FreeBSD 6.3 – vorgehensweise Virtualisierung

KAyAN

Member
Ich benötige bitte dringend einen Ansatz zur Lösung des Problems, vielleicht hatte ja jemand ein ähnliches Problem?


Ich habe ein FreeBSD 6.3 als Server auf Uralt-Hardware zu laufen. Auf diesem Server läuft MySQl und einen speziell entwickelte Datenbankabfrage auf Basis PHP.

Langsam gibt es Anzeichen das die Hardware das zeitliche segnet. Alle versuche diese Datenbank auf einem Windows-Server zu portieren schlugen fehl. Werder Direkt noch über XAPP

Aus Diesem und aus energetischen Gründen würde ich den Server gern visualisieren.

Hat jemand zufällig diesen Weg schon beschritten und mit welchem Virtualisierer (VMWare, Hyper-V, VirtualBox etc.) hatte er Erfolg?

Ich bedanke mich schon jetzt für eure Hilfe!

Gruß
 
Ne Live CD mit FreeBSD booten und dann dump/restore benutzen...

In der virtuellen Maschine dann wieder die CD booten und dort dann eben die Platte in der virtuellen Maschine entsprechend anlegen und dann das restore. Sollte eigentlich recht problemlos gehen ;)

Aber warum nicht den einfachen Weg gehen und ein aktuelles FreeBSD installieren und dann die Datenbank einfach rüberkopieren?
 
Ne Live CD mit FreeBSD booten und dann dump/restore benutzen...

In der virtuellen Maschine dann wieder die CD booten und dort dann eben die Platte in der virtuellen Maschine entsprechend anlegen und dann das restore. Sollte eigentlich recht problemlos gehen ;)

Aber warum nicht den einfachen Weg gehen und ein aktuelles FreeBSD installieren und dann die Datenbank einfach rüberkopieren?
Vielen Dank für eure Beiträge.
Die Datenbank übernehmen ist keien Problem, aber die Scripte klappt nicht wegen Versionsprobleme auf rund von Virtuellen Host's. Der Programmierer ist weg und niemand sieht mehr durch. Ich weiß, bitte keine Mecker wegen Dokumentation etc. ;)

Meintest du eine VM (virtuelle Maschine) incl. virtueller Festplatte (unformatiert) neu anlegen und mit Restore die Daten wieder zurück schreiben?
Ich hatte von der FreeBSD Festplatte mit DD beites einen Kopie angelegt, Aber VirtuallBox verweigert den Start der Maschine.
 
Bei Virtualbox gibt es eine Anleitung was bei Windows-Installationen zu tun ist. Dies entspricht aber im Prinzip den oben genannten Vorschlägen mit dump/restore. Man kann natürlich auch mit dd ein Abbild der Platte/Partition vornehmen und mit 'VBoxManage convertfromraw ...' in ein vdi konvertieren. Den HAL und IDE-Kram man sich hingegen sparen.

https://www.virtualbox.org/wiki/Migrate_Windows
 
Hi KAyAN:

Du könntest den 6.3 Server in eine Jail weiterlaufen lassen auf einer neuen Maschine.
Dann kannst in Ruhe migrieren. Dump/Restore des Hosts in eine Jail sollte kein Thema sein.
Wichtig: Du brauchst eine Jail ohne Filelinks aus dem Hostsystem (empty jail halt).
 
Für mich hört es sich so an als würde man ganz gerne auf den FreeBSD-Server verzichten (und daher das ganze in ein VM auslagern). Daher ist der Ansatz mit den Jails evtl nicht perfekt. Zumal ich nicht so sicher bin wie weit man da mit der Unterstützung zurück kommt (ich meine dabei wie alt darf denn das Userland in der Jail sein wenn der Host z.B. auf 9.2 läuft... und wie lange geht das dann wieder gut).

Ich denke auch das sauberste ich das Ding mit dump zu sichern und per restore einspielen. Im Prinzip ist das in einer VM nicht anders als auf ner echten Blechbüchse. Du solltest nur dabei bedenken, dass du entweder den DBMS für die Dauer des dumps definitiv stopst oder ein extra Datenbank-Dump machst denn du nachträglich einspielst. Ein normales dump auf eine Festplatte auf der ein DBMS läuft kann nicht sicherstellen, dass deine Datenbank dann auch sauber ist.

Parallel würde ich dennoch empfehlen, zu versuchen den Code nach und nach hoch zu ziehen, dass man nicht ewig von Altlasten abhängig ist. Irgendwann kommt der Tag wo das ganz plötzlich ganz arg weh tut.
 
Erstmal vielen Dank für eure freundlichen Beträge.
Es ist so, die Skripte die die Datenbank abfragen müssen nicht mehr geändert werden. Da wir sie so verwende wie sind, Eine derzeit genutze Applikation (AVA - Ausschreibung - Vergabe - Abrechnung) wird in der kommenden Zeit ersetzt und kann damit entfallen.
Zukünfitg würde ich gern auf FreeBSD verzichten, geht aber wegen einer einzigen Applikation nicht. Weiterhin frist der FreeBSD Server genau soviel Energie wie der Virtualisirungs Host auf dem 2 VM's laufen.
Ich hätte mir gewünscht, eine Festplatte aus dem FreeBSD Server (Raid 1) austausche und diese an einem Windows-PC (ich weiß, ihr hasst den Kommerzkacke) in einer VHD, VHX oder VDI importiere und eine VM anlege, konfiguriere, einschalte, FERTIG bin.

Idealere weise wäre eine Hyper-V Maschine (3.0) ideal gewesen. Aber das geht wohl nicht?! Deshalb VirtualBox.
Könnte das was werden?
Vielen Dank nochmal!
 
