Re: Re: Welches BSD ist das "beste" ?
Original geschrieben von CW
Ich würde dir (als OpenBSD-User) FreeBSD empfehlen, weil:
1.) schnell und am leichtesten installierbar von allen drei BSDs (was aber sehr relativ aufgefasst werden kann)
2.) die meisten Ports/Packages von den drei BSDs hat (ich glaube so um die 8000 bis 9000 Packages/Ports)
Gruß
CW
zu 1.) Woran machst Du aus, ob es am leichtesten installierbar ist ?
zu 2.) Eigentlich kommt es nicht auf die Quantität sondern die auf die Qualität an, soll heißen, daß die Ports die mich interessieren dabei sind. Okay, je mehr Ports, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß "meine" Ports dabei sind.
Aber nochmal zu 1.): Ich habe jüngst zwei Bücher angelesen, eines über FreeBSD und eines über NetBSD, jeweils die Kapitel zur Installation.
Das Buch über FreeBSD hat mich teilweise etwas verwirrt. Allerdings ist mir mittlerweile klar, daß das Buch selber nicht ganz unschuldig daran ist.
Das was ich zu NetBSD gelesen habe schien mir geradliniger (sowohl das OS als auch das Buch selber).
Ohne jetzt Deine oder sonst eine Aussage in Zweifel ziehen zu wollen, möchte ich einfach mal in die Runde werfen, daß "einfach" oder "benutzerfreundlich" nicht zwingend mit GUI (bzw. Rudimentär-GUI) gleichzusetzen ist (andersherum natürlich auch nicht).
Ich hatte schon fast damit gerechnet, daß die meisten FreeBSD empfehlen würden, weil ihm offensichtlich die meiste Benutzerfreundlichkeit nachgesagt wird. Leider kann ich (noch) nicht nachvollziehen, warum ihm dies nachgesagt wird. In der Linux-Welt wird einem z.B. sofort Suse als sehr benutzerfreundlich empfohlen. Leider (oder auch nicht leider) teile ich diese Meinung nicht. Habe gerade unter Linux die Konfiguration mittels GUI-Prgrammen hassen gelernt. Mir ist ein leicht nachvollziehbares weil schlüssiges Konzept auf Konsolenebene mittlerweile lieber. Daher nochmal detailierter nachgefragt:
Wo liegen eigentlich die wesentlichen Unterschiede oder Parallelen (je nachdem, was besser zu erklären ist) der einzelnen BSD-Derivate ?
Was ich bisher aus Publikationen entnommen habe ist:
FreeBSD: Fokus auf Performance, Benutzerfreundlichkeit
NetBSD: Fokus auf Portierbarkeit/Hardwareunterstützung
OpenBSD. Fokus auf Sicherheit
Einige der Dinge sind relativ einfach nachvollziehbar weil objektiv meßbar (z.B. Performance) andere nicht. Ferner wird in diesen Publikationen dann aber auch erwähnt, daß die anderen BSDs ebenfalls sehr gute Leistungen auf dem Gebiet bringen würden, wo ein bestimmtes den Fokus gesetzt hat.
Und noch etwas zu Java: Wie ist das mit dem nativen Java unter FreeBSD ? Ist es ähnlich up-to-date wie die Originalausgabe von Sun für Linux ? Soll heißen, ob ich das neuester SDK auf diesem Wege auch zeitnah auf mein System bekomme oder eh besser die Linux-Variante nehme ?