9.1 und pkgng produktiv einsetzbar?

minimike

Berufsrevolutionär
Hi

Für mein laufendes Projekt plane ich entweder mit FreeBSD oder Debian kFreeBSD.

primär 2 250er SSD's, 96, GB Ram, 48 TB an Platten sowie 2 Opterons.Das Gerät wird in drei bis 4 Wochen im Serverraum stehen.

Bisher habe ich sehr gute Erfahrungen mit der 8.3 gemacht. Aber ich frage mich welche Vorteile ich mit der 9.1 haben könnte. Ich werde keine Jails betreiben. Es wird Samba zwecks Authtifizierung zu Active Directory laufen. Netatalk als TimeCapsule für Mac's. Bacula zwecks Datensicherung anderer Systeme. Sowie MySQL und PostgreSQL. Und ein ganz klein wenig Intranet mit Wiki, Icinga, Munin usw...

Das einzige Argument ist das Upgrades einfacher laufen könnten. PKG ist auch in FreeBSD 8.xx verfügbar?
 
Ist es nicht auch eine frage wo mit du dich besser auskennst? Und eine andere Frage ist doch auch wo bekomme ich den besseren Support her. Ich denke mal FreeBSD/ZFS ist mehr im Einsatz als Debian/kBSD/ZFS. An fs@freebsd.org wirst du dich nicht wenden können wenn es Probleme geben sollte.

Es fehlen bei pkgng zur Zeit noch div Pakete so das man doch auf das ports system zurück greifen muss. Aber du kannst pkng auch unter 8.x Installieren.
 
Die große Frage ist halt, ab wann man eine Software als stabil und produktiv einsetzbar bezeichnet. Und diese lässt sich leider nicht allgemeingültig beantworten, da es sehr von Belangen der Umgebung abhängt. Grundsätzlich gesehen halten sich die dramatischen Änderungen zwischen 8.3 und 9.0 in Grenzen:
- 9.0 hat Änderungen am VM, die ZFS helfen. Dennoch konnte ich kaum Unterschiede im Verhalten zwischen 8.3 und 9.0 feststellen.
- Journaled Softupdates. Wobei sie in 9.0 noch einige raue Kanten hatten, von denen ich persönlich (bis auf das leidige Snapshotproblem) keine getroffen habe.
- Unterstützung für unbegrenzt viele CPUs statt nur 32.
- Deutlich bessere Unterstützung für virtuelle Umgebungen.
FreeBSD 9.1 ist dann eigentlich nur ein gebugfixtes (tolles Wort) und um die Dinge, die 9.0 verpasst haben, angereichertes 9.0. Diese Dinge sind z.B. AVX und der beschleunigte IPv6 Netzwerkstack.

Ganz konkret würde ich dein Problem im Moment so lösen, dass ich entweder auf 9.1 warte und wenn das nicht möglich sein sollte, 8.3 nehme. Das 9.0 tut zwar im Großen und Ganzen was es soll, aber rundum begeistern kann es mich ehrlich gesagt nicht. Dann würde ich mit poudriere ein eigenes Paket-Repo bauen und dies mit pkgng verteilen. Da pkgng nun da ist und sehr gut funktioniert, hat das Scripten eigener Verteilungssysteme keinen Sinn mehr.
 
hmm mich zieht es dann doch Richtung 8.xx
Kann ich davon ausgehen das der 8er Zweig noch drei besser vier Jahre unterstützt wird?
 
Die Unterstützung ist "Letztes Release + 2 Jahre". Wenn wir davon ausgehen, dass 8.3 das letzte Release ist, endet die Unterstützung am 30. April 2014. Sollte es noch ein 8.4 geben, was meines Wissen nicht vorgesehen ist, ich aber auch nicht ausschließen will, verschiebt es sich entsprechend nach hinten. Mit einem 9.x hättest du mehr Zeit, bis 9.3 ca. Herbst 2013 wird die Reise dort mindestens gehen. Was dann ein Supportende ca. 2015 bis 2016 bedeuten würde.

iX Systems sagte übrigens mal durch die Blume, dass sie mit ihrem demnächst zum ersten Mal erscheinenden "PC-BSD Server Edition" mittelfristig eine Art kommerziellen "Long Term Support" bieten möchten, also einen FreeBSD-Branch in Red Hat ähnlichen Zeiträumen unterstützen. Das ist für dich im Moment völlig uninteressant, da es alles noch Zukunftsmusik ist, allerdings könnte ein solches kommerzielles Produkt die Supportbelange all jener Personen abdecken, die mehr Zeit brauchen, als das FreeBSD Projekt mit seinen geringen Ressourcen bieten kann und will. Siehe dazu auch: http://lists.freebsd.org/pipermail/freebsd-hackers/2012-June/039184.html
 
du könntest auch die 9.1er vorversion nehmen und von dieser zum Release upgraden. Wir setzen momentan auch auf 9-STABLE, das hat aber andere Gründe.
 
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