Wie groß bzw. klein müsste eine SD Karte für FreeBSD sein?

cabriofahrer

Well-Known Member
Aufgekommen ist die Frage durch diesen Artikel über den neuen ALDI-PC:

http://www.chip.de/news/Aldi-PC-im-...dium=focus&utm_content=FO1703_aldi=focus_home

Was mir daran besonders aufgefallen ist, dass Windows 10 auf einer 128 GB SD Karte installiert ist. Absoluter Hammer, finde ich.

Was würde denn bei FreeBSD ausreichen und wie würde man das genau anstellen? Also "Betriebssystem" wäre Basissystem mit Xorg, allen Packages und der Swap-Partition, aber die Homeverzeichnisse müssten dann natürlich auf die Festplatte. Zu bedenken wohl auch, dass das Workverzeichnis zum Bauen von Ports auch auf der Festplatte oder mit Hilfe von tmpfs im RAM liegen sollte...
 
Absoluter Hammer> Also das finde ich nun nicht so der Hammer, Windows 8 wurde auf diversen Tablets auf 64GB MMC, manchmal sogar nur auf 32GB MMC ausgeliefert, diverse Notebooks @Wörk arbeiten mit Windows 7 auf einer altes 80GB HDD ... und es lässt sich auch Problemlos mit ausreichend luft auf einer 40GB HDD Installieren. Afaik lässt sich Windows 10 auch Problemlos auf ner 64GB HDD Installieren, evtl. nur nen bisschen wenig Platz dann für Userdaten und Programme.

OpenBSD ist in der Basisinstallation nur wenige 100MB groß, mit ein paar Packages wie Chromium und XFCE4 kommt man sicherlich auf bis zu 2GB.
 
Man kann FreeBSD problemlos auf eine SD-Karte installieren. Ich würde eine SD-Karte sogar gegenüber einem USB-Stick bevorzugen, da höherwertigere SD-Karten (d.h. Markenhersteller und eine möglichst hohe Klasse) meiner Erfahrung nach deutlich zuverlässigeren Flashspeicher verbaut haben. Das zeigt sich an der real erreichbaren Performance und vor allem an der Langlebigkeit. Man steckt die Karte in seinen (idealerweise per USB 3 angebundenen) Card-Reader, startet FreeBSDs Installationsmedium und daddelt bsdinstall ganz normal mit der SD-Karte als Ziel durch. So viel Speicherplatz braucht das nicht, selbst mit 4GB kommt man schon gut hin, aber es gibt ja kaum noch gute SD-karten unter 32 Gigabte zu kaufen.
 
Nein, ich zitiere: "Das vorinstallierte Betriebssystem Windows 10 Home liegt auf einer 128 GByte großen SSD." Einziger Fehler von mir war "SD" statt "SSD" (Kenne den Unterschied leider nicht.). Wie sollte denn auch Windows 10 auf nur 128 MB passen? Bzw. meine ich mit "Hammer", dass es natürlich ziemlich viel Speicherplatz ist, wenn wir hier auf 4 GB kommen könnten. Btw, wie kann ich denn herausfinden, wieviel Platz mein Basissystem und meine installierten Packages einnehmen?
 
Hallo,

ach so, Du meinst SSD. Bei einer sehr umfangreichen Installation unter GNU/Linux mit komplettem KDE4, libreoffice, Firefox, digikam, VLC und einigen anderen Anwendungen für einen Desktop Rechner komme ich kaum auf 10 GB, das ist vermutlich bei FreeBSD ähnlich. Da unsere Daten per nfs Share eingebunden sind, reicht uns zu Hause theoretisch eine SSD mit 32 GB. In dem PC meiner Frau ist es eine SSD mit 128 GB, in meinem PC sind es zwei SSD, eine mit 256 und eine mit 128 GB.

Viele Grüße,
Holger
 
Btw, wie kann ich denn herausfinden, wieviel Platz mein Basissystem und meine installierten Packages einnehmen?
du -h /usr
du -h /usr/local
du -h /usr/local/home

Für den Platz vom userland ziehst du das Ergebnis zu home von der Ausgabe zu local ab. Für den Platz des Basissystems ziehst Du die Ausgabe zu local von der ersten Ausgabe ab.

Viele Grüße,
Holger
 
Bei modernen SSDs ist oft das Problem, dass erst ab 256 Gigabyte alle Kanäle des Controllers vollständig belegt sind. Daher sollte man vor dem Kauf einer SSD einmal ins Datenblatt schauen und im Zweifel das größere Modell kaufen. So groß ist der Preisunterschied in den unteren Kapazitätsregionen auch gar nicht mehr. Aber davon mal abgesehen, ist es wie holgerw schon sagt. Die alten Modelle mit 32 Gigabte reichten schon locker und die aktuellen tun es eh.
 
Hier steht ein etwas fetteres Aldi rum: P 5320 E
:-) Hammerteil, Windows lief super flüssig, Bootprozess war schon fast rasend.
Wen man Userverzeichnis auf die Festplatte lenkt, sorgfältig auf HD seine
whatever Tools installiert, reichen 128 GB locker.

