Welches BSD ist das "beste" ?

CAMISOLITE

Well-Known Member
Hallo,

ich bin absoluter BSD-Neuling. Wahrscheinlich gibt es von Zeit zu Zeit immer mal wieder solche Threads. Nun stelle ich einen solchen ein. Was meint Ihr, ist das "beste", "sinnvollste", sonst irgendwieeste BSD als Desktop-System ?

Meine Anforderungen sind relativ einfach umrissen:
- Desktop-System auf 1x IBM ThinPad X30 und 1x Standard PC (Selbstbau: Celeron 400 MHz / FSB 66 MHz, 768 MB RAM, ...)
- DE/WM: vermutlich ROX mit WindowMaker
- Anwendungen: Mozilla, OpenOffice, Gimp, Eclipse, Midi-Sequenzer (welcher ?) Kleinkram, evtl. digitaler Videorecorder.
- Java-Support (aktuelle SDKs)

Bin gespannt auf Eure Empfehlungen, Kommentare, etc.
 
Original geschrieben von CAMISOLITE
Hallo,

ich bin absoluter BSD-Neuling. Wahrscheinlich gibt es von Zeit zu Zeit immer mal wieder solche Threads. Nun stelle ich einen solchen ein. Was meint Ihr, ist das "beste", "sinnvollste", sonst irgendwieeste BSD als Desktop-System ?

Meine Anforderungen sind relativ einfach umrissen:
- Desktop-System auf 1x IBM ThinPad X30 und 1x Standard PC (Selbstbau: Celeron 400 MHz / FSB 66 MHz, 768 MB RAM, ...)
- DE/WM: vermutlich ROX mit WindowMaker
- Anwendungen: Mozilla, OpenOffice, Gimp, Eclipse, Midi-Sequenzer (welcher ?) Kleinkram, evtl. digitaler Videorecorder.
- Java-Support (aktuelle SDKs)

Bin gespannt auf Eure Empfehlungen, Kommentare, etc.

Ich würde dir (als OpenBSD-User) FreeBSD empfehlen, weil:

1.) schnell und am leichtesten installierbar von allen drei BSDs (was aber sehr relativ aufgefasst werden kann)

2.) die meisten Ports/Packages von den drei BSDs hat (ich glaube so um die 8000 bis 9000 Packages/Ports)

Gruß

CW
 
Ich wuerd dir empfehlen dir alle drei auszuprobieren und das zu nehmen das dir auf anhieb am besten gefaellt. Alles andere fuehrt eh zu nix.
 
FreeBSD! Keine Frage.
Gibt zu Zeit knapp 9300 Ports. Ein natives Java. OpenOffice 1.1-RC5 als Package.
 
*zustimm*
Spaß machen sie alle, aber grade OpenOffice liegt nach meinem Wissen nur für FBSD Nativ vor, das Native Java lohnt meiner Meinung nach den Aufwand nicht, Sun's Version läuft unter der Linux-Emu genausogut.

Gruß
buebo
 
Wieso überhaupt Linux als Desktop-Plattform? Wo ist der Vorteil gegenüber *BSD, Windows, Apple, OpenBEOS, $OS_DEINER_WAHL?

Bitteschön.
 
nach deinen anforderungen kommt eigentlich nur freebsd in frage...
(wg. nativer java unterstuetzung)

auf bald
oenone
 
FreeBSD ist meine Antwort.
Damit kommst du bestimmt am besten klar mit deinen Anforderungen.

Thomas
 
Re: Re: Welches BSD ist das "beste" ?

Original geschrieben von CW
Ich würde dir (als OpenBSD-User) FreeBSD empfehlen, weil:

1.) schnell und am leichtesten installierbar von allen drei BSDs (was aber sehr relativ aufgefasst werden kann)

2.) die meisten Ports/Packages von den drei BSDs hat (ich glaube so um die 8000 bis 9000 Packages/Ports)

Gruß

CW

zu 1.) Woran machst Du aus, ob es am leichtesten installierbar ist ?

zu 2.) Eigentlich kommt es nicht auf die Quantität sondern die auf die Qualität an, soll heißen, daß die Ports die mich interessieren dabei sind. Okay, je mehr Ports, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß "meine" Ports dabei sind.

Aber nochmal zu 1.): Ich habe jüngst zwei Bücher angelesen, eines über FreeBSD und eines über NetBSD, jeweils die Kapitel zur Installation.

Das Buch über FreeBSD hat mich teilweise etwas verwirrt. Allerdings ist mir mittlerweile klar, daß das Buch selber nicht ganz unschuldig daran ist.

