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Wer hat Erfahrungen mit Open-Xchange?

ralli

OpenBSD Fanboy
Themenstarter #1
Gestern sah ich einen Film von dem investigativen Journalisten Harald Schuhmann "Das Microsoft Dilemma". Dort wurden die Gefahren der Abhängigkeit von der bereits vorhandenen Softwaremonokultur aufgezeigt und thematisiert. Als Alternative zu dem MS Office System wurde Open-Xchange vorgestellt. Das sah ganz interessant aus. Und nun zu meiner Frage, hat jemand bereits Erfahrungen mit Open-Xchange gemacht oder das unter FreeBSD zum Laufen gebracht? Das würde mich mal interessieren.
 

Vril

Well-Known Member
#2
Die Frage, ob sich nun die Welt immer weiter der Microsoft-Hegemonie widerstandslos unterwirft - oder auch nicht,
wird nicht vom Erfolg von so ner Java-Blah-Blah-Software wie Open-Xchange abhängen.

Aber das ist für investigative und hochdekorierte Ex-Spiegel-Schreiberlinge -wie Harald Schuhmann- natürlich schwer nachvollziehbar;-)


EDIT: -wie Harald Schuhmann- nachträglich eingefügt
 

minimike

Berufsrevolutionär
#3
Hi

Nun ich hatte es vor ein paar Jahren im Einsatz. Also Client-Extensions Betreff Office gibt es nur für Windows. Es wird nur noch MySQL unterstützt. Die LDAP Integration ist ein Attentat. Mit Perl wird eine Middleware gefahren die die User von LDAP nach MySQL synchronisiert. Das Ding frisst nicht gerade wenig an Leistung. Zickt auch gerne rum. Und in den Supportforen wirst du in der Regel gefühlt nach der ersten Frage zehn mal aufgefordert das Ding gleich zu Kaufen. Gib einfach all dein Geld her. Und die Lizenz ist AGPL was es im Unternehmenseinsatz schwierig macht es zu Betreiben.
Jetty, OpenJDK, Perl, MySQL, Apache sollte es für FreeBSD geben. Ich sehe keinen Grund warum es nicht gehen sollte.

Mein Favorit ist SOGo https://sogo.nu/ ist auch in den Ports www/sogo2 und neuer www/sogo3. Da hast du vergleichbares was leichtgewichtig einfach gut läuft.
 

foxit

Moderator
Mitarbeiter
#4
Zwei einfach Punkte, bei denen sich diese Software, welche eigentlich einen Open Source Gedanken hat ziemlich schwer tut (OX Community Edition):
  1. Update gibt es nicht garantiert und schon gar nicht schmerzfrei
  2. Thema Handy: Active Sync, CalDAV und CardDAV gibt es nicht in dieser Version
Daher ist diese Software nicht besser als Microsoft. In Wirklichkeit, ist der Open Source Gedanke nur ein vorgeschobener Grund und alles was die Software interessant macht, muss bezahlt werden. Faktisch kann man sie nicht nutzen. Gleiches zieht sich aber auch durch andere Software wie SoGo oder BareOS. Scheinbar kann man mit: "Nur Support" nicht mehr genug verdienen. Man versteckt den wertvollen Teil der Software hinter einer Paywall!

PS: Siehe @minimike. Da hat jemand wohl die gleiche Erfahrung gemacht...
 

minimike

Berufsrevolutionär
#5
Gleiches zieht sich aber auch durch andere Software wie SoGo oder BareOS. Scheinbar kann man mit: "Nur Support" nicht mehr genug verdienen. Man versteckt den wertvollen Teil der Software hinter einer Paywall!

PS: Siehe @minimike. Da hat jemand wohl die gleiche Erfahrung gemacht...
Es gibt für SOGo gute Maillinglisten. Die Dokumentation ist einwandfrei. Mit PostgreSQL, DBMail und SOGo (mit all dem was es braucht) gibt es schon was feines. Und die Client-Integration ist mit Ausname von Office auch OpenSource. Das kann man auch alles mit LDAP oder Active Directory verdrahten sofern benötigt. Wer noch mehr Support braucht der kann dann auch bezahlen. Das Paket ist rund und IMHO so wie es ist auch OK.
Nur eine Frage was hat BareOS mit Groupware zu tun? Das ist ein Fork von Bacula. Die haben Features hinzugefügt die es in Bacula nicht gab oder gibt. Phillip Storz hat vorher das deutschsprachige Buch Bacula geschrieben was extrem gut ist.
 

