Wie kann man Netbsd mehr unter die Leute bringen, dass die das mal ausprobieren?

Clas

Well-Known Member
Hallo,
jüngst ist mir auch mal wieder Linux auf den Senkel gegangen. Und ich habe auf LinkedIn, in der NetBSD-Gruppe vorhin mal folgende
Frage gestellt:

Why there doesnt exists a BSD-Dist based on NetBSD and so easy to install like GhostBSD or NomadBSD and is optimized to use as Desktop and daily driver with support only for the most common platforms like AMD64,x86,ARM? That could pushes NetBSD more on a better way? We need urgently more alternatives to Win, MacOS and Linux.

Ich weiß ist auch eine ziemliche rethorische Frage. Wäre ich bloß jünger und hätte mehr Zeit. Mir würde es schon reichen wenn ich nur das schrottige MS Teams unter NetBSD zum laufen bekommen würde mit Chromium. Wobei dann auch alles funktionieren muss wie Desktop Sharing usw. dann wäre ich schon weg. Ich könnte ja GhostBSD oder so nehmen. Aber ich habe mich nun mal auf NetBSD eingeschossen schon seitdem ich mitbekommen habe damals warum OpenBSD erstellt wurde. NetBSD gefällt mir deswegen von allen BSDs am besten. Und MS Teams ist echt eine Software aus der Hölle aber ich bekomme nicht meinen Arbeitgeber dazu das zu wechseln.

Schönen Abend noch

clas
 
aber ich bekomme nicht meinen Arbeitgeber dazu das zu wechseln.
das ist womöglich der Schlüsselpunkt. Nicht nur Arbeitgeber, warum sollte irgendwer wechseln?
Es gibt doch hauptsächlich drei Gründe, denke ich:
  • das Neue ist günstiger
  • das Neue ist besser
  • mit dem Neuen tue ich mir und der Welt etwas Gutes.

Ohne ins Detail zu gehen, bleibt in Punkto NetBSD für mich nur der altruistische Ansatz gegenüber anderen OpenSource-Systemen bestehen und wieweit das allgemein gegenüber FreeBSD oder OpenBSD oder auch einem Linux-System nun heraus ragt, ist doch fraglich.

Somit sehe ich realistische Chancen, jemanden zum Test eines NetBSD (oder anderen BSD) zu bringen, fast nur noch für solche Leute, die eh dauernd etwas probieren und neugierig sind oder eine Herausforderung suchen. Das dürften eh schon wenig genug sein. Inwieweit hier eine fertige Distro like GhostBSD überhaupt einen Ansporn darstellen würde, wage ich zu bezweifeln.

Selbst die großen Hersteller der Linux-Distros finden doch auf diesem Wege kaum neue Anwender.


Gerade habe ich (mal wieder) über verschiedene Revolutionen in der Vergangenheit europäischer Staaten gelesen, etwa in Frankreich oder Britannien und obwohl im allgemeinen Empfinden hier eine Empörung der großen Masse, also des gesamten Volkes abgelaufen ist, lag der Ursprung doch jeweils in einer recht kleinen Gruppe einer Bildungs-Elite. Ich gebe das hier natürlich bewusst verkürzt wieder, um es besser auf das Thema anwenden zu können.
Wenn man also solche Eliten hätte, die ihren Einfluss entsprechend geltend machen würden, dann fände OpenSource vielleicht eher Verbreitung.
Wahrscheinlich aber nicht, weil bei Revolutionen auch das Polarisieren dazu gehört, man einen eindeutigen Feind (das Böse) und ein ebenso eindeutiges Gegen-Mittel (das Gute) braucht. Früher gab es so etwas zwischen OpenSource-System-Befürwortern und Vertretern proprietärer Systeme durchaus, doch so wirklich viel Zulauf hat dieser Kampf der OpenSource-Gemeinschaft auch nicht gebracht, was womöglich dann auch damit zu tun hat, das man hier keine geschlossene Front bildet. Wo es viele "beste Systeme" gibt, kann nicht gut "das Beste" erkannt werden, das auf der Fahne der Revolutionäre wehen würde.
 
