Booksharing

SierraX

Well-Known Member
Ich persönlich habe eine sehr umfangreiche Computer-Bibliothek. Linux/Unix Bücher schätze ich so auf ~50 gut es gibt größere aber es ist schon ne ganze Menge.
Und fast monatlich werden es 1-2 Bücher mehr. Eigentlich ist es schade, das die Bücher verstauben und monatelang nichtmal reingeblättert wird.

Mein Vorschlag wäre die Bücher welche man entbehren kann, in einer zentralen Datenbank zu sammeln, und diese monatsweise Interessenten, welche sich dieses Buch nicht leisten können oder wollen. Zur verfügung zu stellen.

Für die Versandkosten (hin und zurück, dafür trägt der Verleiher das Risiko des Versandschadens) sollte der Leiher aufkommen. Genauso wie für Schäden, welche durch ihn verursacht werden (hoffe das alle Verleiher/Leiher dann so ehrlich sind und den Leiher/Verleiher nicht über den Tisch ziehen wollen). Ab 1 Monat sollte eine Überziehung von 2 Euro pro Woche anfallen.
Jeder Verleiher sollte nur die Bücher anbieten welche er wirklich für einen Monat entbehren kann. Ein Rückruf vor der Zeit wäre nicht fair. Der Leiher ist aber natürlich berechtigt das geliehene Buch früher zurückzusenden. Ggf. kann das angebot natürlich auf andere Medien ausgedehnt werden.

Wie ist eure Meinung zu meinem Vorschlag?
 
Mh. Ich bin etwas hin und her gerissen.
Im Grundsatz finde ich die Idee sehr gut. Ob aber genügend Verleiher bereit sind die Aufwände (sicher verpacken, zur Post bringen, von der Post abholen, prüfen wer hat denn was schon wie lange, prüfen wer will was als nächstes) ehrenamtlich durchzuführen und dabei die Risiken zu tragen wage ich zu bezweifeln.

Wenn jedoch eine kleine Gebühr damit verbunden wäre (von der widerum z.B. ein Teil als Spende an dieses Forum geht. Und die Betreiber womöglich auch die Plattform zur Verfügung stellen) wären die Chancen vielleicht grösser.

Grundsätzlich könnte ich auch einiges dazu beitragen. Zum einen Bücher (nicht nur zu UNIX-Themen sondern auch Apache, Tomcat, Java, Eclipse, Subversion, WebSphere, DB2, MySQL, etc. - ist auch im Wachstum) sondern auch evtl. bei der Plattformentwicklung (MySQL-DB und Servlets. PHP ist nicht meine Welt. Nur sollte ich dabei nicht unter Zeitdruck stehen).
Voraussetzung ist natürlich, dass ausreichend interesse von beiden Seiten (Leiher und Verleiher) besteht um diesen Aufwand zu betreiben.

Anderenfalls würde eventuell ein Thread ausreichen in dem jeder seine Kollektion an Büchern vorstellt und die Interessenten dann z.B. per PN anfragen.
 
rbrinkmo schrieb:
Mh. Ich bin etwas hin und her gerissen.
Im Grundsatz finde ich die Idee sehr gut. Ob aber genügend Verleiher bereit sind die Aufwände (sicher verpacken, zur Post bringen, von der Post abholen, prüfen wer hat denn was schon wie lange, prüfen wer will was als nächstes) ehrenamtlich durchzuführen und dabei die Risiken zu tragen wage ich zu bezweifeln.

Das prüfen sollte durch die zentrale Datenbank erledigt werden. Um das mit den Buchsendungen zu prüfen muß ich mich nochmal ein wenig umgucken und bei der Post informieren. Die Risiken für den Verleiher sollten durch meinen Vorschlag minimiert werden das es kaum finanziellen Schaden verursachen würde, aber trotdem den Leiher nicht so weit blastet, das er sich das Buch gleich selbst kaufen kann. Durch die räumliche Trennung der Forumsmitglieder kommt man aber um einen kostenpflichtigen Transport nicht herum.

rbrinkmo schrieb:
Wenn jedoch eine kleine Gebühr damit verbunden wäre (von der widerum z.B. ein Teil als Spende an dieses Forum geht. Und die Betreiber womöglich auch die Plattform zur Verfügung stellen) wären die Chancen vielleicht grösser.

