Bewerbungen....

Wie die meisten meiner Vorredner kann ich Dir nur empfehlen, keine 08/15 Mappen, kein billiges Kopierpapier, keinen schlechten Tintenstrahler und kein Automatenfoto zu nehmen.
Ich hab in den letzten Tagen Sachen gesehen - da bin ich echt vom Glauben abgefallen: Selbstausgeschnittene Fotos (Nagelschere??), auf denen Leute mit abgewetzten Pullovern waren, Automatenfotos, auf denen die Leute aussahen, wie nach nem Saufgelage, Rechtschreibfehler, falscher Firmenname im Bewerbungstext, Schnellhefter, Flecken auf der Bewerbung,... ;'(
Für das Personal bin ich zwar nicht direkt verantwortlich, aber mein Chef lässt sich seine Meinung gerne bestätigen. Und bei der Masse an Bewerbungen (und vor allem bei den vielen grausam schlechten Bewerbungen - gibt es in der Schule heute keinen Deutsch-Unterricht mehr?) ist es leider so, dass man nur auf die Bewerbungen achten kann, die direkt positiv auffallen.
Mit Deiner Bewerbung präsentierst Du Dich selber. Selbst, wenn die Bewerbung teuer wird - sie ist es wert.
 
Nachtrag zum "ersten Gespraech":

Zur letzten Stelle (siehe auch bsdforen.de UNIX/J2EE Administration) hatten wir insgesamt
55 Bewerbungen, von denen 12 zu Gespraechen geladen worden sind.

Kurz: viel Schein in der schriftlichen Bewerbung - wenig Sein im Gespraech. Sowas bringt's
dann auch nicht - fuer beide Seiten. Natuerlich will man die erste Huerde meistern, wenn
man aber eigentlich die Huerden zu hoch sind, sollte man auch nicht erst versuchen die
erste zu meistern, dadurch, dass man eine besonders "schoene" Bewerbung losschickt.
Man sollte nicht glauben, wieviel zwischen Firmen an Informationen ueber sowas fliesst... :)
 
double-p schrieb:
Kurz: viel Schein in der schriftlichen Bewerbung - wenig Sein im Gespraech. Sowas bringt's
dann auch nicht - fuer beide Seiten. Natuerlich will man die erste Huerde meistern, wenn
man aber eigentlich die Huerden zu hoch sind, sollte man auch nicht erst versuchen die
erste zu meistern, dadurch, dass man eine besonders "schoene" Bewerbung losschickt.
Man sollte nicht glauben, wieviel zwischen Firmen an Informationen ueber sowas fliesst... :)

Ich sehe dabei aber auch in den Stellenausschreibungen das immer der "crack" schlechthin gesucht wird. Er muss alles können und das aus dem FF. Werden 6 Punkte gefordert und man erfüllt aber nur 3, soll man sich bewerben oder nicht? In einem Fachgespräch fliegt man dann bei den 3 Punkten auf die Nase von denen man nichts oder wenig weiss. Die anderen muss man dann schon mit Glanz und Gloria erfüllen. Die wenigsten könne all dem entsprechen was gefordert wird, das soll aber einen Bewerber nicht davon abhalten sich dennoch zu bewerben.
 
Joshua schrieb:
[...]
Wenn mich dann doch einmal eine ortographisch korrekte Bewerbung erreicht hat, dann hat mich dies viel mehr beeindruckt, als das schönste Papier und die aufwändigste Mappe.

Ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Ich meine das alles "rund" sein muss. Was bringt eine korrekte Bewerbung wenn darauf Kaffeeflecken sind? Was bringt eine schöne Mappe, schönes Papier wenn der Name der Firma falsch geschrieben ist und andere inhaltliche Fehler zu finden sind?
Es muss eben alles passen, der Bewerber muss hier 100% geben, und das kostet Zeit. Eine Bewerbung, inkl. Erkundungen über die Firma, Gedanken zu dem kommenden Gespräch,..., das kostet mehr Zeit als die Bewerbung an Geld kostet. Das ist nicht in 30 Minuten alles erledigt.
 
asg schrieb:
Ich habe mich wohl etwas unklar ausgedrückt. Ich meine das alles "rund" sein muss. Was bringt eine korrekte Bewerbung wenn darauf Kaffeeflecken sind? Was bringt eine schöne Mappe, schönes Papier wenn der Name der Firma falsch geschrieben ist und andere inhaltliche Fehler zu finden sind?
Es muss eben alles passen, der Bewerber muss hier 100% geben, und das kostet Zeit. Eine Bewerbung, inkl. Erkundungen über die Firma, Gedanken zu dem kommenden Gespräch,..., das kostet mehr Zeit als die Bewerbung an Geld kostet. Das ist nicht in 30 Minuten alles erledigt.

