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Welche Packages/Ports/Konfigurationen machen FreeBSD zu FreeNAS?

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #1
Ich möchte mich gerne mit dem Thema NAS beschäftigen, FreeNAS scheint da ganz nett zu sein wegen der Weboberfläche, doch letztendlich ist ja nur eine ältere Version von FreeBSD unter der Haube, also will ich lieber gleich bei FreeBSD bleiben. Die Frage ist nur, was macht FreeBSD zu FreeNAS, was muss man da ungefähr installieren, damit es den Anschein von FreeNAS hat?


PS: Das Forum sieht jetzt sehr hübsch aus!
 

gadean

Well-Known Member
#2
Sehr viel? Ich bezweifle das die Jungs von FreeNAS nur ihre Packages reinwerfen und das ISO bauen.
Es kommt darauf an, was du erreichen willst, für NFS brauchst du kein Packages, das kann FreeBSD von Haus aus, genauso Jails, für smb brauchst du samba, für ein Webinterface brauchst du ein Webserver + die Software (Webinterface), wobei ich nicht glaube das es da etwas gibt das out of the box funktioniert.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #3
für ein Webinterface brauchst du ein Webserver + die Software (Webinterface), wobei ich nicht glaube das es da etwas gibt das out of the box
Das wäre in der Tat der interessante Teil, sprich, wie man sich das selbst konstruiert. Ich glaube nicht, oder zumindest weiß ich nicht, ob die da eigene Software geschrieben haben. Ich vermute eher, dass sich dahinter geläufige Packages und Konfigurationseinträge in der /etc/rc.conf und in anderen Dateien befinden.
 

pit234a

Well-Known Member
#4
ich weiß es nicht von FreeNAS, aber die meisten WebIf's, die ich bisher gesehen habe, nutzen einen Apache oder einen der neueren und leichteren HTML-Server. Die Seiten dazu müssen dann eben erstellt werden und das ist mitunter sher knifflig, wenn man auf System-Bereiche zugreifen möchte.
FreeNAS ist doch OpenSource?
Dann sollte das eigentlich dokumentiert sein und dementsprechend auch nachbaubar.
Ob das so ist, weiß ich nicht. Ob sich das dann lohnt, ist wiederum eine andere Frage.
Man kann grundsätzlich alles direkt von der Konsole machen, was mit einem WebIf gemacht werden kann und mitunter ist das sogar einfacher. Außerdem braucht man selten alle Dienste für sich selbst, die in einem allgemein-gebräuchlichen NAS-System vorbereitet sind. Für die meisten User dürfte ein NAS mit NFS und/oder SAMBA sowie vielleicht (s)ftp bereits vollkommen ausreichen. AFP braucht(e) man nur mit Macs. Je nachdem, wie viele Nutzer man hat, braucht man nicht mal ein spezielles Management für Nutzer mit Zugangsberechtigung und Passworten. Ich selbst denke, dass man bis zu zehn Nutzern noch recht bequem von Hand managen kann. Und das alles ist recht flott und einfach in einem FreeBSD umsetzbar.
Der Schwerpunkt ist ja das Handling des Datenspeichers. Dies ist einfach: ZFS. Alles, was du in FreeBSD auch ohne Grafik mit ZFS machst, genügt vollkommen für einen NAS. Nur, Leute ohne FreeBSD wären damit ja überfordert und deshalb hat FreeNAS hier sicher Vorteile, wenn es die Aufgaben mittels Grafik und Menü-Führung vorbereitet. Wenn man auf seinem FreeBSD eh mit ZFS umgehen kann, braucht man da für seinen NAS auch keine weiteren Hilfen.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #6
Ich hab gerade mal kurz gesucht und auf Github deren Repo gefunden: freenas/freenas - Build Branch / Version Matrix
In dem Repo unter dem Master Branch ist folgendes zu finden: "Core FreeNAS Sources - Legacy UI and Middleware/API"
Und unter dem webui Repo findet man das neue "Angular UI".
Damit kann ich jetzt so auf Anhieb nichts anfangen. Also nichts, was bei uns mit "pkg install" erledigt werden kann?

Der Schwerpunkt ist ja das Handling des Datenspeichers. Dies ist einfach: ZFS. Alles, was du in FreeBSD auch ohne Grafik mit ZFS machst, genügt vollkommen für einen NAS.
Interessanter Punkt. Reichen denn für ZFS ohne Grafik 2 GB RAM aus?
 

foxit

Moderator
Mitarbeiter
#8
Ich möchte mich gerne mit dem Thema NAS beschäftigen
So wie ich das sehe, hast du 3-4 Möglichkeiten:

1) Nimm ein FreeBSD und schau in der Doku, wie man z.B. iSCSI konfiguriert oder einen NFS Export macht.
2) Automatisiere dies mit Tools wie z.B. Ansible, Salt-Stack, Puppet oder eigene Skripts.
3) Programmiere dir mit "flask" und Python ein einfaches Web UI für deinen Zweck.
4) Verwende FreeNAS oder halt auch Alternativen wie NAS4Free oder ZFS Guru und profitiere von der "Automagie".