jüngst ist mir auch mal wieder Linux auf den Senkel gegangen
Was Du nicht sagst. Deswegen sind wir ja hier bei BSD.
NetBSD gefällt mir deswegen von allen BSDs am besten.
NetBSD ist mir auch sympathisch,vor allem wegen sysinst, man bekommt es sehr schnell und einfach installiert und konfiguriert, aber aus meiner Sicht nur sinnvoll, wenn es irgendeine Hardware unterstützt, die von FreeBSD nicht unterstützt wird.
Somit sehe ich realistische Chancen, jemanden zum Test eines NetBSD (oder anderen BSD) zu bringen, fast nur noch für solche Leute, die eh dauernd etwas probieren und neugierig sind oder eine Herausforderung suchen.
Ja, genau so ist das.
Gerade habe ich (mal wieder) über verschiedene Revolutionen in der Vergangenheit europäischer Staaten gelesen, etwa in Frankreich oder Britannien und obwohl im allgemeinen Empfinden hier eine Empörung der großen Masse, also des gesamten Volkes abgelaufen ist, lag der Ursprung doch jeweils in einer recht kleinen Gruppe einer Bildungs-Elite. Ich gebe das hier natürlich bewusst verkürzt wieder, um es besser auf das Thema anwenden zu können.
Wenn man also solche Eliten hätte, die ihren Einfluss entsprechend geltend machen würden, dann fände OpenSource vielleicht eher Verbreitung.
Wahrscheinlich aber nicht, weil bei Revolutionen auch das Polarisieren dazu gehört, man einen eindeutigen Feind (das Böse) und ein ebenso eindeutiges Gegen-Mittel (das Gute) braucht. Früher gab es so etwas zwischen OpenSource-System-Befürwortern und Vertretern proprietärer Systeme durchaus, doch so wirklich viel Zulauf hat dieser Kampf der OpenSource-Gemeinschaft auch nicht gebracht, was womöglich dann auch damit zu tun hat, das man hier keine geschlossene Front bildet. Wo es viele "beste Systeme" gibt, kann nicht gut "das Beste" erkannt werden, das auf der Fahne der Revolutionäre wehen würde.
Oh je, das ist echt Äpfel mit Birnen vergleichen, die größten politischen Veränderungen der Menschheitsgeschichte, mit Verwendung von Software als teilweise Geschmacksache.
 
Ohne ins Detail zu gehen, bleibt in Punkto NetBSD für mich nur der altruistische Ansatz gegenüber anderen OpenSource-Systemen bestehen und wieweit das allgemein gegenüber FreeBSD oder OpenBSD oder auch einem Linux-System nun heraus ragt, ist doch fraglich.

Ja, ein altruistischer Ansatz. Ein OS zu bauen das kostenlos, frei verfügbar und wirklich frei von irendwelchen Lizenz- der generell rechtlichen Problemen ist doch ein Mehrwert für die gesamte Menschheit wenn ich das mal so sagen darf. Warum gibt es keine NGO von mir aus mit staatlicher Förderung oder gefördert durch die UN die so ein Betriebssystem wie NetBSD gemeinnützlich weiterentwickelt und vorantreibt. Und bei dessen Entwicklung niemals Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen darf und nie eine privatwirtschafliche Unternehmung alleine das Sagen hat.

Ich habe ja schon einmal das Experiment gewagt und NetBSD auf meinen Hauptrechner installiert und eingerichtet. Damals bin ich gescheitert, primär daran das von mir/uns verlangt wird Pseudo Standards wie MS Teams einzusetzen und ich eine Chromium basierten Browser einsetzen muss. Ich
habe mir gerade ein gebrauchtes und doch noch halbwegs potentes Notbook bestellt:

HP ZBook 15 G6 Core i7 9850H nVidia Quadro T2000M 32 GB 500 GB M.2 nVME SSD.

Werde ich noch eine SSD reinpacken und dann wirklich die Cutting Edge Version von NetBSD versuchen darauf zu installieren.

Ich weiß das im Grunde nur eine Person an der der Chromiumportierung arbeitet. Und dafür bin ich dankbar. Ich bin gespannt wie
das so geht und vor allem was MS Teams dann sagt. Ich bin auch gespannt ob ich XLibre usw. alles an den Start bekomme.

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber alle 2-4 Jahre versuche ich es mal wieder. So wie es aussieht muss ich noch so 16 Jahre
arbeiten oder nach den aktuellen Regierungsplänen ja bis 70 oder noch länger.

Vielleicht wird das noch was in dieser ZeitSpanne bis zu meiner Rente , einen Arbeitsdesktop zu haben irgendwann
der auf NetBSD basiert. Darüber würde ich mich sehr freuen.

