BSD Systeminstallation auf "billige" Zweit SSD - sinnvoll?

serie300

Well-Known Member
Einfache SATA SSDs sind ja inzwischen in einem Preisbereich, bei dem man sich denkt "Bestell das einfach mit" (SanDisk 120GB, 25EUR). Jetzt dachte ich mir, ich stecke sowas zusätzlich in den Rechner und installiere FreeBSD in einer Experimentalversion (z.B. ggf. auch V13) drauf (neben meiner alten Platte mit 12.2 und Daten). /home linke ich dann auf das /home der alten Platte. Was meint ihr - handle ich mir damit Probleme ein?
Ich könnte mir vorstellen, daß
- ich "Klimmzüge" mit unionfs für die eigentlichen Daten in /home machen muß, da 2 verschiedene Installationen an den .* Dateien rumfummeln
- Ich über die Billig SSD fluche, da die geringe Schreibgeschwindigkeit mich nervt (andereseits fahre ich nicht täglich Compiler Läufe, etc.)
- Mein 2012er Board bei SATA SSDs zickt

Was meint ihr - ist das sinnvoll?
 

Yamagi

Possessed With Psi Powers
Teammitglied
Technisch sollte das gehen. Bis auf die absolute Billigklasse haben SSDs eigentlich einen Reifegrad erreicht, an dem sie einfach ohne große Zicken funktionieren. Ich würde aber vielleicht etwas mehr Euro ausgeben, die Crucial MX500 250 GB gibt es für 32€. Mehr Speicher schadet nie und von der weiß man, dass sie was taugt.

Aber organisatorisch ist die Frage, ob normale ZFS Boot Environments nicht die bequemere Alternative wären. Einen Pool für die Systeme und ein gemeinsames /home. Also in etwa so:

Code:
NAME                       USED  AVAIL  REFER  MOUNTPOINT
system                     186G   267G    88K  none
system/ROOT               8,27G   267G    88K  none
system/ROOT/12.2-RELEASE  8,27G   267G  8,26G  /
system/home                165G   267G   165G  /usr/home
system/ports               720M   267G   720M  /usr/ports
system/sources            8,88G   267G  8,88G  /usr/sources
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
MMn. besserer Vorschlag:
die SSD 2x kaufen und direkt bei der Einrichtung einen mirror generieren und darauf installieren (verdoppelt die Leserate und Ausfallsicherheit fürs Gewissen, wobei die von Yamagi genannten Crucial wirklich zu bevorzugen ist)

Billig SSD fluche, da die geringe Schreibgeschwindigkeit
Die sandisk hat zwar keinen Stützkondensator und 'wenig' cache, aber die Schreibgeschwindigkeit knickt nur ein beim Schreiben von großen Dateien (wenn man den cache schneller füllt, als er leergeschrieben werden kann, unwahrscheinlich beim Compilen)

Mein 2012er Board bei SATA SSDs zickt
Unwahrscheinlich. AHCI wird auch das alte Board können und dann wird alles gut. :)
 

serie300

Well-Known Member
Danke für die schnellen Antworten. ZFS ist für mich in der Anwendung neu. Die alte Platte laß ich mal auf UFS2 (funktioniert es - laß es wie es ist).
Die Idee 2 Stück zu nehmen und dann mit gespiegelten Dateisystemen / Plattenverbünden zu experimentieren hat was. Bis FreeBSD 13 RELEASE ist ja noch etwas Zeit.
 

mr44er

moderater Moderator
Teammitglied
ZFS ist für mich in der Anwendung neu
Wenn man mal sattelfest ist und rumgespielt hat, fragt man sich warum man das nicht früher und ausschließlich genutzt hat. Aber ja, die Hürde bei neuen Dingen. ;)

Immer ein guter Rat bevor es dann losgeht: BIOS vom Board und Firmware der SSD flashen.
 

pit234a

Well-Known Member
ich würde sogar noch weiter gehen:
Nimm zwei SSD >120G und installiere darauf ein aktuelles 12.2 in einem ZFS-Mirror.
Nimm die alte Platte und benutze die NUR als Datensammlung, die du regelmäßig kopierst, um einen Backup zu haben. Besser wäre auch hier eine redundante Lösung mit einem ZFS.
Lege dir je einen Link aus deinem Home nach den diversen DatenSammlungen.
 
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