Die meisten Bücher sind nicht so teuer als das sich ein leihen gegen Geld für den Leiher wirklich lohnt. Die ganzen 'kurz und gut titel' würden dann schonmal wegfallen. Und sich dann wahrscheinlich auf die Bücher jenseits einer 30 Euromarke bewegen. Es sind recht viele Schüler und Studenten hier, und ich glaube die werden sich kein Buch ausleihen wenn sie 1 Euro pro Woche zahlen müssten.

rbrinkmo schrieb:
Grundsätzlich könnte ich auch einiges dazu beitragen. Zum einen Bücher (nicht nur zu UNIX-Themen sondern auch Apache, Tomcat, Java, Eclipse, Subversion, WebSphere, DB2, MySQL, etc. - ist auch im Wachstum) sondern auch evtl. bei der Plattformentwicklung (MySQL-DB und Servlets. PHP ist nicht meine Welt. Nur sollte ich dabei nicht unter Zeitdruck stehen).
Voraussetzung ist natürlich, dass ausreichend interesse von beiden Seiten (Leiher und Verleiher) besteht um diesen Aufwand zu betreiben.

Genau aus diesem Grund habe ich diesen Threat gestartet, um das Interesse auszuloten. Nicht das so ein desaster wie bei dem Brennservices entsteht. Das alle wieder schreien 'BUHU ich würde ja wenn ich die möglichkeit hätte' und sobald man die Möglichkeit bietet kommt keiner.

rbrinkmo schrieb:
Anderenfalls würde eventuell ein Thread ausreichen in dem jeder seine Kollektion an Büchern vorstellt und die Interessenten dann z.B. per PN anfragen.

Hab ich auch schon gedacht, aber da ist die Gefahr der einseitigen belastung doch recht hoch. Was durch eine Datenbank ausgeräumt werden könnte. Hatten das Problem in der Videothek in der ich arbeitete. Wenn mehrmals der gleiche Titel vorhanden ist wird der erste wesentlich stärker belastet als der 2te oder 3te. Weil die potentiellen Leiher erstmal auf den ersten Threat gucken und erst wenn dieser Anbieter sagt, er habe es gerade verliehen, zum nächsten geht. Wenn aber jeder Anbieter nur die anbietet welche noch kein anderer anbietet muß der Leiher ggf. recht lange auf einen Titel warten.

Weitere möglichkeit wäre die bitte um Buchspenden, damit eine solche Bibliothek an einem festgelegen Ort aufgebaut werden kann. Damit geht aber das Eigentum auf eine Person über, welche dann nicht nur einen hohen Platzverbrauch hat, sondern auch das Risiko der Zentralisierung trägt. Ich würde es schon machen, aber dafür fehlt mir z.Z. der Platz und die Mittel.
 
SierraX schrieb:
Das prüfen sollte durch die zentrale Datenbank erledigt werden.
Sofern DB vorhanden. Schon klar. Dennoch braucht man da etwas mehr Intelligenz. Eine Funktion muss in regelmässigen Abständen (täglich) prüfen und dann z.B. mail an Verleiher und Leiher schicken. Und wer mehr Bücher bereit stellt hat mehr Aufwand (mails bearbeiten oder Webfrontend zur DB sichten).

SierraX schrieb:
Um das mit den Buchsendungen zu prüfen muß ich mich nochmal ein wenig umgucken und bei der Post informieren. Die Risiken für den Verleiher sollten durch meinen Vorschlag minimiert werden das es kaum finanziellen Schaden verursachen würde, aber trotdem den Leiher nicht so weit blastet, das er sich das Buch gleich selbst kaufen kann.
Das Risiko, dass irgendjemand sein 50 Euro teueres Buch garnicht zurück bekommt ist nicht auszuschliessen. Sei es, dass der Post-/Paketdienst schlampt oder der Leiher etwas unzuverlässig ist.
Willst du es nur den Mitgliedern dieses Forums zugänglich machen?
Soll jeder nur ein Buch zur Zeit leihen können? Nicht, dass einer alle Bücher ausleiht und der letzte Interessent 8 Monate warten muss. Wenn genug interesse da ist sollte noch etwas Brainstorming (Gehirnstürmen) gemacht werden.

