4.10 vs. 5.2.1 bei Geschwindigkeit

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snoopy

Guest
In allen Foren ist zu lesen, dass 5.2.1 langsamer ist als 4.10. Ich habe auf meinem rechner nur 5.2.1 , kann deshalb keine eigenen Tests bzw. Erfahrungen machen.

Gibt es diese Geschwindigkeitsunterschiede wirklich? Wo machen sie sich bemerkbar? Sind Sie messbar oder eher subjektiv?

Ich lese immer von 5.2.1 mit "angezogener Handbremse? Welche ist dass? Debugging läßt sich ja im Kernel abschalten. Debuggingcode im Userland? Kann man dies auch verhindern?
 
Mein - vollkommen subjektive - Meinung ist eher, dass 5.2.1 schneller
ist als 4.10. Ich habe keinen Test gemacht, hatte einfach beide install-
iert und fand 5.2.1 etwas schneller.
 
snoopy schrieb:
In allen Foren ist zu lesen, dass 5.2.1 langsamer ist als 4.10. Ich habe auf meinem rechner nur 5.2.1 , kann deshalb keine eigenen Tests bzw. Erfahrungen machen.
Gibt es diese Geschwindigkeitsunterschiede wirklich? Wo machen sie sich bemerkbar? Sind Sie messbar oder eher subjektiv?

Ich merke es deutlich auf einem Desktop-System und Server.
FreeBSD 5.2.1 ist unter Last nicht sonderlich performant, so meine Erfahrungen. Auch auf einem Desktop-System mit X kommt das System desöftern ins stocken. So lässt sich der Mauszeiger kaum noch bewegen sobald mehrere Programme schon laufen und ich dann ein Programm wie OO.org starte. Die Festplatte nudelt dabei wie von Sinnen und erst wenn das Programm offen ist lässt sich wieder gut mit arbeiten.
Unter 4.10 keinerlei Probleme dieser Art.
Seltsamerweise habe ich aber auch schon von Usern gelesen die dahingehend keinerlei Probleme haben und bei denen ein 5.2.1 sich nicht so "zäh" anfühlt und/oder verhält.

Ich lese immer von 5.2.1 mit "angezogener Handbremse? Welche ist dass? Debugging läßt sich ja im Kernel abschalten. Debuggingcode im Userland? Kann man dies auch verhindern?

Du kannst das debugging im Kernel ausschalten, das war es dann aber auch schon.
FreeBSD 5.2.1 ist noch nicht auf Performance getrimmt, so läuft im Userland auch noch einiges an debugging Zeug mit.
Das FreeBSD Team möchte zuerst alle wichtigen Dingen für ein STABLE implementieren und diese stabil zum laufen bekommen bevor sie sich um die Performance kümmern.
Ich behaupte mal, sobald dies geschieht, wird FreeBSD 5 schneller sein als FreeBSD 4.10 und das auch spürbar.
 
asg schrieb:
FreeBSD 5.2.1 ist unter Last nicht sonderlich performant, so meine Erfahrungen. Auch auf einem Desktop-System mit X kommt das System desöftern ins stocken. So lässt sich der Mauszeiger kaum noch bewegen sobald mehrere Programme schon laufen und ich dann ein Programm wie OO.org starte. Die Festplatte nudelt dabei wie von Sinnen und erst wenn das Programm offen ist lässt sich wieder gut mit arbeiten.

solche Erfahrungen habe ich mit 5.2.1 nicht. Allerdings habe ich auch ULE_sched in den Kernel gebaut. Mit stockenden Mauszeiger hatte ich nie zu kämpfen auch Festplattenkampf war nie angesagt. Allerdings kann sich FreeBSD auch an reichlich RAM (1024MB) bedienen.
 
snoopy schrieb:
solche Erfahrungen habe ich mit 5.2.1 nicht. Allerdings habe ich auch ULE_sched in den Kernel gebaut. Mit stockenden Mauszeiger hatte ich nie zu kämpfen auch Festplattenkampf war nie angesagt. Allerdings kann sich FreeBSD auch an reichlich RAM (1024MB) bedienen.

Habe die "Symptome" mit Jedem FreeBSD 5 Release, mit einem aktuellen CURRENT und den alten und neuen Scheduler.
Ebenso mit wenig RAM (256) und auch mit etwas mehr (1024).
 
Bin auch der Meinung das 5 noch etwas lahmt. Aber ob man das wirklich merkt, ka.

Auf jeden Fall bringt das Deaktivieren des Debug-Krams im Kernel Performance Punkte. Aber dann hörts halt auch schon auf mit den Tweakereien.

Das X etwas lahmte in 5, fand ich auch. Ansonsten fehlen einfach objektive Real-Live-Benchmarks um genaueres Sagen zu können.

Auf meinem Server bin ich wieder zurück auf 4 geswitcht. Das rennt wie Schmidts Katze. Auch habe ich nun keine nervigen Current-Update Spielereien/Schwierigkeiten mehr...

