Wie lokale IP Adresse (eines FreeBSD-Gastsystems in VirtualBox) ermitteln?

testit

Well-Known Member
Hallo,

mit ifconfig sehe ich im FreeBSD Gastsystem immer nur die nach außen sichtbare IP-Adresse und nicht die interne/lokale (bspw. 192.X.Y.Z).

Hat jemand einen Tipp, wie ich an die zugewiesene lokale IP Adresse herankomme?

Danke und viele Grüße
testit
 

CommanderZed

OpenBSD User
Teammitglied
Ich bin kein FreeBSD experte, aber unter ifconfig sollten doch alle IP-Addressen angezeigt werden.

Bist du dir sicher das du eine interne / lokale Addresse überhaupt hast?
 

CommanderZed

OpenBSD User
Teammitglied
Nein, ein LAN kann z.B. auch nur öffentliche IPv4-Addressen haben, oder auch gar keine wenn man keine manuell konfiguriert (Oder villeicht auch gar kein IP macht)

LG

Zed
 

Andy_m4

Well-Known Member
Haben nicht alle Netzwerkkomponenten in einem LAN eine lokale IP-Adresse?
Lokale Adressen sind sowas wie 127.0.0.1
Was Du meinst sind wahrscheinlich private Adressen.
Was bei VirtualBox geschieht hängt im wesentlichen davon ab, wie Du die VM konfigurierst. Wenn Du die NAT-Option ziehst macht VirtualBox halt NAT und weist der VM eine Adresse aus dem 10er-Netz zu (macht selber DHCP).
Machst Du Bridget-Networking bekommt die VM ihr eigenes Netzwerk-Interface und kann sich dann z.B. selbst eine Adresse am DHCP-Server des LANs holen.

Du solltest also erstmal sagen, wie Du deine VM konfiguriert hast und welche IP-Adresse Du jetzt wissen willst.
Wenn Du magst, kannst Du auch noch erzählen was Du erreichen willst. Dann sind auch weitergehende Hinweise möglich.
 

testit

Well-Known Member
Lokale Adressen sind sowas wie 127.0.0.1
Was Du meinst sind wahrscheinlich private Adressen.

127.0.0.1 ist eine üblicherweise (nicht zwingend) reservierte Adresse für einen lokalen Rechner.

In privaten, lokalen Netzen (LAN) können selbst IP-Adressen vergeben werden. Dafür sollten für IPv4-Adressen aus den in RFC 1918 genannten privaten Netzen verwendet werden (zum Beispiel 192.168.1.1, 192.168.1.2, …).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/IP-Adresse#Besondere_IP-Adressen

Die Bezeichnung "lokale" bzw. "private" Netze bzw. IP-Adressen werden synonym genutzt!
vgl.. auch: https://de.wikipedia.org/wiki/IPv4#Lokale/Private_Netzwerkadressen

Was bei VirtualBox geschieht hängt im wesentlichen davon ab, wie Du die VM konfigurierst. Wenn Du die NAT-Option ziehst macht VirtualBox halt NAT und weist der VM eine Adresse aus dem 10er-Netz zu (macht selber DHCP).
Machst Du Bridget-Networking bekommt die VM ihr eigenes Netzwerk-Interface und kann sich dann z.B. selbst eine Adresse am DHCP-Server des LANs holen.

Ich nutze eine vom Provider zugewiesene feste "zusätzliche IP-Adresse" zur Adressierung des Gast-Betriebssystems (VirtualBox, Bridged Mode) von "außen".

Trotzdem sollte m. E. dieses Gastbetriebssystem auch über eine "private/lokale" IP-Adresse adressierbar sein.

Du solltest also erstmal sagen, wie Du deine VM konfiguriert hast und welche IP-Adresse Du jetzt wissen willst.

Wenn Du magst, kannst Du auch noch erzählen was Du erreichen willst. Dann sind auch weitergehende Hinweise möglich.

Wie ich eingangs schon schrieb: Herausbekommen, wie die virtuelle Maschine mit FreeBSD-Gast-Betriebssystem mit "lokaler" IP-Adresse erreicht werden kann.


Viele Grüße
testit
 

medV2

Well-Known Member
Wenn du nur 1VNIC hast, und da einen weitere öffentliche IP nutzt, hast du wahrscheinlich keine private IP. Da müsstest du ein weiteres VNIC anlegen und da dann entsprechend Natten oder über die Bridge mit DHCP oder sonst wie die IP zuweisen.
 

testit

Well-Known Member
Wie ist diese lokale IP-Adresse zugewiesen worden? Per dhcp oder manuell per Konfiguration? Hardcodiert wird sie ja nicht sein, oder?

Das ist vermutlich die entscheidende Frage. :)
Wenn du nur 1VNIC hast, und da einen weitere öffentliche IP nutzt, hast du wahrscheinlich keine private IP. Da müsstest du ein weiteres VNIC anlegen und da dann entsprechend Natten oder über die Bridge mit DHCP oder sonst wie die IP zuweisen.
Ich denke, dass Du mit Deiner Vermutung richtig liegst.

Vielen Dank für Eure Hinweise in diesem Thread!

Nette Grüße
testit
 

CommanderZed

OpenBSD User
Teammitglied
Ich sprach von Netzwerkkomponenten, nicht von LAN!

Viele Grüße
testit
Ein LAN - Local-Area-Network ist doch quasi das was Netzwerkkomponenten erstellen wenns nicht gerade nen LTE Modul ist?