Ein schöne Woche wünsche ich noch

Clas
 
Wobei dann auch alles funktionieren muss wie Desktop Sharing usw. dann wäre ich schon weg.

Du hast eines der Kernprobleme von NetBSD erfasst: vieles funktioniert einfach nicht. Desktop-Sharing mit Teams geht seit Anfang 2023 unter Linux out of the box (es ging auch schon vorher, aber nur mit Gefrickel). Das ist natürlich nicht die unmittelbare "Schuld" von NetBSD, ändert aber nichts am Umstand, dass es nicht funktioniert.

Und MS Teams ist echt eine Software aus der Hölle aber ich bekomme nicht meinen Arbeitgeber dazu das zu wechseln.

Teams (so sehr mich dessen UX auch nervt) ist immerhin für Unix-Nutzer als reine Browser-Anwendung noch sehr gefällig.

Somit sehe ich realistische Chancen, jemanden zum Test eines NetBSD (oder anderen BSD) zu bringen, fast nur noch für solche Leute, die eh dauernd etwas probieren und neugierig sind oder eine Herausforderung suchen. Das dürften eh schon wenig genug sein.

Eine Herausforderung ist das eine. Mit NetBSD geht so vieles einfach gar nicht, egal wie viel Zeit und Energie man zu investieren bereit ist.

Inwieweit hier eine fertige Distro like GhostBSD überhaupt einen Ansporn darstellen würde, wage ich zu bezweifeln.

Das denke ich auch. Ein neue Distro löst kein einziges der fundamentalen Probleme von NetBSD, die eine größere Verbreitung utopisch machen.

Selbst die großen Hersteller der Linux-Distros finden doch auf diesem Wege kaum neue Anwender.

Abseits antiquarischer Hardware ist es inzwischen auch schwierig, einen USP für NetBSD zu finden. :(

NetBSD ist mir auch sympathisch,vor allem wegen sysinst, man bekommt es sehr schnell und einfach installiert und konfiguriert, aber aus meiner Sicht nur sinnvoll, wenn es irgendeine Hardware unterstützt, die von FreeBSD nicht unterstützt wird.

Die tiefsitzenden Probleme von NetBSD fangen auch meist erst nach der Installation an.

Ja, ein altruistischer Ansatz. Ein OS zu bauen das kostenlos, frei verfügbar und wirklich frei von irgendwelchen Lizenz- der generell rechtlichen Problemen ist doch ein Mehrwert für die gesamte Menschheit wenn ich das mal so sagen darf.

Wir haben doch genug Auswahl an freien Betriebssystemen?!

Warum gibt es keine NGO von mir aus mit staatlicher Förderung oder gefördert durch die UN die so ein Betriebssystem wie NetBSD gemeinnützlich weiterentwickelt und vorantreibt. Und bei dessen Entwicklung niemals Gewinnmaximierung im Vordergrund stehen darf und nie eine privatwirtschaftliche Unternehmung alleine das Sagen hat.

Weil dabei Milliardenprojekte wie Gaia-X herauskommen, die bislang außer Papier wenig vorzuweisen haben.

Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber alle 2-4 Jahre versuche ich es mal wieder.

Um mein arg in die Jahre gekommenen Arbeitslaptop (ein Thinkpad) abzulösen, habe ich mir einen Framework 13 Pro vorbestellt (die auch mit FreeBSD offiziell zusammenarbeiten).

Ich werde natürlich (je nach Liefertermin wohl im Oktober oder November) die Gelegenheit nutzen, alle drei großen BSDs darauf auszuprobieren. Ich fürchte aber, wie immer wird NetBSD den mit Abstand schlechtesten Hardware-Support der dann fast ein Jahr alten Hardware haben. :(

So wie es aussieht muss ich noch so 16 Jahre arbeiten oder nach den aktuellen Regierungsplänen ja bis 70 oder noch länger.

Das ist ein Thema für einen anderen Thread...
 
Setzt realistische Ziele: Ja, Desktop ist schön und jeder will Desktop, aber wir sind leider nicht mehr in 90ern und Desktop ist inzwischen irre komplex. Es hat seinen Grund, dass FreeBSD eine verdammte Million Dollar Spendengeld eingesammelt hat und investiert, um im Desktopbereich zumindest wieder Anschluss zu finden. Man braucht GPU-Treiber, die sind abartig. amdgpu hat in Linux 7.1.6 5.299.951 Zeilen Code. Das ist wahrscheinlich mehr als der ganze Rest von NetBSD zusammen. Man braucht all die Module, die ein Wayland-Compositor voraussetzt. Man braucht den Compositor selbst. Die weiteren Komponenten, die den Desktop zusammensetzen. All das setzt wiederum APIs im zugrundeliegenden System voraus... Und wenn man das hat, fehlen all die anderen Dinge. Sound, Webcams, funktionierenden Standby. Und so weiter.

