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ZFS und UFS

jmt

Well-Known Member
Themenstarter #1
Hallo,

wenn man nach den Themen ZFS und UFS sucht, dann findet man jede Menge Gegenüberstellungen der Beiden Filesysteme. Leider finde ich nichts zu der Frage, ob man mittlerweile gefahrlos beide Filesysteme gleichzeitig einsetzen kann. Die Idee ist, ZFS für das System zu verwenden und UFS für Multimedia-Inhalte gesichert durch SnapRAID. Habt Ihr Erfahrungen zur gleichzeitigen Verwendung beider Filesysteme?

Dank und Gruß

Markus

PS: Hatte hier im Forum gerade ein Problem mit der Suche: Bei "Alle Foren durchsuchen" fand er nichts und im Unterpunkt FreeBSD fand er dann gefühlt jeden Artikel. Vielleicht schaut da mal jemand drüber...
 

KobRheTilla

used register
#2
Hi,

der gleichzeitige Einsatz beider Dateisysteme ist hier Gang und Gäbe. Wir machen meist das System auf UFS, die Nutz-/Arbeitsdaten dann ZFS.

Rob
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Mitarbeiter
#3
Früher, als ZFS noch jung war, war dessen mörderisch aggressives Cache-System noch nicht sauber ins System integriert. Wenn man UFS und ZFS parallel nutzte, liefen die beiden Caches gegeneinander. UFS schaufelte Daten in den systemweiten Buffercache, ZFS beim ersten Kontakt mit ihnen eine Kopie in seinen ARC. Das wäre an sich nicht schlimm gewesen, nur wussten beide nichts voneinander. Der Buffercache ging davon aus, dass der ARC schon aus dem Weg gehen würde. Und umgekehrt. Beide belegten immer mehr und mehr RAM, sie fragmentierten außerdem dem physischen Speicher und irgendwann kam dann die "kmem_map too small" Panic. Das ist aber durch die Integration von ZFS ins System längst erledigt. Wir nutzen hier wie KobRheTilla UFS und ZFS munter durcheinander und es gibt keinerlei Probleme.
 

jmt

Well-Known Member
Themenstarter #4
Das freut mich zu hören. Welche Gründe sprechen denn dafür, UFS für das System zu verwenden (wenn man auch ZFS einsetzt wie KobRheTilla es beschreibt)?
 

bsd4me

Well-Known Member
#5
Ich nutze nur noch ZFS - auch für alle Server am Institut and hatte bisher keine Probleme gehabt... Von daher würde ich UFS nur bei sehr kleinem RAM ensetzen...

Grüße, Norbert
 

jmt

Well-Known Member
Themenstarter #7
Die Laufwerke, für die ich UFS einsetzen möchte, beinhalten Multimedia-Dateien. Und ich verwende dazu kein Raid (außer SnapRAID halt). Geht das mit ZFS mittlerweile auch oder "verlangt" es nach mehreren Laufwerken?
 

jmt

Well-Known Member
Themenstarter #9
Ok, schlecht formuliert. Früher war die Performance von ZFS auf nur einer Disk eher mau. Und wie verhält es sich, wenn man es mit vielen großen (2G-15G) großen Dateien füllt? Es wird halt ein Multimedia-Archiv.
 

peterle

Forenkasper
#10
Du kannst - theoretisch - soviele Disks unter ZFS zusammepuzzeln, daß Du das Wasser der Ozeane verdampfen mußt, um die dann vollzuschreiben ... so geht zumindest die Mär.

Wie soll denn das aussehen, was Du dir baust?
 

jmt

Well-Known Member
Themenstarter #11
Wenn man von ZFS liest, dann immer nur in der Verbindung mit Pools aus mehreren Platten. Ich hätte jetzt auch gedacht, dass man beliebig viele Platten zu einem Pool verbinden kann und dann beliebigen Speicherplatz hat ;-).
Ich will aber genau das Gegenteil von Viele-Platten-in-einem-ZFS-Pool machen. Ich benutze zum Absichern meiner Multi-Media-Sammlung die Software SnapRAID . Sie hat für mich die Vorteile, dass sie sehr flexibel bzgl. der RAID-Konfiguration ist und die Daten nicht über alle Laufwerke des "RAID" verteilt werden. Damit muss dann auch nur eine Festplatte erwachen, wenn man z.B. einen Film schaut oder Musik hört.