Was das Verhalten unter Last angeht kann ich eigentlich nur sagen das *BSD hervorragend skalliert, egal welches und egal welche Version. Auf Systemen mit 100% Last konnte ich immernoch relativ ordentlich arbeiten.

Vielleicht könnte man ja ein BSD-Foren Benchmark-Project starten. Allerdings mit ausagekräftigen Sitiuationen, nich wie dieses nix sagende ubench oder so.

r0b0
 
ich sitze jetzt seit 4 tagen an einem frischem 4.10, vorher hab ich 5 monate lang mit 5.2.1 meine ersten unix/fbsd erfahrungen gesammelt.

den debug kram hab ich beim 5.2.1 gleich am anfang aus dem kernel genommen.
5.x war schon flott, konnte nicht meckern, auch unter last, aber ich hab auch ordentliche scsi platten und reichlich ram.

4.10 kommt mir nicht unbedingt schneller vor, als system selbst (ladezeiten usw.) nur die installationen aus den ports gehen irgendwie schneller von der hand, das kommt mir jedenfalls so vor!

4.10 mag ich sehr :) irgendwie machts einen fertigeren eindruck, wobei ich mich auch nicht über 5.2.1 beklagen kann.....
 
Über das Laufzeitverhalten von 5 kann ich nicht viel sagen, da ich es nicht produktiv einsetze, aber sicher ist, dass es bei rohen Rechenaufgaben auf identischer Hardware schneller ist, was nicht zuletzt dem Umstand zu verdanken ist, dass 5-CURRENT den gcc3 benutzt, während 4-STABLE gcc-2.95.4 verwendet.

Björn
 
@bjoern: Stimmt (teilweise). Waehrend der Durchsatz von 4 und 5 in etwa gleich sein duerfte (vom gcc mal abgesehen) ist aber halt die Interaktivitaet von 5.x total im Arsch. Dank des BGL wird das auch noch ein wenig so bleiben. Gerade wurde ja das Preempting fuer den Kernel committet, das sollte schonmal wieder ein ordentlicher Schritt in Richtung guter Interaktivitaet sein.

@destiny: Das Portsbauen _muss_ unter 4.x einfach schneller gehen, da der gcc 2.95 wesentlich zuegiger rangeht als das gcc 3.3 Monster.
 
Ich habe noch ein wenig rumexperimentiert. Also die Datenübertragung beim Koieren von einer Festplatte auf die andere ist wesentlich besser unter FreeBSD 5.2.1 als unter Linux hier in der Karnation von SuSE 9.0 und Slackware 9.1 jeweils mit original 2.4 Kernel und selbsgebastelten 2.6 Kernel. Ich wäre ja gespannt auf einen Vergleich mit FreeBSD 4.10.

cheers
 
snoopy schrieb:
In allen Foren ist zu lesen, dass 5.2.1 langsamer ist als 4.10. Ich habe auf meinem rechner nur 5.2.1 , kann deshalb keine eigenen Tests bzw. Erfahrungen machen.

Gibt es diese Geschwindigkeitsunterschiede wirklich? Wo machen sie sich bemerkbar? Sind Sie messbar oder eher subjektiv?

Ich lese immer von 5.2.1 mit "angezogener Handbremse? Welche ist dass? Debugging läßt sich ja im Kernel abschalten. Debuggingcode im Userland? Kann man dies auch verhindern?


Ich verwende FreeBSD seit der Version 4.1 aktiv als Hauptsystem und habe bis 4.9 alle Updates mitgemacht. Beim Umstieg auf 5.0 gab es wirklich einen grossen Geschwindigkeitseinbruch (der bestimmt auch messbar war), wahrscheinlich wegen der Fehlersuchroutinen die noch drin waren. FreeBSD 5.1 ist wieder etwas schneller geworden und 5.2.1 sollte meiner Meinung nach (subjektiv) wieder auf vernünftigem Niveau sein.
 
aus /usr/src/UPDATING
NOTE TO PEOPLE WHO THINK THAT FreeBSD 5.x IS SLOW:
FreeBSD 5.x has many debugging features turned on, in
both the kernel and userland. These features attempt to detect
incorrect use of system primitives, and encourage loud failure
through extra sanity checking and fail stop semantics. They
also substantially impact system performance. If you want to
do performance measurement, benchmarking, and optimization,
you'll want to turn them off. This includes various WITNESS-
related kernel options, INVARIANTS, malloc debugging flags
in userland, and various verbose features in the kernel. Many
developers choose to disable these features on build machines
to maximize performance.
Ich finde es ist zu früh die 4 mit der 5 zu vergleichen, also einfach mal abwarten ;)
Ich bin mit dem 5 Zweig sehr zufrieden, habe zwar auch die gleichen Probleme wie asg, will aber nicht die debugging features raus machen falls doch mal ein Problem auftritt.
Das einzige was mich beim 5 Zweig etwas verwundert das acpi shutdown mit 5.0/1 funktionierte aber mit der aktuellen versionen 5.2/.1 nicht mehr. :confused:
 
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