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Wie sinnvoll sind SAS-SSDs ?

pit234a

Well-Known Member
Themenstarter #1
In unseren Geräten sehe ich immer mehr SSDs eingesetzt. Wurde ja auch Zeit. Aber, es fällt mir auf, dass sowohl SATA als SAS verwendet wird.
Nun frage ich mich, ob die das SAS nur deshalb verwenden, weil die Controller schon mal da sind, oder ob es echte Vorteile bei SAS gegen SATA SSDs gibt.

Ich kenne den SAS-Standard nicht sehr gut.
Was mir aufgefallen war: dass die verbauten HDs tatsächlich höherwertig waren, also nicht nur teurer.
Die Geschwindigkeit ist gegenüber der Zuverlässigkeit bei unseren Geräten eher zu vernachlässigen. Weil darauf immer irgendwelche Windows laufen, die dann auch oft noch unzugänglich von unseren Applikationen überlagert sind, kann ich bisher gar keinen Eindruck von einer möglichen Geschwindigkeit bekommen. Ob ich da mal testen kann und will, wird die Zukunft zeigen.

Nun frage ich mich halt, ob denn SAS-SSDs grundsätzlich auch "besser" sind, also außer der Schnittstelle auch ein besseres Innenleben haben. Oder ob man dazu nicht generell etwas sagen kann.
 

Vril

Well-Known Member
#3
Ist zwar jetzt n bisschen OT aber bei Apples Macbook Pro wurden 3,2GByte/s beim Lesen und 2,2GByte pro Sekunde beim Schreiben mit eSATA gemessen ... da alle Konkurenzprodukte nicht nur langsamer sondern deutlich langsamer sind ... dürfte der Flaschenhals bei eSATA bzw den PCIe Lanes liegen
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#4
Also. Das, was im Sprachgebrauch als S-ATA und SAS bezeichnet wird, sind beides Protokollstapel:

  • "S-ATA" besteht aus AHCI zur Kommunikation mit dem Controller, wobei es in der Frühzeit auch Controller mit proprietärer Kommunikationsschnittstelle gab. S-ATA selbst ist der physische Layer zwischen Controller und Speichermedium, über den phyischen Layer wird über das ATA-Protokoll kommuniziert.
  • Bei "SAS" kommt also Kommunikationsprotokoll sowohl zum Initiator (Controller), als auch zu den Speichermedien SCSI zum Einsatz. SAS ist der physische Layer.
Bei beiden Systemen ist der Durchsatz arg begrenzt. S-ATA 3 geht bis 6 Gbit/s, was weit unter dem liegt, was moderne Flashmedien bedienen können. SAS 4 geht immerhin bis 22,5 Gbit/s, ist aber in der Praxis bisher kaum anzutreffen. Außerdem sind beide Protokolle für rotierende Spindeln mit langen Zugriffszeiten und kurzen Command Queues ausgestattet. Der Trend geht daher klar zu NVMe als Protokoll und PCIe als physischer Layer.

Der große Vorteil von SAS gegenüber S-ATA ist, dass es wesentlich flexibler ist. Während S-ATA immer nur für einfache Punkt zu Punkt Verbindungen in Desktops, Laptops und kleinen Servern gedacht war, ist SAS mit Blick auf große Storage-Systeme entwickelt worden. SAS lässt sich durch Exander nahezu unbegrenzt auffächern, man kann ganze Racks mit Storage-Kisten als ein logisches SAS-System betreiben. Es hat weitreichende Fehlererkennungs- und Fehlerkorrekturmöglichkeiten, bis hin zu echtem Multipath-I/O. Also dem Ansprechen eines Speichermedium über verschiedene parallel liegende Verbindungen. Und SAS ist sehr gut auf Netzwerke abstrahierbar, z.B. in Form von iSCSI.
 