Ich würde mich erstmal auf die Grundlagen konzentrieren. Als ich das letzte Mal NetBSD probiert habe, das ist allerdings schon wieder an die drei Jahre her, war das Problem, dass es vom ersten Moment an alles irgendwie nur halb funktionierte. Schreibt Doku. Sorgt dafür, dass die einfach zu installierende Standardinstallation auch wirklich auf Herz und Nieren getestet ist und in jeder Situation astrein funktioniert. Virtio war damals zum Beispiel echt bröselig, aber da sind in der Changelog zu 11.0 tatsächlich größere Verbesserungen genannt. pkgsrc muss nicht Gott und die Welt an Paketen oder Ports bieten. Aber die, die verfügbar sind, sollten halbwegs aktuell sein und funktionieren. Es mag meine persönliche Macke sein - okay, es ist definitiv meine persönliche Macke - aber ich schaue in Anbetracht des im Dezember in Kraft tretenden CRA inzwischen bei allen größeren Projekten darauf, wie erst diese Dinge genommen werden. Veröffentlicht SBOMs. Achtet auf Konsistenz. Wenn ich über die Homepage schaue, frage ich mich, was nun das aktuelle Release ist. 11.0 oder 10.1? Bietet das System niederschwellig an. Fertige VM-Images. Wenn Unterstützung für Cloud-Provider gegeben ist, auf deren Marktplätzen.

Man muss keinen Desktop haben. Ich tippe das hier auch auf Firefox unter Arch Linux und nicht FreeBSD. Obwohl ich inzwischen wieder FreeBSD-Laptop habe. Man braucht auch nicht Gott und die Welt an Software. Aber das was man anbietet, sollte auch wirklich Hand und Fuß haben. Und einfach zugänglich sein.
 
Hallo,
was 5.299.951 Zeilen Code nur für den AMD-Treiber, Ich habe mir ewig nicht mehr den
LinuxKernel angeschaut.
Ok, dann ists wohl zu unrealistisch. Dann installiere ich mir mal GhostBSD auf das bestellte
Notebook. Dort wird ja sogar standardmäßig seit neuesten auf XLibre gesetzt. Und belasse
NetBSD in der VM... :)
Vielen Dank für den Hinweis.
Clas
 
Die Frage ist doch: Wieso interessiert es mich, was andere Menschen für ein OS verwenden. Klar wenn jemand unzufrieden und dauernd am Schimpfen ist, kann man mal eine Alternative vorschlagen. Aber ich kenne viele Menschen die mit Windows glücklich sind. Ich kenne sogar Menschen, die mit Apple glücklich sind, etwas, was ich persönlich nie verstehen werde. Ich würde da nie hingehen "Hey probier unbedingt mal Linux oder *BSD".
 
Die Frage ist doch: Wieso interessiert es mich, was andere Menschen für ein OS verwenden. Klar wenn jemand unzufrieden und dauernd am Schimpfen ist, kann man mal eine Alternative vorschlagen. Aber ich kenne viele Menschen die mit Windows glücklich sind. Ich kenne sogar Menschen, die mit Apple glücklich sind, etwas, was ich persönlich nie verstehen werde. Ich würde da nie hingehen "Hey probier unbedingt mal Linux oder *BSD".
Viele Menschen, nutzen (gerade auch privat evtl. sogar die Mehrheit) weder Windows, Mac, Linux oder *BSD sondern Android oder ios/ipados.
Oft ist nicht mal mehr nen Laptop/PC oder so vorhanden.

Bei so Nicht-IT-Azubis ist ist man oft ja schon froh wenn noch nen Windows-Rechner zum daddeln oä da ist für ein gewisses Grundverständniss von Fenstersteuerung und Datei / Programm. Aber wirklich viele klicken nur auf Bunte Zauber-Icons am ipad und dann passiert Magie und dann kann man was schreiben, spielen, verschicken oder so mit möglichst einfachen (und unflexiblen) apps.
 