Welche Mappe ist den besonders geeignet, aus optische und aus praktischer Sicht?

Auf dem "Markt" gibt es da ja die unterschiedlichsten Varianten.

Die meisten teuereren Produkte erscheinen mir sehr unpraktisch, da hier der Personalchef erst zwei drei Ordnerseiten umklappen muss, um zum Inhalt zu kommen.
 
snoopy schrieb:
Welche Mappe ist den besonders geeignet, aus optische und aus praktischer Sicht?

Auf dem "Markt" gibt es da ja die unterschiedlichsten Varianten.

Die meisten teuereren Produkte erscheinen mir sehr unpraktisch, da hier der Personalchef erst zwei drei Ordnerseiten umklappen muss, um zum Inhalt zu kommen.

Ich habe Mappen für 3,50 Eu gekauft. Zum aufklappen. Allerdings kann ich dir noch nicht berichten wie sie angekommen sind ;)


Was würdet ihr eigentlich auf die Frage: "Warum soll ich gerade Sie einstellen?" antworten?
 
snoopy schrieb:
Welche Mappe ist den besonders geeignet, aus optische und aus praktischer Sicht?

die mappe, die dir persoenlich am besten gefaellt. schliesslich hast du auch die bewerbung so geschrieben, wie sie dir am besten gefaellt. der zeitschriftenladen deines vertrauens kann dich da zur not aber gut beraten.
meine mappe war so eine zum aufklappen, da haben die dann erstmal das anschreiben gesehen.
das deckblatt wurde nach rechts weggeklappt... rechts war dann das deckblatt (mit photo), links der tabellarische lebenslauf. und dahinter meine zeugnisse.
man muss allerdings auch dazu sagen, dass ich mir die bewerbungstips von meiner cousine geholt habe, und die arbeitet in einer "renommierten" (um nicht zu sagen "hochnaesigen") reederei, in einer abteilung, die vorher frauen nur als sektraeteusen kannten...
 
snoopy schrieb:
Welche Mappe ist den besonders geeignet, aus optische und aus praktischer Sicht?
[...]

Es gibt ganz gute von "elba" (gibts bei staples) aus Pappe. Es gibt auch noch welche aus Kunststoff, diese gefallen mir persönlich aber nicht sonderlich.
Die Elba Mappe heisst glaube ich "Bewerbungsmappe job excellent" mit der ArtNr. 36410, wenn ich das auf der Seite von elba (www.elba.de) richtig sehe.
Was auch imho wichtig ist, die Farbe der Mappe. Sie sollte nicht knallig rot sein, aber auch nicht schwarz, eher ein blauton, aber das sieht man dann schon an der Auswahl der Farben der Mappen.

Ansonsten steht auf dieser vorne "Bewerbung" drauf, schlägt man die Mappenach links auf so ist das Anschreiben zu sehen mit Bild (oder das Bild auf dem LL drauf).
Danach kann man die Mappe ganz aufschlagen (nach rechts) und hat auf der einen Seite den LL auf der anderen die Zeugnisse und Scheine die chronologisch so geordnet sind das wenn der Leser den LL liest er auf der anderen Seite immer durch die Zeugniss/Scheine mit blättern kann.
Somit ist eine klare Struktur geschaffen die es dem Leser einfach macht schnell an Informationen heranzukommen und diese durch die Zeugnisse/Scheine zu verifizieren.

Kostenpunkt? Keine Ahnung, ich denke zw. 3,50 und 5,00 Euro. Kann man öfters wiederverwerten.
 
daiv schrieb:
Was würdet ihr eigentlich auf die Frage: "Warum soll ich gerade Sie einstellen?" antworten?

"Darum!"
Naja, vielleicht auch nicht ;-)

"Ich bin der richtige für die von Ihnen geforderten Leitungen und denke das ich mich in das bestehende Team gut integrieren kann und durch meine Erfahrungen zum Erfolg des Unternehmen beitragen kann"

Naja, ok, noch etwas schön formulieren, aber so aus der Hüfte geschossen denke ich das es passt.