pit234a

Well-Known Member
Themenstarter #5
Ich frage nicht nur so rein akademisch, sondern, weil ich eben nun schon zwei Mal in älteren PCs vorhandene SAS-HDs durch S-ATA-SSDs ersetzt habe. Auf Einzelheiten will ich nicht eingehen, weil das mit meinem Beruf zu tun hat und ich bitte darum, dies einfach so anzunehmen. Ich darf und will darüber nicht reden.
S-ATA-SSD wählte ich, weil die bei uns als Ersatzteil bestellbar war. Nun sehe ich, dass wir auch SAS-SSDs haben und benutzen.
Die Geschwindigkeit der S-ATA-SSDs, die ich nun eingesetzt habe, ist deutlich besser, als die vorher benutzte SAS-HD und ich sehe auch ansonsten keine Einschränkungen oder Nachteile. Die Rechner laufen (im Rahmen ihrer Möglichkeiten) wieder toll.
Es ist aber eben auch ein SAS-Controller vorhanden und teilweise hängen daran auch noch weitere HDs.
Nun plagt mich mein Gewissen und ich frage mich, ob ich lieber die eingebauten S-ATA-SSDs durch SAS-SSDs ersetzen sollte, oder ob ich so noch ruhig schlafen kann.
Die Geschwindigkeit ist also eher kein Argument. Die Zuverlässigkeit und Langlebigkeit schon. Dabei dürfte weniger der Datenübertragungs-Standard, sondern die Qualität der verwendeten HW eine Rolle spielen. Auch, wenn SAS theoretisch fehlerfrei übertragen kann, sehe ich bei S-ATA in der Praxis auch keine Fehler. Auf den getauschten Platten befindet sich das Betriebssystem, die noch vorhandenen SAS-HDs tragen eher empfindliche Daten und ich hatte natürlich schon damit spekuliert, auch diese durch S-ATA-SSDs zu ersetzen.
Oder SAS-SSDs?

Kann man sagen, dass vom Standard abgesehen SAS-SSDs irgendwie besser sind? Langlebiger und zuverlässiger? Oder sind sie innen drin doch eher gleich?
 

ralli

BSD Fanboy
#6
Ob es sinnvoll ist, einen Austausch vorzunehmen, weiß ich nicht wirklich. Mein Erkenntnisgewinn war, das S-ATA eher für den Konsumerbereich produziert wird und SAS eher im professionellen Bereich eingesetzt wird. Da wird es schon Qualitätsunterschiede geben. Auch bei den eingesetzten SSD hilft wohl nur, sich die Produktspezifikationen genau durch zu lesen. Ich denke nicht, das hier jemand eine aussagekräftige und allemeingültige Aussage machen wird, denn das ist unmöglich. Ansonsten gilt doch auch heute noch:

the running system never chance

Das gilt im übrigen auch für meinen geplanten und dann wieder verworfenen Plan eines Grafikkartenwechsels. Es läuft, und wenn es läuft, ist es gut so.:)
 

pit234a

Well-Known Member
Themenstarter #7
Die alten SCSI und SAS-HDs habe ich oft untersucht und mit ATA und S-ATA HW verglichen. Da konnte ich in der Regel bessere HW auf Seiten von SCSI und SAS finden
Ich frage mich, ob das auch bei den SSDs so ist und vielleicht hat da ja jemand Erfahrung.

In meinem Bereich geht es nur um "ganz gewöhnliche PCs". Da sind höchstens mal vier Platten drin und die bringen es dann auf vielleicht 1T an Gesamtgröße. Meist sind es nur zwei kleine Platten.
Dass wir SCSI und SAS nutzen, verstand ich immer aus der besseren HW heraus, nicht aus den gehobenen Ansprüchen.
 

ralli

BSD Fanboy
#9
Das laufende System nie Chance .. alles klar. :ugly:
Und ich hoffte, das mein Fehler niemanden auffällt.;) Ich bedauere, das ich nicht perfekt bin. Aber gottlob sterben die Kontrollfreaks nicht aus.:) Aber im ernst, danke, schon klar, das es change heißen sollte. Freudsche Fehlleistung oder was auch immer....., die Hitze, das Alter..... mehr Ausreden fallen mir auf die Schnelle nicht ein.;)
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#10
Das ist genau die gleiche Hardware. Der gleiche Flash-Speicher (da gibt's eh nur wenige Module auf dem Markt), das gleiche PCB und oft wahrscheinlich sogar noch der gleiche Kontroller, nur mit anderer Firmware ausgestattet. Ich würde mir um die Frage ob S-ATA oder SAS keine Gedanken machen. Wer SAS braucht, weiß das auch und für alle anderen ist es egal.
 

pit234a

Well-Known Member
Themenstarter #11
Das ist genau die gleiche Hardware. Der gleiche Flash-Speicher (da gibt's eh nur wenige Module auf dem Markt), das gleiche PCB und oft wahrscheinlich sogar noch der gleiche Kontroller, nur mit anderer Firmware ausgestattet. Ich würde mir um die Frage ob S-ATA oder SAS keine Gedanken machen. Wer SAS braucht, weiß das auch und für alle anderen ist es egal.
danke.