Schlussendlich machen diese Tools nichts anderes als Konfigurationsdateien anzupassen und Daemons zu starten/überwachen.
 

lme

FreeBSD Committer
#9
Was möchtest du denn überhaupt machen? Nur ein Datengrab für zu Hause? Dann reicht vermutlich Samba / NFS und die dazu gehörigen Shares. FreeNAS macht noch viel mehr, mit diversen Plugins und macht die Einrichtung über das Webinterface relativ einfach.
 

turrican

Well-Known Member
#11
Wenns dir vorrangig um ein Webinterface fürs FreeBSD geht (um deine FreeBSD Installation als Appliance übers Web zuzugreifen), schau dir mal
napp-it
zfsguru
webmin
ajenti
an. Hatte bis auf zfsguru alle mal zum Testen am Laufen (napp-it und webmin allerdings unter CentOS-Linux), und zuletzt mal ajenti ausprobiert, schon ganz gut, aber Kommandozeile is halt doch mächtiger.
Ob man die FreeNAS Oberfläche einfach auf ein FreeBSD verpflanzen kann, hatte ich mich damals auch gefragt, dann nach ajenti Test aber nicht mehr weiter verfolgt. Hatte im Netz auch noch scheinbar keiner gemacht, zumindest hab ich nix dazu je gefunden.
 

pit234a

Well-Known Member
#12
So in etwa. Ein ganz einfacher alter PC aus alten Komponenten zu Lern- und Testzwecken. NFS, ftp, eigene einfache Testwebseite.
ein ganz einfacher alter PC ist gut zum Üben, macht dich aber unter Umständen nicht wirklich glücklich, wenn du viele Daten auf vielen Platten unterbringen möchtest. Schon die 2G RAM sind ziemlich knapp.

Mit FreeNAS oder ähnlichem dürfte der Übungseffekt ziemlich gering ausfallen. Den hat man doch nur, wenn man sein System selbst aufsetzt und die jeweiligen Dienste einbindet und konfiguriert. Einfach nutzen, was Andere einem schon mal aufgesetzt haben, bringt keine Übung. NFS und (s)ftp sind flux bewältigt, SAMBA braucht etwas mehr Lektüre und bietet wohl auch mehr Möglichkeiten.
Nimm mal ein FreeBSD und leg los.
Sollte es misslingen, kannst du immer noch ein FreeNAS nehmen.

Ein Vorteil der eigenen Version ist, dass du wirklich nur das einbaust, was du auch benötigst und du brauchst auch nur das zu Pflegen. Genau hier liegt der Nachteil: du musst es auch pflegen, wenn du in der Lage sein möchtest, irgendwann mal etwas weiter auszubauen. In den Fertig-Systemen kannst du oft eine Version gegen eine neuere tauschen und hast damit quasi keinen Pflegeaufwand.
 

cabriofahrer

Well-Known Member
Themenstarter #13
Danke für Eure Antworten! Webmin scheint ungefähr das zu sein, was ich mir unter "FreeNAS" vorgestellt hatte. Es war einfach zu installieren und macht einen sehr guten Eindruck. Also nach Euren Beiträgen bin ich auch der Meinung, dass man einfach FreeBSD nehmen sollte und dann so etwas wie Webmin.
Funktioniert natürlich, weil ich es auf meinem PC installiert habe, der über Graka und Monitor verfügt.
Doch wie würde man denn jetzt FreeBSD auf einem richtigen Server (z.B. Blade Server) installieren, der über keine Grafik verfügt, bzw. auf einem Test-PC ohne Grafik? Stichwort wäre wahrscheinlich "remote install", richtig? Wie geht das? Der "Server" müsste wohl zumindest über ein Installationsmedium verfügen (z.B USB oder CD-ROM), doch weiter?
 

turrican

Well-Known Member
#14
Da gäbs verschiedene Möglichkeiten;
Entweder hat die Maschine die Möglichkeit, über CD oder per USB zu booten;
Oder - wenn das alles nicht geht, du aber z.B. Zugriff auf eine serielle Konsole am Server hast, eben per dieser Konsole und z.B. Netzwerkboot (benötigt dann aber z.B. laufenden dhcp und tftp oder NFS Server im Netz)
Wenn das alles nicht geht, Disk aus- und in anderen Rechner - wo Monitor usw verfügbar - wieder einbauen, dort BSD installieren, und installierte Disk dann wieder in Server zurück einbauen und booten, so dass Server dann per Netzwerk erreichbar, Feintuning und weiteres dann per ssh...
 

mapet

Active OpenBSD User
#15
Webmin kannst du auch remote verwenden, allerdings lernst du die einzelnen Dienste besser kennen, wenn du sie selbst konfigurierst, anstatt webmin die Konfiguration schreiben zu lassen.