SAMSUNG MZNLF128HCHP-00000
M.2 PCIe SSD in der langen Bauform.

vermute einfach das selbiges verbaut wurde.
Gruss
 
Code:
Filesystem      Size    Used   Avail Capacity  Mounted on
/dev/ada0s1a     58G     15G     38G    28%    /

Das ist aus meiner letzten Installation mit FreeBSD 10.2 auf einem 32 Bit-Rechner.
Die dort benutzte SSD ist schon ziemlich alt. FreeBSD läuft darauf sehr gut und flüssig, nicht gar so flott wie eine Ubuntu Installation, vor allem was das Booten angeht. Installiert sind neben einigen Diagnose-Tools, wie sleuthkit, nmap und wireshark einige Video und Audio-Tools, wie etwa VLC, Audacity, MPV, mehrere Browser, wie Firefox, Seamonkey, Chrome, sodann libreoffice und natürlich alle Sprachpakete, kein Desktop, aber OpenBox und fbpanel und natürlich eine ganze Reihe an weiteren Kleinigkeiten. Insgesamt 891 Pakete, von denen eine ganze Reihe aber mit kgpg kamen, das ich eigentlich gar nicht brauchte und vielleicht mal wieder löschen sollte.

Ehrlich gesagt war ich schon etwas erschrocken, als ich nun die 15GB benutzt angezeigt bekam. Ich hätte mit maximal 10GB gerechnet.
Ahh, habe eben nachgesehen und von den 15GB sind 5,7GB alleine meine Mails, die ich von PC zu PC mitschleppe. So kommen auch einige Schriften und Bilder (Icons) immer von PC zu PC mit, so dass man wohl tatsächlich von etwas unter 10GB an Platzbedarf ausgehen kann.
Was dann den großzügigen Platz auf ~/ angeht: nun, das hängt natürlich auch wieder davon ab, was man da macht und speichert. Die 5,7GB mit Mails sind bei mir der größte Batzen und das sind ALLE meine Mails. Ich meine, alle meine privaten Mails (außer den gelöschten und Spam) seit ich mit PCs arbeite und einen E-Mail-Account habe. Nun gut, die ersten beiden E-Mail-Accounts sind möglicherweise gar nicht mal enthalten, aber dann sind das immer noch Mails aus mehr als zehn Jahren! Ich meine, was will jemand denn in seinem ~/ speichern, dass es dafür tonnenweise GBs braucht?
Auf meinem aktuellen Arbeits-Rechner, der auch schon sieben Jahre läuft, da habe ich gerade 34GB für mein ~/ verbraucht (und da sind diese Mails auch drin), es hätte also sogar noch Platz auf dem kleinen Asus und der läuft sicher keine sieben Jahre mehr!
Also, es gibt ja auch externe Speicher! Die werden doch immer schneller und besser und was wichtig ist, gehört für meinen Geschmack eh nicht auf einen PC. So, warum diese Angst vor zu wenig Platz auf einem PC?

Eine andere Frage ist natürlich durchaus, warum viele Anwendungen immer größer werden und immer mehr Platz beanspruchen, ohne dabei besser zu werden.
Ein kleines (32Bit) FreeBSD mit wenig Zusatzanwendungen, hatte ich vor einigen Jahren mal locker auf eine 4GB SD-Karte gebaut. Damals fand ich im Netz Artikel, die ein herunter-strippen bis auf 20MB!!! (32Bit-System) beschrieben (natürlich ohne Grafik) und es gab auch mal Linux-Versionen, die von einer einzigen Floppy aus laufen konnten.
 
Eine andere Frage ist natürlich durchaus, warum viele Anwendungen immer größer werden und immer mehr Platz beanspruchen, ohne dabei besser zu werden.
Stumpf gesagt weil wir hochauflösende Bildschirme haben und entsprechende GUIs brauchen. Die Programme selbst sind über die Jahre gemessen am Anstieg der zur Verfügung stehenden Ressourcen nur unwesentlich größer geworden. Seit 2000 haben sie sich vielleicht vervierfacht. Das was wirklich Platz frisst und viele Anwendungen so extrem aufbläht, sind die Assets. Hochqualitative Grafiken für die Oberfläche, interaktive Hilfesysteme, mehr mitgelieferte Vorlagen und Beispiele. Und so weiter.
 
Dabei finde ich aktuelle Anwendungen noch vertretbar - aktuelle PC-Spiele sind da ne ganz andere Hausnummer ... 30-40 Ggigabyte und mehr sind da ja keine seltenheit ;) - ich glaube ich habe fast 800GB für PC-Spiele belegt (Muss aber auch zugegeben das ich recht viele gleichzeitig installiert habe, da ich gerne mal "spontan" etwas ohne große Installationsorgien starten möchte)
 
Stumpf gesagt weil wir hochauflösende Bildschirme haben und entsprechende GUIs brauchen. Die Programme selbst sind über die Jahre gemessen am Anstieg der zur Verfügung stehenden Ressourcen nur unwesentlich größer geworden. Seit 2000 haben sie sich vielleicht vervierfacht. Das was wirklich Platz frisst und viele Anwendungen so extrem aufbläht, sind die Assets. Hochqualitative Grafiken für die Oberfläche, interaktive Hilfesysteme, mehr mitgelieferte Vorlagen und Beispiele. Und so weiter.
Bei Windows kommt noch in vielen Fällen die 32-Bit-Kompatibilität und allgemeine Abwärtskompatibilität dazu. Das System bringt extrem viele Bibliotheken in allen möglichen Versionen mit, um jede auch noch so mies programmierte Anwendung am Laufen zu halten. Ich glaube das Verzeichnis heißt ``C:\Windows\WinSXS``, aber das kann ich momentan nicht nachschauen. Das hat bei mir aber einen Großteil der Installation belegt. Den Kram dort braucht niemand komplett, aber Microsoft will dass das System für alle Eventualitäten gewappnet ist.
 
So'n Windows 10 in 32 Bit braucht auch weniger als 10 GB an Platz. Hatte ich bei mir auf einer 16BG SSD (in einer Chromebox) am laufen, kritisch wurden es dann bei den Updates...

Das kann man sicherlich noch weiter abspecken.
 
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