Ich glaube wir sprechen irgendwie ein bisschen aneinander vorbei ;)

Ich nutze eine vom Provider zugewiesene feste "zusätzliche IP-Adresse" zur Adressierung des Gast-Betriebssystems (VirtualBox, Bridged Mode) von "außen".

Trotzdem sollte m. E. dieses Gastbetriebssystem auch über eine "private/lokale" IP-Adresse adressierbar sein.

Naja du hast zwei praktische Möglichkeiten:

1. Du erstellst einen zweiten Adapter den du nicht bridged ("Host Only" hieß das glaub ich) und mitdem gleichen virtuellen switch oder wie das unter vbox hieß verbunden sind und weißt denen z.B. ne fest IP zu oder lässt irgend einen der Rechner oder das Virtualbox nen DHCP-Server machen

2. Du konfigurierst sowohl beim Gast als auch beim Host auf dem Bridge Adapter manuell 2 "lokale" / "private" IPs.

Sofern der Host auf dem Bridge-Adapter je eine öffentliche IP aus dem gleiche Subnetz haben ist das aber relativ sinnlos, schließen könnten die sich untereinander auch über die öffentliche IP austauschen und an Sicherheit gewinnt man da auch nicht wirklich viel.
 

testit

Well-Known Member
Ein LAN - Local-Area-Network ist doch quasi das was Netzwerkkomponenten erstellen wenns nicht gerade nen LTE Modul ist?

Ich glaube wir sprechen irgendwie ein bisschen aneinander vorbei ;)
Vermutlich, weil für mich Netzwerkkomponenten eine Untermenge eines LAN darstellen. :)


Naja du hast zwei praktische Möglichkeiten:

1. Du erstellst einen zweiten Adapter den du nicht bridged ("Host Only" hieß das glaub ich) und mitdem gleichen virtuellen switch oder wie das unter vbox hieß verbunden sind und weißt denen z.B. ne fest IP zu oder lässt irgend einen der Rechner oder das Virtualbox nen DHCP-Server machen

2. Du konfigurierst sowohl beim Gast als auch beim Host auf dem Bridge Adapter manuell 2 "lokale" / "private" IPs.

Sofern der Host auf dem Bridge-Adapter je eine öffentliche IP aus dem gleiche Subnetz haben ist das aber relativ sinnlos, schließen könnten die sich untereinander auch über die öffentliche IP austauschen und an Sicherheit gewinnt man da auch nicht wirklich viel.

Ich denke, das wird in der von Dir geschilderten Richtung laufen.

Ich brauche die lokale IP-Adresse auch nicht wirklich, da ich auch mit der WAN-IP-Adresse arbeiten kann.
Mich interessiert es einfach nur, wie ich gleichzeitig auch eine "interne" nutzen könnte.

Viele Grüße
testit
 

Andy_m4

Well-Known Member
Haben nicht alle Netzwerkkomponenten in einem LAN eine lokale IP-Adresse?
Wenn nicht via DHCP eine verteilt wird oder Du statisch eine vergibst, dann nicht.
Gibt natürlich noch (analog zu IPv6) Link-Lokale Adressen, die man z.B. bei Windows (die Adressen die mit 169.254. beginnen) beobachten kann wenn da nichts konfiguriert ist und per DHCP nix kommt.
Aber auch das muss (vom "System"; wie gesagt: Windows macht das von sich aus; andere Systeme eher nicht so) initiiert werden und geschieht nicht automatisch/immer (im Gegensatz zu IPv6, wo das Netzwerkinterface tatsächlich immer eine Link-Lokale Adresse bekommt).

Die Bezeichnung "lokale" bzw. "private" Netze bzw. IP-Adressen werden synonym genutzt!
Du magst "formaljusristisch" Recht haben, die Bezeichnung ist trotzdem missverständlich.

auch beim Host auf dem Bridge Adapter manuell 2 "lokale" / "private" IPs
Oder kurz gesagt IP-Alias:
ifconfig mybridge0 inet 192.168.4.5/28 add
 
Zuletzt bearbeitet:

morromett

Well-Known Member
Aber auch das muss (vom "System"; wie gesagt: Windows macht das von sich aus; andere Systeme eher nicht so) initiiert werden und geschieht nicht automatisch/immer (im Gegensatz zu IPv6, wo das Netzwerkinterface tatsächlich immer eine Link-Lokale Adresse bekommt).
Windows macht es auch für LL-IPv4, nur weil die default-Konfiguration eine andere ist als z. B. bei Linux (mit systemd):
LinkLocalAddressing=
Enables link-local address autoconfiguration. Accepts "yes", "no", "ipv4", or "ipv6".
Defaults to "ipv6".
In raspbian (Linux) macht es der dhcpcd per default für LL-IPv4 (... weil dort erstmal nicht "noip4ll" konfiguriert ist):
noipv4ll
Don't attempt to obtain an IPv4LL address if we failed to get one via DHCP. See RFC
3927.
Die FritzBox (Linux) ist per default immer auch über eine LL-IPv4-Adresse erreichbar.
 

midnight

OpenBSD & FreeBSD
Mein Server bei Hetzner hat auch nur eine IPv4 und eine IPv6. Wozu sollte man da noch eine interne IP benoetigen? Zuhause habe ich noch einen Router dazwischen, der mir dann im lokalen Netz eine 192.168.x.x per DHCP zuweist. Nach aussen haben ich dann natuerlich die vom Provider zugeteilte IP. ifconfig zeigt mir hier auch nur die lokale 192.168.x.x an und nicht die externe IP.

Ich glaube, man kann in vbox auch die Host-IP an den Gast durchreichen, sodass der Host transparent ist.
 
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