und natürlich würde ich in fast allem mal wieder meinen Vorrednern widersprechen wollen, wobei du bedenken solltest, dass ich wirklich nicht einer der Wissenden bin.
ZFS macht für mich nur dann Sinn, wenn mehrere Festplatten zu einem Verbund zusammengeschaltet werden sollen. Alle anderen Vorteile sind meist theoretischer Natur und dafür gibt es jedoch etliche praktische Nachteile.
Den Speicherbedarf für das System kann ich auch nicht verstehen und deinen Wunsch, System und Daten auf dem gleichen Medium zu haben, schon gar nicht. Das ist doch ein echtes Handicap. So was halte ich nicht für gut, aber wie gesagt, manchmal bin ich etwas anders.
Code:
[pit@files] ~/> df -h
Filesystem Size Used Avail Capacity Mounted on
/dev/ufs/FILES 3.8G 2.8G 705M 80% /
devfs 1.0K 1.0K 0B 100% /dev
tmpfs 2.1G 57M 2.1G 3% /tmp
tmpfs 2.1G 76K 2.1G 0% /var/run
procfs 4.0K 4.0K 0B 100% /proc
raid1 3.6T 3.1T 483G 87% /raid1
Dies ist die Ausgabe meines aktuellen Fileservers, der aber inzwischen schon recht alt ist.
Das System liegt auf einer Partition auf einem USB-Stick. Da werden 2.8G verbraucht und das ist schon ziemlich viel, weil ich einige zusätzliche SW installiert habe. tmpfs nutze ich redlich, wie du sehen kannst und ich denke, da gibt es auch noch mehr Potenzial. Ziel ist, den Stick quasi nur zum Booten zu benutzen und dann nicht mehr darauf zuzugreifen. Protokolle, Syslogs, die ich mitnehmen will, habe ich auf meine Festplatten im raid-Verband ausgelagert. Bei mir sind das noch fünf oder sechs Platten, weiß ich nun nicht so genau und die haben ZFS.
Ziemlich alt.
Wenn so in vielleicht ein oder zwei Jahren ein Neuer ansteht, dann würde ich das genauso wieder machen, wenn nicht technische Änderungen mich für etwas anderes begeistern könnten. Damit will ich nicht sagen, dass ich irgendwie genial bin, aber, dass es sich in meinem Haushalt sehr bewährt hat.
Wozu ich in jedem Fall rate, ist RAM. Wenn du eine 64B CPU hast, dann gute 4G.
Wovon ich abrate, ist SWAP. SWAP ist quatsch. (Ich wiederhole aber, dass ich da meist alleine bin mit meiner Meinung). Wenn aber SWAP, dann keinesfalls auf ein USB-Medium! Nun kann ich mir gut vorstellen, dass dich das verunsichert, wenn hier aus berufenem Munde gesagt wird, 8G SWAP und dann kommt ein erklärt Unwissender und sagt, alles quatsch. Was ich niemals empfehlen würde (weil ich eben kein Experte bin), ist, ein System ohne SWAP einzurichten. Leg einen an, wenn alles läuft, wie es soll, dann probier es mal ohne. Weshalb diese Rolle rückwärts? Weil unverschämt viel Arbeit macht, nachträglich einen SWAP anzulegen, bzw den Platz dafür frei zu räumen. Ich kann aber auch sagen, dass auf allen meinen Rechnern der SWAP inzwischen vollkommen ausgeschaltet ist (außer, wo er zur Hibernation genutzte wird) und dass ich damit keinerlei negative Erfahrungen mache. Gerade nicht auf dem Fileserver, der ja nichts komplexes zu rechnen hat.