Viele Menschen, nutzen (gerade auch privat evtl. sogar die Mehrheit) weder Windows, Mac, Linux oder *BSD sondern Android oder ios/ipados.
Oft ist nicht mal mehr nen Laptop/PC oder so vorhanden.

Bei so Nicht-IT-Azubis ist ist man oft ja schon froh wenn noch nen Windows-Rechner zum daddeln oä da ist für ein gewisses Grundverständniss von Fenstersteuerung und Datei / Programm. Aber wirklich viele klicken nur auf Bunte Zauber-Icons am ipad und dann passiert Magie und dann kann man was schreiben, spielen, verschicken oder so mit möglichst einfachen (und unflexiblen) apps.

Ja, das ist nochmal ein ganz anderes Problem.
 
Viele Menschen, nutzen (gerade auch privat evtl. sogar die Mehrheit) weder Windows, Mac, Linux oder *BSD sondern Android oder ios/ipados.
Oft ist nicht mal mehr nen Laptop/PC oder so vorhanden.

Bei so Nicht-IT-Azubis ist ist man oft ja schon froh wenn noch nen Windows-Rechner zum daddeln oä da ist für ein gewisses Grundverständniss von Fenstersteuerung und Datei / Programm. Aber wirklich viele klicken nur auf Bunte Zauber-Icons am ipad und dann passiert Magie und dann kann man was schreiben, spielen, verschicken oder so mit möglichst einfachen (und unflexiblen) apps.
Finde ich grausam. Ich stehe umgekehrt mit Android manchmal auf dem Schlauch und weiß oftmals nicht, wie ich jetzt dies oder das machen muss und kann dann erstmal vorher auf dem PC googeln...
Die Frage ist doch: Wieso interessiert es mich, was andere Menschen für ein OS verwenden.
Vielleicht, damit man sich selbst nicht in der absoluten Minderheit sieht oder auch, weil man davon überzeugt ist, etwas so gutes zu tun oder zu kennen, dass man anderen diese frohe Botschaft gerne übermittlen möchte. Der Thread fing, u.a. mit folgender Aussage an:
jüngst ist mir auch mal wieder Linux auf den Senkel gegangen.
Das kann ich durchaus nachvollziehen. Und ich sagte auch, dass mit NetBSD durchaus sympathisch ist, auch, wenn ich es eigentlich nicht nutze.

Du hast eines der Kernprobleme von NetBSD erfasst: vieles funktioniert einfach nicht. Desktop-Sharing mit Teams geht seit Anfang 2023 unter Linux out of the box (es ging auch schon vorher, aber nur mit Gefrickel). Das ist natürlich nicht die unmittelbare "Schuld" von NetBSD, ändert aber nichts am Umstand, dass es nicht funktioniert.
Warum funktioniert Teams nicht? Läuft das nicht auch unter Firefox? Und Firefox gibt es doch auch für NetBSD. Und nur mal so aus Interesse gefragt: Funktioniert denn Teams unter OpenBSD?
 
Ohne es genau zu wissen: Teams bietet die Funktion einzustellen, ob andere Teilnehmer eine Besprechung aufzeichnen dürfen oder nicht. Das ist mit DRM umgesetzt. Kann sein, dass OpenBSD/NetBSD diese DRM Funktionen nicht unterstützten, und sich Teams dadurch komplet weigert.
 
Also ich habe das hier gefunden:

1785925230944.webp


Gut, jetzt verstehe ich, warum der Threadsteller bemängelt, dass es den Chrome Browser für NetBSD nicht gibt. Anscheinend ist das das eigentliche Problem für den Einsatz von NetBSD. Dann gibt es wohl nur zwei Möglichkeiten: Eingeschränkte Funktionalität (was das dann immer unterm Strich auch bedeutet, vielleicht braucht man ja auch nicht alle Funktionen) mit Firefox und NetBSD, oder volle Funktionalität mit Chrome und einem anderen OS wie FreeBSD. Wenn man so ein Fan von NetBSD ist, dürfte einem doch FreeBSD nicht so fremd vorkommen. Mir geht es jedenfalls genau umgekehrt so. Hingegen komme ich mit OpenBSD nicht klar, das unterscheidet sich für mich dann doch sehr von Free- und NetBSD.
 
Glaub da hast du ältere Informationen, aktuell funktioniert Teams mit Firefox unter Linux oder Windows problemlos. Bzw. so problemlos wie Teams halt funktioniert. Letztes Jahr gab es da aber noch Probleme.
 
