So schlecht hat BSD auch nicht abgeschnitten. Ist ja großteils weit vor Solaris. Es ist ja nicht so, dass das nicht stimmt, was der Benchmark sagt. (Ubuntu) Linux zeigt bei den Tests eine viel bessere Performance.
Wenn ich dermaßen auf das Ergebnis bei Benchmarks aus wäre hätte ich mein DragonFly gleich platt gemacht und am Besten durch ein in Assambler (mit allen Tweaks, die es für meinen Prozessor gibt) programmiertes OS ersetzt.
Am besten keine GUI, denn damit werden nur Ressourcen verschwendet[1] und am besten keine Art von I/O, die die Benchmarkergebnisse beeinflussen könnte. Wenn ich so wenig davon gehalten hätte, dann hätte ich den Thread nicht gestartet. Ich habe mich daran erinnert, dass hier mal jemand nach "irgendeinem" Benchmark gefragt hat. Naja, vielleicht hält der Thread ja auch Leute davon ab BSD zu installieren, weil da Counterstrike und WoW[2] schneller laufen müsste.
Das erinnert mich an die Sache mit den Startzeiten von beim Kompilieren optimierten Programmen. Seltsam.. das mit O3 kompilierter Programm startet viel langsamer, als das ohne und das Os viel schneller.
Kein Wunder wenn die O3-Datei viel größer ist und ewig braucht bis sie geladen ist.
Wenn mir etwas zu langsam ist und mir (ohne Benchmark) auffält, dass diese sehr performanceabhänige Operation auf einem für meine sonstigen Zwecke mindestens genau so gut geeignet ist, dann überlege ich (wenn das wirklich so wichtig ist) mir den Wechsel vielleicht. Aber wie viele sind auf Grund eines Benchmarks zu ihrem BSD gekommen?
Für gewöhnlich kauft man sich, wenn etwas zu langsam ist bessere Hardware. Das zahlt sich eher aus. Es behauptet ja keiner, das Linux oder sysbench und ubench uns täuschen wollen. Das Ergebnis entspricht sicher der Wahrheit und repräsentiert das, was ich immer gemeint habe. Mehr Entwickler machen mehr Performancetweaks. Ist doch auch rechtens so. Trotzdem ist ein OS mehr, als Performance und auch mehr als Stabilität und Sicherheit. Und auch das kann man nicht allein an der Anzahl der gefundenen Sicherheitslücken oder den Tagen bis zum Absturz des Systems messen.
Keiner, der ein Minimum an Objektivität waren will, wird von einem OS behaupten das es überallvollkommen perfekt ist. Das ist schlicht unmöglich. Wenn es so wäre gäbe es nicht so viele OSs und nicht so viel Entwicklung und Forschung in diesem Bereich.
In ein paar Jahren oder Monaten sieht das ganze (vielleicht) wieder komplett anders aus. OpenBSD kann 40 remote holes finden und es ist gut, weil sie gefunden wurden und schlecht, weil sie existiert haben. Hört doch auf Betriebssysteme wie Religionen zu sehen (im Funbereich geht's ja noch *g*). Das sollte man übrigens in keinem Bereich des Lebens machen. Kann überall ziemlich ins Auge gehen.
So jetzt bin ich aber schon bei Themen, die weder mit dem eigentlichen Thema noch mit dem was ich schreiben wollte zu tun haben. Von mir um diese Uhrzeit noch Lebensweisheiten anzunehmen ist auch nicht ungefährlich.
Also gute Nacht!
Athaba, keine ernste Antwort erwartend
[1] Mal OT: Ich wechsle immer zwischen den Extremen: KDE und non-X. Bin ich da der Einzige?
[2] Diese Zwei Gruppen von Computerspielern bashe ich am Liebsten. Hoffentlich fühlt sich jetzt niemand beleidigt *g*