Nein, wir hassen den Kommerzkack nicht. Das sind die anderen. :) Ich kann dich voll und ganz verstehen, ein "fremdes" System in einer sonst weitgehend homogenen Umgebung ist immer problematisch und sollte wenn möglich vermieden werden. Aus dem gleichen Grund virtualisiere ich auch meine unumgänglichen Windows-Installationen.

Aber zum Problem: Grundsätzlich ist FreeBSD 6.3 sehr alt, älter als die meisten Virtualisierungslösungen. Daher unterstützt es sie nicht. Für VirtualBox ist das kein Beinbruch, aber HyperV dürfte damit rausfallen. Dafür bräuchtest du eine deutlich neuere Version. Einige Wege wurden schon genannt. Ich würde es wie von dir vorgeschlagen angehen:
1. Stoppe das alte System, denn sonst baust du einen Splitbrain. Die VM wäre nach dem Start älter als der Server.
2. Ziehe eine Platte aus dem RAID und fertige ein 1:1 Image vom ersten bis zum letzten Byte. Unter FreeBSD würde ich "dd" nehmen, unter Windows gibt es sicher auch solchte Tools.
3. Das Image konvertierst du unter deinem Windows wie von Elwood vorgeschlagen mit VBoxManage (ich glaube, über das GUI geht es nicht) in ein VDI oder VDMK.
4. Mit dem baust du eine neue VM. So viel RAM wie dein Server hatte, vielleicht ein wenig mehr. Die gleiche Anzahl an CPU-Kernen. Und so weiter.
5. FreeBSD sollte hochfahren, aber braucht eventuell Anpassungen der Netzwerkconfig. Da müssten wir mal sehen, wie er sich verhält.
 
Für Hyper-V konnte ich spontan nicht erkennen, dass FreeBSD 6.x untersützt wird. Anders hingegen sieht es mit KVM deutlich besser aus: http://www.linux-kvm.org/page/Guest_Support_Status#FreeBSD

Wenn du es ganz sportlich magst, schaust du ob dein Hyper-V Nested Virtualization unterstützt: Hyper-V -> Linux Gast Virtualisierer -> FreeBSD Gast
Gebe dir aber keine Garantie dass das so gehen wird.

Die Tipps zum Klonen der Disk sind absolut richtig. Möglicherweise fällt es dir aber leichter mit einer LiveCD wie Clonezilla die Disks in eine VM zu übertragen. Afaik läuft das ohne Schwierigkeiten.
Wenn es brenzlig wird und droht teuer zu werden am besten nach einem Dienstleister umschauen
 
Vielen Dank für eure Anregungen, sie sind sehr Hilfreich.Nochmals ganz herzlichen Dank.
Ich werde den Weg aus Beitrag #11 zeitnah Testen und euch auf dem laufenden halten.

PS. Ich habe mich seit einiger Zeit intensiv mit Hyper-V 3.0 beschäftigt und muss gestehen ... die Serverschiene von Microsoft ist wirklich erwachsen geworden. Für Produktivumgebungen die von Freizeit-Admins betreut werden ist es echt toll. Auch wenn die NSA sicher vollen Zugriff auf meine Daten haben?! Wobei .... ich könnte die NSA mal fragen wie ich das Problem lösen kann, Sie kennen ja mein System in- und auswendig. :D
 
Erst mal wünsche ich alle ein gesundes 2014 und maxmale Erfolge. ;)

Nach vielen Irrungen und Wirrungen (der Teufel liegt wie immer im Detail) habe ich es geschafft FreeBSD 6.3 erfolgreich zu visualisieren.
  • Oracle Virtualbox in der Version 4.3.x funktioniert nicht. Lässt sich war auf einer in Hyper-V-VM (VM=virtuelle Maschine) installieren. Verweigert aber den Betrieb mit FreeBSD 6.3 (ab FreeBSD Version 7.x geht es wohl).
  • VMware Workstation Version 10 verweigert die Installation auf einer Hyper-V-VM.
Nachfolgender Weg mit VMware Workstation Version 10 hat zum Erfolg geführt:
1. Ich habe FreeBSD von einer Kopie der Festplatte mit Acronis True Image 2013 ein Backup gezogen.
2. Das Backup mittels der „Backup-Konvertierung“ von Acronis in einen VHD konvertiert.
3. Auf einem PC mit Windows 7 VMware Workstation Version 10 installiert.
4. Bei VMware unter „Edit“ – „Virtual Network Editor“den Typ “ die virtuelle Netzwerkkarte „Bridged“ an die physische Netzwerkarte gebunden. (der Modus: Automatik hat bei mir nicht funktioniert).
5. Unter VMware eine neue virtuelle Maschine (Typ: FreeBSD) erstellt:
- RAM größer als den die ehemalige physische Maschine gewählt.
- Network Adapter auf „Bridged“ belassen.
- Als Festplatte die mit Acronis erzeugte VHD eingebunden.​
6. Die virtuelle FreeBSD 6.3 Maschine gestartet und die unter „VM“ angebotenen „Install VMware Tools …“ nach Anleitung installiert. Damit kann man die VM dann über VMware herunterfahren, neu starten, usw. Sollte VMware Workstation nach Updates von Windows etc. vorschlagen , diedie VMware Tools neu zu installieren, dann geht es recht einfach, weil FreeBSD die letzten Tastatureingaben speichert. Also Login als Root und dann die Pfeiltaste nach oben/unten benutzen. Das vereinfacht die Installation für Dummis erheblich.
7. VM neu starten und Fertig.
Ich hoffe die Anleitung ist verständlich?

Noch mal vielen Dank für eure Unterstützung.
 
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