Finde ich grausam. Ich stehe umgekehrt mit Android manchmal auf dem Schlauch und weiß oftmals nicht, wie ich jetzt dies oder das machen muss und kann dann erstmal vorher auf dem PC googeln...

Ich bin auch absolut kein freund dieser eingeschränkten und noch im viel höheren Maße durch die Hersteller an ganz vielen Stellen "manipulierbaren"* Betriebsysteme. Das ist alles um große Welten (!) Schlimmer was Privatsphäre, Datenmanipulation, Sicherheit vor Manipulationen der Software durch den Hersteller, Selbstverwaltung, Prüfung und Anpassung des Systems durch den admin und und und als es Windows z.B. je war.

Und ja das UI, bei iOS und bei Android finde ich an vielen stellen oft umständlich und unsinnig - tbf ist das aber oft auf der anderen Seite hilfreich für weniger orientierte Benutzer

Warum funktioniert Teams nicht? Läuft das nicht auch unter Firefox? Und Firefox gibt es doch auch für NetBSD. Und nur mal so aus Interesse gefragt: Funktioniert denn Teams unter OpenBSD?

Das ist nen sehr komplexes Thema, das liegt teilweise an Einschränkungen die Microsoft als Hersteller macht. Teams ist weniger als eine Webseite sondern als ein Hochkomplexes Stück Software zu sehen. Gerade auch wenn man mehr als die reine Chatfunktion benötigt.

AFAIK geht wenn man eine ganze menge trickst und dazu noch Chromium als Browser verwendet normale Teamcalls unter OpenBSD - zumindest hab ich unter @misc der OpenBSD Mailingliste von einigen gelesen die erfolgreich waren. Da wurde aber explizit Chromium genannt.

Ich vermute generell das Webseiten die auch alternativ nen Electron-Client mitbringen under Chromium besser funktionieren, das hab ich zb bei Discord gerade unter OpenBSD vertestet
 
Du nimmst einen Haufen Geld anderer Leute in die Hand, machst ein Fundraising dazu und der Toaster den ihr anbietet, wird exclusiv mit NetBSD betrieben. Sieht natürlich total schick aus und überträgt die Videos beim toasten live aufs Handy.
 
Unter OpenBSD laeuft Teams meiner Erfahrung nach auch gut im Firefox. Selbst Screen Sharing, Webcam, usw. Ich nutze das ab und zu bei einem Teams-Meeting mit der Firma und/oder Kunden.

Unter OpenBSD gibt es aber auch teams-for-linux, welches auf electron setzt. Genauso wie vscode oder signal-desktop. Getestet habe ich das alles allerdings noch nicht, da es noch nicht offiziell in den Ports ist und ich das auch nicht benoetige.

 
Glaub da hast du ältere Informationen, aktuell funktioniert Teams mit Firefox unter Linux oder Windows problemlos. Bzw. so problemlos wie Teams halt funktioniert. Letztes Jahr gab es da aber noch Probleme.

Korrekt (wie ich mit Firefox unter Linux bestätigen kann). Sofern ein passendes XDG Desktop Portal und PipeWire (bzw. WirePlumber) läuft, geht auch unter Firefox Screensharing einwandfrei (ich habe es extra just eben noch mal getestet).

Ich vermute generell das Webseiten die auch alternativ nen Electron-Client mitbringen under Chromium besser funktionieren, das hab ich zb bei Discord gerade unter OpenBSD vertestet

Es gibt nebst dem Marktanteil von Chromium-basierten Browsern auch noch einen anderen Grund dafür. Das wohl am häufigsten verwendete Tool für automatisierte Tests von Webanwendungen namens Playwright hat Chromium als Voreinstellung (unterstützt aber auch Firefox und WebKit). Dementsprechend laufen auch die meisten Webanwendungen unter Chromium-basierten Browsern problemlos, während es bei Firefox ab und zu Probleme gibt.
 
@Clas

"We need urgently more alternatives to Win, MacOS and Linux."

Nun bei mir läuft noch immer ein NetBSD, auf einem alten Mac mit Nextcloud und Samba. Als Desktop? Nehme ich MacOS. Es liegt im Übrigen nicht allein an NetBSD, dass es nicht so verbreitet ist und ich bin ehrlich gesagt auch sehr froh darüber.

Viel Spaß damit auch in der Zukunft!

Grüße aus LE

Franco
 
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