ralli

OpenBSD Fanboy
Themenstarter #6
Danke für Eure Erfahrungen, ich habe es geahnt, aber nicht wirklich gewußt. Zumindest hält es mich davon ab, es auch nur ansatzweise auszuprobieren.
 

medV2

Well-Known Member
#7
Hatte es vor ca. 8 Jahren mal im Einsatz, auch mit den Connectoren für ActiveSync. Lief eigentlich ganz schmerzfrei, sowohl das Webinterface als auch die Integration in Windows (sagten mir die Windows Kollegen zumindest).
Lief auf nem damaligen DualCore mit 2GB Ram für ~50 Leute ganz gut. Als OS diente CentOS. Die negative Meinung verstehe ich hier deshalb nicht, das Produkt macht was es Ankündigt ganz gut.
 

marzl

Well-Known Member
#8
Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Group-Office gemacht.
Es ist eine reine PHP/MySQL Anwendung, ist dadurch SEHR schlank und überall läuft.

www.group-office.com


Es gibt zwar eine professional Variante (mit ActiveSync), aber der Preis ist annehmbar und der Support und Weiterentwicklungszyklus immer aktuell.
 

foxit

Moderator
Mitarbeiter
#9
Das Paket ist rund und IMHO so wie es ist auch OK.
Ja das ist auch so. Unter FreeBSD ist das auch OK aber für Linux gibt es nur die "Nightly Builds" als Pakete zum installieren.
Nur eine Frage was hat BareOS mit Groupware zu tun? Das ist ein Fork von Bacula. Die haben Features hinzugefügt die es in Bacula nicht gab oder gibt.
Gleiches Bild hier. Es gibt einen "Initial major" Release aber Bugfixes als Paket gibt es nicht vom Projekt selbst für Linux.

Wir können das gerne aber in einem anderen Thread anschauen, da es doch OT ist.
 

christian83

Well-Known Member
#11
Im Prinzip ist es doch bei jeder Software so das man sich in eine gewisse Abhängigkeit begibt oder? Unterm Strich spielt es ja keine so große Rolle in Bereich Groupware. Wenn das Office365 nicht mehr meine Wünsche erfüllt, dann kopiere ich meinen Bestand einfach auf mein Google Suite, SOGo oder sonst etwas. Vor allem bei solchen Dingen wie IMAP, DAV und ähnliches funktioniert das doch sehr schmerzlos. Da ist es mir eher wichtig das ich den Glauben habe das mein Anbieter mit meinen Daten sorgsam umgeht.

Anders sieht es bei Software aus wie Office Lösungen, Datenbanken und ähnliches, eben solche Dinge die sich nicht einfach mal in einem Client auf ein anderes System kopieren lassen...
 

minimike

Berufsrevolutionär
#12
Ja das ist auch so. Unter FreeBSD ist das auch OK aber für Linux gibt es nur die "Nightly Builds" als Pakete zum installieren.

Gleiches Bild hier. Es gibt einen "Initial major" Release aber Bugfixes als Paket gibt es nicht vom Projekt selbst für Linux.

Wir können das gerne aber in einem anderen Thread anschauen, da es doch OT ist.
Solange der Sourcecode frei verfügbar ist, dann ist doch dem Gedanken von OpenSource genüge getan. Und wenn die Übermittlung des Quellcodes moderate, angemessene Gebühren kostet dann auch. Es gibt keine Verpflichtung dass Binary's stets aktuell in jeglichen Paketformat zur Verfügung zu stehen haben. Ätzend wird es wenn die Lizensierung so läuft, dass man es im Business nicht oder nur mit Bauchschmerzen nutzen kann. Darum mag ich auch so gerne *BSD. Da kann ich stets mit zwei Flaschen Whisky intus sagen "Im Geschäftsbetrieb anhand der Lizenz unproblematisch". Noch Ätzender ist es wenn die Gemeinschaft samt ihren Kommunikationskanälen kontrolliert wird, und man selbst bei simpelen Fragen eines Einsteigers zu einem Vertrag genötigt wird. Richtig sauer werde ich wenn dann noch Doku nur gegen Bares zu haben ist und der Code kryptisch oder ohne Doku daherkommt.
Aber zurück zum Thema... Ich finde OpenXchange nicht so dolle. Die von mir beschriebenen technichen Mankos überwiegen die Vorteile. Ich kann nur Sagen was jemand anderes daraus macht das ist nicht meine Angelegenheit.