Absturz nach neuer Netzwerkkarte

Katakuna

New Member
Hi,

ich bin BSD-Anfänger und das ist mein erster Post, vergebt mir bitte, falls ich mich blamiere...

Bei einem Rechner mit FreeBSD 8.1 auf VIA Epia 800 mit onboard LAN habe ich das Mainboard gegen ein K7S5A und eine Longshine LCS-8037TXR2 (Realtek-Chipsatz) getauscht. Das Booten funktioniert soweit, die Netzwerkkarte wird scheinbar auch erkannt, jedenfalls namentlich ausgegeben, allerdings friert das System ein, sobald ich ein Netzwerkkabel einstecke und irgendwas mache, was die Netzwerkkarte benutzt. Ein ifconfig reicht schon. Oder wenn beim Booten NTP benutzt wird.
Am Switch sehe ich die Aktivitätslampe dann nur gaaanz langsam blinken und ich kann nicht mal die Konsole wechseln, um einen Reboot zu machen.

Das onboard LAN des neuen Board hab ich auch mal im BIOS aktiviert, das zeigt das selbe Verhalten.
Ich habe auch mal "Sysinstall->configure additional network devices" versucht, das hat das selbe gebracht. Sobald nach dem DHCP Server gesucht wird, ist Ende.

Vermutlich ist es nur eine Kleinigkeit, aber ich weiss einfach nicht, wo ich anfangen muss. Wäre klasse, wenn mir jemand einen Fingerzeig geben könnte.

Vielen Dank!
 
Hallo,

das K7S5A ist bekannt für thermische Probleme, schau mal wie heiß der Chipsatzkühler wird (kleiner goldener) und ob der fest sitzt. Aber Vorsicht, verbrenne dir nicht die Finger!

Gruß ré
 
Wenn es kein thermisches Problem ist, probier doch einfach mal eine andere Netzwerkkarte aus. Eine mit Intelchip kriegste in der Bucht für kleines Geld... (mit Realtek Kram würde ich mich gar nicht erst rumschlagen)
 
Hi,

danke für die Tipps, das Problem ist gelöst. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, aber es war tatsächlich ein Problem des Mainboards, obwohl das jahrelang problemlos lief. Aber nach dem ich die NIC mal in einen anderen Slot gesteck hatte, wurde anschliessend keine Festplatte mehr gefunden.
Also hab ich ein anderes Board eingebaut und es lief alles fast auf Anhieb, ich hatte nur in /etc/rc.conf vr0 durch re0 zu ersetzen.
 
Erst mal schön, dass das Problem gelöst ist. Zum Hintergrund ist vielleicht noch anzumerken:

Windows und inzwischen auch Linux haben einen riesigen Batzen an schmutzigen Fummeleien, um Bugs bei Hardware/Firmware zu umgehen und zu verdecken.
Bei Windows steckt ein ganzer Konzern dahinter, und bei Linux ein wesentlich größerer Entwickler-Stamm, damit auch alles irgendwie rennt.

Die BSDs versuchen dagegen, sich an die Standards und Spezifikationen zu halten. Da die Kombinationen von Hardware/Bios/Firmware usw. schier unendlich geworden sind, wird es immer die eine oder andere geben, mit der die BSDs so ihre Probleme haben werden - vielleicht war das in diesem Fall auch so.

Die BSDs haben *leider* nicht die Manpower und oft nicht die Hardware, um die ganzen möglichen Fehler bei all diesen möglichen Kombinationen der Hardware auszubügeln.

Meiner Erfahrung nach macht aber grade FreeBSD - im Normalfall - wenig Probleme. Nur immer dann, wenn schräge Varianten eines Bios/Chips (ich hasse Acer!) zum Einsatz kommen und/oder es keine Spezifikationen gibt (ich hasse Artheros!), wirds eng. Das haben manchmal nicht mal die Hersteller im Griff und bieten z.B. nur Windows-Treiber an, die oft speziell ihre eigenen Fehler kaschieren.

Meist reicht es aber dann, die Komponente, die Ärger macht - in diesem Fall wohl der LAN-Adapter - zu tauschen gegen eine, wo man recht sicher sein kann, dass sie unter FreeBSD läuft.
 
Meiner Erfahrung nach macht aber grade FreeBSD - im Normalfall - wenig Probleme. Nur immer dann, wenn schräge Varianten eines Bios/Chips (ich hasse Acer!) zum Einsatz kommen und/oder es keine Spezifikationen gibt (ich hasse Artheros!), wirds eng. Das haben manchmal nicht mal die Hersteller im Griff und bieten z.B. nur Windows-Treiber an, die oft speziell ihre eigenen Fehler kaschieren.

oder sie bieten blobs an (siehe Nvidia), wodurch niemandem geholfen wird, außer der firma, die dann mehr verkaufen kann. deshalb sollte man das auch nicht unterstützen, sondern auf die offenen treiber setzen.
 
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