SierraX schrieb:
Die meisten Bücher sind nicht so teuer als das sich ein leihen gegen Geld für den Leiher wirklich lohnt. Die ganzen 'kurz und gut titel' würden dann schonmal wegfallen. Und sich dann wahrscheinlich auf die Bücher jenseits einer 30 Euromarke bewegen. Es sind recht viele Schüler und Studenten hier, und ich glaube die werden sich kein Buch ausleihen wenn sie 1 Euro pro Woche zahlen müssten.
Die Versandkosten allein für ein 1 Kilo-Buch sind sicherlich nicht unerheblich. Slebst ein "kurz und gut" liegt für den Hin- und Rücktransport sicherlich schon bei 2 bis 4 Euro bei versicherten Versand. Die 10 Euro für ein neues oder 2 Euro für ein gebrauchtes bei ebay oder Flohmarkt sind da sicher interessanter.
Dieser Service ist sicherlich in erster Linie für relativ aktuelle und/oder teure Bücher interessant. Ein bis zwei Euro pro 4 Wochen halte ich da für angemesssen (zumindest für 50-Euro-Bücher. Und wenn dabei z.B. 50 Cent an den Betreiber gesponsert werden). Ein Restrisiko bleibt dann immer noch für den Verleiher aber es tut nicht ganz so weh wenn nach einem Jahr 25-50% der Kosten wieder drin sind.

Aber wie du sagtest. Erst einmal abwarten ob überhaupt Interesse besteht und dann ggf. nochmal Hirnschmalz reinstecken.

Siehe auch: http://www.buchticket.de/

Oh. Ich seh gerade, dass Bücher versenden garnicht soo teuer ist:
http://www.buchticket.de/c/porto_versandkosten.html?sid=401d85aa451d10c06285b69be5da2013
 
Zuletzt bearbeitet:
SierraX schrieb:
Genau aus diesem Grund habe ich diesen Threat gestartet, um das Interesse auszuloten.
Eine Androhung ganz anderer Art kann dir allerdings von den Buchverlagen drohen, wenn die von der Sache Wind bekommen. Da würde ich erst mal bei ein, zwei Verlagen nachfragen, wie sich das mit dem Verleihen ihrer Bücher verhält (Urheberrecht!). Spätestens, wenn eine Leihgebühr erhoben werden sollte, fällt das unter "geschäftsmäßiger Betrieb einer Bibliothek" und ich weiß nicht, ob das jeder einfach so machen kann.

SierraX schrieb:
Nicht das so ein desaster wie bei dem Brennservices entsteht. Das alle wieder schreien 'BUHU ich würde ja wenn ich die möglichkeit hätte' und sobald man die Möglichkeit bietet kommt keiner.
Naja, das ist doch meistens so. An deiner Stelle würde ich die Umfragefunktion anwerfen, sodaß mit einem Mausklick abgestimmt werden kann und man eine schnelle Übersicht über das Interesse bekommt.

SierraX schrieb:
Schüler und Studenten
Zumindest die Studenten sollten Zugang zu einer Uni-Bibliothek haben, die (wenn gut sortiert) auch viele technische Titel führt.

Das mit dem Risiko des Verleihers hält sich IMO in Grenzen. Wenn man das wirklich über eine Datenbank macht, kann man ja "unzuverlässige" Ausleiher dort erfassen - die bekommen dann halt künftig nix mehr zugeschickt. Sowas wie ein Bewertungsssytem wäre evtl. sinnvoll. Außerdem könnte man über eine Art "Pfand" nachdenken, sodaß ein Unterschlagen eines Buches finanziell nicht mehr lohnt. Dadurch könnte man wahrscheinlich auch verhindern, daß Leute besonders viele Bücher auf einmal ausleihen oder ewig nicht zurückschicken.

Also ich denke schon, daß man ein solches Leihsystem gut absichern kann, sodaß die Verleiher kein großes Risiko mehr tragen. Das mit dem Urheberrecht sollte man halt vorher bei einem Verlag klären, damit auch von dieser Seite keine bösen Überraschungen drohen können.
 
Vieleicht ist es besser wenn diese Idee ganz schnell wieder in der Schublade verschwindet.
Der Logistische Aufwand ist mit den vorhandenen Mitteln scheinbar nicht zu bewältigen.
Bleibts halt doch bei 'wer sichs antun will, soll nen threat starten'.
 
Zurück
Oben