Das was ich zu NetBSD gelesen habe schien mir geradliniger (sowohl das OS als auch das Buch selber).

Ohne jetzt Deine oder sonst eine Aussage in Zweifel ziehen zu wollen, möchte ich einfach mal in die Runde werfen, daß "einfach" oder "benutzerfreundlich" nicht zwingend mit GUI (bzw. Rudimentär-GUI) gleichzusetzen ist (andersherum natürlich auch nicht).

Ich hatte schon fast damit gerechnet, daß die meisten FreeBSD empfehlen würden, weil ihm offensichtlich die meiste Benutzerfreundlichkeit nachgesagt wird. Leider kann ich (noch) nicht nachvollziehen, warum ihm dies nachgesagt wird. In der Linux-Welt wird einem z.B. sofort Suse als sehr benutzerfreundlich empfohlen. Leider (oder auch nicht leider) teile ich diese Meinung nicht. Habe gerade unter Linux die Konfiguration mittels GUI-Prgrammen hassen gelernt. Mir ist ein leicht nachvollziehbares weil schlüssiges Konzept auf Konsolenebene mittlerweile lieber. Daher nochmal detailierter nachgefragt:

Wo liegen eigentlich die wesentlichen Unterschiede oder Parallelen (je nachdem, was besser zu erklären ist) der einzelnen BSD-Derivate ?

Was ich bisher aus Publikationen entnommen habe ist:

FreeBSD: Fokus auf Performance, Benutzerfreundlichkeit
NetBSD: Fokus auf Portierbarkeit/Hardwareunterstützung
OpenBSD. Fokus auf Sicherheit

Einige der Dinge sind relativ einfach nachvollziehbar weil objektiv meßbar (z.B. Performance) andere nicht. Ferner wird in diesen Publikationen dann aber auch erwähnt, daß die anderen BSDs ebenfalls sehr gute Leistungen auf dem Gebiet bringen würden, wo ein bestimmtes den Fokus gesetzt hat.

Und noch etwas zu Java: Wie ist das mit dem nativen Java unter FreeBSD ? Ist es ähnlich up-to-date wie die Originalausgabe von Sun für Linux ? Soll heißen, ob ich das neuester SDK auf diesem Wege auch zeitnah auf mein System bekomme oder eh besser die Linux-Variante nehme ?
 
Re: Re: Re: Welches BSD ist das "beste" ?

Original geschrieben von CAMISOLITE
zu 1.) Woran machst Du aus, ob es am leichtesten installierbar ist ?

ncurses und sysinstall
Die meisten Quellen dürften hierfür zu finden sein, die meiste Hilfe...

zu 2.) Eigentlich kommt es nicht auf die Quantität sondern die auf die Qualität an, soll heißen, daß die Ports die mich interessieren dabei sind. Okay, je mehr Ports, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß "meine" Ports dabei sind.

Was die Qualität angeht so würde ich keines der drei grossen freien BSDs als schlechter oder besser bezeichnen.
Höchstens die Innereien könnten für NetBSD sprechen, da die Jungs doch sehr konservativ eingestellt sind, und alles sehr gerade verläuft.

Ein NetBSDler rät Dir wahrscheinlich zu NetBSD, einer der Schokoeis mag zu Schokoeis, der andere zu Vanille, bis auf den Geschmack, sind alle aber dennoch nur Eis.

Aber nochmal zu 1.): Ich habe jüngst zwei Bücher angelesen, eines über FreeBSD und eines über NetBSD, jeweils die Kapitel zur Installation.

Man kann viel reden, und man kann viel lesen, und am Ende nimmt man dann was ganz anderes.
Das einfachste wäre, Du ziehst Dir ein ISO von NetBSD, eines von FreeBSD und installierst diese. Bisschen konfigurieren, etwas installieren, dann merkst Du schnell welches Dir zusagt und welches nicht. Alles andere ist, imho, hohles Geschwätz was Dich nicht unbedingt näher bringt und verlorene Zeit darstellt die Du zum testen der BSDs schon nutzen könntest.
 
Re: Re: Re: Welches BSD ist das "beste" ?

Original geschrieben von CAMISOLITE
zu 1.) Woran machst Du aus, ob es am leichtesten installierbar ist ?

ASG hat es schon beantwortet.

Die anderen beiden BSDs haben eine reine Shell-Script-Installation.

zu 2.) Eigentlich kommt es nicht auf die Quantität sondern die auf die Qualität an, soll heißen, daß die Ports die mich interessieren dabei sind.

Das ist subjektiv und kann von niemandem beantwortet werden, bis auf dich selbst.