Aber Vorsicht, bei einem Bewerbungsgespräch geht es auch viel um Manipulation, je besser man seinen Gegenüber kennt desto besser kann sich auf diesen einstellen und wissen was er gerne hören möchte (jaja, man wird zur Schlampe, aber he, man will den Job, das Geld, also was solls).
Manche legen mehr Wert auf das Fachwissen, andere wiederum auf die soft skill und bla. Der obige Satz von mir deckt in etwas beides ab und kann sicher so angewendet werden. Aber wie gesagt, hier hat jeder der Personalchefs andere Vorstellungen.
Auch eine Rolle zu spielen fällt vielen auf, ausser man ist ein sehr guter Schauspieler. Man muss sich im Vorfeld darüber Gedanken man was man auf die eine oder andere Frage antwortet, dies darf dann aber nicht wie auswendig gelernt rüberkommen sondern muss authentisch sein. Zu der eigenen Person passen. Aber auch hier, wie in der Werbung üblich, es darf etwas mehr sein, und man bewegt sich immer zwischen Wahrheit und blablubb.
 
daiv schrieb:
Was würdet ihr eigentlich auf die Frage: "Warum soll ich gerade Sie einstellen?" antworten?

Was denkst du denn selbst warum du für den Job prädestiniert bist? Die Frage ist ja nicht unberechtigt, schließlich gibt es andere, die sich auch beworben haben. Und warum soll man nicht die nehmen? Zumal wahrscheinlich 98% der Bewerber im Gespräch sagen, dass sie unglaublich teamfähig sind und ordentlich was auf der Pfanne haben.
 
dettus schrieb:
wofuer interessierst du dich?
google einfach mal nach den begriffen, zusammen mit "stellen" oder "jobs" oder "stellenausschreibungen" oder "bewerbungen" oder....


vielleicht gefaellt dir ja was davon: http://www.iis.fraunhofer.de/jobs/index_d.html

Bin gelernter BWLer ohne wirkliche BWL-Berufserfahrung, habe ca. 6 Jahre Berufserfahrung in der IT aber keinen offiziellen Abschluß in diesem weiten Feld. :zitter: Nun ja, seit Februar versuche ich in letzterem Boden gut zu machen.

War bisher bei diversen Unternehmensberatungen (oder besser gehobenen Zeitarbeitsfirmen ;) ) tätig. Mein Themengebiet war Anwendungsentwicklung (OO, Analyse, Design, Konzeption, Spezifikation, Implementierung, ...), Testing, Anwenderbetreuung und -Schulung und so Zeugs. Am wohlsten fühle ich mich als Schnittstelle zwischen Anwender und Entwickler. Branchen waren überwiegend Automotive und Finanzen.

Mal davon abgesehen, daß man ja immer flexibel sein soll etc. würde ich gerne im Norden bleiben (das bezieht sich sowohl auf Deutschland als auch auf Europa). Darüber hinaus würde mich interessieren mal wieder was für KMUs zu machen, da ist man einfach näher am Thema. Aber meist geht's eben nur um die großen Konzerne und da wollen alle wasweißichwieviele Beraterfirmen auf einmal rein.

Direkt auf Stellenausschreibungen antworten habe ich mir irgendwann abgewöhnt. Gerade jetzt dürfte die Konkurrenz doch ziemlich groß sein. Normalerweise mache ich das über Vitamin B oder ich suche mir einfach Firmen heraus, die mich interessieren, dann schreibe ich da einfach hin, rufe an oder so. Dann laufe ich auch nicht so schnell in die üblichen Fallen beim Vorstellungsgespräch - von wegen warum denn überhaupt diese Firma und so.

Tips für derlei Tätigkeiten (s.o.) sind bei mir jederzeit willkommen.
 
asg schrieb:
Ich sehe dabei aber auch in den Stellenausschreibungen das immer der "crack" schlechthin gesucht wird. Er muss alles können und das aus dem FF. Werden 6 Punkte gefordert und man erfüllt aber nur 3, soll man sich bewerben oder nicht? In einem Fachgespräch fliegt man dann bei den 3 Punkten auf die Nase von denen man nichts oder wenig weiss. Die anderen muss man dann schon mit Glanz und Gloria erfüllen. Die wenigsten könne all dem entsprechen was gefordert wird, das soll aber einen Bewerber nicht davon abhalten sich dennoch zu bewerben.

Es ist manchmal schwer zu erkennen, welche der Punkte ein 'KO Kriterium' sind. Es
gibt dann aber auch noch die Bewerber, die von 6 Punkten gerade mal einen halben
erfuellen. ...
 
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