Und da fehlt mir auch irgendwie das Verständnis für. Das wenn man sowieso schon weniger Angestellte braucht und damit massiv spart, warum man dann nicht mal mehr einen für all die abstellen kann, die - aus welchen Gründen auch immer - den digitalen Weg nicht können/wollen.
Und insbesondere bei lebensnotwendigen Dingen sollte es (auch in Zukunft) immer eine "offline"-Alternative geben.
Und es gibt ja auch den umgekehrten Effekt
Ja. Natürlich gibt es den auch. Und bei vielen Sachen macht das ja auch total Sinn. Der Computerkram ist ja nicht umsonst so erfolgreich.
Ich sag ja auch nicht, das wir alles so machen sollen wie in der Steinzeit, aber warum nicht einfach unterschiedliche Wege bieten, statt das eine durch das andere zu ersetzen?
Mehr sag ich doch auch gar nicht.
Ja, es gibt genug Bankingapps die problemlos mit GOS funktionieren.
Das muss aber nicht so bleiben. Wie gesagt: Im Augenblick hat man an vielen Stellen das Gefühl, das sich Dinge eher einschränken.
Das fängt ja schon allein bei Browsern an. Schon da beobachten wir ja eine starke Konzentration. Neben chromium gibts noch irgendwie Firefox als gallisches Dorf und Apple hat noch sein Safari. Das wars dann aber auch schon. Mit allem anderen hat man Probleme.
Es gibt also durchaus eine Tendenz zur Einschränkung der (Wahl-)freiheit. Und das sollte man durchaus kritisch beäugen und es wäre (aus meiner Sicht) fahrlässig das irgendwie mit "geht doch alles noch irgendwie" zu ignorieren.