Konkret hat der Rechner eine System-Platte, auf der alle Dienste für den Hausgebrauch laufen. Hier möchte ich ZFS verwenden, da ich Boot-Environments, Snapshots und sonstige ZFS-Features gut nutzen kann. Das Multimedia-Archiv besteht aus 5 Platten mit jeweils einem einzelnen Filesystem, von denen eines nur eine große Parity-Datei hält und die anderen 4 die Daten. Die einzelnen Filesysteme können hier auch schon mal recht voll werden, wobei Geschwindigkeit eine untergeordnete Rolle spielt. Also hätte ich bei ZFS-only Betrieb 6 ZFS-Pools auf dem Rechner, jeweils nur mit einer Disk. Und bei einer Parity-Disk mit ZFS würde das Filesystem nur eine große Datei beinhalten.

Also ist die Frage für mich:
  • Nehme ich nur UFS?
  • Nehme ich ZFS für das System und UFS für's Archiv? Das ist mein bisher favorisierter Ansatz.
  • Nehme ich nur ZFS?
Oder anders formulert:
  • Eignet sich ZFS für obige Konstrukte, bzw. für SnapRAID?
 
#12
Hallo jmt,

meine NAS-Konfiguration sieht wie folgt aus: UFS für das Betriebssystem und ZFS für alle Daten. Der Grund für diese Wahl: Wenn das ZFS mal knallt (hat es bisher nicht - Holz klopf), muss man nicht mit Boot-CDs oder USB-Sticks herumhampeln, auf denen irgendwelche Tools fehlen. Man kann im Notfall das gewohnte System von Festplatte booten - was auch schneller geht, als von CD oder USB-Stick.

Grüßle

Jürgen
 

TCM

Well-Known Member
#14
Mit ZFS hast du natürlich gut Verschnitt und generell etwas weniger Platz zur Verfügung. Dafür merkst du sofort beim Zugriff, wenn was nicht passt und nicht erst beim SnapRAID-Scrub.

Ich habe hier mehr oder weniger dasselbe Setup, nur dass ich 2 RAID1-Pools für System+VMs und Sonstiges habe und SnapRAID einfach auf ZFS aufsetzt. SnapRAID-Pools kann man ja bei Bedarf vom ARC ausschließen, dann nehmen die dem System-Pool nichts weg.

Edit: ZFS "verlangt" nicht mehrere Platten. Ein Pool kann auch aus einer Platte bestehen, dann hast du bzgl. Fehlern natürlich nur eine Erkennung und keine automatische Behebung.
 

peterle

Forenkasper
#16
Es ist mir völlig schleierhaft, was der tiefere Sinn dieses SnapRAIDs sein soll, außer ein paar Groschen zu sparen, die eine HD an Strom zu sich nimmt.
 

TCM

Well-Known Member
#17
Einmal das und zweitens sind bei einem Crash, der über die vertretbare Anzahl Platten hinausgeht, nur die Platten betroffen, die gar nicht mehr lesbar sind. Alle anderen Daten sind noch greifbar.

Und wenn du 20 Platten hast, dann macht es schon was aus, ob beim Filmgucken eine oder 20 laufen.
 

TCM

Well-Known Member
#20
Kannst Du das mal erklären? Und bestehen Deine SnapRAID-Pools aus nur jeweils einer Platte?
man zfs, /primarycache

Und ja, eine Platte pro Pool.

Ich weiss Beispiel aber wer viele Platten im Betrieb hat und sich dann Gedanken um den Stromverbrauch macht, sollte echt nochmals sein Setup überdenken.
Naja, was gibts da groß zu überdenken? Entweder man verzichtet auf den Platz, frisst den erhöhten Stromverbrauch oder nimmt halt SnapRAID und hat beide Einschränkungen nicht.
 

jmt

Well-Known Member
Themenstarter #21
Mit ZFS hast du natürlich gut Verschnitt und generell etwas weniger Platz zur Verfügung.
Wie voll machst Du die Platten denn? Bei UFS setze ich den reserved space auf 0 und die Optimierung auf space und habe dann schon mal fast volle Platten. Geschwindigkeit spielt in diesem Szenario keine Rolle. Ich gehe mal davon aus, dass sich ZFS unter diesen Gesichtspunkten ähnlich verhält.
 
#22
Wie voll machst Du die Platten denn? Bei UFS setze ich den reserved space auf 0 und die Optimierung auf space und habe dann schon mal fast volle Platten. Geschwindigkeit spielt in diesem Szenario keine Rolle. Ich gehe mal davon aus, dass sich ZFS unter diesen Gesichtspunkten ähnlich verhält.
Die Performance geht bei ZFS ordentlich in die Knie, wenn mehr als 80% des Pools gefüllt sind. Im normalen Betrieb ist der Performanceeinbruch deutlich merkbar; ob man auf einem NAS/Datengrab damit leben kann/will muss jeder für sich selbst entscheiden.