Ziehe dir also ein Image des gewünschten BSD herunter und siehe nach, wie du mir ihm zurechtkommst. Und was die Ports angeht, so besuche doch einfach die Ports-Datenbanken und überprüfe, ob deine bevorzugten Ports dabei sind.

Okay, je mehr Ports, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß "meine" Ports dabei sind.

Könnte sein.

Aber nochmal zu 1.): Ich habe jüngst zwei Bücher angelesen, eines über FreeBSD und eines über NetBSD, jeweils die Kapitel zur Installation.

Dann würde ich doch endlich mal mit dem Installieren anfangen.

Lesen ist sehr gut, denn es nimmt einem die "Angst" vom "unbekannten System" weg, doch es selber machen, ist noch besser.

Kombiniere doch beides miteinander.

Lese ein Kapiel und teste es auf deinem BSD aus. :)

Das Buch über FreeBSD hat mich teilweise etwas verwirrt. Allerdings ist mir mittlerweile klar, daß das Buch selber nicht ganz unschuldig daran ist.

Lassen wir jetzt das Thema "Buchkritik" beiseite, ist besser so.

Sonst landen wir im off-topic. :)

Das was ich zu NetBSD gelesen habe schien mir geradliniger (sowohl das OS als auch das Buch selber).

Nicht zu schnell urteilen!

Erst testen.

Ohne jetzt Deine oder sonst eine Aussage in Zweifel ziehen zu wollen, möchte ich einfach mal in die Runde werfen, daß "einfach" oder "benutzerfreundlich" nicht zwingend mit GUI (bzw. Rudimentär-GUI) gleichzusetzen ist (andersherum natürlich auch nicht).

Das ist subjektiv.

Ich hatte schon fast damit gerechnet, daß die meisten FreeBSD empfehlen würden, weil ihm offensichtlich die meiste Benutzerfreundlichkeit nachgesagt wird. Leider kann ich (noch) nicht nachvollziehen, warum ihm dies nachgesagt wird.

Teste FreeBSD aus und du wirst sehen (oder auch nicht), warum es als das benutzerfreundlichste (zumindest beim Install) angesehen wird.

Für mich ist z.B. OpenBSD das benutzerfreundliche BSD-System überhaupt, weil ich alles selber machen muss :)

Wie du siehst, vieles wird subjektiv gesehen.

Daher: teste einfach mal das System aus.

Wo liegen eigentlich die wesentlichen Unterschiede oder Parallelen (je nachdem, was besser zu erklären ist) der einzelnen BSD-Derivate ?

Diese Sachen sind schon x-mal beantwortet worden.

Benutze google oder die Suchfunktion unseres Boards.



CW
 
Zuletzt bearbeitet:
ich habe zuerst Freebsd gehabt,
jedoch hatte ich immer einen lahmen (schwachen) speicher,
(liegt das am ffs ? hmm)

seitdem ich openbsd nehme, ist alles perfekt,
multimedia ist zu 99% eingerichtet,
sogar sound war schon im kernel *g*
:DDDD

deshalb wuerde ich openbsd empfehlen.


http://www.unixportal.org/
http://unix-archive.pdp11.org.ru/PDP-11/Distributions/ucb/


achso, und LINUX kann ich NICHT empfehlen +g*
obwohl wir wissen ja das die gurus hinterm LinuxMandrake sitzen *gg* ;:DDD
 
Zuletzt bearbeitet:
freebsd. punkt!
für mich kommt nach langer recherge nichts anderes in frage.
dem ganzen debian wix, mandrake schund und suse gefummel konnte ich überhaupt nix abgewinnen. meine erfahrung.
 
Mir war der Hype damals schon zu gross um Linux, und Beastie hat mir einfach besser gefallen als der bunte Tüten heringsüberfressene nicht fliegende Vogel Tux.

Ansonsten empfehle ich jedem das OS, das er am liebsten mag, sei es aus der Religion heraus, der Technik, dem Klicki-Bunti, der Security Paranoia, des Hypes, der Schachtel, weil man masochist ist, es liebt, das andere hasst, sich damit brüsten will, oder was auch immer. Hauptsache ist, man/ihr/sie/es seit glücklich damit und nervt andere nicht damit das Euer OS besser/toller/schneller/bunter/grösser/kleiner/feiner ist als das des anderen.
AUUUMMM.
Ausgenommen sind technische Diskussionen über das eine oder andere OS, der Vergleich mit dem einen oder anderen OS oder der Geilheit der Hostessen des einen oder anderen OS.
 
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